Es ist ja auf einmal erstaunlich wie die Kapitaldiener der Bundesregierung nun ihre ganzen Glaubenssätze von den Verheißungen des freien Marktes aus der Vergangenheit vergessen machen wollen! Selbst die eifrigsten Marktfetischisten sprechen sogar von „Systemfehlern“. Wie sagte es gestern in einer Talkshow Oskar Lafontaine so schön: es gibt jetzt in Berlin nur noch Wendehälse!

Im Blog „Kritik und Kunst… alles mögliche von Hartmut Finkeldey“ finden sich ein paar passende Reime dazu:

Finanzballade — Immer schon dagegen!
von Finkeldey Pro @ 2008-10-30 – 11:20:47

(für Achim Amme)

1

Merkel, Steinbrück sind empört.
Jeder von den beiden schwört:
„Die Vorwürfe? Ganz ungerecht!
Heldisch ging es ins Gefecht,
gegen die Entfesslungswut
zeigten wir stets wahren Mut!“
Egal, dass sie Gesetze machten,
die den Märkten Freude brachten:
Derivate, Fonds, Verbrieftes,
ein geniales und gewieftes
Innovativ-Finanzprodukt.
Da hat man nicht genau geguckt.
Denn wenn im Ministerium
Externe sich ganz schwungvoll um
den Finanzmarkt kümmern, dann
sitzt da schon der rechte Mann.
Für das Ändern von Gesetzen,
die den Markt in Rausch versetzten,
will sich auch jetzt kein Finger regen:

„Wir waren immer schon dagegen!“

2

Der deutsche VWL-Prof mit
besorgter Miene, leisem Schritt
baut er sich vor der Presse auf,
klärt eloquent der Welten Lauf:
„Im Weltmarkt müssen wir bestehn.
Deutschland wird sonst untergehn.
Alternativlos gilt es drum:
Wir schmeißen alle Regeln um.
Die Arbeit hier ist viel zu teuer!
Senkt die Unternehmenssteuer!
Wenn der Finanzmarkt frank und frei,
ist für jeden was dabei.
Regulieren bringt kein´ Segen!“

Jetzt war er immer schon dagegen.

3

Die Bänker selber ahnen Schlimmes:
Boni und der Rettungsbimbes,
doppelt zocken, oh wie fein.
Wie schenkt man das dem Bürger ein?
Gibt zwar kein´ Grund, sich zu beklagen.
Nur darf man das nicht offen sagen.
Drum waren selbst die Bänker wegen
ihres Rufs ganz strikt dagegen.

4

„Reformen, das weiß jedes Schwein
sind hart und müssen leider sein.
Und überhaupt und sowieso,
im Grunde bin ich sogar froh:
Dass mans dem Stütze-Zocker jetzt
besorgt, das finde ich zuletzt
nicht mal so schlecht, im Gegenteil:
Versohlt dem mal das Hinterteil!
Ein-Euro-Jobs fürs Hartzer-Pack,
alle in den großen Sack.
Maßnahme und Sanktionsbescheid,
Schmarotzer tun mir niemals leid!“

So lallte es aus Bürgers Mund,
selbstgerecht… Auf einmal: Schwund!
Denn sein Depot steht jetzt im Regen,
und shortet, drum war er dagegen.

5

Künstler, Literatenszene,
wie wenn man sich nach Schönem sehne…
Ob Story-trash von Koks und Sex,
ob Zeichentründel, Traum und ex,
ob flauschig feine Ironie,
Mimesis und Mimikry,
Großstadtlifestyle, Partywahn,
„Eure Armut kotzt uns an!“
Ein zugekiffter Adabei:
Postmoderne Gaukelei.
Erst jetzt, wo der Kulturetat
zusammenschmilzt ist sie ihm nah,
die Krise, die er dumpf beschwiegen…
Der Künstler? Immer schon dagegen.

Quelle:
http://kritik-und-kunst.blog.de/2008/10/30/finanzballade-immer-schon-dagegen-4955558

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Hat da jemand bei der Stadt und/oder städtischen Gesellschaften unsere Gelder verzockt?!

Kaum zu glauben, dass da in Zeiten eines Nothaushaltes wo kaum Geld für die bauliche Erhaltung von Schulen oder den Betrieb von Bibliotheken und Bädern vorhanden ist städtisches Geld in fragwürdigen Spekulationen bei der US-Pleitebank Lehman Brothers investiert wurde.

Eine Anfrage der linken Ratsfraktion hat es öffentlich gemacht: die DVV als Holding der Stadtwerke und der DVG im städtischen Besitz hat mal eben ein paar Millionen öffentliche Gelder bei der berühmt-berüchtigten US-Bank „Lehman Brothers“ angelegt. Angeblich ist das Geld aber laut Stadt gesichert. Hoffentlich!!!

Sogar hochspekulative Zinswetten sollen stattgefunden haben. Offenbar ist Spielsucht und Zockermentalität auch in manchen Amtsstuben und Chefbüros ein ernstzunehmendes Problem. Auf jeden Fall verstehe ich nicht wie man so leichtsinnig mit unseren Steuergeldern und öffentlichem Eigentum umgehen kann. Denn die Risiken lassen sich kaum überblicken wenn die Finanzkrise in den USA noch mehr Banken und Versicherungen crashen lässt sind wohl auch die Leasingverträge aus der Brandt/Zieling-Ära keinen Pfifferling mehr wert und es kommen Mehrkosten auf die klamme Stadtkasse zu!

Noch können wir wohl hoffen, dass Duisburg keine oder nur geringe Schäden von der Finanzkrise bleiben, aber wenn nicht würde ich dafür plädieren einen Bürgerantrag einzubringen, der die Verantwortlichen für solche drohenden Spekulationsverluste in persönliche Haftung nimmt!

Um die „Systemkrise“ (O-Ton Steinbrück von den aSozialdemokraten) zu lösen ist keine Geldsumme zu gering!

Das Geld kommt natürlich von uns dummen Steuerzahlern was die Kapitaldiener der Bundesregierung so großzügig an die notleidenden Banker vergeben! Die Summen lassen einen Normalsterblichen nur noch schwindelig werden, wer kann sich schon vorstellen was 500 Milliarden sind?!

Wobei ich ja denke, dass diese 500 Milliarden Euro einfach an alle Normalverdiener verteilt sofort zu einem Wirtschaftsaufschwung führen würden. Alleine schon durch den einsetzenden Konsumrausch, etliche Handwerkeraufträge und Häuslebauen würde die Wirtschaft wahrscheinlich wieder richtig brummen.

Aber mit Logik kommt man in der Politik nicht weit, und so wird das Geld eben wieder den Spekulanten geschenkt. Und die Verursacher der Finanzkrise stehlen sich mit fetten Abfindungen einfach aus der Verantwortung. Von den Kapitaldienern der Bundesregierung haben die Banker und Fondsmanager nichts zu befüchten außer heiße Luft in Form von windigen Ankündigungen!

Jetzt merken aber auch zum Glück viele Menschen, dass der ganze Humbug mit der privaten Altersvorsorge auch schief gehen kann. Was bin ich jetzt froh mich nicht auf das „Riester“-Modell eingelassen zu haben was mir meine Bank immer wieder andrehen wollte!!!

Nochmal 20 000.000.000 EURO! Die Milliardensummen für die Spekulanten in den Bankpalästen werden immer größer. Unsere kapitalhörige Bundesregierung verschleudert unsere Steuergelder um den Schaden auf den Finanzmärkten in Grenzen zu halten ohne dass irgendeine positive Wirkung zu sehen ist…

…und gleichzeitig werden Garantien für Sparguthaben abgegeben, die gar nicht einhaltbar sind! Wenn nur zwei große Banken crashen brechen alle Sicherungssysteme zusammen und der Bundeshaushalt wird unfinanzierbar. Offenbar merken, dass auch viele kleine Sparer und ziehen ihre Ersparnisse bei den Privatbanken raus um sie bei den sichereren Sparkassen anzulegen in der Hoffnung, dass da nicht ganz so riskant spekuliert wurde und keine weiteren Milliardenabschreibungen notwendig werden. Und alle „Riester“-Anleger dürfen jetzt auch noch bangen ob sie in ferner Zukunft jemals was von ihren Geldern bekommen werden.

Interessant ist auch zu beobachten wie die Gralshüter der „freien Marktwirtschaft“, die sich in der Vergangenheit gegen jede Einmischung des Staates wehrten nun nach staatlicher Hilfe rufen ohne aber ihre Gewinne der Vergangenheit zur Verfügung zu stellen. Keiner fragt mal nach warum die „Deutsche Bank“ nicht auch die Milliarden zur Verfügung stellt, die sie vor kurzem noch mit „Investment“ machte! Als Normalverdiener und kleiner Sparer bin ich einfach nur erstaunt wie brav unsere Medien alle offiziellen Erklärungen schlucken.

Ein Artikel in den NachDenkSeiten spricht mir aus der Seele:

8. Oktober 2008 um 9:11 Uhr
Regierung unter der Reichstagskuppel: ratlos
Verantwortlich: Wolfgang Lieb

Da sind wir mitten in einem weltweiten Finanzstrudel von historischem Ausmaß, da drohen Rezessionsgefahren, da sind Menschen in Angst um ihr Erspartes und um ihre Arbeitsplätze und unsere Bundeskanzlerin bietet eine der kürzesten und nichtssagendsten Regierungserklärungen. Da wurde vor dem Parlament eine Banalität nach der anderen aneinandergereiht. Da wurde so getan, als sei das Unglück von Amerika über uns gekommen wie eine Grippeepidemie. Da wurde nicht analysiert, was bei uns falsch gelaufen ist und stattdessen viel von „Vertrauen“ und „sozialer Marktwirtschaft“ geschwafelt. Da wurde so getan, als könne man mit ein paar kleinen Maßnahmen alles wieder in Ordnung bringen. Und da wurde vor allem die konsequente Fortsetzung des eingeschlagenen Reformkurses propagiert, gerade so als hätten nicht einige der Reformpakete, wie z.B. die Privatisierung der Rente oder die steuerliche Begünstigung der Verbriefung von Krediten zu Wertpapieren die Finanzspekulationen in Deutschland nicht wesentlich angeheizt. Wolfgang Lieb

Die Lage sei ernst wie noch nie. Vieles was selbstverständlich gewesen sei, werde in Frage gestellt. Es habe Missmanagement gegeben. Man brauche jetzt zunächst einmal ein kurzfristiges klassisches Krisenmanagement wie bei der Hypo Real Estate und danach eine neue Systematik für das Zusammenwirken aller im Finanzsektor Tätigen, um eine Zukunftsperspektiven auf dem Finanzmarkt zu gestalten.

Was war das eigentlich für ein gelungenes „klassisches Krisenmanagement“ bei der HRE, wo ein Rettungspaket schon nach einer Woche um zwanzig Milliarden nachgebessert werden musste? Was ist eigentlich gelungen an einem kurzfristigen Krisenmanagement, wenn das Ergebnis ist, dass der Steuerzahler mit dem Löwenanteil bürgen muss?…..

Der ganze Artikel ist unter http://www.nachdenkseiten.de/?p=3497 nachzulesen!

Auf einen ruhigen Sonntag!

5. Oktober 2008

Eigentlich müsste ich mich ja aufregen wenn ich mir so ansehe was da von unserer politischen „Elite“ Tag für Tag verbrochen wird: da kassieren uns die Apparatschiks von den Krankenkassen bald noch kräftiger ab damit die Bürokratie in Form eines „Gesundheitsfonds“ mit mehr Geld aus unseren Einkommen gefüttert werden kann!

Das wird bei mir ordentlich mit ca 30 EURO jeden Monat mehr(!) zu Buche schlagen da ich derzeit noch günstig versichert bin.

So bezahlen wir alle mehr für ein immer schlechter werdendes Gesundheitssystem. Gleichzeitig verschenken unsere „fähigen“ Kapitaldiener in der Bundesregierung Milliarden an Steuergeldern für Spekulanten in den Bankenpalästen ohne deren üppige Gewinne aus der letzten Zeit anzurühren.

Wie schon gesagt, eigentlich müssten wir uns alle aufregen, aber was bringt es?! Deswegen freue ich mich auf diesen Sonntag mit meiner Familie und werde den freien Tag auch dazu nutzen das Grab meiner Mutter zu besuchen und mit meinem Sohn durch die Gegend zu schlendern!

Und nächstes Jahr können die Wähler dieser unfähigen Bande von bürgerfeindlichen Kapitaldienern in Berlin mit dem Stimmzettel eine ordentliche Abfuhr erteilen!

Das passt so gar nicht zu den verharmlosenden Aussagen unserer Kapitaldiener der Bundesregierung was Finanzexperten momentan sagen! Da schreiben sogar schon die Kapitalschreiber der „Financial Times Deutschland“ was von einer „drohenden Kernschmelze des globalen Wirtschaftssystems„!!!

Aber natürlich ziehen die Hilfsschreiber des Kapitals ihre eigenen Schlussfolgerungen und fordern noch mehr Geld von uns dummen Steuerzahlern. Und unsere „fähige“ Bundesregierung mit ihren Schönredner Steinbrück wird den Casinospielern in den hohen Banketagen Frankfurts wohl noch mehr unserer Milliarden hinterherwerfen!

Aber einzelne Marktfetischisten ringen sich nun wohl doch zu der Erkenntnis durch, dass der Staat die unfähigen Banker unter Kontrolle stellen sollte und empfehlen sogar Verstaatlichungen!!! Wer hätte gedacht, dass sowas mal in der „Financial Times Deutschland“ stehen würde. Jetzt würde wohl auch keiner mehr der alten Forderung von Oskar Lafontaine widersprechen, der schon vor über 10 Jahren wirksamere Kontrollen des „global vagabundierenden Kapitals“ forderte!

Aber das Kapital und seine Diener in der Politik von Schröder, Steinbrück, Clement, Merkel & Co. wollten jahrelang sowenig Kontrolle wie möglich und nannten das „Flexibilisierung“, „Deregurlierung“ und „Liberalisierung“!

Jetzt haben wir alle den Schaden und die Banker bekommen sogar noch mehr Geld dazu ohne irgendeine Gegenleistung. Über Nacht haben die Kapitaldiener den Banken eine Bürgschaft zur Verfügung gestellt, die angesichts der wachsenden Krise wohl auch fällig werden könnte und die ausreichen würde um allen „HARTZ IV“-Empfängern im Jahr das Doppelte zu zahlen. Die Banken selbst tragen viel weniger bei um die Spekulationsausfälle zu kompensieren. Die Milliardengewinne der letzten Jahre von „Deutsche Bank“, „Commerzbank“ und anderen werden wohl für neue Spekulationen gebraucht und natürlich die fürstliche Entlohnung der Bankiers und Fondsmanager!

Wir Bürger können nur unsere eigenen Schlussfolgerungen ziehen und den Versprechungen der Fondsberater in Zukunft nur mit großen Misstrauen begegnen, denn es gibt schon einige Fälle wo Privatanleger bei ihrer Hausbank Geld verloren haben weil es in Papiere von „Lehman Brothers“ angelegt wurde!

Im Klartext heißt das für mich, dass ich mein Geld jetzt festhalte und die Sparbüchse erstmal nicht zur Bank bringe sondern es allenfalls in Bundesschatzbriefen anlege. Aber den Bankiers und ihren Kapitaldienern von der Bundesregierung traue ich keinen Zentimeter über den Weg!

Übrigens finden sich auch auf den NachDenkSeiten sehr gute Artikel zum Themenkomplex!

Die Banken sind in Not! Und damit auch das ganze System mitsamt Wirtschaft! Deswegen werden jetzt von unserem besonders „fähigen“ Finanzminister Steinbrück(aSozialdemokraten) auch nochmal 35 Milliarden EURO verbraten!

Der gleiche „fähige“ Bundesfinanzminister hat ja schon Erfahrung darin den Spekulanten bei der staatseigenen KfW und IKB das Geld hinterherzuwerfen. So sieht heute Marktwirtschaft aus: wir die dummen Steuerzahler sollen für den Schaden gerade stehen den die Banker offenbar unkontrolliert angerichtet haben. Seien es diverse Landesbanken oder aber eben die KfW, auf einmal ist nun doch der Staat gefragt.

Als ob die staatlichen Zuschüsse für den ganzen „Riester“-Humbug nicht schon genug Geld in die Kassen der Spekulanten gespült hätten wird heute mal eben ganz schnell von unserer asozialen Bundesregierung der Beschluss gefasst für eine private(!) Hypothekenbank Verluste in Höhe von sagenhaften 35 Milliarden EURO abzusichern. Mit unserem Steuergeld natürlich!

Früher habe ich mal geglaubt, dass die Unternehmen für ihre Verluste haften und Verantwortliche bei Misswirtschaft zur Rechenschaft gezogen werden. Jeder einfacher Arbeitnehmer wäre wohl fristlos gefeuert worden wenn er auf seiner Arbeit solche Schäden anrichten würde. Aber die Nieten in Nadelstreifen bekommen selbst bei Entlassung noch großzügige Übergangsgelder und „Bonus“!

Jeder Normalsterbliche würde fragen was die Verursacher, also die Spekulanten beitragen müssen um wenigstens eine kleinen Teil der Verluste gut zu machen, aber ich habe noch nicht gehört, dass irgendwelchen Bankdirektoren und Fondsmanagern die Villa oder das Mercedes Coupe gepfändet wurde.

Warum auch, unsere Kapitaldiener in der Bundesregierung haben ja kein Problem damit etliche Milliarden an Spekulanten zu verschwenden! Möglicherweise ist das ja auch nur ein Anfang was an möglichen Pleiten noch auf uns zukommt.

Wenn ich daran denke, dass im Frühling monatelang darüber diskutiert wurde ob das Kindergeld erhöht werden kann werde ich richtig wütend auf diese verlogene Bande von Kapitaldienern namens Bundesregierung! Für 2 Milliarden EURO wurde eine richtige Grundsatzdiskussion geführt und auf die Lage des Bundeshaushaltes verwiesen. Aber die 9 Milliarden für die KfW und IKB sowie heute die 35 Milliarden Euro für die private Hypothekenbank werden ganz schnell mal eben beschlossen! Das zeigt einmal mehr in wessen Auftrag unsere politische „Elite“ handelt!

Hoffentlich vergessen die Menschen das nicht so schnell!

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