Rot-Rot-Grün opfert alte Gingko-Bäume, und Roland Busche von der Linken bleibt seinem Ruf als Provokateur treu!

Die BV-Sitzung, bei der die SPD-Ratsherren anfangs gar nicht erst erschienen, war mal wieder interessant und von Schimpfe auf die Duisburger Verwaltung bestimmt. Als der verhinderte Möchtegern-OB gegen 17:55 Uhr kam waren die kontroversen Diskussionen auch schon vorbei da alle Anträge und Vorlagen, die was mit dem Haushalt zu tun haben auf einer Sondersitzung am 18. Februar behandelt werden. Bis dahin gab es die schon üblich gewordene Aufregung um den geplanten Kreisverkehr in Homberg und die nicht nachvollziehbare Bestimmung der Verwendung der Konjunkturpaketgelder.

Der linke Bezirksvertreter Busche erzählte was von einem „El Dorado für Millionäre“ als die Anträge einer geplanten Pferdeklinik beraten wurde und verwechselte die Umzäunung der Grundstücke mit dem Grenzzaun zwischen den USA und Mexiko. Da konnte sich mancher das Schmunzeln und ein Kopfschütteln nicht verkneifen! Sein Antrag auf eine Änderung der Sitzordnung um auch Besuchern, also den Bürgern die Teilnahme an der BV-Sitzung im Sitzungssaal zu ermöglichen wurde leider auch für nicht durchführbar erklärt. Zu gefährlich ist die Begegnung zwischen Bürgern und gewählten Vertretern lauf offizieller Beantwortung des Prüfauftrages!

Aber die Grünen haben mich wirklich in Erstaunen gesetzt: ein paar alte Gingko-Bäume, die unangenehm riechen ansonsten aber keine Gefahr darstellen müssen entfernt werden, was nichts anderes als fällen bedeuten kann. Ausgerechnet die Leute, die sonst selbst bei Gesundheitsgefährdung den Baumschutz zum höchsten Gut erklären lassen wegen Geruchsbelästigung gemeinsam mit SPD und Linke so wertvolle Bäume wie Gingkos fällen! Interessanterweise wollten CDU und FDP die Bäume retten! Wie die Zeiten sich doch ändern!

Mal sehen was am 18. Februar los sein wird wenn der Haushalt beraten wird.

Heute hat die Linke in Homberg den alten SPD-Seilschaften wieder zur Rückkehr an die Macht im Bezirksrathaus verholfen!

Ausgerechnet einer der heftigsten Befürworter der Sportplatzbebauung in den Haesen, Hans Paschmann von der SPD, wurde heute mit linker Unterstützung zum Bezirksbürgermeister in Homberg/Ruhrort/Baerl gewählt!

Eigentlich sollten im Gegenzug dafür die Sportplatzbebauung und der Abriss des Homberger Rathauses endgültig zu den Akten gelegt werden. Aber überraschenderweise wurden die entsprechenden Anträge der Linken dazu plötzlich verschoben!

Ich habe Roland Busche darauf angesprochen, doch er meinte nur die SPD hätte noch „Beratungsbedarf“. Wobei ich mich frage wo bei diesen seit Jahren intensiv diskutierten Themen denn noch Beratungsbedarf bestehen könnte!

Nicht dass die Linke sich nun nach der Wahl des SPD-Mannes Paschmann übers Ohr hauen lässt!!!

Die heutige Sitzung der Bezirksvertretung habe ich heute zum ersten Mal als Ratsherr besucht und auch beratend teilgenommen. In der Hoffnung, dass es nicht nur Diskussionen und Mehrheiten entlang der Parteilager geben wird werde ich jetzt regelmäßig zur BV gehen und sehen ob die SPD auch wirklich Wort hält!

Der Tag der Entscheidung!

30. August 2009

Heute entscheiden die Wähler wieviele Leute wir als Duisburger Alternative Liste — DAL ins Rathaus und in die Bezirksvertretungen schicken können!


Nach über 5 Wochen intensiven Wahlkampf haben wir hoffentlich viele Bürger erreicht und überzeugt auch Menschen ausländischer Herkunft als gleichberechtigte Bürger anzuerkennen und in die Rathäuser zu schicken. Wenn ich gestern auch einen unangenehmen Anruf aus Rheinhausen erhielt in dem mich eine der Stimme nach ältere Frau fragte wieso wir denn „drei Türken ins Rheinhauser Rathaus schicken wollten„! Und „jetzt wollen die Türken uns auch noch regieren!„, da nützten auch alle meine Erklärungen nichts, dass die Rheinhauser Kandidaten ordentliche Leute sind, die alle seriösen Berufen nachgehen. Zum Glück aber sind solche Anrufe die absolute Ausnahme in den letzten Wochen gewesen.

Vielmehr hatten wir das Problem, dass viele Bürger noch nichts von uns gehört hatten oder gar mit anderen Wählergemeinschaften wie der BL verwechselten. Aber ich hoffe doch, dass mein Name auf dem Stimmzettel und die vielen aktiven Kandidaten in den Stadtteilen auch Stimmen bringen werden. Denn diesmal soll es klappen mit mehreren Leuten in die Rathäuser reinzukommen und eine andere Politik durchzusetzen, die den Bürger auch außerhalb des Wahlkampfes mitreden lässt. Dafür will ich mich und die anderen DAL-Kandidaten auf jeden Fall einsetzen.



Heute abend wird sich zeigen ob die Bürger uns dafür auch ihr Vertrauen schenken. Die vielen Gespräche an den Infoständen und in den Vereinen machen uns da Mut. Es wird endlich Zeit für echte Mitbestimmung in den Rathäusern zu sorgen!



Ich habe ein gutes Gefühl, dass es diesmal gelingen wird, denn wenn schon SPD und CDU gleichermaßen schon im Wahlkampf das Gespräch mit uns suchen, dann scheint auch die Konkurrenz uns gut einzuschätzen!

Die letzten Wochen waren Stress pur! Und die nächsten werden es wahrscheinlich auch sein!

Dutzende Gespräche mit Kandidaten, Vereinen und Unterstützern sowie intensive Diskussionen um Wahlkreise und Listenplätze in den letzten Wochen und Monaten haben an den Nerven gezerrt und viel Zeit gekostet.

Doch nun steht alles fest und der Wahlkampf beginnt. Nun werden wir als kleine Wählergemeinschaft mit Migrationshintergrund den Bürgern in dieser Stadt klarmachen, dass auch die Duisburger ausländischer Herkunft politisch mitbestimmen wollen wenn es um Schulen, Kindergärten, Müllabfuhr und Bebauungspläne geht.

Da ich nun auch der Spitzenkandidat bin muss ich natürlich mit 150% bei der Sache sein und alles tun um die Duisburger Alternative Liste — DAL am 30. August zum Erfolg zu führen. Damit wir auch eigenständig auftreten können ohne uns gezwungenermaßen an eine Partei zu hängen kämpfen wir um drei Ratsmandate und mindestens einen Sitz in jeder Bezirksvertretung in Duisburg! Das wird sicher nicht einfach sein, aber nur mit anspruchsvollen Zielen kann man sich selbst motivieren.

Und nun muss ich auch schon wieder zum nächsten Wahlkampftermin!

Kümmert sich die Stadt noch um Hochheide?! Hat die Provinzpolitik noch Interesse daran dem Negativtrend im Stadtteil entgegenzusteuern?!

Gestern habe ich eine Presseerklärung der Linken im Bezirk und des „Homberger Signals“ erhalten in der die Ablehnung eines Fotowettbewerbs durch die Duisburger Marketingagentur beklagt wird. Und das obwohl die Bezirksvertretung einen solchen Fotowettbewerb wünschte um mal die schönen Seiten von Hochheide herauszustellen und das Engagement der Bürger anzuregen und auch mal was Positives zu Hochheide in den öffentlichen Blickpunkt zu rücken!

Hier die Presseerklärung:

Verwaltung hat kein Interesse an Hochheide

Stadt lehnt Fotowettbewerb ab

Auf Antrag von DIE LINKE hat die Bezirksvertretung darum gebeten einen Fotowettbewerb für den schönsten Platz in Hochheide durchführen zu lassen. „Die Ablehnung dieser Bitte durch „Duisburg Marketing“ zeigt die Bedeutung, die unser Bezirk für die Stadt Duisburg hat. „Duisburg Marketing behauptet für den Duisburger Westen nicht zuständig zu sein und verweist auf ein ähnliches Ereignis im Jahre 2005 für Gesamt-Duisburg“, so Bezirksvertreter Roland Busche (DIE LINKE).


„Seit wann gehörten Hochheide, Homberg, Baerl und Ruhrort nicht mehr zu Duisburg, wer sagt, dass Imageförderung lediglich in der Innenstadt stattfinden kann?“, empören sich DIE LINKE und das „Homberger Signal“. „Offenbar benötigt Hochheide keine Kampagne, die auch gute Seiten des Ortsteils zeigt, offenbar ist der Wegzug von mehr als 400 Personen aus unserem Bezirk kein Grund sich zwischen Bismarckplatz und Moerser Stadtgrenze zu engagieren. Wir haben die Befürchtung, dass die Verwaltung gar nicht weiß, was sie mit den Gebieten linksrheinisch anfangen soll.“


„Wir fordern endlich ein Entwicklungskonzept, dass eine Zukunft für unseren Bezirk aufzeigt. Wenn die Verwaltung behauptet, dass lediglich die Aktivität von Spekulanten für die Stadtteilentwicklung möglich sei, so kann man sich Veranstaltungen wie das Bürgerforum in der nächsten Woche sparen, denn während man für die neuen Geschäfte in der Innenstadt mit Extra Großplakaten wirbt, hat man für die Außenbezirke nicht mal die Organisation eines Fotowettbewerbs übrig.“

Wieso sich die Duisburger Marketing Agentur so verhält ist mir unbegreiflich! Da hätte man kostengünstig eine schöne Imagekampagne für einen Stadtteil machen können, der sich in einer bedrohlichen Lage befindet und so auch noch die Bürger aktiviert sich ihr Lebensumfeld mal genauer zu betrachten und kreative Potentiale an sich selbst zu entdecken.

Als passionierter Hobbyfotograf hätte ich auch gerne an einem solchen Wettbewerb teilgenommen.

Schade, dass manche Apparatschiks in den städtischen Gesellschaften wohl nicht in der Lage sind mal kreativ zu denken und auf das Bürgerengagement zu setzen!

Dabei gibt es in Hochheide trotz aller negativen Nachrichten auch wirklich schöne natürliche Plätze (die noch nicht bebaut wurden)!

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