Moby Dick

Bildquelle: Wikimedia Commons

Die WAZ in Duisburg und ihr Chefredakteur wollen auf Anregung des FDP-Fraktionsvorsitzenden einen Käpt’n Ahab in unserer Stadt entdeckt haben. So heute auf „derWesten.de“ zu lesen. Zunächst stimmt der Verweis auf die Verfilmung des Romans „Moby-Dick“ mit Gregory Peck in der Hauptrolle. Das ist wirklich ein spannender Film über einen fanatischen Waljäger, der ganz besessen davon ist seinen Feind, den weißen Wal zu erlegen!

Aber irgendwie scheinen Herr Schmeer und seine Redaktion den literarischen Stoff nicht ganz verstanden zu haben: denn Käpt’n Ahab ist ja im Roman ein fanatischer Waljäger mit einer bunten multikulturellen Schiffsmannschaft, die ihm treu ergeben ist und am Ende sogar in den Tod folgt während der Wal „Moby Dick“ ein Einzelgänger zu sein scheint. Und „Moby-Dick“ ist der Gejagte, die Beute, der alle rücksichtslos und gierig hinterherhetzen.

Wer, auf Duisburg in diesen Tagen übertragen, diese fanatischen Jäger sind, die ohne Rücksicht ihre Beute hetzen und erlegen wollen und dabei auch vorm Privatleben des Gejagten keinen Respekt kennen ist eigentlich nicht so schwer zu erkennen, ebenso wer in dieser Stadt derzeit der Gejagte ist den seine Gegner zur Strecke bringen wollen. Herr Schmeer und die Duisburger Redakteure der WAZ sollten also mal ihre Literaturkenntnisse verbessern bevor sie wieder wichtige Rollen im derzeitigen kommunalpolitischem Theater verwechseln!

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Heute hat das Opferfest begonnen, und die Verwandten aus der Türkei rufen an um ihre Grüße und Segnungswünsche zu übermitteln.

Nach dem Zuckerfest ist das Opferfest der wichtigste religiöse Höhepunkt im Islam. Der theologische Hintergrund für diese drei Feiertage im Islam lässt sich übrigens sogar in der Bibel finden! Die Stelle im alten Testament in der Abraham seinen eigenen Sohn opfern soll und dann doch in letzter Sekunde auf göttlichen Befehl hin ein Opfertier an seiner Stelle darbringt ist für Juden, Christen und Muslime wichtig!

Jedenfalls bedeuten diese Tage auch Verwandten- und Nachbarschaftsbesuche. Und an ärmere Familien wird ein Teil des Fleisches der Opfertiere verschenkt. Letztes Jahr brachte der Nachbar sogar uns ein Kilo vorbei. Und so arm bin ich zum Glück (noch?) nicht!

Bis Sonntag ist jetzt jedenfalls Feststimmung angesagt, nur der Kindergarten meines Sohnes will am Montag das Opferfest feiern wenn schon alles vorbei ist. Offensichtlich kennen die sich nicht aus. Einer der Erzieher will sich jetzt immerhin einen Kalender besorgen wo alle wichtigen Feiertage verzeichnet sind!

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