12 Jahre…

12. Januar 2013

Gedenken an Sedat

Gedenken an Sedat

…sind vergangen seit in Hochheide der neunjährige Sedat Aydin grausam ermordet wurde und seine zerstückelte Leiche an einem Container in einem Koffer gefunden wurde.

In der ganzen Republik rief dieses Verbrechen Entsetzen und Trauer hervor. Viele Menschen waren geschockt und verlangten nach Maßnahmen. Die Politik, besonders auch die Lokalpolitik im Homberger Rathaus, hat sich schwer getan mit diesem Thema. Dankenswerterweise haben die Homberger Linken zusammen mit engagierten Hochheider Bürgern gestern abend in Hochheide an der Stelle an der Sedats Leichnam gefunden wurde eine kleine Gedenkveranstaltung durchgeführt. Als bekennender Parteiloser danke ich der Homberger Linken dafür, dass sie an diesem Thema hartnäckig drangeblieben ist und verhindert hat, dass Sedat Aydin in Vergessenheit gerät.

Meine Frau und mein Sohn nahmen an der Veranstaltung teil, ich selbst musste zur Arbeit sonst hätte ich auch gerne teilgenommen. Meine Frau sagte mir später am Telefon, dass außer der Linken und einigen Bürgern keine anderen Vertreter von Parteien zu sehen waren noch irgendwelche Offiziellen von Bezirk oder Stadt. Wenn das stimmt finde ich es erbärmlich wie wenig Taktgefühl und wieviel Ignoranz insbesondere im Bezirksamt vorhanden sind. Eine Hildegard Fischer hätte als Bezirksbürgermeisterin sicher mehr Fingerspitzengefühl gezeigt als ihr derzeitiger Nachfolger von der SPD, Paschmann, dessen Partei über viele Jahre alles tat um ein Gedenken an Sedat Aydin zu verhindern.

Dabei ist das Gedenken an Sedat Aydin und sein grausames Schicksal nicht bloßer Selbstzweck sondern auch eine Mahnung an uns alle für die Sicherheit und das Wohl der Kinder in unserer Gesellschaft zu sorgen. Das Bewußtsein, dass wir Verantwortung für unsere Kinder tragen wird duch solche Gedenken gefördert.

Ich und meine Frau haben gestern die Gelegenheit jedenfalls genutzt um unseren Sohn behutsam zu erklären was schlimmes passieren kann wenn man sich von fremden Leuten mit Geschenken irgendwohin locken lässt und dass man auch als Kind misstrauisch wie vorsichtig sein sollte wenn Erwachsene, die man nicht kennt Freunde sein wollen.

Zur Erinnerung der Artikel zur Enthüllung der Gedenktafel:

Danke Roland!

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