Nuri Şahin kommt wieder!

12. Januar 2013

Nuri Şahin bei einer Autogrammstunde

Nuri Şahin bei einer Autogrammstunde am 05.12.2009

Es gibt auch noch ein paar gute Nachrichten: eine davon ist die, dass Nuri Şahin aus Madrid zurück nach Dortmund in die alte Heimat kommt.

Im Radio hörte ich wie er vom seinen alten BVB schwärmte und von der alten Heimat sprach. Denn in Dortmund ist er zuhause, und die Dortmunder freuen sich schon richtig ihn wieder bei sich zu haben. Natürlich auch weil er ein sehr guter Fußballspieler ist, aber hinter der gegenseitigen Zuneigung steckt auch sowas wie ein Gefühl des Zusammenhalts und ein modernes Heimatverständnis. Folgerichtig heißt es auch „Willkommen zuhause!“ auf der BVB-Homepage mit einem glücklich lächelnden Nuri Şahin zwischen zwei BVB-Vertretern. Insofern ist der Fußball schon seit über 100 Jahren ein sehr wichtiger traditioneller Integrationsfaktor im Ruhrgebiet.

In vielen großen Bundesligavereinen spielen inzwischen die Kinder und Enkel von Migranten recht erfolgreich mit, was wiederum Ansporn für andere Kinder und Jugendliche mit ausländischen Wurzeln ist sich über den Sport in unserer Gesellschaft hochzukämpfen. Das ist die wirklich gute Nachricht für mich.

Jetzt hoffe ich nur noch, dass auch Mesut Özil bald wieder bei einem Bundesligaverein spielt.

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Rücksichtslosigkeit

16. August 2010

Es gibt schon rücksichtslose A….löcher! Als ich vorgestern mit Benny auf den Spielpatz ging wäre er fast in die Überreste einer Glasflasche getreten!

Offensichtlich haben irgendwelche rücksichtslosen Typen ein kleines Besäufniss auf dem Kinderspielplatz abgehalten, denn ich fand noch etliche Glasscherben, die wohl von einer Proseccoflasche stammten.

Der nur wenige Meter entfernte Abfallbehälter war den Trinkern wohl schon zu kompliziert, und auf Kinder Rücksicht zu nehmen ist heutzutage auch aus der Mode gekommen. Überhaupt ist Rücksichtsnahme kein beliebter Wert wenn ich mir am Essenberger See und anderswo die Hinterlassenschaften einiger Mitmenschen ansehe, die wohl nicht fähig sind den Sperrmüllservice der Wirtschaftsbetriebe anzurufen und stattdessen lieber ihre alten Geräte und Kleinmüll in die Landschaft werfen.

Wenn die Müllgebühren aber wieder steigen weil die Entsorgung der wilden Müllkippen auch was kostet und Kinder verletzt werden wenn sie in Scherben oder weggeworfene Spritzen treten ist das Geschrei groß und niemand fühlt sich dafür mitverantwortlich!


YouTube – ein Hort von Amokvideos!

„Amok (malaiisch: meng-âmok, in blinder Wut angreifen und töten) ist eine psychische Extremsituation, die durch Unzurechnungsfähigkeit und absolute Gewaltbereitschaft gekennzeichnet ist.“So die Definition des Begriffes „Amok“ in Wikipedia!

Was passierte eigentlich mit den Jungs aus der Oberschicht, die bisher in Erfurt, Emsdetten und nun Winnenden bei Stuttgart durchdrehten. Unauffällig und meist aus gutem Elternhaus ballern sie auf einmal wild und rücksichtslos um sich.

Rücksichtslosigkeit und offensichtliche Verachtung für das Leben anderer Menschen können nicht von selbst gekommen sein. Das muss was mit dieser Gesellschaft zu tun haben wenn männliche Jugendliche trotz guter Bildung und sicherem sozialem Umfeld dermaßen brutal Blutbäder anrichten.

Ich bin ja mal gespannt ob es auch darüber eine öffentliche Diskussion geben wird, oder wie nach den letzten Amokläufen alles auf Versäumnisse bei Familie und Schule abgeschoben wird!!!

Auf „YouTube“ finden sich übrigens jede Menge Videoclips, die das Amoklaufen verherrlichen und eine brutale kalte Weltsicht offenbaren:

…An irgendeinem Platz wo viele Leute sind egal ob Alte, Kranke oder Frauen mit Kind schiesse ich einfach in die Menge rein die Menschen sind entsetzt und fangen an zu schreien…

Textbeispiel aus einem Musikclip einer Gruppe „mono“!
Im selben Stück finden sich auch Passagen in denen beschrieben wird wie schön es ist Polizisten zu erschiessen und Angst und Schrecken zu verbreiten!

„Bombe und Mond“

12. Februar 2009

So nennt Benny dieses Kritzelkunstwerk, das er mir gestern gezeigt hat.

Ein wenig künstlerische Begabung scheint er ja zu haben. Nur wie kommt er auf die Idee mit den Bomben? Vielleicht sollte ich ihn abends nicht mehr die Nachrichten sehen lassen!
Ist schließlich auch ohne Fernsehen schon schwer genug Kinder so großzuziehen, dass sie die Grausamkeit dieser Welt nicht zu früh mitkriegen.

Als Vater freue ich mich auf jeden Fall, dass mein Sohn schon mit drei Jahren sehr aufgeweckt ist und erste Begabungen sichtbar werden. Hoffentlich weiß das auch die Gesellschaft zu schätzen und wird ihn nicht wegen seiner Herkunft benachteiligen oder gar ausgrenzen. So wie das wohl auch heute immer noch vorkommen soll!

Ein frommer Wunsch in einem Lande, das aberwitzig hohe Milliardensummen für asoziale Spekulanten zur Verfügung stellt und nur einen winzigen Bruchteil davon für die Zukunft der Kinder!

Amok, überall Amok!

20. November 2007

Was ist los in dieser Gesellschaft?! Wieso verspüren selbst die Schüler schon die Lust in der Gegend rumzuballern und Blut zu vergießen???!!!

Heute kommt schon wieder die Meldung von einem weiteren vereitelten Amoklauf an einer Schule in Kaarst. Da denkt man doch an ruhige idyllische Landschaften und Dörfer mit intakten sozialem Umfeld. Wer hätte nicht eher auf Marxloh, Köln-Ehrenfeld oder Berlin-Kreuzberg getippt bei Stichwörtern wie „Amok“ und „Schüler“!

Aber es sind nicht die sogenannten „sozialen Brennpunkte“ wo die Schüler durchdrehen und mit Knarren und viel Munition auf alles schießen was sich bewegt! Es war ein ehrwürdiges Gymnasium in Erfurt wo ein Schüler Lehrer und Mitschüler erschoß und dann sich selbst. Ebenso die anderen Amokläufe der letzten Jahre, an Gymnasien oder Realschulen (Emsdetten!). Kann es sein dass diese eher den besseren Gesellschaftsschichten vorbehaltenen Schulformen die wirklichen Problemgebiete dieser Gesellschaft sind?

Zumindestens was die Wertschätzung menschlichen Lebens angeht?

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