Benny im Kostüm zur Feier seiner Beschneidung

Benny im Kostüm zur Feier seiner Beschneidung

Seit ein deutsches Gericht entschieden hat, dass Beschneidungen bei männlichen Kindern wie sie im Judentum und Islam zum religiösen Selbstverständnis gehören strafbar sind stellt sich wieder die Frage ob die deutsche Mehrheitsgesellschaft alle nicht-christlichen Glaubensgemeinschaften in diesem Lande an ihrem religösen Leben hindern möchte.

Wahrscheinlich begreifen die meisten Menschen in diesem Lande nicht wirklich wie wichtig für die religiöse Identität die Beschneidung der männlichen Kinder sowohl im Judentum als auch im Islam ist. Wer das verbieten will muss eigentlich auch Judentum und Islam in Deutschland verbieten wollen denn die Beschneidung der Söhne ist in beiden Religionen die Voraussetzung um überhaupt zur Glaubensgemeinschaft dazugehören zu können. In einer zunehmend religionskritischen Gesellschaft wird das leider nur von wenigen verstanden.

Verständlich, dass sich einmütig nun der Zentralrat der Juden wie muslimische Dachverbände gegen diesen Angriff auf ihren Glauben zur Wehr setzen und sich entsetzt fragen ob sie an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden sollen. Seit Jahrtausenden werden männliche Kinder beschnitten, das Gebot lässt sich sogar im Alten Testament der Bibel nachlesen. Seit fast 2000 Jahren leben Juden in Deutschland und beschneiden ihre Söhne gemäß den Geboten ihres Glaubens, das gleiche gilt für Muslime, die seit einigen Jahrzehnten hier zuhause sind. Jetzt auf einmal findet ein Gericht das strafbar, und viele Kommentatoren und Leserbriefschreiber finden das auch noch richtig. Hier sehen wohl einige wieder die Gelegenheit andere Glaubensgemeinschaften zurückzusetzen.

Werbeanzeigen

Mit knurrendem Magen…

4. August 2011

…schreibe ich gerade diesen Artikel, denn es ist Ramazan und ich muss noch gute zwei Stunden warten bis zum Iftar (Fastenbrechen)!

Seit Anfang der Woche heißt es nun Zurückhaltung und Selbstbeherrschung üben. Was angesichts der vielen Verlockungen im Kühlschrank und der Werbung im Fernsehen nicht immer leicht fällt. Dieses Jahr fällt der Fastenmonat auch noch mitten in den Hochsommer und in die Urlaubszeit wo man sonst gerne grillt, ein paar kühle Getränke genießt und Eiscreme schleckt. Daran denke ich jetzt aber lieber nicht, denn ich muss wie schon gesagt noch über zwei Stunden aushalten.

Dafür freue ich mich über die ersten Iftar-Einladungen von Freunden sowie befreundeten Organisationen und beschäftige mich mit der Vorbereitung des Iftar der DAL am Monatsende. Der islamische Fastenmonat ist neben dem Fasten auch eine gute Gelegenheit um Freunde und Familie zu treffen was das Gemeinschaftsgefühl stärkt und für viele anregende Gespräche sorgt. Nebenbei kann ich so auch den Kontakt zur Basis in den befreundeten Vereinen verbessern.

Ich gebe aber auch zu, dass ich das Fasten auch zu meinem eigenen Wohlbefinden nutzen möchte indem ich versuche etwas abzunehmen. Die Sucht nach viel Essen und vor allem Süßigkeiten kann ich hoffentlich so in den Griff kriegen. Dann hätte der Fastenmonat meiner Gesundheit jetzt gut getan und ich würde auch in Zukunft weniger essen und dafür bewußter leben.

Aber trotzdem freue ich mich schon auf das Zuckerfest im September!

%d Bloggern gefällt das: