Die Zeitung gehört in den Müll!

1205 EURO im Monat sind Luxus für eine dreiköpfige Familie wenn es nach der kapitalorientierten Rheinischen Pest geht! Und 1474 EURO für eine vierköpfige Familie!

In diesen luxuriös hohen Summen nach „HARTZ IV“ steckt übrigens schon die Miete plus Heizkostenanteil drin! Das soll dann eine derart gute finanzielle Ausstattung sein, dass angeblich Langzeitarbeitslose deswegen keine Arbeit suchen wollen. Zwischen den Zeilen gelesen kann das ja nur bedeuten, dass die Löhne in diesem Lande auf ein Niveau abgesunken sind das sich zwischen 1200 und 1474 EURO im Monat bewegt oder sogar darunter liegt. Nach der Logik der „Zeitung für christliche Kultur“ soll das wohl heißen, dass die Armut noch verschärft werden muss damit die Leute auch für noch weniger Geld arbeiten!

Und wenn man weiter liest erkennt man auch sofort den Auftraggeber dieser Hetze gegen Langzeitarbeitslose: die Arbeitgeber und ihre eigenen Institute, die die Menschen in Hungerlohnjobs zwingen möchten! Da wird dann im letzten Drittel des Artikels geschwärmt, dass es leichter geworden ist Kandidaten für „schwer besetzbare“ Stellen zu finden seit „HARTZ IV“ eingeführt wurde und die Zahl der Langzeitarbeitslosen gesenkt wurde, wenn auch um den Preis der Armut! Eben durch so Superjobs bei den modernen Sklavenhändlern unserer Zeit mit 7 EURO die Stunde, brutto natürlich! Komisch nur, dass am Anfang des Artikels noch das Gegenteil behauptet wurde mit der angeblich „gebremsten“ Jobsuche durch „HARTZ IV“!

So ist das nunmal mit den journalistischen Auftragsarbeiten, wenn die Wirklichkeit dem Kapitalinteresse angepasst werden muss bleibt die Logik auf der Strecke.

Gibt es Hoffnung?

Karneval ist vorbei, endlich möchte ich sagen! Und seit gestern abend darf ich auch überraschenderweise wieder arbeiten weil ein Kollege durch Krankheit ausgefallen ist.

Schade nur, dass ich dann heute abend nicht beim Politischen Aschermittwoch der Linken in Rheinhausen dabei sein kann. Die Stimmung beim Fischessen, guter Musik und polemischen Reden verspricht gut zu werden. Aber Arbeit geht nun mal vor!

Und diese Arbeit scheint noch besser zu sein als das was sich zur Zeit am Arbeitsmarkt finden lässt. Da meldete sich doch gestern und heute die selbe Leiharbeiterfirma telefonisch bei mir um zu fragen ob ich noch arbeitssuchend sei! Aber als ich mitteilte, dass ich eine bessere Arbeitsstelle suche mit deren Verdienst ich auch meine Familie ernähren kann waren die Werber vom „Personaldienstleister“ nicht mehr so an meiner Arbeitskraft interessiert. „1400 EURO brutto sind kaum möglich bei 7 EURO die Stunde!“ war die zögerliche Antwort. Danach war das Gespräch auch mit den üblichen Floskeln schnell beendet. Nur, dass die zweimal anrufen müssen um festzustellen, dass ich nicht für Hungerlöhne zur Verfügung stehe ist wohl ein Zeichen dafür, dass hier viele Stellen zu besetzen sind. Also Hungerlöhne und Armut haben wohl wirklich einen „Aufschwung“!

Und meine Frau ist zur Zeit aufgeregt wegen des Hausbrands in Ludwigshafen mit 9 toten türkischen Bewohnern und vermutet sofort einen Brandanschlag wie „damals in Solingen“! Wahrscheinlich haben viele diesen Verdacht und die türkischen Medien nähren diesen Verdacht auch noch. Ich hoffe sehr, dass es „nur“ eine „normale“ Brandkatastrophe war! Alles andere wäre verheerend für die Stimmung in diesem Lande! Die Kommentare in den Online-Foren diverser Zeitungen sprechen Bände! Ich finde es nur auffällig, dass in kurzer Zeit soviele Brände ausbrechen!

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