Wenig Geld

Gerade habe ich meine Lohnabrechnung für April gelesen und könnte jetzt eine Ladung Antidepressiva in Kombination mit Beruhigungsmitteln gut gebrauchen.

Auch wenn Psychopharmaka keine Lösung sind um meine Familie zu versorgen können sie mir vielleicht helfen mein Los mit meiner Firma und ihrem miserablen Lohn leichter zu ertragen. Die Wirkung der Antidepressiva entfaltet sich aber laut Arzneimittellexikon erst nach Tagen, also habe ich jetzt davon auch nichts.

Es bleibt eben nichts anderes übrig als sofort einen anderen Job zu suchen damit ich bei meiner verfluchten Sch..ßfirma sofort kündigen kann. Einer Firma übrigens, die mit der Gewerkschaft Ver.di einen Tarifvertrag abgeschlossen hat für den sich jeder Gewerkschafter was schämen sollte. Die gleiche Heuchlergewerkschaft hat für die Flughafenmitarbeiter, die ohnehin schon gut verdienen eine deftige Lohnerhöhung von über 2 Euro mehr pro Stunde durchgesetzt (fast 16 Euro) während bei unseren Kollegen nur wenige Cent mehr pro Stunde rauskamen (8,23 Euro). Die selben verlogenen Heuchler von Ver.di & Co fordern angeblich einen Mindestlohn von 8,50 Euro. Wie wäre es denn erstmal selbst vernünftige Tarifverträge abzuschließen?

Aber was besonders ärgerlich ist, ist der Umstand, dass eine Firma Arbeitnehmer einfach tagelang unbezahlt zuhause auf weitere Arbeit warten lässt, und dass diese Firma einer der größten Sicherheitsdientsunternehmen in Deutschland ist mit vielen Auftraggebern aus der Industrie und auch der öffentlichen Hand. Diese große Firma speist Mitarbeiter mit Hungerlohn ab und bekommt auch noch viele öffentliche Aufträge von Kommunen, kommunalen Unternehmen und Landesbehörden. Laut Firmenwerbung ist man sogar auf Wachstumskurs, nur eben nicht bei den Löhnen, die bleiben unten, außer beim Flughafen. Die Arbeitsverträge sind auch so formuliert, dass der Arbeitnehmer nie weiß wieviel Arbeitsstunden und Arbeitslohn am Monatsende herauskommen; die totale Unsicherheit bei einem Sicherheitsunternehmen wenn es um die Bezahlung geht.

Mir reicht es jetzt… 😦

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Endlich mal wieder weg! Am Ende musste ich dem Drängen meiner Frau doch nachgeben, und wir sind nun zusammen mit einer Nachbarin, die für eine Woche mitkommen wollte, in der Türkei!


KITA-Streik, Wahlkampf und sonstige böse Nachrichten haben wir für die nächsten drei Wochen verbannt! Jetzt sind wir im Moment in Safranbolu bei meiner Schwägerin. Ich werde jetzt also in nächster Zeit in diesem Blog nur noch Meldungen von der türkischen Schwarzmeerküste aus der Region zwischen Safranbolu und Bartin bringen! Nach einem angenehmen und preisgünstigen Flug mit Turkish Airlines (THY) hat uns der Bruder meiner Frau in Ankara abgeholt und sich vor allem gefreut seinen Neffen, also Benny wiederzusehen.

Auf der Fahrt vom Flughafen in Ankara zum Schwarzen Meer habe ich ganz erstaunt festgestellt, dass es hier auch den „Media Markt“ und „Praktiker“ gibt. Die Türkei scheint also noch europäischer geworden zu sein.

Ich bin mal gespannt wie die Zeit hier vergehen wird und schreibe hier natürlich auch ab und zu mal was!

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