Ausländerfeindlichkeit einmal ungewohnt: eine blonde Schweizer Rechtspopulistin mit eindeutig rassistischen wie ausländerfeindlichen Tendenzen schimpft öffentlich auf die Deutschen, die in der Schweiz arbeiten und leben.

Nun sind Angstaussagen wie „die nehmen uns die Arbeitsplätze weg“ oder „wir haben ein Zuwanderungsproblem“ auch in Deutschland bekannte Sätze. Dass die sich aber auch mal gegen Deutsche richten könnten, die zudem in einem Nachbarland arbeiten dessen Landessprache offiziell auch deutsch ist verwundert hier dann doch. Zumal die Schweiz, das Mutterland der Nummernkonten, die deutschen Arbeitskräfte auch benötigt um viele freie Arbeitsstellen dort besetzen zu können. Denn wirtschaftlich sieht es in der Schweiz derzeit sehr gut aus!

Screenshot der Homepage von Nationalrätin Natalie Rickli

Screenshot der Homepage von Nationalrätin Natalie Rickli

Aber offenbar müssen bestimmte politische Kräfte immer die Angst vor Zuwanderern schüren um die eigene Basis und den vermeintlichen Volkswillen bedienen zu können. Und die Schweizer Bevölkerung hat anscheinend große Angst von den Deutschen „überfremdet“ zu werden. Frau Rickli, ihres Zeichens Nationalrätin (was wohl mit einer Bundestagsabgeordneten hier vergleichbar ist) und rechtspopulistische Politikerin der „Schweizerischen Volkspartei“ hat es jedenfalls geschafft mit ihren deutschfeindlichen Angriffen große Beachtung auf beiden Seiten der gemeinsamen Landesgrenzen zu finden und das ehemals positive Bild, das viele Deutsche von der Schweiz hatten nachhaltig zu trüben.

Vielleicht werden jetzt auch hier einige Leute schlauer und erkennen leichter wie dumm Ausländerfeindlichkeit und Fremdenangst sein können wenn auch Deutsche davon betroffen sind.

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Norwegen

Am Freitagabend glaubten noch viele mediengeprüfte Experten Al-Kaida oder irgendwelche anderen islamistischen Organisationen würden hinter den blutigen Terroranschlägen in Oslo stecken!

Jetzt zeigt sich, dass Fanatismus und Hass gegen Andersgläubige sowie Migranten durchaus auch in modernen Demokratien und westlichen Musterstaaten wie zum Beispiel Norwegen möglich sind und zu abscheulichen Verbrechen führen können! Einen Terroristen der sich selbst „christlich“ und „konservativ“ nennt hätten viele sicher bis gestern für unmöglich gehalten.

Aber die Arbeit der norwegischen Polizei zeigt ein immer deutlicheres Gesicht: der 32 Jahre alte Anders B. Breivik war ein in der westlichen Wertegemeinschaft verankerter Mensch, der aber trotzdem von rassistischen Motiven sowie seinen Hass auf den Islam zu seinen blutigen Verbrechen verleitet wurde. Hätte der Mann hier gelebt wäre er wahrscheinlich bei „ProNRW“ oder anderen rechten Gruppierungen aktiv geworden. So war er in Norwegen in der rechten Szene aktiv und muss sich einen ziemlichen Hass auf alles in seinen Augen fremde angeeignet haben, der vorgestern zu einem unglaublichen Blutrausch führte und ihn sogar dazu brachte kaltblütig 85 Jugendliche zu erschießen, die einfach nur im Sommerlager der norwegischen Arbeiterjugend campen wollten.

Angesichts des Entsetzens über die Terroranschläge von Oslo und Utøya müssen wir uns alle fragen was wir tun können um jedwede Form von Hass, Extremismus und Rassismus einzudämmen, denn die politischen Hintergründe des Attentäters von Oslo finden sich auch in unserem Land. Und wer weiß ob nicht auch hier Gleichgesinnte von Anders B. Breivik herumlaufen, die ebenfalls bereit sind Menschen umzubringen, die nicht in ihr Bild eines „christlichen“ Landes hineinpassen wobei ich auch hier genau wie bei islamistischen Gewalttätern sicher bin, dass der Glaube nicht solche Bluttaten rechtfertigt und von Verbrechern als Vorwand für ihre Menschenverachtung missbraucht wird.

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