Arbeit und Lohn

Da wird Geld verdient!

Wenn Alt-Politiker den Prediger machen, kann ziemlich lebensfremder Quark herauskommen.

Alt-Oberbürgermeister Krings und seine Freunde von der nun zweigeteilten BI „Neuanfang“ predigen jetzt ziemlich unverhohlen den Rückschritt zu ganz alten Zeiten der Vorindustrialisierung. Großprojekte sind böse und müssen verhindert werden, alte hässliche Hochhäuser sind dagegen soziale Paradiese wie auch das alte russgeschwärzte Bruckhausen mit seinen zahlreichen Bruchbuden, die heute nur noch als Armutsquartiere zu gebrauchen sind.

Da treten Leute wie ein Alt-OB Krings, in dessen Amtszeit von 1977 bis 1997 die größten Arbeitsplatzverluste in Duisburg zu beklagen waren, dafür ein auf Großprojekte wie die „Duisburger Freiheit“ und die Bahnhofsplatte mit kleinen Betrieben zu verzichten ohne daran zu denken, oder vielleicht auch gar nicht daran denken zu können, dass dort viele Menschen Lohn und Brot finden sollen. Gleiches gilt für das „Factory Outlet Center“, das nun schon seit mindestens 2 Jahren geplant wird und wo ein Investor bereit ist viel Geld für eine Aufwertung des Geländes auszugeben auf dem die marode „Rhein-Ruhr-Halle“ steht wie auch eine an Hässlichkeit kaum zu überbietende Hochhaussiedlung. Auch hier wollen Polit-Prediger wie Krings und Konsorten den Rückwärtsgang einlegen und die Schaffung von Arbeitsplätzen verhindern. Jedes Großprojekt wird vom Krings-Freundeskreis nun mit „Größenwahn“ gleichgesetzt.

Diese Leute wollen in Duisburg die Politik bestimmen und vergessen dabei, dass in den letzten Jahrzehnten der bis 2004 andauernden SPD-Herrschaft in der Industrie zehntausende Arbeitsplätze verloren gingen wie auch große Teile der Stadtbevölkerung. Die Folgen sind unter anderem Brachflächen wie das Gelände der „Duisburger Freiheit“ am Güterbahnhof oder viele leere marode Wohnungen wie in Bruckhausen. „Entschleunigung“ ist hier kein Zauberwort sondern bittere Realität weil Armut und Niedergang damit verbunden sind.

Ob Herr Krings und seine rückwärtsgewandten Kompagnons vom „Duisburger Manifest“ mal begreifen werden, dass die Bürger in dieser Stadt auch Erwerbsmöglichkeiten brauchen, genauso wie der städtische Haushalt zusätzliche Gewerbesteuerzahler dringend benötigt um die leeren Kassen ein wenig zu füllen damit zum Beispiel auch die Schulden abgebaut werden können, die uns Herr Krings aus seiner Zeit als Oberbürgermeister mitsamt Strukturproblemen hinterlassen hat?!

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Förderung für kluge Köpfe!

Förderung für kluge Köpfe!

Bildquelle: Screenshot www.arbeiterkind.de

http://www.arbeiterkind.de lautet eine Adresse im Netz wo eine ehrenamtliche Initiative für mehr Bildungsgerechtigkeit wirbt und praktische Hilfe anbietet damit auch Kinder aus sogenannten „bildungsfernen“ Schichten studieren und gesellschaftlich aufsteigen können!

„Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung“ wußte schon John F. Kennedy, doch leider ist gute Bildung heute immer noch keine Selbstverständlichkeit. Gerade Kinder aus Familien mit wenig Einkommen können auch heute häufig nicht studieren, und das liegt nicht nur an zuwenig Geld sondern wohl auch daran, dass es an Informationen und praktischer Hilfe für das Studium wie das richtige Studienfach finden mangelt. Auch die Angst vor den Studienkosten und der jahrelangen Durststrecke bis zum ersten richtigen Einkommen hält wohl leider nicht wenige Schüler davon ab sich für ein Studium zu entscheiden. Da soll „arbeiterkind.de“ helfen. Unterstützt wird das Ganze auch von der Bundesregierung und einigen Unternehmen wie Haniel, Siemens, Bosch und Vodafone. Offensichtlich hat man in den Chefetagen auch erkannt, dass alle fähigen Kinder gebraucht werden um den schon jetzt erkennbaren Fachkräftemangel in Zukunft zumindestens teilweise zu beheben.

Und die Kinder und Jugendlichen bekommen eine bessere Zukunft. Das ist der beste Weg um im Leben auf eigenen Beinen stehen zu können mit einem guten Einkommen (und unabhängig von öffentlichen Sozialleistungen zu sein)!

Wieder auf Arbeitssuche!

1. Oktober 2009

Jetzt hat meine alte Firma nun doch nicht verlängert und die letzten Vorstellungsgespräche bei anderen potentiellen Arbeitgebern haben auch nichts gebracht. Also hat heute mein erster Tag als Arbeitsloser begonnen!

Natürlich hoffe ich jetzt noch auf Erfolg bei meiner heutigen Bewerbungstour, aber ich fürchte, dass ich nun doch für eine ungewisse Zeit beim „größten Arbeitgeber Deutschlands“ bleiben werde.

Es sei denn es geschieht ein kleines Wunder!

Sieht Opel auch bald so aus?

Sieht Opel auch bald so aus?

Nichts bleibt wie es ist! Wenn Opel von Fiat geschluckt wird bedeutet das dann auch, dass die Qualität von Astra & Co. dann das Fiat-Niveau bekommen wird???

„Fiat“ wurde ja auch von manchem Autofreund mit „Fehler in allen Teilen“ übersetzt, und ich erinnere mich noch gut wie ich leihweise einen nagelneuen Fiat fuhr, dessen Motor ständig an roten Ampeln ausging weil die Elektronik spinnte!

Vielleicht entsteht ja auch eine neue Automarke, die könnte dann „Fiopel“ heißen oder „Oliat“! Die Finanzkrise macht es möglich! Nur für die Arbeiter wäre es wohl schlecht, denn die Arbeitnehmer zahlen die Zeche wenn Manager Mist bauen oder asoziale Spekulanten die Weltwirtschaft in eine schwere Krise stürzen!

Und mancher Kollege im Werkschutz wäre dann auch betroffen. Ans Autokaufen denkt da natürlich niemand mehr. Egal wie das Auto heißt!

Hoffnung ist nötig!

12. April 2009

Ostern auf der Arbeit ist ruhig und gut bezahlt dank der Prozente für die Feiertage!

Allerdings höre ich auch von den Kollegen, dass in zwei Monaten wohl Schluss sein wird mit dem Einsatzort wenn die Verträge auslaufen. Ausgerechnet einer der bestbezahlten Arbeitsplätze in der Firma wird dann verschwinden. Schlimmer noch, es werden dann wohl auch notgedrungen Arbeitsstellen abgebaut werden müssen. Einige Kollegen haben jetzt schon Probleme mit der Anzahl ihrer Arbeitsstunden, und damit auch einen sehr kümmerlichen Lohn.

Da auch die anderen Auftraggeber in Folge der Wirtschaftskrise weniger Sicherheitspersonal bestellen wird es nun ziemlich eng für uns.

Da kann man nur noch auf Wunder hoffen!!!

Einkaufen macht wieder Spass!

16. Dezember 2008

Alles wird auf einmal billiger: Benzin kostet 50 Cent weniger den Liter wie vor wenigen Monaten und Lebensmittel sind preismäßig auf Vorjahresniveau!

Beim gestrigen Einkauf staunte ich jedenfalls nicht schlecht als ich auch Jacobs Krönung für 2,89 EURO beim Discounter sah, das gibt es sonst nur in den Niederlanden! Und die Preissenkungen waren überall zu finden!

Da auch bei anderen Discountern Preissenkungen stattfinden sieht das Ganze nach einer konzertierten Aktion aus. Offenbar haben einige wichtige Leute beschlossen die Preise zu senken um das Konsumklima in diesem Lande nicht völlig in den Keller rasseln zu lassen. Denn weniger Geld werden wohl in nächster Zeit viele Menschen in diesem Lande haben!

Aber immerhin spare ich jetzt bei jedem Einkauf ordentlich, und da ab nächstem Monat die Krankenkassenbeiträge kräftig steigen werden bei gleichzeitig sinkendem Monatslohn freue ich mich natürlich über das gesparte Geld. Denn wer weiß wie schlimm es noch werden wird!

Dunkelheit und Nebel

Es geschehen noch Wunder! Nachdem ich drei Monate lang kaum zur Arbeit gerufen wurde und mit kümmerlichen Lohn meine Familie über die Runden bringen musste habe ich nun richtig viel zu tun und zu verdienen!

Seit wenigen Tagen darf ich nun ständig auf Nachtschicht ein großes Industriegelände bewachen und auf millionenschweres Gerät und Material aufpassen. Auch wenn ich meistens nur die Kaninchen aufscheuche und vergessene Containertüren zu mache ist der Job interessant. Immerhin gibt es auch mehr Zulagen für Nacht- und Wochenendschichten.

Da hat mir der Betriebsrat der Firma ja doch geholfen. Es gibt eben doch noch gute Arbeitnehmervertreter und vielleicht gehe ich jetzt ja doch zu „ver.di“!

Und der kleine Krawall mit dem Chef hat sicher auch was genutzt. Wie sagt doch ein altes türkisches Sprichwort: „Nur dem schreienden Baby wird die Brust gegeben!

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