Seit einigen Tagen ist nun offiziell und öffentlich, dass das ehemalige „Hornitex“-Werk stillgelegt wird, trotz neuer moderner Produktionsanlagen! Die Hinweise darauf erhielt ich bereits im April durch einen anonymen Informanten!

Damals schrieb ich noch ganz vorsichtig von einer „möglichen Schließung“ –> Macht “Hornitex” bald dicht???!!!

Der Informant wußte schon damals von den Praktiken des Sonae-Konzerns zu berichten die Produktion durch Auftragsverlargerungen absichtlich unrentabel zu machen um eine Schließung zu begründen. Was mich nur überraschte war die totale Ignoranz der örtlichen Lokalpresse, die überhaupt nicht auf den drohenden Verlust der Arbeitsplätze einging und die berechtigten Sorgen der Arbeiter, die kaum noch Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz haben!

Dafür lasen aber einige hundert Leute den Artikel hier. Ebenso den zweiten Artikel wenige Tage später –> Sterben auf Raten: Altes “Hornitex”-Werk wird heruntergefahren!

Im Juli meldete sich dann der Informant, der wohl auch auf der Entscheidungsebene, vielleicht sogar im Vorstand, tätig zu sein scheint nocheinmal und berichtete mir wie sogar Aufträge von nahegelegenen Kunden wie „Holz Dammers“ auf entfernte Werke verteilt werden um systematisch das Homberger Werk herunterzufahren –> Miese Stimmung bei “Hornitex”!

Da erfuhr ich auch von den Überlegungen der Geschäftsleitung der Glunz AG die Mitarbeiter eventuell in eine Auffanggesellschaft zu verlegen und die Leute dazu zu bringen selbst zu kündigen.

Auch dafür interessierte sich unsere ignorante Lokalpresse erstmal nicht!

Und vor knapp zwei Wochen erfuhr ich dann sogar von meinem Tippgeber schon vorher, dass der Aufsichtsrat die Schließung des Werkes besiegeln wird und dies der Belegschaft offiziell mitgeteilt wird mit der Möglichkeit durch Abfindungen die Arbeitsverträge aufzuheben –>  “Hornitex”-Ende ist nah!

Danach aber erfuhr ich auch, dass einige Verantwortliche aus der Glunz AG auf meine Blogartikel aufmerksam wurden und es im Vorstand zur hektischen Suche nach der undichten Stelle kam und so wohl auch beschlossen wurde die ganze Geschichte offiziell früher zu verkünden als ursprünglich geplant –> “Hornitex”-Ende ist nah! Teil 2: Die Suche nach dem Informanten!

Die letzten Tage sind jeweils über 300 Leser auf diesem Blog gewesen und entsprechend viele Kommentare gab es auch. Natürlich freue ich mich über diese rege Aufmersamkeit für meinen Blog und danke auch allen Lesern und Kommentatoren!

Nun ist auch die örtliche Presse endlich dahinter gekommen, dass ein altes Traditionswerk schließt und viele Arbeitsplätze verschwinden. Nur recherchieren können die werten Lokalredakteure wohl nicht, denn in den Artikeln werden die Positionen der Geschäftsleitung 1:1 wiedergegeben. Das sind eben in Wirklichkeit nur Auftragsschreiber, die sich gerne zur Kapitalpropaganda hergeben!

Und von der örtlichen Provinzpolitik ist auch nicht ein Wort dazu zu hören wenn ein großer Arbeitgeber vor Ort verloren geht und Bürger aus unserem Bezirk ihren Job verlieren.

Von meinem Informanten habe ich nun seit fast zwei Wochen nichts mehr gehört, ich hoffe nur, dass er nicht enttarnt wurde und eventuell Konsequenzen zu tragen hat. Denn ohne ihn wäre vielleicht auch heute noch nicht raus, dass bereits in wenigen Monaten, wahrscheinlich zum Jahresende das frühere „Hornitex“-Werk seine Produktion einstellt!

Das passt so gar nicht zu den verharmlosenden Aussagen unserer Kapitaldiener der Bundesregierung was Finanzexperten momentan sagen! Da schreiben sogar schon die Kapitalschreiber der „Financial Times Deutschland“ was von einer „drohenden Kernschmelze des globalen Wirtschaftssystems„!!!

Aber natürlich ziehen die Hilfsschreiber des Kapitals ihre eigenen Schlussfolgerungen und fordern noch mehr Geld von uns dummen Steuerzahlern. Und unsere „fähige“ Bundesregierung mit ihren Schönredner Steinbrück wird den Casinospielern in den hohen Banketagen Frankfurts wohl noch mehr unserer Milliarden hinterherwerfen!

Aber einzelne Marktfetischisten ringen sich nun wohl doch zu der Erkenntnis durch, dass der Staat die unfähigen Banker unter Kontrolle stellen sollte und empfehlen sogar Verstaatlichungen!!! Wer hätte gedacht, dass sowas mal in der „Financial Times Deutschland“ stehen würde. Jetzt würde wohl auch keiner mehr der alten Forderung von Oskar Lafontaine widersprechen, der schon vor über 10 Jahren wirksamere Kontrollen des „global vagabundierenden Kapitals“ forderte!

Aber das Kapital und seine Diener in der Politik von Schröder, Steinbrück, Clement, Merkel & Co. wollten jahrelang sowenig Kontrolle wie möglich und nannten das „Flexibilisierung“, „Deregurlierung“ und „Liberalisierung“!

Jetzt haben wir alle den Schaden und die Banker bekommen sogar noch mehr Geld dazu ohne irgendeine Gegenleistung. Über Nacht haben die Kapitaldiener den Banken eine Bürgschaft zur Verfügung gestellt, die angesichts der wachsenden Krise wohl auch fällig werden könnte und die ausreichen würde um allen „HARTZ IV“-Empfängern im Jahr das Doppelte zu zahlen. Die Banken selbst tragen viel weniger bei um die Spekulationsausfälle zu kompensieren. Die Milliardengewinne der letzten Jahre von „Deutsche Bank“, „Commerzbank“ und anderen werden wohl für neue Spekulationen gebraucht und natürlich die fürstliche Entlohnung der Bankiers und Fondsmanager!

Wir Bürger können nur unsere eigenen Schlussfolgerungen ziehen und den Versprechungen der Fondsberater in Zukunft nur mit großen Misstrauen begegnen, denn es gibt schon einige Fälle wo Privatanleger bei ihrer Hausbank Geld verloren haben weil es in Papiere von „Lehman Brothers“ angelegt wurde!

Im Klartext heißt das für mich, dass ich mein Geld jetzt festhalte und die Sparbüchse erstmal nicht zur Bank bringe sondern es allenfalls in Bundesschatzbriefen anlege. Aber den Bankiers und ihren Kapitaldienern von der Bundesregierung traue ich keinen Zentimeter über den Weg!

Übrigens finden sich auch auf den NachDenkSeiten sehr gute Artikel zum Themenkomplex!

Die Banken sind in Not! Und damit auch das ganze System mitsamt Wirtschaft! Deswegen werden jetzt von unserem besonders „fähigen“ Finanzminister Steinbrück(aSozialdemokraten) auch nochmal 35 Milliarden EURO verbraten!

Der gleiche „fähige“ Bundesfinanzminister hat ja schon Erfahrung darin den Spekulanten bei der staatseigenen KfW und IKB das Geld hinterherzuwerfen. So sieht heute Marktwirtschaft aus: wir die dummen Steuerzahler sollen für den Schaden gerade stehen den die Banker offenbar unkontrolliert angerichtet haben. Seien es diverse Landesbanken oder aber eben die KfW, auf einmal ist nun doch der Staat gefragt.

Als ob die staatlichen Zuschüsse für den ganzen „Riester“-Humbug nicht schon genug Geld in die Kassen der Spekulanten gespült hätten wird heute mal eben ganz schnell von unserer asozialen Bundesregierung der Beschluss gefasst für eine private(!) Hypothekenbank Verluste in Höhe von sagenhaften 35 Milliarden EURO abzusichern. Mit unserem Steuergeld natürlich!

Früher habe ich mal geglaubt, dass die Unternehmen für ihre Verluste haften und Verantwortliche bei Misswirtschaft zur Rechenschaft gezogen werden. Jeder einfacher Arbeitnehmer wäre wohl fristlos gefeuert worden wenn er auf seiner Arbeit solche Schäden anrichten würde. Aber die Nieten in Nadelstreifen bekommen selbst bei Entlassung noch großzügige Übergangsgelder und „Bonus“!

Jeder Normalsterbliche würde fragen was die Verursacher, also die Spekulanten beitragen müssen um wenigstens eine kleinen Teil der Verluste gut zu machen, aber ich habe noch nicht gehört, dass irgendwelchen Bankdirektoren und Fondsmanagern die Villa oder das Mercedes Coupe gepfändet wurde.

Warum auch, unsere Kapitaldiener in der Bundesregierung haben ja kein Problem damit etliche Milliarden an Spekulanten zu verschwenden! Möglicherweise ist das ja auch nur ein Anfang was an möglichen Pleiten noch auf uns zukommt.

Wenn ich daran denke, dass im Frühling monatelang darüber diskutiert wurde ob das Kindergeld erhöht werden kann werde ich richtig wütend auf diese verlogene Bande von Kapitaldienern namens Bundesregierung! Für 2 Milliarden EURO wurde eine richtige Grundsatzdiskussion geführt und auf die Lage des Bundeshaushaltes verwiesen. Aber die 9 Milliarden für die KfW und IKB sowie heute die 35 Milliarden Euro für die private Hypothekenbank werden ganz schnell mal eben beschlossen! Das zeigt einmal mehr in wessen Auftrag unsere politische „Elite“ handelt!

Hoffentlich vergessen die Menschen das nicht so schnell!

Arbeit in Gefahr?

19. September 2008

Die Konzerne werden geiziger! Angeblich werden jetzt bald wieder weniger Leute gebraucht weil die Kunden auch bei den billigen Sicherheitskräften Geld einsparen wollen!

Ein Kollege aus meiner alten Firma hat mich heute angerufen und mich gefragt ob er nicht auch zu meinen jetzigen Arbeitgeber wechseln kann. Denn der große Weltkonzern an dessen Toren er noch seinen Dienst versieht braucht viel weniger Leute. Nur die ganz billigen Jobs sind noch zu haben.

So sieht es leider auch bei meinen derzeitigen Arbeitgeber aus. Dass man da irgendwann die Motivation verliert ist unserer asozialen Wirtschafts“elite“ und ihren bezahlten Dienern in der Politik wohl egal. Da kann man nur auf den näher rückenden Wahltermin hoffen um den Kapitaldienern in Parlament und Regierung Angst einjagen zu können.

Aber auf besserbezahlte Arbeit brauche ich wohl nicht zu hoffen, denn auch das Rechenzentrum in dem ich jetzt meinen Dienst versehe baut jetzt sein Stammpersonal ab und verkauft einzelne Abteilungen. Der Haustechniker hat auch schon Angst um seinen Job!

Kleingeld

9,2 Milliarden EURO Steuergelder sind nur bei der IKB verbrannt worden laut Experten in der Fernsehsendung „Hart aber Fair“. Von den ganzen Milliarden bei WestLB und anderen Landesbanken mal nicht zu reden!

Da frage ich mich schon wo ich und meine Frau noch für unseren Sohn das mühsam angesparte Kleingeld anlegen können, und von meinem früheren Arbeitgeber habe ich meine Lohnforderungen erfüllt bekommen und könnte auch das Geld für schlechte Zeiten zurücklegen.

Aber bei der Sparkasse müssen wir neben den niedrigen Zinsen fürchten, dass das Geld für die Fehlleistungen der Banker bei der WestLB und anderen Landesbanken verwendet wird. Bei den privaten Banken muss man fürchten, dass die so profitgierigen wie wohl auch unfähigen Banker ebenfalls in undurchsichtigen Immobiliengeschäften verstrickt sind.

Kurzum unsere asoziale „Elite“ verzockt unser Geld um sich noch mehr zu bereichern und der Staat ist nicht willens diesen Herrschaften das Handwerk zu legen. Trotz aller scheinheiligen Rhetorik passiert nichts. Ich und meine Familie jedenfalls vertrauen den Banken und Sparkassen nicht mehr.

Wer soviele Milliarden verspekuliert und nicht einmal handfeste Lehren daraus zieht verdient kein Vertrauen mehr und keine Spargroschen!

Nachtschicht

Die Nachtschicht ist die ideale Gelegenheit zum Nachdenken über die Zukunft und was man daraus machen möchte: ist es möglich in diesem Lande mit Arbeit ein halbwegs vernünftiges Leben zu führen und die Familie zu versorgen? Oder sollte man nicht besser die vielleicht letzte Gelegenheit nutzen um auszuwandern und woanders sein Glück zu suchen!

Da hört man, dass in den Niederlanden schon wesentlich bessere Löhne gezahlt werden wie hier in Deutschland! Und die Lebensmittelpreise sind da auch niedriger! Oder ich grase weiterhin die hiesigen Stellenbörsen ab auf der Suche nach dem Unmöglichen, einem ordentlich bezahlten Arbeitsplatz!

Nur bin ich da wenig hoffnungsfroh, denn die anderen Kollegen suchen auch schon, da wir uns auf den kommenden Arbeitsplatzabbau vorbereiten müssen. Wenigstens ist nachts nicht so viel los, und so kann ich mir in Ruhe die Stellenangebote mal ansehen. Aber außer Hungerlohnjobs für die man auch noch weite Strecken fahren soll ist kaum was zu finden. Besonders dreist finde ich es ja wenn dann auch noch in solchen „Angeboten“ steht „eigener PKW notwendig„. Damit der Arbeitnehmer immer schön auf eigene Kosten durch die Weltgeschichte reisen darf und zum Premiumkunden für die Tankstelle wird!

Und natürlich werden jetzt auch noch nicht selten nur Teilzeitarbeitsplätze angeboten, damit der Unternehmer seine Arbeitssklaven (offiziell noch „Arbeitnehmer“ genannt) auch ohne Bezahlung zuhause sitzen lassen kann wenn das Geschäft nicht so läuft.

Da denke ich doch in der Nacht lieber ans Auswandern, Lotto gewinnen oder Berufswechsel. Und nun gehe ich nochmal in die Stellenbörsen!

Nachtschicht

Gratulation, Irland!

14. Juni 2008

Irland

Éire amach ó chósta thiar-thuaidh na hEorpa.= Irland ist ein Land in Europa…! So lautet der gälische Satz. Klingt im Moment seltsam nachdem die Iren der europäischen Politikerelite und dem Kapital mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht haben!

Da schmeckt das Guinness doch gleich noch besser wenn man sieht wie das kleine Volk der Iren sich weder von europäischen Spitzenpolitikern noch einheimischen im Verbund mit den mächtigen Wirtschaftsverbänden einen „Reformvertrag“ für die Europäische Gemeinschaft aufnötigen lässt, der vor drei Jahren schon als Verfassung am Volkswillen in Frankreich und den Niederlanden gescheitert war und vor allem den Kapitalinteressen dient!

Ich und viele andere danken den Iren für diesen Mut. Alle anderen Völker in der EU mussten sich von ihren jeweiligen Politoberen die Zustimmung per Parlamentsbeschluss aufnötigen lassen ohne gefragt zu werden! Dabei war wohl anzunehmen, dass auch in anderen Ländern die Mehrheit der Bürger nicht für diesen von ihren Regierungen ausgehandelten „Lissabon-Reformvertrag“ und die totale Herrschaft des Kapitals waren. Daher durften nur die Bürger in Irland mitreden. Bei uns ist sowas immer noch eine Illusion!

Stattdessen werden Kritiker als europafeindlich dargestellt anstatt mal die Interessen und Wünsche der Bürger ernstzunehmen und wirklich zu beteiligen. Jetzt ist diese Politik erst mal gescheitert. Auch dafür ein Dank an die Iren! Darauf noch ein Guinness!
Und für Deutschland fordere ich in Abwandlung eines berühmten Zitats:

Mehr Irland wagen!

Kleingeld ist nötig!

Jetzt ist es raus: da die Kapitalpropaganda trotz umfangreicher Hilfe von Staat und Massenmedien nicht genug Dumme findet die ihre Euros für wenig Rendite dem Kapital für Jahrzehnte in Form von „Riester“-Anlagen zur Verfügung stellen muss aus der vielbeschworenen „Eigenverantwortung“ nun ein Zwangsabgabesystem gemacht werden!

Der auf allen Kanälen präsente Professor Sinn plädierte im „Heute-Journal“ ganz unverhohlen für Zwangsabgaben an die Finanzwirtschaft! Die „Riester“-Pflicht soll dafür sorgen, dass wir alle unser Geld in eine Anlageform stecken, die dem Kapital auf Jahrzehnte unser Geld zur Verfügung stellt und nur mäßige Rendite für uns bringt. Dafür können dann unsere Banken und Versicherungen aber wieder frische Milliarden für windige Spekulationen a la US-Immobilienkredite verbraten!

Richtig ärgerlich aber ist die Behauptung des Kapitalprofessors aus München die da besagt, dass wer nicht „riestert“ ein „Trittbrettfahrer“ sei! Im Klartext wir sind dem Kapital auch noch unser letztes Geld schuldig. Denn die „Riester“-Rente wird schon jetzt erheblich mit unserem Steuergeld finanziert. Aber das reicht den Strategen in der Finanzwirtschaft immer noch nicht aus. Sie wollen uns alle zwingen die für uns ungünstigen jahrzehntelangen „Riester“-Verträge abzuschließen! Obwohl selbst anlegen auf Festzins oder Bundesschatzbriefe auf mittlere Sicht sogar mehr Rendite abwirft. Bei gleichzeitiger Verfügung über das eigene Geld! Ganz im Gegensatz zu „Riester“!

Nur zu dumm auch, dass der gleiche Professor (Un)Sinn gerne den Mindestlohn verdammt und sich stets für Hungerlöhne einsetzt. Woher die Hungerlöhner dann auch noch Geld für „Riester“-Verträge haben sollen verschweigt er natürlich!

Dazu auch ein guter Artikel in den „NachDenkSeiten“:

aus http://www.nachdenkseiten.de/?p=3211

9. Mai 2008 um 9:59 Uhr
Professor Sinn für Riester-Pflicht. Wie ist es möglich, dass ein solcher Blödsinn Eingang und Verbreitung in unseren Medien findet?
Verantwortlich: Albrecht Müller | Druckversion | Beitrag versenden | < zurück

Am 8.5. erschien in den „Ruhr Nachrichten“ die Forderung von Professur Sinn nach Verpflichtung zur Riester-Rente. Die sie nicht nutzen seien Trittbrettfahrer. Diese Meldung wurde in mehreren Medien verbreitet, u. a. in ZDF heute, bei ntv, im Focus und in der Welt. Links siehe unten. – Sinns Forderung ist in mehrerer Hinsicht bodenlos. Die Riester-Rente ist eine Privatvorsorge. Diese wurde uns mit dem hehren Anspruch, die Eigenverantwortung wahrzunehmen, verkauft. Jetzt soll Eigenverantwortung zur Pflicht gemacht werden. Absurd. – Auch die Beschimpfung jener, die keinen Riester-Vertrag abgeschlossen haben, als Trittbrettfahrer ist wirklich, verzeihen Sie, bescheuert. Albrecht Müller.

Jene, die meist aus Geldmangel oder aus rationaler Überlegung – zum Beispiel, weil sie nicht einsehen, dass sie der Versicherungswirtschaft das Geld in den Rachen werfen sollen – keine Riester-Verträge abgeschlossen haben, subventionieren zur Zeit mit ihrer Lohnsteuer, Mehrwertsteuer und Mineralölsteuer die Subventionen des Staates/der Steuerzahler für die Privatvorsorge über Riester-Rente und Rürup-Rente….

Hier verdient das Kapital!

Es gibt wenig Geld und wenig Arbeit für zuviele Leute im Werkschutz!

Heute habe ich erfahren, dass es vielen Kollegen schlecht geht weil auch deren Lohnzahlung jeglicher Beschreibung spottet! Heute wollte ich mir ja wegen meiner missratenen Lohnabrechnung meinen Chef vorknöpfen. Allerdings habe ich heute auch erfahren, dass er eigentlich auch ziemlich hilflos ist in dieser schwierigen Situation! Denn unser Auftraggeber, ein großer milliardenschwerer Weltkonzern, stellt fast täglich die Personalplanung um und bestellt einfach von ein auf den anderen Tag die Leute wieder ab, die erst kurz zuvor verlangt worden waren. Erst sollten drei Werkschützer am Tor sein dann nur zwei! Dann sollten zwei einen bestimmten Betriebsteil überwachen um heute nur noch mit einem Mann vor Ort zu sein.

Wegen dieser ständigen Änderungen ist unsere Firma gezwungen die Kollegen auf Reserve zu halten. Dank eines beschissenen Tarifvertrags von „ver.di“ (Schande über diese Gewerkschaft!) bekommen die Kollegen diese Zeit in der sie nicht zum Dienst gerufen werden nicht bezahlt!

Stattdessen werden sie dann zur ARGE geschickt wenn der kümmerliche Lohn dann zum Leben nicht ausreicht. Wenn der Weltkonzern dann doch wieder mehr Leute braucht werden sie wieder urplötzlich von einen auf den anderen Moment zur Arbeit gerufen.

Eine stille Reserve, vom Steuerzahler über „HARTZ IV“ (aufstockende Hilfe zum Lebensunterhalt) finanziert damit ein milliardenschwerer Konzern Kosten sparen und mehr Gewinn machen kann!

Und für diese staatlich finanzierte Arbeitnehmer-Reservebank stellt unsere Firma mehr Leute ein als eigentlich gebraucht werden. Nur, dass dann die betroffenen Kollegen in die Armut abstürzen trotz Arbeitsplatz. Ein richtig perverses System zum Nutzen des Kapitals mit Hilfe der aSozialdemokraten etabliert. Aber so kann man ja auch die offiziellen Arbeitslosenzahlen senken!

Als Arbeitnehmer ist man diesem System richtig ausgeliefert. Und so langsam wird mir klar, dass wir für die Gewerkschaft nur Arbeitnehmer 2. Klasse sind. Unsere Tarifverträge sind mies und als Hungerlöhner spricht man uns auch nicht an. Mein Eindruck ist, dass Gewerkschaften sich nur für die Stammbelegschaften mit relativ hohen Löhnen einsetzen. Da sind die Preise in der Kantine nur ein kleines Beispiel für!

Ich denke inzwischen nur noch an Kündigung. Heute werde ich aber nochmal Krach im Firmenbüro schlagen um Geld zu fordern und mit einer Anzeige wegen Lohnbetrug drohen!

BLÖD-Zeitung

Gestern abend fand ich eine alte BLÖD-Zeitung auf der Arbeit, die ein Kollege wohl vergessen hatte und beim Durchlesen war ich doch erstaunt wie anders man die Steueraffäre und das asoziale Verhalten unserer Wirtschafts“elite“ betrachten kann!

Da wird dann einfach geschrieben, dass kleine „normale“ Steuersünder nicht weniger schädlich wären wie Zumwinkel und andere millionenschwere Prominenz! Nach der Logik haben wir dann wohl alle eine kleine Stiftung in Liechtenstein! Nur zu dumm, dass der kleine Arbeitnehmer sich gar nicht vor der Steuer drücken kann; die wird ihm automatisch sofort vom nicht gerade üppigen Lohn abgezogen.

Normalbürger hinterziehen mehr Steuern als Reiche“ weiß das Boulevardblatt mit den großen Buchstaben auch! Nämlich 15 Milliarden Euro! Da stecken allerdings so schwere Straftaten drin wie Tanken im Ausland, billige Zigaretten und Handwerkerrechnungen unter der Hand! Richtige Verbrechen! Vergleichbar mit der kriminellen Energie von Multimillionären, die über trickreiche Wege ihre wachsenden Vermögen ins Ausland schaffen. Echte Vorbilder! Überhaupt scheint die Logik bei manchen Redakteuren keine große Rolle zu spielen wenn man viele Millionen einfache Normalverdiener mit wenigen tausend Millionären gleichsetzt!

Und dass Normalbürger heute gezwungen sind jeden Euro dreimal umzudrehen hat die BLÖD-Zeitung noch nicht gemerkt. Da wird das asoziale Verhalten der Eliten und Reichen in diesem Land relativiert um den Volkszorn davon abzulenken, dass in der Wirtschaft Asoziale in Nadelstreifen ihre überzogenen Millioneneinkommen nicht versteuern wollen während Arbeitnehmer über Lohn- und indirekte Steuern abkassiert werden wie noch nie und immer weniger vom Einkommen zum Leben übrig bleibt. Jeder sollte sich mal fragen beim nächsten Einkauf was er da an Steuern an der Kasse bezahlt!

Anstatt zu fragen „Darf der BND mit einem Verbrecher Geschäfte machen?“ sollten die Kapitalschreiber der großen Boulevardpresse mal langsam begreifen, dass Steuerhinterziehung in den bekanntgewordenen Größenordnungen als Verbrechen eingestuft wird! Die Schlagzeile sollte also lauten: „Dürfen Verbrecher in den Konzernzentralen dieser Republik Geschäfte machen?!

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