Medienwirksamer Auftritt des OB Link

Medienwirksamer Auftritt des OB Link

Wenn radikale islamistische Salafisten vom Schlage eines Pierre Vogel meinen in Duisburg ihre intoleranten wie aufhetzenden Parolen verbreiten zu müssen ist das schlimm wie verwerflich. Hilft es allerdings in irgendeiner Weise wenn die Offiziellen der Stadt mitsamt kirchlichen Würdenträgern und Vorsitzenden von Moscheeverein wie DITIB-Landesverband zu einer Art Gegendemo vor der Marxloher Moschee einladen?

Mikro der Rede

Bevor die Reden gehalten werden

Nun sind radikale Gruppierungen wie die Salafisten leider schon öfters in Duisburg aufgetreten, und offensichtlich gelingt es ihnen auch immer wieder entwurzelte Jugendliche und junge Erwachsene mit ihren kruden Thesen für sich zu gewinnen und zu radikalisieren, was dann auch nicht selten zu gewalttätigen Übrgriffen führt. Sogar Verbindungen bis hin zu Terrororganisationen wie „Al-Quaida“ sollen schon nachgewiesen worden sein. Und es ist natürlich auch deshalb abzulehnen, dass Glaubensfanatiker gleich welcher Colour in unserer Stadt das Klima vergiften.

Aber die gestrige Versammlung von Oberbürgermeister, Kirchenvertretern, Moscheeverbandsfunktionären und Ratsleuten vor der Marxloher Moschee dürfte kaum einen jungen Menschen erreichen noch Salafisten vom Schlage eines Pierre Vogel in irgendeiner Weise überzeugen. Als ich die ganze als „interreligiöses Friedensgebet“ deklarierte Honoratiorenversammlung sah, zu der ich als Ratsmitglied ja selber zählte, bekam ich Zweifel am Sinn der Aktion, die angeblich auf Druck des Oberbürgermeisters gegen den Widerstand der Moscheegemeinde zu stande kam.

Von den ca. 50 Anwesenden war praktisch kein einziger als einfacher Bürger zur Veranstaltung gekommen. Auch wenn der Sprecher des DITIB-Landesverbandes in seiner guten engagierten Rede meinte, dass die Kraft der Herzen wichtiger ist als die Zahl der Anwesenden. Das stimmt sicher auch. Was nützt es nur wenn kein Betroffener die Reden hört? Vielleicht ziehen die Salafisten sogar noch Nutzen aus der Veranstaltung wenn deshalb wieder medial über sie berichtet wird. Das kann eigentlich kein verantwortlicher denkender Mensch wollen.

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Für die Menschen in Duisburg aktiv

Für die Menschen in Duisburg aktiv

Es kam wie es kommen musste: in Duisburg gibt es nun definitiv keine Zielvereinbarung zwischen Integrationsrat und Rat der Stadt Duisburg zu integrationspolitischen Aufgaben.

Nachdem SPD/Linke und Grüne in der letzten Sitzung des Rates der Stadt mit ihrer Mehrheit weitreichende Änderungen am vorliegenden Entwurf der Zielvereinbarung durchsetzten, die de facto eine Assimilierung der Migranten und die Aufgabe ihrer Sprache und Kultur festschreiben sollten haben fast alle Migrantenvertreter gestern im Integrationsrat der veränderten Form der Zielvereinbarung ihre Zustimmung verweigert!

SPD und Grüne versuchten noch mit fadenscheinigen Argumenten formalistischer Natur die Abstimmung zu verhindern als sie sahen, dass außer ihren Verbündeten von der „Diyanet-Liste“ keiner mit ihnen zusammen dafür ist die Muttersprachen von Migrantenkindern zur „zweiten Fremdsprache“ und „optional“ außerhalb des Hauptunterrichts zu degradieren. Auch sollte der Integrationsrat in der Zielvereinbarung indirekt der Kürzung seiner ohnehin schon knappen finanziellen Mittel zustimmen. Ich selbst habe den Antrag gestellt diese Zielvereinbarung gleich komplett abzulehnen, da wir die letzten zwei Jahre keine Einigung mit der migrantenfeindlichen linken Mehrheit im Rat der Stadt hinkriegen konnten und SPD/Linke wie Grüne mehrfach deutlich zeigten, dass sie die gewählten Vertreter der Duisburger Bürger mit Migrationshintergrund nicht als Partner akzeptieren wollen sondern auf klare Bevormundung wie Gängelei setzen. Das Thema „Zielvereinbarung“ ist jetzt daher wohl erledigt wenn nicht noch ein mittleres Wunder passiert und die linken Ideologen zur Vernunft kommen.

Andere Themen waren gestern die seit langem erheblichen Wartezeiten in der Ausländerbehörde Hamborn wo Bürger teilweise fast 5 Monate auf einen Termin warten müssen um ihre Aufenthaltserlaubnisse in den neuen Pass zu übertragen. Die Zustände in Hamborn sind seit vielen Jahren ein Dauerthema im Integrationsrat. Jetzt hat sich die Situation nochmal verschärft weil die Türkei nur noch neue Pässe ausgibt anstatt die alten wie früher zu verlängern und zu allem Überfluss die Bundesregierung auch noch einen neuen elektronischen Aufenthaltstitel eingeführt hat, der ziemlich aufwendig in der Bearbeitung sein soll.

Ein anderes wichtiges Thema war die immer noch geringe Anzahl an Auszubildenden bei der Stadt mit Migrationshintergrund. Deswegen gab es lange Diskussionen um die Prüfungen bei denen fast 80% der Bewerber durchfielen. Auch die Ur-Deutschen wohlgemerkt. Bei den Migranten aber war die Quote noch höher, und die wenigen die es durch die schriftliche Prüfung schafften fielen dann durch die mündliche durch. Irgendwie auffällig!

Am Ende kamen dann noch die Hetzplakate von „ProNRW“ zur Sprache, die ein Integrationsratskollege gerne verbieten lassen würde, was aber natürlich nicht so einfach geht, die Stadt hat jedenfalls keine rechtlichen Möglichkeiten gegen die islamfeindlichen Parolen der Rechtspopulisten vorzugehen, und so beschlossen wir eine Resolution gegen die Provokateure von rechts, die mit ihrer unverantwortlichen Aktion auch noch den radikalen Islamisten in die Hände spielen.

Die gestrige Sitzung des Integrationsrates war unterm Strich weder erfolgreich noch völlig vergebens, aber ziemlich ernüchternd was die Handlungsmöglichkeiten in unserer Stadt angeht wie auch die Einsichtsfähigkeit der politischen Mehrheit im Rat der Stadt. Ich hoffe nur, diejenigen, die bald wieder Duisburg komplett beherrschen werden kommen mal langsam zur Vernunft und bequemen sich auch mit Andersdenkenden zu reden um Kompromisse zu finden. Die Probleme der Stadt verlangen danach! 

Wahlwerbung auf türkisch

Da hatte ich mich schon auf eine politikfreie Zeit im Urlaub gefreut und lande inmitten eines heftigen Wahlkampfes!

Morgen wird ein neues Parlament in der Türkei gewaehlt, und die Werbung der Parteien laeuft auf allen Strassen und öffentlichen Plaetzen auf Hochtouren. Wobei der Kampf von den Sozialdemokraten, der Partei der nationalen Bewegung und den regierenden Islamisten der AKP des Ministerpraesidenten Recep Tayyıp Erdoğan am energischsten geführt wird. Da es eine 10 %-Hürde im türkischen Wahlrecht gibt werden wohl auch diese Parteien im Parlament über die Regierungsbildung entscheiden.

Wahlkampf

Viele mit denen ich gesprochen habe glauben, dass wieder die AKP die Wahl gewinnen wird. Es gibt aber auch Anzeichen dafür, dass es sehr knapp werden könnte. Deswegen sind die Parteien auch bis zur letzten Minute auf den Strassen und an den Haustüren aktiv. Gestern liefen mir in Safranbolu Anhaenger der türkischen Sozialdemokraten über den Weg waehrend wenige Meter weiter die MHP mit voll aufgedrehten Lautsprechern für sich warb. Auffaellig fand ich auch die sehr professionelle und sehr praesente Werbung der Regierungspartei, die sicher sehr teuer war. Trotzdem waren sich noch viele Leute darüber unsicher welcher Partei sie ihr Vertrauen schenken sollen.

Es könnte morgen abend bei der Stimmenauszaehlung also spannend werden. Und danach ist hoffentlich ein wenig Ruhe angesagt!

Zwei Biertrinker im Wald bei Safranbolu

Zwei Biertrinker im Wald bei Safranbolu

Bier, Wein und natürlich auch Raki sind auch in der Türkei sehr beliebte Getränke!

Dummerweise nur haben die regierenden Islamisten begonnen den Alkoholkonsum zu begrenzen und die früheren freizügigen Regelungen zu verschärfen.

Konzessionen für Bauchtanz und Alkoholausschank werden kaum noch vergeben und die Hotels und Gaststätten, die ihren Gästen noch Bier und Wein sowie Spirituosen anbieten müssen mit Repressalien rechnen.

In der Öffentlichkeit darf man nun natürlich auch nicht trinken.

Da bleibt ausser den dunklen Spelunken und teuren Restaurants nur der Wald um ein Bierchen zu trinken. Da kann man mit Freunden noch ungezwungen einen heben.

Picknick

Picknick


Bildquelle: Wikipedia

Nachdem der Gaza-Krieg immer blutiger wird kommt es zu Demos von Kriegsgegnern, Israel-Kritikern und leider wohl auch Antsemiten, die die Situation für ihre Propaganda nutzen wollen!

Am letzten Samstag haben die Islamisten von Milli Görüs eine Demo im Duisburger Stadtzentrum veranstaltet auf der wohl auch eindeutig antisemitische Töne gefallen sind.

Und wegen zweier Israel-Fahnen in einem Fenster einer Privatwohnung am Wege des Demonstrationszuges wäre es auch noch fast zum Krawall gekommen, der nur durch das Entfernen der Fahnen durch die Polizei verhindert wurde.

Das stimmt mich bei aller Kritik am Krieg und dem brutalen Vorgehen der israelischen Armee in Gaza doch nachdenklich. Denn mit Islamisten wie auch Antisemiten möchte ich nichts zu tun haben!

Zu allem Überfluss ist für übermorgen schon die nächste Demo in Duisburg-Hochfeld angesagt, und wieder mit einem zweifelhaften Veranstalter aus dem islamistischen Umfeld! Das lässt sicher manchen Bürger bangen um den Ruf der Stadt und das künftige Zusammenleben.

Ich frage mich aber auch wieso solche Demos nicht mit schärferen Auflagen bedacht werden. Denn Krawall und Androhung von Gewalt ist niemals durch das Demonstrationsrecht gedeckt. Nebenbei schadet das auch dem Anliegen für den Frieden zu demonstrieren und ein Ende der Kämpfe zu fordern.

Wer aber meint er könne nun die Gelegenheit nutzen um gegen Juden zu hetzen und antisemitische Parolen zu verbreiten sollte auch kein Recht haben auf unseren Straßen seine Aufmärsche durchzuführen!!!

Wieso ist es nicht möglich gegen diesen Krieg zu demonstrieren und die Verantwortlichen dafür zu benennen ohne auf anti-jüdische Ressentiments zu setzen. Kann man nicht einfach sachlich argumentieren, auch wenn es angesichts der schrecklichen Bilder und des Leids der Zivilbevölkerung schwerfällt?!

Deswegen sage ich auch allen die demonstrieren wollen:
Demonstriert für den Frieden!!!

Neueste Nachricht: Jetzt gibt es auch eine „Pro-Israel“-Demo in Duisburg am Samstag! Damit ist nun der Nahostkonflikt auch in unserer Stadt angekommen! Aber irgendwie frage ich mich auch ob die da etwa für den Krieg demonstrieren wollen oder auch Frieden möchten!

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