Gestern durfte ich notgedrungen als Vertreter an einer Sitzung des Schulausschusses im Duisburger Ratssaal teilnehmen.

So habe ich zwar das „interfraktionelle Gespräch“ zur geplanten Altreifenverwertung im Homberger Rathaus verpasst, aber da wäre ich sowieso rausgeworfen worden weil ein kleiner arroganter Sonnenkönig meint er könne alleine bestimmen welche gewählten Volksvertreter in der Bezirksvertretung mitmachen dürfen. Der Bezirk ist nun mal mit einer hölzernen Figur wie Paschmann ziemlich bestraft!

Aber auch im Duisburger Rathaus ist die Fähigkeit zur sachlichen Zusammenarbeit eher unterentwickelt: im Schulausschuss gifteten sich CDU, SPD und Linke heftigst an und traktierten sich und die wenigen Zuhörer mit Begriffen wie „Kommunisten“ und „Nazis„.

Nach der Sitzung hat mir dann der CDU-Sprecher auch noch mitgeteilt, dass nun öfters die „Kommunisten“ und die SPD, die ja mit den „Linksradikalen“ gemeinsame Sache macht verbal attackiert werden sollen! In der nächsten Ratssitzung wird das dann wohl so weitergehen: wenn die CDU auf die SPD schimpft, die sich „im Würgegriff der Kommunisten“ befindet werden die Linken im Gegenzug der CDU unterstellen was mit „Nazis“ zu tun zu haben.

Allerdings fragt sich wohl keiner der politischen Gladiatoren ob das den Bürger die Bohne interessiert wenn die ideologischen Schlachten im Rathaus geschlagen werden während es mit der Stadt finanziell bergab geht und wahrscheinlich bald zuwenig Schulbücher für die Kinder und Jugendlichen unserer Stadt zur Verfügung stehen werden!

„Hornitex“-Ende ist nah!

23. September 2008

Es geht wohl nun dem Ende zu: mein Informant hat sich nach Monaten wieder gemeldet und mitgeteilt, dass morgen der Aufsichtsrat der Sonae wahrscheinlich das baldige Ende des ehemaligen „Hornitex“-Werkes in Duisburg-Baerl beschließen wird!

Er nennt mir zwar nicht seinen Namen aber wenn ich ihn richig verstanden habe ist er selbst auf der Vorstandsebene tätig und kennt die internen Entscheidungsabläufe ganz gut, jedenfalls habe ich einige Merkwürdigkeiten erfahren wie das geplante „Freistellen“ der Mitarbeiter um das Werk eventuell noch dieses Jahr zu schließen.

Die Beschäftigten werden dann mit gekürzten Löhnen zuhause bleiben und zusehen dürfen wie ihr eigentlich recht produktives Werk geschlossen wird weil entschieden wurde mit weniger Produktionsstätten noch effizienter zu produzieren. Vorrausgesetzt natürlich die Info stimmt!

Angeblich tut der Sonae-Konzern das alles um seinen dramatisch gefallenen Aktienkurs wieder zu stabilisieren und drastische Gewinneinbrüche zu kompensieren. Wahrscheinlich ist die kurz bevorstehende Beschäftigungslosigkeit der Mitarbeiter im ehemaligen „Hornitex“-Werk dann auch eine Folge der derzeitigen Finanzkrise und gestiegener Rohstoffpreise.

Falls das wirklich so eintrifft ist das für die noch verbliebenen Mitarbeiter im Werk in Gerdt eine traurige Nachricht! Morgen wird sich ja zeigen ob das wirklich so eintrifft!

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