Rubinstein vorm "BabaSu"

Rubinstein vorm „BabaSu“

Am Abend eines langen wie deprimierenden Wahltages fuhr ich nach der Präsentation der Wahlergebnisse im Rathaus zum „BabaSu“ um Herrn Rubinstein nochmal zu seinem Ergebnis zu gratulieren und mit Piraten wie anderen Bekannten über das Ergebnis und die Zukunft Duisburgs zu reden.

Der gestrige Tag war gestern für viele politisch Handelnden in Duisburg eine große Enttäuschung, vorausgesetzt sie gehören nicht der SPD an. Die Genossen feierten natürlich ausgelassen ihren fast totalen Sieg, trotz eines blassen Kandidaten, der ungefähr soviel Charisma wie ein Kühlschrank ausstrahlte hat die SPD die absolute Mehrheit nur knapp verpasst. Der CDU-Kandidat ist bei 21% gelandet, es tat mir um Benno Lensdorf leid, ich hatte aber damit gerechnet, dass die Wähler ihm und seiner Partei einen Korb geben würden. Offensichtlich wollen die wenigen Bürger dieser Stadt, die überhaupt noch wählen gehen mehrheitlich wieder zurück zu alten SPD-Zeiten mit Filz und Schuldenmacherei.

Dass das ganze Gerede vom „Neuanfang“ auf SPD-Seite nur hohles Geschwätz war um wieder die alte totale Macht in Duisburg zu erlangen konnte man auch daran erkennen wie der Obermoralo Krings, der sich in den letzten zwei Jahren mit Hilfe der WAZ-Propagandamedien zur obersten moralischen Instanz der Stadt aufgespielt hatte ganz freudig bei seinen Genossen den Sieg mitfeierte. Herr Rubinstein nahm sein Ergebnis gelassen an und bedankte sich bei denjenigen, die ihn aufmunterten. Immerhin ist es ihm gelungen aus dem Stand heraus als unabhängiger Kandidat, den vor 3 Monaten kaum ein Mensch kannte 11,58% der Stimmen zu holen. Das ist beachtlich, und dafür haben neben vielen unabhängigen Bürgern die FDP, die Piraten und zuletzt auch die DAL gekämpft. Wobei ich zugebe, dass wir uns zu lange Zeit gelassen haben mit unserer Entscheidungsfindung. Hätten wir früher zur Unterstützung von Michael Rubinstein aufgerufen wäre das Ergebnis vielleicht etwas besser gewesen. Aber es ändert nichts daran, dass leider die Mehrheit der Duisburger sich gar nicht für das Wohl ihrer Stadt interessiert oder wieder die alten SPD-Seilschaften demokratisch legitimiert. So bekommt diese Stadt nun das was sie verdient.

Überhaupt frage ich mich wo waren gestern die knapp 130.000 Wähler, die am 12. Februar 2012 Oberbürgermeister Sauerland aus dem Amt wählten? Die hätten doch gestern die besondere moralische Pflicht gehabt zur Wahl eines Nachfolgers in die Wahllokale zu kommen nachdem sie der Stadt die gestrige Wahl beschert hatten.

Ich werde heute mit meinen Vorstandskollegen von der DAL beraten müssen wie wir uns nun in den nächsten zwei Wochen verhalten sollen: die Stichwahl boykottieren, weil das Ergebnis eh schon feststeht, oder zur Wahl gehen um den Stimmzettel absichtlich ungültig zu machen um so zu zeigen, dass man die Rückkehr zu alten Verhältnissen ablehnt. Oder als weitere Alternative Bürgermeister Lensdorf unterstützen weil er gegenüber Sören Link, die bessere Wahl ist. Das wird wieder eine schwierige Entscheidung, und noch schwerer wird es sein die Mitglieder und Unterstützer zu motivieren sich für eine aller Wahrscheinlichkeit nach schon verlorene Sache einzusetzen.

Inzwischen denke ich auch darüber nach ob es nicht besser ist aus Duisburg wegzuziehen.

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Screenshot Webseite "michael-rubinstein.de"

Screenshot Webseite „michael-rubinstein.de“

Die DAL-Mitglieder haben sich etwas Zeit gelassen mit ihrer Entscheidung, aber nun ist klar, dass wir mehrheitlich den unabhängigen Kandidaten Michael Rubinstein zur Wahl des neuen Oberbürgermeisters am 17. Juni empfehlen.

Schon am Abend des 04. Juni als er mit den anderen Kandidaten bei unserem befreundeten Verein „Ötüken“ zu Gast war hat er bei unseren Leuten einen guten Eindruck hinterlassen. Bis Anfang der Woche haben wir diskutiert ob wir Michael Rubinstein, Ahmet Siegel oder Benno Lensdorf unterstützen sollen. Aus inhaltlichen Gründen haben wir uns dann für Michael Rubinstein entschieden. Gestern und heute habe ich schon die ersten Mails an Presse, Freunde und Vereine geschickt.

An die Medien
An alle Interessierten

Duisburger Alternative Liste — DAL ruft zur Wahl von Michael Rubinstein auf!

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Unterstützer,

im Namen der Duisburger Alternativen Liste — DAL rufe ich unsere Mitglieder und Unterstützer auf am Sonntag, dem 17. Juni 2012 ihre Stimme dem unabhängigen Kandidaten Michael Rubinstein bei der Wahl zum neuen Oberbürgermeister zu geben.

Nach reiflicher Diskussion ist eine Mehrheit der Mitglieder der DAL zum Ergebnis gekommen, dass Herr Rubinstein unsere Interessen und Forderungen am nachhaltigsten und glaubwürdigsten vertritt. Als parteiloser Oberbürgermeister wird Herr Rubinstein dafür sorgen, dass die Auseinandersetzungen der Vergangenheit endlich überwunden werden können.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Rainer Grün
DAL-Vorsitzender und Ratsherr der Stadt Duisburg

Die DAL-Mitglieder machen sich die Entscheidung nicht leicht!

Webseite Michael Rubinstein

Webseite Michael Rubinstein

Aber Ahmet Siegel, Michael Rubinstein und Benno Lensdorf sind seit gestern eindeutig die Favoriten für die DAL-Basis.

Screenshot "www.cdu-fraktion-duisburg.de"

Screenshot „www.cdu-fraktion-duisburg.de“

Ich hoffe, dass es bis morgen gelingt ein eindeutiges Votum zu finden. Sicher ist nur, dass SPD, Grüne und Linke bei uns keine Freunde mehr haben seit sie wieder gegen uns gestänkert haben.

Benno Lensdorf, Michael Rubinstein und Ahmet Siegel

Bürgermeister Benno Lensdorf, Michael Rubinstein und Ahmet Siegel

Herr Harald Lenders brachte es gestern abend beim DAL-Gesprächsabend auf den Punkt was einen guten Oberbürgermeister in unserer Stadt ausmachen sollte: alles tun um unsere Stadt voranzubringen und ohne Scheuklappen mit allen politischen Vertretern zusammenarbeiten um die gewaltigen Probleme in Duisburg anzupacken, also das Beste für unsere Stadt zu erreichen.

Ahmet Siegel, Harald Lenders und Rudolf Kley

Ahmet Siegel, Harald Lenders und Rudolf Kley

Gerade bin ich von unserer DAL-Gesprächsrunde in Hochfeld mit den OB-Kandidaten nach Hause gekommen nachdem ich bis zuletzt mit Herrn Ahmet Siegel und Herrn Frank Koglin intensiv und lange über die zahlreichen strukturellen Probleme unserer Stadt diskutiert habe. Überhaupt war ich überrascht wie gerade die unabhängigen Kandidaten mit Elan und Leidenschaft für sich und ihre Inhalte geworben haben. Da war absolut nichts von einem „Duell der Chancenlosen“ zu spüren, wie es in einer SPD-parteinahen Lokalzeitung des WAZ-Medienkonzerns vor Tagen stand. Ich weiß schon warum ich mich auch innerhalb der DAL für einen gleichberechtigten Wettbewerb der OB-Kandidaten um die Stimmen unserer Basis eingesetzt habe. Wobei ich nicht verschweigen möchte, dass auch Bürgermeister Benno Lensdorf mit seiner Vorstellung einen gewissen Respekt erarbeitet hat. Leider musste er aber schon nach anderthalb Stunden zur nächsten Veranstaltung eilen.

Rudolf Kley und Frank Koglin

Rudolf Kley und Frank Koglin

An der Veranstaltung nahmen auch Vertreter der CDU, der Piratenpartei und vom „Jungen Duisburg“ teil um den Abend zu intensiven Gesprächen mit den Kandidaten zu nutzen. Ich selbst habe mit Herrn Weyer von der Piratenpartei längere Zeit über die wahrscheinlichen Mehrheitsverhältnissen in Duisburg bei der nächsten Kommunalwahl 2014 gesprochen.

Bei der Diskussion und den Gesprächen der OB-Kandidaten mit unseren Mitgliedern und Unterstützern konnten die unabhängigen Kandidaten Michael Rubinstein, Ahmet Siegel, Harald Lenders und Frank Koglin besonders punkten, alleine schon weil sie sich die Zeit nahmen mit unseren Mitgliedern das direkte Gespräch zu suchen um für ihre Positionen zu werben. Dass Herr Link von der SPD und Frau Laakmann von der Linken sich überhaupt keine Zeit nahmen um mit unserer Basis zu sprechen wurde dagegen sehr negativ aufgenommen. Einer unserer Unterstützer meinte daher auch, dass SPD und Linke sich wohl in Wirklichkeit kein bischen für die Interessen der Migranten interessieren würden.

Wie auch immer, die nächsten Tage werde ich mit meinen Vorstandskollegen beraten müssen wem wir unsere Empfehlung aussprechen werden, aber Herr Sören Link, Frau Ingrid Fitzek und Herr Wittsiepe haben bei uns nun keine besonderen Chancen mehr.

Mitreden und mitbestimmen

19. April 2012

CDU-Aktive fordern mehr Demokratie

Screenshot: CDU-Aktive fordern mehr Demokratie - http://www.mitgliederprinzip.de.vu

Der rauhe politische Alltag ist wieder in Duisburg eingekehrt: beim wichtigsten Thema unserer Stadt, also der bevorstehenden Oberbürgermeisterwahl geht scheinbar alles weiter seinen gewohnten Gang.

SPD, CDU, Grüne und Linke haben Parteisoldaten oder Parteiveteranen als Kandidaten nominiert, die eigentlich das genaue Gegenteil von einem versprochenen „Neuanfang“ sind. Insbesondere die rot-rot-grünen Heuchler und Bürgerverarscher von SPD/Linke und Grünen müssten jetzt vor Scham im Boden versinken angesichts ihres dreisten Wortbruches der Öffentlichkeit gegenüber. Jeder halbwegs intelligente Mensch kann nun deutlich erkennen, dass es bei der anderthalbjährigen Menschenjagd auf den früheren Oberbürgermeister Sauerland nur um bloße Machtpolitik und die Restaurierung der früheren SPD-Herrschaft ging.

Aber auch die CDU hat die Chance auf einen Neubeginn nicht genutzt. Angesichts des offensichtlichen Betruges der linken Parteien und ihrer dämlichen „Hiwis“ von der inzwischen geteilten BI Abwahl an den Bürgern dieser Stadt hätte sie mit einem unverbrauchten neuen Kandidaten viele Pluspunkte sammeln und Verbündete finden können. Aber auch sie hat es vorgezogen im kleinen Kreise einen altgedienten wenn auch ehrbaren Oberbürgermeisterkandidaten aufzustellen. Und so sehr ich Benno Lensdorf als Menschen und honorigen Mann schätze, ich hätte mir einen jüngeren Kandidaten gewünscht, der auch neue Energie und neue Ideen mitbringt um die schwierigen Aufgaben in unserer Stadt zu lösen.

Offensichtlich sehen das auch einige CDU-Mitglieder so, denn im Internet habe ich eine Seite gefunden — www.mitgliederprinzip.de.vu — auf der ganz klar die mangelnde Beteiligung der Basis bei der Auswahl des Kandidaten beklagt wird. Die lokale CDU-Führung hat es scheinbar versäumt ihre Mitglieder bei der Suche nach guten Kandidaten miteinzubinden.

Nun können mir ja die internen Probleme der Duisburger CDU egal sein, aber ich finde es traurig und enttäuschend, dass in dieser Stadt fast alle Parteien unfähig zu sein scheinen im Dialog auch unabhängige wie fähige Persönlichkeiten zu finden um Duisburg nach anderthalb Jahren heftigster Grabenkämpfe wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen. Diese Aufgabe bleibt wohl den Wählergemeinschaften überlassen, die Vorbereitungen laufen dazu, auch wenn ich jetzt erstmal nicht näheres sagen kann bevor nicht alles in trockenen Tüchern ist.

Die Duisburger Bürger aber merken sich hoffentlich gut wie sie von SPD/Linken und Grünen an der Nase herumgeführt wurden, und machen den Strategen Jäger(SPD), Schneider(Grüne) und Dierkes(Linke) einen dicken Strich durch die Rechnung. Auch wenn bis jetzt noch kein wirklich überzeugender neuer Oberbürgermeister in spe bekanntgemacht wurde. Das könnte sich ja noch ändern, ansonsten habe ich keine Hoffnung mehr für diese Stadt!

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