Demo

Demo auf dem Hochemmericher Markt

In Rheinhausen gibt es heute gleich drei Demos im Zusammenhang mit der Armutszuwanderung aus Südosteuropa und deren negativen Folgen. Ich sah mir heute die Demo auf dem Hochemmericher Markt an da diese von Bürgern selbst organisiert war und nicht von politischen Parteien oder Organisationen.

Demoplakat

„Wir sind Rheinhausen“

Allerdings fielen mir beim Gang über dem Marktplatz auch einige Leute, ich schätze zwischen 10 und 20, auf deren Erscheinungsbild zumindestens eine Nähe zum rechtsextremen Spektrum vermuten lassen, um es vorsichtig auszudrücken. Das Shirt mit dem „Thor Steinar“-Aufdruck war ein deutlicher Hinweis. Leider unterwandern offensichtlich auch rechtsradikale Gruppierungen die Organisation der Anwohner des sogenannten „Problemhauses“ in den Peschen. Dass deren Protest sich nicht gegen die Bewohner des berühmten „Problemhauses“ richtet wurde auch gleich zu Anfang deutlich gesagt. Der Protest richtet sich gegen Stadt und Politik von denen man sich im Stich gelassen fühlt. Ebenso wurde aber auch die Polizei gelobt, die gute Arbeit leisten würde aber keine Rückendeckung von der Politik bekäme.

Der Hochemmericher Markt war mit über 400 Teilnehmern auch gut gefüllt, was zeigt, dass die Stimmung in der Rheinhauser Bevölkerung durchaus geladen ist. Mehrere Redner aus dem Publikum ergriffen die Chance auf der Demo per Mikro ihre Meinung zu sagen und ordentlich Dampf abzulassen. Eine Frau, die offensichtlich selbst ausländischer Herkunft war beklagte sich über den Dreck, eine andere erklärte, dass sie sich nicht mehr sicher fühlen würde seit ihre Wohnungstür eingetreten worden sei. Ein Mann klagte darüber, dass man angeblich nicht über die unhaltbaren Zustände und das Verhalten einiger südosteuropäischer Zuwanderer reden dürfe ohne gleich in die rechtsradikale Ecke geschoben zu werden, er betonte dabei, dass er selbst politisch links sei und sich auch immer gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit engagiert habe. Jetzt seien die Verhältnisse durch die Armutszuwanderung aber so angespannt, dass ernsthaft dagegen vorgegangen werden müsse wobei er sich freue, dass wenigstens die CDU ein Aktionsprogramm vorgelegt habe. Wo aber sei eigentlich der Oberbürgermeister und wieso würde er sich hier nicht bei den Bürgern blicken lassen? Andere Redner wurden noch deutlicher in dem sie vor allem auf die gestiegene Kriminalität hinwiesen.

Eine Frau, die um Verständnis für die Situation der Armutsflüchtlinge warb und deren Beweggründe nach Deutschland zu kommen wurde gnadenlos niedergebuht und beschimpft, also da endete die vorher propagierte „Toleranz“ dann schnell. Auch der wohl unvermeintliche Karling ließ sich die Chance auf einem Auftritt vor großem Publikum nicht nehmen und erinnerte unter großem Gejohle und viel Buhrufen aus der Menge, dass die Stadt schon einiges getan hätte was auch zu Verbesserungen der Situation in den Peschen geführt hätte. Er hatte aber auch keine Chance seinen erstaunlich sachlichen Redebeitrag zu Ende zu bringen. Die Stimmung auf der Demo war einfach zu gereizt.

Ich fragte eine der Unterstützerinnen der Demo warum Redner mit einer anderen Sichtweise zugunsten der Zuwanderer überhaupt keine Chance bekämmen wenigsten ungestört ihre bei der Mehrheit der Bürger missliebigen Meinungen zu vertreten worauf sie mir antwortete, dass man von den Phrasen genug hätte und diese Leute die untragbaren Zustände permanent verharmlosen würden. Ich ziehe daraus und dem Umstand, dass eine Zusammenarbeit der Anwohner mit dem „Runden Tisch“ schwerfällt den Schluss, dass es immer schwerer wird die Unzufriedenheit der Bürger abzubauen, trotz aller großen Anstrengungen von seiten der Stadt. Die Bürger wissen ganz genau, dass ab Januar 2014, also in drei Monaten der Problemdruck noch weiter anwachsen wird wenn alle Beschränkungen für Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien wegfallen.

Angesichts dieser brisanten Situation sollte der Oberbürgermeister endlich von seinem hohen Ross herunterkommen und mit den Bürgern vor Ort in einem ehrlichen Dialog treten wie sich die Zustände in gewissen Stadtteilen wenigstens ansatzweise verbessern lassen anstatt in der Presse so „sinnvolle“ Aussagen vom Stapel zu lassen wie er könne den Leuten doch nicht sagen wie sie sich zu benehmen hätten. Es reicht nicht aus bei Gegendemos von politischen Freunden aufzutreten um seine eigene moralische Reinheit zu präsentieren während man bei politisch weniger angenehmen Veranstaltungen der Bürger durch Abwesenheit glänzt. So lässt sich eine selbstbewußte Bürgerschaft nicht behandeln.

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Der Baum auf der Steinbrinkstraße in Duisburg-Wanheim

Der Baum auf der Steinbrinkstraße in Duisburg-Wanheim — Anwohnerfoto

„Das sind häufig nur selbsternannte Fachleute…“! Als ich diesen Satz am Telefon von einem hohen Verwaltungsbeamten aus dem Umweltamt der Stadt zu hören bekam wurde mir klar warum nicht wenige Bürger keine gute Meinung von der Stadtverwaltung haben.

Der Baum auf der Steinbrinkstraße in Duisburg-Wanheim

Der Baum auf der Steinbrinkstraße in Duisburg-Wanheim — Anwohnerfoto

Doch erstmal möchte ich hier die Vorgeschichte erzählen: ein Anwohner, der auch in der DAL und in unserer Fraktion tätig ist hat zusammen mit anderen Bürgern schon letztes Jahr auf den kranken Zustand des Baumes auf dem Privatgrundstück an der Steinbrinkstraße in Duisburg-Wanheim hingewiesen. Es gab sogar Ortstermine mit dem Bezirksamtsleiter und Experten des Umweltamtes, die aber meinten, dass akut keine Gefährdung vom Baum ausginge. Der Baum steht zwar auf einem Privatgrundstück, aber seine mächtigen Äste und die Hälfte der Baumkrone hängen, oder besser gesagt, hingen über einem öffentlichen Gehweg, der jeden Morgen auch von Schulkindern aus der Wohnsiedlung genutzt wird.

Ein Taxi nachdem der Baum auf der Steinbrinkstraße seine halbe Baumkrone verloren hat

Ein Taxi nachdem der Baum auf der Steinbrinkstraße seine halbe Baumkrone verloren hat — Anwohnerfoto

Und dann kam vor wenigen Tagen, was die laut Verwaltungsbeamten „selbsternannten Fachleute“ schon letztes Jahr befürchtet hatten: ein kleiner Regen sorgte dafür, dass der Baum, der ja laut Experten des Umweltamtes, also den „richtigen“ Fachleuten, keine akute Gefährdung darstellte seine halbe Baumkrone auf der Straße und den Gehweg verlor. Zum Glück gab es nur Blechschaden. Wenn zur selben Zeit Fußgänger zufällig vorbeigelaufen wären hätte schlimmeres passieren können. Trotzdem hat das Umweltamt kein Einsehen, beim Telefonat mit dem stellvertretenden Amtsleiter meinte dieser ganz ungerührt es gäbe eben keine hundertprozentige Sicherheit und auch gesunde Bäume würden bei Unwetter Äste verlieren. Als ich ihn darauf hinwies, dass es keinen Orkan gab sondern nur einen kurzen Regen und der Baum seine halbe Baumkrone verloren hat entgegenete er mir, dass es bei Bäumen eben immer ein gewisses Risiko gäbe. Und die Hinweise aus der Bürgerschaft qualifizierte er als Meinung von „selbsternannten Fachleuten“ herab, und jetzt sei der Baum ja sicher wo die morschen Äste herabgefallen sind.

Das Ordnungsamt will ohne Rat des Umweltamtes nicht tätig werden und behauptet sogar keine Kenntnis von einer Gefährdung durch den nun halb abgebrochenen Baum auf der Steinbrinkstraße gehabt zu haben obwohl auch der Leiter des Ordnungsamtes letztes Jahr informiert wurde. Offensichtlich ist die Kommunikation zwischen den Ämtern der Stadt Duisburg sehr verbesserungswürdig, um es milde auszudrücken. Der Eigntümer des Grundstücks auf dem der Baum steht wurde vom Ordnungsamt aufgefordert einen „Beischnitt“ zu machen, also die nicht-gesunden Äste abzusägen. Interessanterweise würde er aber auch eine Fällgenehmigung bekommen wenn er diese beantrage. Also kann die Pappel doch nicht so gesund und sicher sein.

Fast ein Jahr haben Umwelt- und Ordnungsamt nichts unternommen und alle Warnungen aus der Bürgerschaft nicht ernst genommen weil es angeblich sehr schwer sei einen Eigentümer zu zwingen Gefährdungen, die von seinem Grundstück ausgehen wie zum Beispiel morsche kranke Bäume, abzustellen.

Es gilt wohl leider immer noch die alte Regel, dass erst dann was passiert wenn schon etwas schlimmes passiert ist.

Ideen durch Gespräche

10. November 2009

Heute haben ich und mein Freund und Mitstreiter Ulrich ein interessantes Gespräch mit einem Mitarbeiter im städtischen Dezernat für Stadtentwicklung geführt.

„Duisburg: WIR sind das Gespräch!“ lautet der vorläufige Arbeitstitel des Projektes, das Ulrich sich ausgedacht hat und mit Hilfe der Bürger helfen soll die Stadt wieder einigermaßen mit vereinten Kräften neu zu beleben!

Eine Konzeption wird gerade geschrieben, und auch der städtische Mitarbeiter zeigte Interesse und würde die Konzeption auch an den Dezernenten Dressler weiterleiten. Es war zwar auch viel Skepsis herauszuhören, aber auch große Neugier. Denn Geld hat die Stadt bekanntermaßen nicht, aber dafür viele kreative Bürger, die sich im städtischen Leben einbringen könnten!

Mir hat das Gespräch übrigens auch geholfen: kaum war ich wieder zuhause fiel es mir ein was uns als Begriff gefehlt hatte: IDEEN!
Durch die vielen Aspekte des rund einstündigen Gespräches hatte ich auf einmal neue Logoideen im Kopf. Und letztendlich ist der Sinn aller Kommunikation neue Ideen zu gewinnen. Denn der Verwaltungsmann fragte auch ständig nach den Nutzen von organisierten Gesprächsrunden mit Mediatoren.


Dass der Sinn vielleicht einfach auch nur im Gespräch selbst und den daraus entstehenden Ideen und Aktivitäten liegen könnte muss sich noch in der städtischen Administration als Erkenntnis durchsetzen.


Dieses Projekt werden wir aber auf jeden Fall hartnäckig weiterverfolgen!

Fraktionsarbeit

9. November 2009

Jetzt geht es so richtig los: die Fraktion hat mit der Arbeit schon begonnen und die erste Ratssitzung ist auch schon überstanden.

Büromöbel, Blumen und technisches Gerät stehen bereit, am Wochenende haben ich und die Fraktionskollegen tatkräftig die Räume eingerichtet und die letzten Vorbereitungen für das große Treffen aller künftigen Fraktionsmitglieder getroffen.

Es wird jetzt also ernst mit der Fraktionsarbeit, ich sehe mich schon an meinem Schreibtisch sitzen und endlich kommunalpolitisch für diese Stadt was erreichen!

Ein Gespenst geht um im Lande: das Gespenst der „sozialen Unruhen“!

Die asozialen Kapitaldiener der Bundesregierung, die gerade gigantische Milliardensummen unserer Steuergelder für die Spekulanten in den Bankpalästen verpulvern bekommen auf einmal Angst, dass ihnen der Souverän, also wir das Volk, ihnen gehörig auf die Füße treten könnte!

Die Linke freut sich sogar schon darauf, und ich selbst wäre auch froh wenn die Leute nicht nur am Stammtisch oder in Vier-Augen-Gesprächen die derzeitige Politik verdammen würden!

Aber irgendwie glaube ich nicht daran, dass die Bürger sich wirklich dazu aufraffen könnten gegen das System und die Kapitaldiener von SPDCDUCSUGRÜNEFDP zu rebellieren. Es wird sehr heftig geschimpft beim Bier und einer Grillwurst, aber dann gehen alle ihrem gewohnten Alltag nach und lassen sich von der BLÖD-Zeitung ablenken. Auf dass es keine Veränderungen gäbe und auch nach der Bundestagswahl die gleichen Kapitaldiener in Berlin wieder das Zepter in der Hand halten können.

Immerhin ist es zwar bemerkenswert wenn sich bei manchen Politikern wie der SPD-Bundespräsidentschaftskandidatin Schwan scheinbar das schlechte Gewissen regt und sie zu Recht daran erinnert, dass die Bürger sauer sind über die Milliardenhilfen für Spekulanten während ihnen ihre Arbeitsplätze verloren gehen. Aber da fällt ihr dann sogar ihr eigener Genosse und frühere Schröder-Bürochef Steinmeier in den Rücken und erklärt die Ruhe zur obersten Bürgerpflicht!

Mit den vielen kleinen Wahlgeschenken werden sich vielleicht sogar die meisten Bürger bis zur Bundestagswahl im September ruhigstellen lassen, aber wenn Merkel, Münte, Steinmeier und Steinbrück oder gar Westerwelle dann vier weitere Jahre im Sinne des Kapitals regieren dürfen werden wir einfachen Bürger mit Sicherheit zur Kasse gebeten werden um die gigantischen 500-Milliarden-Hilfen für die Spekulanten zu finanzieren. Dann kommen alle möglichen Sauereien auf uns zu und der Kapitalpräsident Köhler erzählt uns dann wieder wir hätten alle über unsere Verhältnisse gelebt!

Außer es geschieht ein Wunder, oder die Schweinegrippe bricht in Berlin aus!

Zum Thema „soziale Unruhen“ und wie die politische „Elite“ damit umgeht gibt es auch einen sehr empfehlenswerten Artikel in den „NachDenkSeiten„!
—> http://www.nachdenkseiten.de/?p=3907

Pusteblumen

Ganz zu Anfang will ich auch als Nicht-Christ schöne Pfingsten wünschen und freue mich natürlich auch mal wieder einen freien Tag gehabt zu haben. Wenn ich auch heute abend schon wieder zur Arbeit muss!

Zur Entspannung habe ich mich mit meiner Frau in den Garten gesetzt, meine Mutter hat in ihrem Rollstuhl vom Türeingang aus das Freie beobachtet und Benny ist durch die Gegend gelaufen. Immerhin achtet er jetzt sogar schon auf kommende Autos!

Kurzum heute war Zeit zum Ausspannen. Leider hat meine Frau aber auch schon unbarmherzig die meisten hohen Gräser und Pusteblumen umgemäht. So dass diese Fotos also der letzte Beweis für die wilde Pracht in unserem Garten sind.

Schöne Pusteblumen!

Und neugierig wie ich bin habe ich bei Wikipedia gelesen, dass Pfingsten was mit der „Verbreitung des Heiligen Geistes“ zu tun haben soll und auch als der „Geburtstag der Kirche“ gelten soll. Mich soll es nicht stören da ich tolerant bin und auch keine Probleme mit der Kirche habe. Ich finde nur den Gedanken interessant gerade jetzt wo wieder einige Freunde in Homberg und Hochheide darüber nachdenken, dass Homberger Bürgernetzwerk (HBN) wieder zu reaktivieren um die Meinung der Bürgerschaft im Bezirk wieder deutlicher zu machen und zu verbreiten.

Wilde Natur!

Immerhin ist der Zeitpunkt jetzt ganz gut um der ignoranten Provinzpolitik im Homberger Rathaus auch mal wieder klar zu machen, dass die Menschen im Bezirk endlich spürbare Fortschritte sehen wollen was Homberg, Hochheide und die Haesen angeht. Die Zeichen stehen gut da auch eher konservative Vereine wie der Bürgerverein in den Haesen für überparteiliche Initiativen werben.

Diese Jahr könnte also wirklich was passieren denn in einem Jahr hat der Bürger wieder mal das Wort und könnte wenn er denn wollte unseren Provinzpolitikern von der Homberger SPD und der Homberger CDU einen ordentlichen Tritt verpassen für ihr bürgerfeindliches Zusammenspiel der letzten Jahre. Wenn es also wirklich wieder zu einer parteiunabhängigen Bürgerbewegung kommen sollte werden sich die Parteien und ihre Verwaltungsdiener im Homberger Rathaus diesmal davor hüten die Aktiven aus dem HBN zu kriminalisieren wie noch vor zwei Jahren.

Ich hoffe nur, dass dies mehr als ein frommer Wunsch ist!

Wilde Natur!

Ein Bauwerk der Homberger SPD!

Es freut mich in den Kommentaren hier zu lesen, dass es Menschen gibt, die Anteil an meinen Problemen nehmen! Aber den Rat aufzugeben und gar hier wegzuziehen muss ich dennoch ausschlagen!

Immer wenn man sich als „kleiner Mann“ mit Mächtigen aus Politik und Wirtschaft anlegt riskiert man viel und hat es schwer, aber ich habe gesehen, dass mit Hilfe des Internets und ein wenig Chuzpe doch die Möglichkeit besteht auch großen Gegnern mit vielen kleinen Nadelstichen weh tun zu können.

Und da ich hier nicht wenige Leser habe und es mehr werden bin ich mir sogar ziemlich sicher, dass die hohen Damen und Herren aus den oberen Etagen vorsichtiger agieren müssen und vielleicht sogar vor mancher Schweinerei in Zukunft zurückschrecken! 2009 ist nicht mehr weit! 😉

Ein Bauwerk der Homberger SPD

Und sollte ich morgen meine Kündigung erhalten werde ich auch wieder einen neuen Job finden!

Ist doch irgendwie ironisch: da bestehe ich als Bester die Prüfung zum Brandsicherungsposten bei der Thyssen Werksfeuerwehr in Duisburg-Beeckerwerth und werde trotzdem wegen einer alten Geschichte abgelehnt. Und Thyssen braucht auch noch dringend solche Leute!

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