Keine Stimme für Dressler!

7. Dezember 2010

Dass Jürgen Dressler, seines Zeichens auch „Stadtbaurat“ oder Beigeordneter für Stadtentwicklung, nicht unbedingt zu den beliebtesten Menschen in Duisburg gehört, dürfte nicht überraschen. Aber, dass niemand im Rat der Stadt seine Hand für eine Vertragsverlängerung heben mochte war dann wohl doch ziemlich eindeutig!

Nun gut, ich und andere wünschen ihm eine schöne Zeit als Pensionär und unserer Stadt hoffentlich bald wieder einen guten Stadtentwicklungsdezernenten, der nicht nur Sprüche klopft.

Ansonsten war die gestrige Ratssitzung über lange Strecken ziemlich kompliziert und viele Ratskollegen auch undiszipliniert. Beim Thema „Rhein-Ruhr-Halle“ und dem Bau der Vierfach-Sporthalle, die als deren Ersatz kommen soll herrschte auch zeitweise Konfusion und Emotion vor. Der Duisburger Norden bekommt seine Ersatzhalle, was immer man auch darunter verstehen mag, und die Bezirksregierung wird auch das Geld dafür freigeben, aber eben nur wenn die Rhein-Ruhr-Halle auch am 31.03.2011 geschlossen wird. So sagt es die Stadtspitze, das wollen aber viele Ratsmitglieder gerade von der SPD nicht glauben und verlangen den schriftlichen Nachweis, dass die Bezirksregierung auch wirklich einen Weiterbetrieb der alten sanierungsbedürftigen Halle nicht gestattet wenn es Geld für eine neue geben soll! Immerhin ist das Factory Outlet Center an gleicher Stelle auch beschlossen.

Jetzt warten wir alle auf das Schriftstück der Bezirksregierung und haben mehrheitlich der Schließung der Rhein-Ruhr-Halle wieder zugestimmt. Mit Ach und Krach sozusagen!

Aber noch nervtötender als den Krach fand ich die vielen einschläfernden Fensterreden einiger Ratsmitglieder, die sich ellenlang zum Kauf der STEAG-Anteile selbstdarstellten und dringend mal zum Rhetorik-Seminar gehen sollten! Aber Schauspielerei gehört eben auch zum politischen Geschäft. Der Beschluss über den Kauf der Anteile fiel in nicht-öffentlicher Sitzung, deswegen darf ich jetzt das Ergebniss nicht verraten. Aber die Medien berichten ja schon darüber!

Die Ratssitzung dauerte dann auch wegen der vielen Reden bis zirka 21:45 Uhr und alle Teilnehmer durften dann auf dem Parkplatz in klirrender Kälte ihre Autoscheiben freikratzen und auf glatten Straßen ihren Heimweg antreten!

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