Gerade habe ich im Nachtjournal auf VOX gehört, dass die großen Konzerne RWE, Vattenfall & Co. uns Bürger wieder abkassieren wollen. Angeblich um bis zu 40% (!!!) sollen die Strompreise erhöht werden!

Diese drastische Abzocke werde ich nicht hinnehmen. Im Moment überlege ich schon mal wie ich noch mehr Strom sparen kann. Aber wenn die Masse der Verbraucher diese Preiserhöhung einfach schluckt bewirkt das natürlich nicht viel. Ich hoffe, dass es wieder mal Boykottaktionen gegen die Energiemonopolisten geben wird um diesen Räubern in Nadelstreifen ihr Tun wenigstens zu erschweren.

Vielleicht könnte es ja mal wieder zu massenhaften Stromabschaltaktionen kommen um die Macht der Verbraucher zu demonstrieren und den Konzernen zu zeigen, dass sie auch auf ihren Stromkontingenten sitzen bleiben könnten. Ist zwar illusorisch, aber man soll die Hoffnung ja nie aufgeben!

Jeden Morgen bekomme ich auf der Arbeit einen ganzen Stapel neuer Zeitungen auf meinem Schreibtisch. Und über manche Schlagzeile wundere ich mich auch!

3 Schlagzeilen mit schlechtem Inhalt fielen mir sofort auf. Wobei mich die mit dem OB-Kandidaten der Duisburger Linken am meisten verwunderte: die Forderung nach einem Boykott israelischer Waren um eine bessere und friedlichere Politik im Nahen Osten zu bewirken schien mir fast surreal.

Man kann ja drüber streiten, ob solche Boykotte irgendeinen Sinn machen aber dass man auch gerade als Linker mit solchen Forderungen ziemlich in „die Sch..ße packen“ kann wird der Kollege Dierkes jetzt auch gemerkt haben.

So wie die Medien darauf abfahren und die WAZ als SPD-Propagandaorgan nun die Gelegenheit nutzt die linke Konkurrenz publizistisch abzufertigen ist doch erstaunlich. Mehrere Berichte mit Kommentar in der überregionalen Ausgabe zeigen schon die Wichtigkeit. Selbst die BLÖD-Zeitung freut sich über die Gelegenheit die Linke nun in die Antisemiten-Ecke zu stellen. Ich halte die Boykottaufforderung des Kollegen Dierkes auch für verfehlt, aber diese mediale Kampagne gegen die Duisburger Linke und ihren OB-Kandidaten wirkt auch übertrieben inszeniert.

Die zwei anderen Schlagzeilen werden da schnell übersehen obwohl sie eigentlich wichtiger und realer sind. Denn wenn Arbeitnehmer wegen 1,30 EURO fristlos gefeuert werden während asoziale Spekulanten Milliardenschäden ungestraft und mit lukrativen Boni obendrauf anrichten dürfen zeigt das die Verkommenheit des Kapitals. Aber der kleine Arbeitnehmer zählt eben nicht viel.

Nur die dritte schlechte Schlagzeile beschämte mich: ein türkischer Ehemann, dessen Macho-Ehre es wohl nicht zuließ, dass seine Frau sich von ihm getrennt hatte und der deswegen die gemeinsame Tochter entführte. Dass selbst heute im 21. Jahrhundert manche Männer nicht in der Lage sind vernünftiger mit Familienproblemen umzugehen ist wohl nur durch falsch verstandenes Ehrgefühl und großem Mangel an Bildung zu erklären. Ich hoffe, dass dieser Macho in der Türkei gefasst und empfindlich bestraft wird!

Ob ich mir morgen noch die Zeitungen näher ansehe überlege ich mir jetzt erstmal!

Nokia - Nein Danke!

Gestern hat der Beirat für Zuwanderung und Integration einen von mir formulierten Antrag der Muslimischen Türken Union beschlossen in dem die Duisburger Stadtverwaltung gebeten wird auf Nokia-Produkte zu verzichten! Der Ratsherr der GRÜNEN, Herr Sait Keles, fand als Einziger gestern den Antrag populistisch und sah den Stil der „BILD-Zeitung“ darin!

Das empfinde ich natürlich als Beleidigung wenn man Solidarität mit den Arbeitnehmern im Nokia-Werk Bochum mit dem Stil der BLÖD-Zeitung gleichsetzt! Auch wenn dieser GRÜNE namens Sait Keles alleine dastand und nur die Moscheevertreter überzeugen konnte, so frage ich mich ob die Grünen in Duisburg sich schon auf einem solchen arbeitnehmerfeindlichem Kurs befinden oder der Ratsherr Keles vielleicht nur eine negative Ausnahme ist?!

Oder ist der Boykottantrag so schlecht formuliert worden? Ist das wirklich „BILD-Zeitung“-Stil?
Hier ist der Antrag im Wortlaut zum Lesen damit sich jeder selbst ein Urteil bilden kann:

Antrag der Muslimischen Türken Union – MTB

23. Januar 2008

NOKIA – Nein, Danke!

Wir bitten den Oberbürgermeister zu prüfen ob die Möglichkeit besteht in der Duisburger Stadtverwaltung alle Diensthandys der Marke NOKIA aus dem Verkehr zu ziehen und durch Geräte anderer Hersteller zu ersetzen sowie auf Dauer auf Geräte der Marke Nokia vollständig zu verzichten!
Wir verweisen dazu auch auf einem Beschluss der Bundesstadt Bonn!

Begründung:
Durch die unerwartete plötzliche Schließung des Bochumer Werkes von Nokia verlieren Tausende Menschen ihre Existenz und wird eine ohnehin schon gebeutelte Region weiter nach unten gezogen. Das unsoziale und allgemeinschädliche Verhalten des NOKIA-Konzerns darf nicht hingenommen werden!

Weitere Begründung erfolgt mündlich!

Vielleicht sollten auch in anderen Gremien ähnliche Anträge gestellt werden!

Demo in Bochum

Dem Nokia-Konzern bläst in Deutschland der Wind ins Gesicht. Den Absatzmarkt hier können die Finnen wohl erstmal vergessen. Die Empörung über den milliardenschweren Konzern ist so groß und weitverbreitet, dass kein Politiker es wagt das Vorgehen der Nokia-Manager zu verteidigen. Und es sieht so aus als ob auch die Duisburger Stadtverwaltung ihre Nokia-Diensthandys abschaffen wird.

Vor wenigen Stunden habe ich erfahren, dass alle Listengruppierungen und Parteien den von mir formulierten Antrag der Muslimischen Türken Union unterstützen mit dem Ziel auch von seiten der Stadtverwaltung Nokia-Produkte zu boykottieren! Da ist es ziemlich wahrscheinlich, dass das auch der Beirat für Zuwanderung und Integration der Stadt Duisburg am kommenden Dienstag so beschließen wird.

Auch wenn es nur ein beratendes Gremium ist so glaube ich, dass die Stadt da nicht Nein zu sagen kann. Aber ausgerechnet der Vertreter der Grünen hat sich in einer vorbereitenden Sitzung schützend vor den Nokia-Konzern gestellt und vor „Diskriminierung“ gewarnt und die Leistungen von Nokia gewürdigt! So kapitalhörig sind die Grünen heute schon!

Und in der Fernsehsendung „Illner“ im ZDF lieferten sich gestern abend Lafontaine und Westerwelle ein Duell vom Feinsten. Beide bekamen für ihre total konträren Positionen Applaus. Aber während die Politik plus Kapitalvertreter nur bekannte Positionen austauschte und Binsenweisheiten zum Besten gab („…ohne Rendite kann ein Unternehmen nicht überleben…„, „Gewinne müssen sein…“ etc.) veranschaulichte die Betriebratsvorsitzende von Nokia wie flexibel die Arbeitnehmer bei Nokia sind und so den Rekordgewinn von über 7 Milliarden Euro erwirtschafteten. Zum Dank werden sie in wenigen Monaten rausgeschmissen. Das überzeugte!

Immerhin scheint der Fall Nokia selbst in den Mainstream-Medien nun auch Kapitalismuskritik wieder saisonfähig zu machen. Der Titel der Sendung „Kapital brutal, Jobs egal…“ wäre so vor kurzem sicher nicht möglich gewesen. Jedenfalls nicht beim ZDF! Wenn das nicht nach einem Linksruck aussieht!

Brüder zur Sonne....

Zum gleichen Thema auch nochmal die Pressemitteilung der Bochumer Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen:

24.01.2008
Sevim Dağdelen, MdB: Menschenverachtende Bilanz für Nokia

Sevim Dağdelen, MdB der Linksfraktion aus Bochum erklärt zu den heute
veröffentlichten Bilanzen des Nokia Konzerns:

„Auf der einen Seite präsentiert Nokia Rekordgewinne in schwindelerregender Höhe, auf der
anderen Seite sollen im Werk Bochum die MitarbeiterInnen entlassen
werden. Das ist für mich eine menschenverachtende Bilanz!“

Der Konzern, der weltweit 130.000 Menschen beschäftigt, hat in seinem
Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr einschließlich des vierten Quartals
Rekordgewinne bekannt gegeben. Der Nettogewinn stieg im vierten Quartal um 44
Prozent auf mehr als 1,8 Milliarden Euro. Von Oktober bis Dezember setzte das
Unternehmen nach eigenen Angaben 15,7 Milliarden Euro um und damit 34
Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2007 konnte der
Gewinn sogar um 67 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro gesteigert werden, der
Umsatz stieg um 24 Prozent auf 51,1 Milliarden Euro

„Dass vor diesem Hintergrund Konzernchef Olli-Pekka Kallasvuo schon vorher
verlauten ließ, dass Nokia auf der Stilllegung des Handy-Werkes in Bochum
bestehe, ist unfassbar, vor allem für die Betroffenen“, so Sevim Dağdelen weiter.

„Dieses Vorgehen von Nokia zeigt ganz besonders deutlich, dass es im
Kapitalismus in erster Linie nicht um die Menschen geht, sondern um die Profite.
Und die können offensichtlich nicht groß genug sein, wie die vorgelegten Zahlen
von Nokia belegen.
Gemeinsam mit meinem Fraktionskollegen Oskar Lafontaine bin ich der Meinung,
dass nicht zuletzt der Fall Nokia zeigt, dass wir eine andere Wirtschaftsordnung
brauchen, in der die Arbeitnehmer zumindest in existenziellen Fragen ein
Mitentscheidungsrecht haben.“

Auch hier Nokia-Boykott?!

Gestern habe ich nach der Boykott-Meldung aus der Bundessstadt Bonn einen Antrag für die nächste Sizung des Beirates für Zuwanderung und Integration geschrieben in der die Stadtverwaltung in Duisburg aufgefordert wird auf NOKIA-Handys zu verzichten!

Als Listenmitglied der Muslimischen Türken Union im Beirat habe ich dazu auch schon Zustimmung bei meinen Kollegen finden können. Auch Duisburg kann genau wie Bonn Solidarität zeigen! Hoffentlich schließen sich die anderen Listen und Parteien dem Boykottaufruf an damit der NOKIA-Konzern begreift, dass er Widerstand auf allen Ebenen gegen seine asoziale Politik zu erwarten hat!

Vieleicht ziehen ja jetzt auch andere Städte und öffentliche Institutionen mit. Wahrscheinlich wird das die Nokia-Manager angesichts des 7-Milliarden-EURO-Rekordgewinns noch nicht beeindrucken. Aber wenn die Verkaufszahlen erstmal in den Keller rauschen wird das nächste Jahr nicht mehr so gut für die Herren in Finnland!

Nokia-Boykott

Auch wenn aller Protest nichts nützt und das Nokia-Werk in Bochum wohl verloren ist, so einfach hinnehmen und sich klaglos in das Schicksal einer asozialen Wirtschaftsordnung ergeben wollen viele Menschen sich nicht! Und so wird der asoziale milliardenschwere NOKIA-Konzern jetzt von Verbrauchern, Verbänden, Vereinen und sogar Stadtverwaltungen boykottiert!

Ich selbst habe mich dazu durchgerungen nicht wie noch vor zwei Wochen geplant ein Nokia N95 zu kaufen. Auch wenn mir das Modell gefällt, Nokia kommt mir nicht mehr ins Haus! Und auch gestern in Bochum haben Gewerkschafter sich entschlossen keine Nokia-Handys zu kaufen. Das war ihnen peinlich, dass sie noch Diensthandys dieser Marke haben! Sogar die Stadtverwaltung von Bonn hat offiziell beschlossen alle Diensthandys von Nokia abzuschaffen und diese Marke zu boykottieren!

Im Internet bin ich auch auf eine Seite gestoßen wo man öffentlich seinen Boykott erklären kann. Allerdings ist das eine kommerzielle Seite, wie ich gerade erfahren habe.

Nokia soll seine Mobiltelefone gefälligts in Ungarn und Rumänien verkaufen!

Nokia in den Müll

Stromnetze

Wenn am Samstag dem 8. Dezember 2007, also in zwei Tagen viele Haushalte ihr Licht ausschalten wird das mit Sicherheit zu Spannungsschwankungen in den Versorgernetzen führen. Man kann nur hoffen, dass die Energieversorger auf die Kampagne auch reagieren und Vorsorge treffen

Es gibt aber auch Leute, die Schlimmstes befürchten wenn Zehntausende oder gar Hunderttausende ihr Licht am Samstag um 20:00 Uhr ausschalten. Ausgerechnet wenn die Tagesschau beginnt könnte dann plötzlich der Strom für längere Zeit ausfallen. Das wäre dann sozusagen die Topmeldung!

Ich bin ja mal gespannt! Und das Licht ausschalten werde ich auch! Nur meine Frau beharrt auf ihrer Lieblingsserie, aber wenn der Strom ausfallen sollte….

aus http://schieflage.blogspot.com/

Donnerstag, 6. Dezember 2007
Aktion „Licht aus“ bedroht Stromnetz – Totalstromausfall befürchtet
Macht nicht mit bei der bescheuerten „Licht-Aus“-Aktion von Greenpeace, BUND und World Wildlife Fund (WWF), unterstützt von der Bild-„Zeitung“, dem Fernsehsender Pro7 und Google!

Bei dieser Aktion sollen alle Deutschen am kommenden Samstag zwischen 20 und 20.05 Uhr alle Lichter ausschalten. Auch bei vielen Sehenswürdigkeiten soll die Flutlichtbestrahlung in dieser Zeit ausgeschaltet werden. Als Symbol für… Weniger Licht? Mehr Infrarotnachtsichtgeräte? Mehr umweltschädliche Kerzenbeleuchtung (Kerzen haben eine schlechtere CO2-Bilanz als Stromsparlampen)? Längeres Schlafen? Keine Ahnung. Eine richtige Deppen-Aktion also. Sieht man schon daran, dass die Bild-„Zeitung“ mitmacht. Ein untrügliches Zeichen. Eine Aktion „Verstand aus“ also.

Die Aktion könnte – wenn mehr als 10 Millionen Haushalte mitmachen – zu einem Zusammenbruch des Stromnetzes in großen Teilen Europas führen,…..

Der ganze Artikel:

http://schieflage.blogspot.com/2007/12/aktion-licht-aus-bedroht-stromnetz.html

%d Bloggern gefällt das: