Duisburg Bulvari

In unserer Partnerstadt Gaziantep

Vor einigen Stunden kam die schlechte Nachricht, dass der Bombenterror der PKK auch unsere Partnerstadt Gaziantep im Südosten der Türkei erreicht hat und zahlreiche Todesopfer forderte

Ausgerechnet während der Ramazan-Feiertage, also dem Zuckerfest, wurde im Stadtzentrum von Gaziantep ein blutiger Bombenanschlag verübt. Medien sprechen von „mindestens 8 Toten“ und „zahlreichen Verletzten“. Gerade Gaziantep steht schon seit Jahrtausenden für das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Völker und Religionen. Beim Besuch der Stadt in einer offiziellen Delegation des Duisburger Stadtrates vor knapp zwei Jahren konnten ich und die anderen Teilnehmer die bunte vielfältige Kultur Gazianteps bewundern sowie die wirtschaftliche Dynamik der Stadt bestaunen, die längst zu einer regionalen Metropole geworden ist.

Es gilt als sicher, dass die Terroristen der PKK für den gestrigen blutigen Anschlag verantwortlich sind, offensichtlich wollen sie das friedliche Zusammenleben der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen in der Region torpedieren um ihre separatistischen Ziele zu verwirklichen. Ich hoffe, dass die Menschen sich durch den Terror aber nicht gegeneinander aufbringen lassen.

Dem Oberbürgermeister Gazianteps, Dr. Asim Güzelbey, habe ich gerade als Duisburger Ratsmitglied per eMail meine Anteilnahme und mein Beileid ausgedrückt. Das ist das wenigste was man an diesem traurigen Tag tun kann.

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Norwegen

Am Freitagabend glaubten noch viele mediengeprüfte Experten Al-Kaida oder irgendwelche anderen islamistischen Organisationen würden hinter den blutigen Terroranschlägen in Oslo stecken!

Jetzt zeigt sich, dass Fanatismus und Hass gegen Andersgläubige sowie Migranten durchaus auch in modernen Demokratien und westlichen Musterstaaten wie zum Beispiel Norwegen möglich sind und zu abscheulichen Verbrechen führen können! Einen Terroristen der sich selbst „christlich“ und „konservativ“ nennt hätten viele sicher bis gestern für unmöglich gehalten.

Aber die Arbeit der norwegischen Polizei zeigt ein immer deutlicheres Gesicht: der 32 Jahre alte Anders B. Breivik war ein in der westlichen Wertegemeinschaft verankerter Mensch, der aber trotzdem von rassistischen Motiven sowie seinen Hass auf den Islam zu seinen blutigen Verbrechen verleitet wurde. Hätte der Mann hier gelebt wäre er wahrscheinlich bei „ProNRW“ oder anderen rechten Gruppierungen aktiv geworden. So war er in Norwegen in der rechten Szene aktiv und muss sich einen ziemlichen Hass auf alles in seinen Augen fremde angeeignet haben, der vorgestern zu einem unglaublichen Blutrausch führte und ihn sogar dazu brachte kaltblütig 85 Jugendliche zu erschießen, die einfach nur im Sommerlager der norwegischen Arbeiterjugend campen wollten.

Angesichts des Entsetzens über die Terroranschläge von Oslo und Utøya müssen wir uns alle fragen was wir tun können um jedwede Form von Hass, Extremismus und Rassismus einzudämmen, denn die politischen Hintergründe des Attentäters von Oslo finden sich auch in unserem Land. Und wer weiß ob nicht auch hier Gleichgesinnte von Anders B. Breivik herumlaufen, die ebenfalls bereit sind Menschen umzubringen, die nicht in ihr Bild eines „christlichen“ Landes hineinpassen wobei ich auch hier genau wie bei islamistischen Gewalttätern sicher bin, dass der Glaube nicht solche Bluttaten rechtfertigt und von Verbrechern als Vorwand für ihre Menschenverachtung missbraucht wird.

Norwegen

Ein Bombenanschlag im Lande des Friedensnobelpreises war wohl das Letzte womit irgendein Sicherheitsexperte rechnen konnte.

Wer immer auch die Täter waren, die Spekulationen reichen von Libyen über al-Kaida bis hin zu „false flag“-Operation, nichts rechtfertigt solch ein Verbrechen. Ich hoffe nur, dass die Täter bald dingfest gemacht werden und es nicht die Verrückten sind, die glauben sie könnten eine Religion als Vorwand für Terror und Gewalt missbrauchen!

Fast zeitgleich eine Schießerei mit inzwischen 20 Toten zeigt auch, dass eine größere Organisation hinter diesen mörderischen Aktionen stecken muss.

Den Norwegern kann ich nur mein Beileid aussprechen!

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