Essenberger Bruch

Der heutige Umweltausschuss mit den Bezirksvertretungen aus Homberg und Rheinhausen war teilweise recht turbulent. Und der Homberger Bezirksbürgermeister sorgte mit seinem verwirrten Auftritt für ein wenig Durcheinander bei der entscheidenden Abstimmung!

Aber davor stand erstmal eine stundenlange Sondersitzung des Umweltausschusses gemeinsam mit den Bezirksvertretungen aus Rheinhausen und Homberg! Denn der Stadtdirektor hat es sich wohl in den Kopf gesetzt 150 Meter hohe Windräder im Essenberger Bruch zu errichten, und eine Firma mit Namen „Energiekontor“ hat schon konkrete Planungen vorbereitet! Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen auch aktiv in die intensive Diskussion einzugreifen! Denn der Essenberger Bruch ist für viele Bürger, auch für mich, ein wichtiges Naherholungsgebiet!


Impression aus dem Essenberger Bruch

Stadtdirektor Greulich hat sich auch mächtig für die Firma und die Windkraftanlagen ins Zeug gelegt. Angeblich wäre schon 2007 vom Stadtrat beschlossen worden in ausgewiesenen Zonen, darunter auch das Landschaftsschutzgebiet Essenberger Bruch, Windkraftanlagen zu errichten. Und die 150 Meter hohen Türme mit den kilometerweit sichtbaren Rotoren hätten auch keine bedeutsamen negativen Auswirkungen auf die Umgebung, schließlich ginge es auch um den Klimaschutz und den Ausbau regenerativer Energien! Dass die zwei Megawatt Anlagen kaum genug Energie produzieren um auch nur einen Tag die Produktion eines konventionellen Kraftwerks zu kompensieren spielte in dieser ideologischen Betrachtungsweise kaum eine Rolle!

Aber bis auf die Grünen konnte sich da keiner so recht mit dieser Behauptung anfreunden. Ebenso sorgte der Auftritt des Vertreters der Firma „Energiekontor“ für leichte Verärgerung, der selbstherrlich meinte die Politik habe die Pläne gefälligst abzusegnen wenn die gesetzlichen Auflagen und Bestimmungen erfüllt seien.

Dass ließen sich zum Glück die allermeisten Kommunalpolitiker nicht gefallen und stimmten getrennt nach Zugehörigkeit zu Umweltauschuss und den Bezirksvertretungen gegen die vorläufige Befreiung zur Errichtung der Anlagen im Landschaftsschutzgebiet. Das konnte dann auch ein sichtlich überforderter Homberger Bezirksbürgermeister nicht verhindern, der mit missverständlichen Formulierungen gleich mehrmals zu diesem Punkt abstimmen ließ!

!!! 17.11.2010, 04:11 Uhr: Gerade habe ich erfahren, dass die SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas angeblich auf einer Veranstaltung der Ärztekammer in Duisburg gestern abend erklärt hat, dass sie Oberbürgermeisterin in Duisburg werden möchte. Wenn das stimmt erscheinen ihre ganzen Erklärungen zur Loveparade in einem ganz neuen Licht, und ihre Kritik am Duisburger Oberbürgermeister ist dann ziemlich fragwürdig, da sie ja auf seinen Posten scharf zu sein scheint !!!

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