20151223_134750

Eigentlich ist das Handeln der Duisburger Stadtspitze und der SPD-Apparatschiks in der Verwaltung vorhersehbar gewesen: seit vielen Jahren nur große Ankündigungen und Versprechungen. Besonders wenn es um den „bevorstehenden“ Abriss der Hochhäuser in Hochheide ging oder zeitweise sogar um neue Vermietung. Da wurde schon früher der baldige Abriss der „Weißen Riesen“ versprochen. Um mal einen kleinen Überblick über das politische Spiel mit den Hochhausbauten des SPD-Baulöwen Kun zu geben weise ich hier auf einige Artikel der letzten Jahre hin und verweise dazu auf die untenstehenden Links. Alle Artikel sind natürlich unverändert geblieben.

Ach ja, dass die Hochhäuser voller Asbest sind war schon immer bekannt!

—-> Jubel über den bevorstehenden Abriss im Jahr 2015

—-> Falsche Versprechungen aus dem Jahr 2014

—-> Die SPD will 2014 ihr Hochhaus wieder verschönern und vermieten lassen

—-> Altro-Mondo kauft das Hochhaus um es wieder zu vermieten

—-> Das Problem mit der einsturzgefährdeten Tiefgarage war auch schon 2009 da

—-> Hoffnung und Niedergang im Jahr 2008

—-> Mehr Geld für Sozialarbeit im Jahr 2008

—-> Die Nachwirkungen der Silvesterkrawalle in Hochheide

—-> Sanierung auf Kosten der Stadt im Jahr 2007

—-> Die ersten Abrissversprechungen der SPD im Jahr 2007!

—-> Müllberge im Schatten der Weißen Riesen im Jahr 2007

P.S.: Angesichts einer baldigen neuen Landesregierung stellt sich vielleicht schon in Kürze die Frage ob auch weiterhin Geld für den Abriss der Hochhäuser fließen wird. Bis jetzt wurde nur ein Drittel der benötigten Finanzmittel freigegeben.

Advertisements
Modernes Wohnen nach Art der SPD Homberg

Wird diese SPD-Hinterlassenschaft bald verschwinden?

Bei der Stadtspitze und der örtlichen SPD freut man sich, dass die eigenen alten Bausünden, nämlich die Hochhaussiedlung in Hochheide bald abgerissen werden kann.

Hochheide

Kun-Bau in Hochheide

Die leicht überschwängliche Freude der Genossen macht nur vergessen, dass gerade mal ein Drittel der Gelder für das große Sanierungsprojekt mit Namen Stadtumbau West zur Verfügung stehen. Zumal jetzt mehr Geld für den Ankauf eines der Hochhäuser ausgegeben wurde als ursprünglich geplant.

Alle Hochheider würden sich wahrscheinlich freuen wenn diese Bauwerke des SPD-Baulöwen Kun endlich verschwinden würden. Aber jubeln sollten wir erst wenn die Abrissbagger auch wirklich die asbestverseuchten Hochhäuser nach und nach abbauen.

Eine andere Straße

16. August 2015

nach dem Abholzen

Nach der Fällaktion

Ich wohne jetzt auf einer anderen Straße.

vor dem Abholzen

Vor der Fällaktion

Seit drei Tagen leben ich, meine Familie und meine Nachbarn auf einer anderen Straße. Die postalische Adresse ist zwar noch die gleiche, aber die Straße hat sich vollkommen verändert. Nach Jahrzehnten mit großen Kastanienbäumen auf der Straße und ihrem dichten Blätterdach über der Straße fällt es schwer sich nun an eine Straße zu gewöhnen, die hell und ohne Schatten ist.

baumlos

baumlos

Leider war die dreitägige Fällaktion aber wohl wirklich unvermeidlich. Das Holz der Bäume war eindeutig geschwächt. Als die Baumstämme durchgesägt waren offenbarten sich große Lücken in den Baumstümpfen und Wasser lief aus den abgesägten Holzstämmen.

krankes Holz

Krankes Holz

Leider ist die Pilzkrankheit, die das Ende der Bäume verursacht weit verbreitet. Im ganzen Stadtgebiet sind vor allem Kastanienbäume davon betroffen. Deswegen werden auch keine Kastanien mehr nachgepflanzt. Was aber auch immer nachgepflanzt werden wird, es wird Jahrzehnte dauern bis man wirklich von einem Ersatz für die gefällten Bäume sprechen kann.

Unten sind noch weitere Bilder von der Fällaktion der letzten Tage zu sehen. Für die volle Bildauflösung einfach draufklicken.

krank

Loch im Holz

Durchgetrennt

Durchgetrennt

Masche gegen Baum

Maschine gegen Baum

Sägearbeiterim Griff der Maschineschwebend_baumstamm2_klmaschinensaege3_klmaschinensaege4_kl

SPD-Propaganda

Screenshot „www.derwesten.de“

Nach der SPD nun auch ihr Parteipropagandablatt: der Öffentlichkeit in Duisburg und in Hochheide soll ein riesiges Hochhausprojekt schmackhaft gemacht werden.

Obwohl alle Hochhäuser im Stadtteil entweder leer gezogen oder überwiegend von armen Menschen bewohnt sind versucht die eingespielte Parteipropagandamaschinerie der SPD der Öffentlichkeit ein neues Hochhausprojekt zu verkaufen. Dabei haben sogar die Apparatschiks im Duisburger Rathaus begriffen, dass die Hochheider Hochhaussiedlung eine Belastung für den ganzen Stadtteil darstellt, wie in einer aktuellen Mitteilungsvorlage der Stadt nachzulesen ist. Der Bereich der Hochheider Hochhaussiedlung, als „Weiße Riesen“ schon seit vielen Jahren berühmt berüchtigt, kann getrost als sozialer Brennpunkt bezeichnet werden. Kein Mensch in Hochheide glaubt, dass hier „hochwertiges Wohnen“ möglich ist. Der Versuch mit dem „Roten Riesen“ an der Hanielstraße wenige Meter vom aktuellen Projekt der Firma „Altro Mondo“ entfernt ist da ein warnendes Zeichen: zu mindestens 40% soll das kleine Hochhaus nicht belegt sein, trotz der schmucken Sanierung vor einigen Jahren. Das Wohnumfeld in der Hochheider Hochhaussiedlung passt eben nicht zu einem hochwertigem Wohnen mit höheren Mieten.

Modernes Wohnen nach Art der SPD Homberg

Modernes Wohnen nach Art der SPD Homberg

SPD-Bauten in Hochheide

„hochwertiges Wohnen“?

Erst letztes Jahr noch war es politischer Konsens, dass der Bereich der Weißen Riesen ein Sanierungsgebiet werden soll mit dem Ziel die Hochhäuser wenigstens teilweise zurückzubauen. Aber die Homberger Genossen haben da wohl schon heimlich mit dem Investor „Altro Mondo“ verhandelt als zeitgleich im Juli 2013 im Rat der Stadt beschlossen wurde den Rückbau der Hochhäuser einzuleiten. Die Homberger SPD liebt eben ihre Hochhäuser in Hochheide.

Hochheide in grün

Ein grüner Riese für Hochheide

Ich konnte gerade noch die „Skylounge“ aus dem kleinen Prospekt der Firma „Altro Mondo“ zitieren als ich vom Bezirksbürgermeister Paschmann harsch unterbrochen wurde. „Das ist nicht-öffentlich und darf in einer öffentlichen Sitzung nicht zitiert werden“ meinte er nur….

Dabei bekamen die politischen Vertreter des Bezirks kaum Informationen, jedenfalls nicht die, die nicht der SPD angehören. Die SPD flirtete geradezu mit dem Abgesandten des Investors und schien auch von ihrem bald runderneuerten Hochhaus in Hochheide richtig angetan zu sein. Die Homberger SPD kann eben nicht von ihren Hochhäusern in Hochheide lassen. Jede Kritik und jeder Kritiker werden sofort heftig von SPD-Genossen auch mit rabiaten Mitteln angegriffen.

Da wurde Kritkern unterstellt sie seien befangen und dürften nicht an der Beratung zum Themenkomplex „Sanierungsgebiet Hochheide“ und die Hochhausssiedlung teilnehmen weil sie Häuser in Hochheide besitzen oder verwalten. Auf meine Nachfrage hin ab wann Hausbesitzer in Hochheide nicht mehr befangen sind, oder ob alle Häuslebesitzer in Hochheide als gewählte Mandatsträger von politischen Entscheidungen zu den Weißen Riesen ausgeschlossen sind konnte der anwesende Vertreter des städtischen Rechtsamtes nicht wirklich antworten.

In der nicht-öffentlichen Sitzung am Anfang kritisierte der Sprecher der CDU-Fraktion deutlich das Gehabe des Bezirksbürgermeisters und seiner Genossen. Der Abgesandte des Investors konnte auch keine der brennenden Fragen beantworten. Was er an Allgemeinplätzen und schönen Versprechungen von sich gab darf ich jetzt leider nicht zitieren da es ja eine nicht-öffentliche Sitzung war. Warum verstehe ich aber nicht. Denn wirklich erhellend war das nicht zu erfahren welche Farbe die Außenfassade erhalten soll und wie der Eingangsbereich aussehen wird.

Hochheide

Hochheides Wahrzeichen: ein SPD-Bauwerk

In der dann anschließenden öffentlichen Sitzung ließ er dann die Katze aus dem Sack und teilte im Auftrag des Investors mit, dass dieser nur mit der Verwaltung kommunizieren würde und kein Interesse an einem Dialog mit den gewählten politischen Vertretern vor Ort hat. Nur mit der SPD scheint sich der Investor gut zu verstehen. Mit den SPD-Genossen sprach der Hochhausplaner auffällig lange und intensiv in der Sitzungspause, und als von Margarete Fink von „DeineStimme“ das Gebahren des Investors als unseriös bezeichnete wurde sie heftig von einem SPD-Bezirksvertreter bezichtigt sie würde den Hochhausplaner „beleidigen“ und „Enteignungen“ propagieren. Da sprangen ihr aber sowohl ich als auch Kollegen von der CDU bei und schlossen uns der Einschätzung an, dass der Investor „Altro-Mondo“ nicht seriös erscheint. Ein CDU-Kollege fühlte sich sogar „verar…t“.

Papier

Papier in Hochheide bei den Weißen Riesen

Außer den Hochhausfreunden von der Homberger SPD glaubt niemand daran, dass es junge Familien und Senioren gibt, die heiß darauf sind in ein riesiges Hochhaus mit 20 Stockwerken in ein Wohnumfeld zu ziehen das man getrost schon als sozialen Brennpunkt bezeichnen darf. Am Ende wird es dem „Grünen Riesen“ wahrscheinlich genauso ergehen wie dem „Roten Riesen“ ein paar Meter weiter. Nur wer wird dann in die 350 neuen Wohnungen auf der Friedrich-Ebert-Straße ziehen? Im Moment suchen gerade viele Menschen aus Südosteuropa eine neue Bleibe.

SPD-Bauten in Hochheide

„hochwertiges Wohnen“?

Werden wir heute ab 16 Uhr im Homberger Rathaus mehr erfahren was der neue Eigentümer des leeren Hochhauses auf der Friedrich-Ebert-Straße in Hochheide plant?

Ich fürchte nach den Meldungen der letzten Tage wird nichts bekannt gemacht werden außer den üblichen Floskeln vom „hochwertigen Wohnen“. Nach der Sitzung werde ich hier darüber schreiben.

Mutmaßungen

10. Oktober 2013

Duisburg

Duisburg

In Hochheide hat gestern ein Haus auf der Kirchstraße gebrannt. Das ist traurig und für die Bewohner eine Tragödie da sie jetzt ohne Dach überm Kopf da stehen und nur notdürftig untergebracht sind.

Nun sind Wohnungsbrände zum Glück eher selten, aber sie kommen auch leider immer wieder mal vor. Bei dem Hochheider Haus gibt es nur die Besonderheit, dass dort laut Medienberichten Armutsflüchtlinge lebten. Und so kommen nun Spekulationen über die Brandursache auf, die bei einer anderen Wohnung mit anderen Bewohnern niemals aufkämen. Dabei sollte es eigentlich keine Rolle spielen welche Nationalität oder Herkunft die mit Rauchvergiftungen davongekommenen Hausbewohner haben. Aber leider ist die Stimmung in der Stadt durch die Diskussionen über Armutsflüchtlinge und die Verhältnisse in gewissen Stadtvierteln zu sehr belastet um nicht auch Vermutungen aufkommen zu lassen, dass vielleicht eine Brandstiftung vorliegt und dass eine solch vermutete Brandstiftung rassistische Motive haben könnte.

Ich hoffe sehr, dass diese Vermutungen nur Vermutungen bleiben. Denn Duisburg hat auch so schon genug Negativmeldungen abbekommen. Schlimm genug, dass Rechtsextremisten immer wieder in unserer Stadt auftauchen und versuchen politischen Profit aus den Problemen zu schlagen, wenn jetzt aber auch noch ein Brandanschlag mit rechtsextremen Hintergrund in den Nachrichten die Runde machen würde könnten wir in Duisburg wohl auf absehbare Zeit alle Werbemaßnahmen für unsere Stadt vergessen.

Ich hoffe daher sehr, dass es sich gestern in Hochheide um einen „normalen“ Wohnungsbrand handelte und die Bewohner schnell wieder eine andere menschenwürdige Bleibe finden. Das wäre für alle die beste Nachricht.

%d Bloggern gefällt das: