Sonnenuntergang

Endlich habe ich sowas wie Urlaub und konnte gestern abend meinen ersten Sonnenuntergang am Schwarzen Meer erleben!

Die Woche war bis gestern eher stressig denn erholsam: mein kleiner Anarchist hatte seine Beschneidung und die damit verbundenen Schmerzen in den ersten zwei Tagen nach dem Eingriff, das Wetter war fast eine Sintflut, so sehr regnete es, und meine Bekannten hatten kaum eine freie Minute Zeit irgendwo mit mir hinzufahren.

Aber seit gestern abend bin ich mit meiner Frau, meinem Benny und der Familie meiner Schwägerin im Ferienhaus an der Schwarzmeerküste. Ein kleiner Ort namens Inkum, nur 10 km von Bartin entfernt. Das Wetter ist endlich sommerlich und meine Schwägerin war heute morgen schon im Wasser und hat bestätigt, dass es warm ist. Also werde ich auch gleich mal eine Runde Schwimmen gehen. Die Kinder sind schon seit Stunden im Meer.

Der Urlaub hat endlich angefangen!

Altes Haus in Bartın

Altes Haus in Bartın

Mein Kurztrip in die Türkei neigt sich nun dem Ende zu!

Der Fischerhafen von Amasra

Der Fischerhafen von Amasra

Die wichtigsten Dinge konnte ich erledigen und heute fahre ich los. In den paar Tagen hier am Schwarzen Meer konnte ich immerhin auch mal ans Meer fahren und ein bischen ausspannen.

Die türkische Bürokratie habe ich mit Hilfe einiger Freunde auch gut überstanden und immerhin auch jemanden gefunden, der auf das Haus in Bartın aufpassen wird. Nur die Wasserrechnung fürchte ich, da im Winter ein Wasserrohr geplatzt ist und für eine kleine Überschwemmung gesorgt hat!

Aber das ist jetzt alles nicht so wichtig. Ich bin bald wieder zuhause in Deutschland! Interessant fand ich ja die Anregung von hiesigen Freunden, die meinten, dass ich doch in der Türkei bleiben könnte falls die deutsche Regierung eines Tages auf die Idee kommen sollte alle Türken aus Deutschland auszuweisen!

So denken also die Türken in der Türkei über mein Land. Auch wurde ich ständig gefragt warum Deutschland sich so sehr gegen eine Aufnahme der Türkei in die Europäische Union sperrt. Das Land steht ja wirtschaftlich besser da wie Griechenland oder gar Bulgarien. Aber da stehen wohl ideologische Barrieren im Weg!

Ich konnte jedenfalls einen guten Eindruck von der Modernisierung und wirtschaftlichen Dynamik in der Türkei gewinnen. Strassen, Häuser, Geschäfte und Schulen werden neu gebaut oder renoviert und den meisten Menschen geht es auch relativ gut.

Benny möchte am liebsten immer hier bleiben, aber das geht natürlich nicht!

Kurz mal weg!

21. Juni 2010

Altstadt von Safranbolu

Dringende Angelegenheiten zwingen mich für einige Tage in die Türkei um mich dort um das Haus zu kümmern, dass mein Vater mir hinterlassen hat!

Rechnungen und Grundsteuer sind zu zahlen sowie Reparaturen zu erledigen. Da das Haus auch leersteht muss ich auch noch schnellstens einen zuverlässigen Mieter finden. Also Urlaub habe ich keinen!!!

Die letzten Tage meines Urlaubs habe ich genutzt um die Hochzeit meiner Nichte Leyla in Bartin zu besuchen und mit Freunden durch die Landschaft zu fahren!

Auf der Hochzeit war ich zwar nur gut zwei Stunden, aber es war wirklich eine gelungene Feier mit viel Musik und zahlreichen Hochzeitsgeschenken, die von den anwesenden Gästen und mir natürlich auch dem Brautpaar an Anzug und Kleid gesteckt wurden.

Am nächsten Tag ging es mit der Familie zum Essen in ein Restaurant mitten im Wald. Gerade mal drei Kilometer außerhalb von Safranbolu kann man in natürlicher Idylle gut grillen und essen während man die Landschaft betrachtet.

In der Natur haben meine Familie und die meines Schwagers dann den Tag gemütlich ausklingen lassen. Das war dann auch leider mein letzter Urlaubstag!

In den nächsten Tagen werde ich einige Bilder von meiner letzten Urlaubswoche in voller Auflösung auf meinen Fotoblog stellen!

Am Schwarzen Meer

Am Schwarzen Meer

Nach über anderthalb Wochen in Safranbolu bin ich bis gestern abend für einige Tage in Bartın gewesen! Mit Frau, Kind und Freunden haben wir dort Bekannte besucht und das Haus meines Vaters aufgeraeumt.

Benny und ein Bild

Benny und ein Bild

Dabei hat Benny auch sofort das Bild seiner Grosseltern gefunden! Viele Erinnerungen lagen noch herum, und es gab ordentlich viel zu reinigen in dem Haus.

Spaziergang durch die Innenstadt

Spaziergang durch die Innenstadt

Zum Glück fanden wir aber auch Gelegenheit durch die Innenstadt zu schlendern und uns die Ausstellung der örtlichen Künstler zum „Çiçek festivalı“ (Blumenfest) anzusehen und zum Erdbeerpflücken in die Umgebung zu fahren.

Bartın, das früher immer linke Mehrheiten im Stadtrat hatte, hat nun seit der letzten Kommunalwahl im Maerz einen rechten MHP-Bürgermeister! Ob sich dadurch nun das relativ freizügige Klima in der Stadt aendert wird sich noch zeigen!

Auf jeden Fall sind die vielen Bars und Kneipen in der Umgebung noch alle offen. Davon konnte ich mich auch selbst überzeugen 😉

Endlich mal wieder weg! Am Ende musste ich dem Drängen meiner Frau doch nachgeben, und wir sind nun zusammen mit einer Nachbarin, die für eine Woche mitkommen wollte, in der Türkei!


KITA-Streik, Wahlkampf und sonstige böse Nachrichten haben wir für die nächsten drei Wochen verbannt! Jetzt sind wir im Moment in Safranbolu bei meiner Schwägerin. Ich werde jetzt also in nächster Zeit in diesem Blog nur noch Meldungen von der türkischen Schwarzmeerküste aus der Region zwischen Safranbolu und Bartin bringen! Nach einem angenehmen und preisgünstigen Flug mit Turkish Airlines (THY) hat uns der Bruder meiner Frau in Ankara abgeholt und sich vor allem gefreut seinen Neffen, also Benny wiederzusehen.

Auf der Fahrt vom Flughafen in Ankara zum Schwarzen Meer habe ich ganz erstaunt festgestellt, dass es hier auch den „Media Markt“ und „Praktiker“ gibt. Die Türkei scheint also noch europäischer geworden zu sein.

Ich bin mal gespannt wie die Zeit hier vergehen wird und schreibe hier natürlich auch ab und zu mal was!

Wieder in Safranbolu

4. Dezember 2008

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Die letzten Erledigungen sind auch schon fast bewältigt und mein Kurzurlaub ist praktisch zu Ende! Heute bin ich in Safranbolu und lese gerade im Internetcafe, dass ich wohl bald in eine Pleitestadt zurückkehren werde!

Allerdings hat die weltweite Krise auch die Türkei erfasst, und den türkischen Kommunen geht es auch nicht viel besser. Mein Schwager hat mir gestern erzählt, dass die Stadt Safranbolu ihren Angestellten monatelang nicht das vollständige Gehalt zahlen konnte.

Wollen mal hoffen, dass Duisburg nicht auch bald soweit ist!

Heute kaufe ich noch ein bischen Lokum bei „Imren“ und schlendere noch ein bischen durch die Stadt. Das Wetter ist immer noch recht mild mit Temperaturen um 18 Grad.

Da fällt es schwer zu gehen! Benny wird sich auch nur schwer von seiner Sezen und Saygin trennen können. Und meine Frau würde am liebsten zum Opferfest (Kurban Bayram) nächste Woche hier bleiben!

Wenn es dem Ende zugeht….

30. November 2008

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…bleibt immer noch Hoffnung! Irgendwie fühle ich mich jetzt richtig erleichtert nachdem ich die Gelegenheit hatte am Grab meines Vaters Abschied zu nehmen und mich mit meinen Bruder zu versöhnen!

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Im Angesicht des Todes relativiert sich eben alles, Geld, Haus, Möbel verlieren da ihre Bedeutung. Und es tat gut viele alte Freunde, Bekannte und Verwandte im Dorf wiederzusehen. Und die Natur ist hier auch wunderschön.

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Auf dem Weg zum Grab meines Vaters bin ich über einen idyllisch anmutenden Friedhof gelaufen. Hier werde ich nun regelmaessig vorbeischauen!

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Einigung und Familienfrieden!

29. November 2008

Idylle

Am Ende haben sich alle Befürchtungen doch nicht bestaetigt: mein Bruder hat meine Ansprüche anerkannt und wir konnten uns aussöhnen. Zudem konnte ich heute das Grab meines Vaters besuchen und Abschied nehmen! Nach 8 Jahren war ich wieder im Heimatdorf meines Vaters!

Das ist doch ein gutes Gefühl sich mit seinen Verwandten verstaendigen zu können und den Familienfrieden wieder herzustellen. Mein Vater würde sich sicher freuen!

Berge an der Schwarzmeerküste

P.S.: Auf der Fahrt von Bartin nach Safranbolu bekam ich heute ganz überraschend einen Anruf von einem guten Bekannten aus Homberg, der mir erzaehlte, dass die WAZ fast alle Lokalredaktionen schliessen wird. Da merkt man wieder mal, dass die oberen Herren beim WAZ-Medienmonopolisten bis heute nicht verstanden haben warum ihnen die Leser davonlaufen. Das kommt davon wenn Parteischreiber und Kapitaldiener alle Führungsfunktionen in den Medienkonzernen besetzen!

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Den gestrigen Tag habe ich nahezu komplett im Justizpalast (Adalet Sarayi) von Bartin mit meiner Frau und meiner Schwaegerin verbracht!

Da mein werter Bruder ja meint, er könne einfach alles für sich behalten was mein Vater hinterlassen hat und sich weigerte mir die Schlüssel für das Haus meines Vaters, das er ausdrücklich mir hinterlassen hat, auszuhaendigen musste ich eben die Justiz einschalten.

Und das bedeutete jede menge Zeit und Geld einsetzen um sein Recht auch durchzusetzen. Immerhin bin ich im Recht, das bekam ich gestern auch von allen Seiten bestaetigt. Nur dass man erstmal viel Geld für alle möglichen Arten von Gerichtsgebühren bezahlen muss und dann doch praktisch mit leeren Haenden dasteht weil man nicht in sein Haus kann ist doch ziemlich ernüchternd.

Aber mein türkischer Halbbruder ist jetzt wenigstens zur Besinnung gekommen, und nachdem er erfahren hat, dass ich rechtliche Schritte gegen ihn eıngeleitet habe will er mir sogar heute den Schlüssel aushaendigen. Jemand hat ihn wohl darüber aufgeklaert, dass er sonst ziemlichen Aerger bekommen kann. Vielleicht gelingt es sogar eine gütliche Einigung über das Erbe zu erzielen. Denn eigentlich bin ich auch mit wenig zufrieden.

Mal sehen was heute passiert!

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