lopa_sperr_plan

Sperrlinienplan der Polizei (Quelle: NRW-Innenministerium)

Hat jemand wirklich geglaubt, dass eine strafrechtliche Aufklärung der Loveparade-Katastrophe vom 24. Juli 2010 stattfinden würde?

2010 bis Februar 2012 konnten es sich alle SPD-Funktionäre und ihre nützlichen Helfer leicht machen und den damaligen Oberbürgermeister Sauerland zum Schuldigen erklären und medial aburteilen um ihn aus dem Amt zu jagen damit wieder die SPD wie seit Jahrzehnten in Duisburg herrschen kann.

Antrag der SPD

SPD begrüßt die Durchführung der Loveparade!

Doch zuviele Zweifel an der These, die Stadt und ihr Oberbürgermeister seien an der Katastrophe schuld sind vorhanden. In einem langwierigen Prozess wären wahrscheinlich auch die offensichtlichen Einsatzfehler der Polizei zur Sprache gekommen genauso wie der parteiübergreifende Konsens samt Begeisterung, die Loveparade nach Duisburg geholt zu haben. Nahezu alle wollten die Loveparade und nahmen an den konkreten Planungen teil, aber nach der Katastrophe zeigten viele mit dem Finger auf Oberbürgermeister Sauerland und taten so als ob nur er alleine das Techno-Festival gewollt hätte.

Screenshot wz-online

Screenshot wz-online

Es wären in einem Prozess zuviele Dinge angesprochen worden, die den derzeitigen Herrschern im Rathaus und in der Landesregierung nicht ins Konzept passen würden. Seit die Polizei aus dem Kreis der Verdächtigen entlassen wurde haben viele schon vermutet, dass es keine ernsthaften Anstrengungen mehr geben wird einen Prozess durchzuführen. Ein Bekannter erklärte mir sogar schon vor 4 Jahren, dass das ganze Verfahren wahrscheinlich nicht eröffnet werden wird.

Polizeiwagen auf der Rampe (Quelle unbekannt, im Google-Cache gefunden)

Polizeiwagen auf der Rampe (Quelle unbekannt, im Google-Cache gefunden)

Bitter ist die ganze Angelegenheit für die Hinterbliebenen der Opfer, die jetzt vielleicht erkennen werden, dass sie und ihr Schmerz für ein politisches Machtspiel benutzt wurden und eine wahrhaftige Aufklärung der Loveparade-Katastrophe nie ernsthaft geplant war.

Frühere Artikel zum Thema:

https://hombergerstoerenfried.wordpress.com/2012/04/28/der-ahnungslose-minister-und-seine-freunde-von-der-waz/

https://hombergerstoerenfried.wordpress.com/2015/07/28/im-westen-nichts-neues-keine-aufklaerung/

https://hombergerstoerenfried.wordpress.com/2013/02/07/kommt-der-tag-der-gerechtigkeit-teil-2-kommunkationspannen-chaos-und-die-katastrophe/

https://hombergerstoerenfried.wordpress.com/2013/02/06/kommt-der-tag-der-gerechtigkeit/

https://hombergerstoerenfried.wordpress.com/2012/12/28/ruckblick-politische-verantwortung/

Werbeanzeigen
Gedenken

Gedenken

Auch nach 5 Jahren gilt bei der Aufarbeitung der Loveparade-Katastrophe immer noch der Grundsatz Vorverurteilung und die Pflege alter Feindbilder an stelle von wirklicher Aufklärung.

Offizielle Trauerfeier am 24.07.2015

Offizielle Trauerfeier am 24.07.2015

Keiner der Offiziellen, sondern eine Hinterbliebene forderte auf der offiziellen „Gedenkveranstaltung der Stadt Duisburg zum 5. Jahrestag des Loveparade-Unglücks“, dass alle Verantwortlichen für die Loveparade-Katastrophe zur Rechenschaft gezogen werden. Passenderweise war der Innenminister Ralf Jäger nicht auf der Gedenkveranstaltung am letzten Freitag dabei.

Hier ein paar Bilder der offiziellen Gedenkveranstaltung der Stadt zum 5. Jahrestag der Loveparade-Katastrophe. Für eine hohe Bildauflösung einfach draufklicken.

Mandala

Ein beeindruckendes Mandala zum Gedenken an die Opfer

Todestreppe

Der Ort der Katastrophe

Trauer

Trauer

Karl-Lehr-Tunnel

Karl-Lehr-Tunnel

Glaube, Liebe, Hoffnung

Glaube, Liebe, Hoffnung

Polizeiwagen auf der Zugangsrampe zum Güterbahnhof
Polizeiwagen auf der Zugangsrampe zum Güterbahnhof (Quelle: unbekannt, im Google-Cache gefunden)

Digitaler Polizeifunk lässt weiter auf sich warten    21.11.2003

Innenminister können sich nicht auf Finanzierung verständigen
Die Einführung des abhörsicheren digitalen Polizeifunk BOS lässt weiter auf sich warten. Die Innenminister von Bund und Ländern konnten sich auf ihrer Herbstkonferenz in Jena nicht auf ein Finanzierungskonzept für die zukunftsweisende Technologie verständigen. Bundesinnenminister Otto Schily sagte jedoch, er wolle die vorhandenen Hindernisse bei einem Gespräch mit Ländervertretern am Montag in Berlin aus dem Weg räumen.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Fritz Behrens (SPD) kündigte an, die Technologie „notfalls im Alleingang“ einzuführen. Es sei eine Pflicht, die Beamten „mit vernünftiger Funktechnik auszustatten“. Mehrere Länder, darunter Bayern, erwarten vom Bund größere finanzielle Unterstützung…
Quelle: http://www.teltarif.de/arch/2003/kw47/s12129.html

Ein Bericht aus dem Jahr 2003, also fast 10 Jahre alt zeigt, dass die Polizeibehörden schon lange versuchen den völlig veralteten und unzuverlässigen analogen Polizeifunk, der noch aus den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts stammt durch einen modernen digitalen Funk zu ersetzen. Was die Polizei seit 10 Jahren nicht hinkriegt ist übrigens bei Werkschutzabteilungen großer Industrieunternehmen schon seit einigen Jahren gang und gäbe.

Was hat das nun mit der Loveparade-Katastrophe zu tun? Am 24.07.2010 hatte die Polizei trotz aller jahrelangen Bemühungen immer noch keinen digitalen Funk zur Verfügung und musste mit jahrzehntealten analogen Funkgeräten die Kommunikation zwischen den einzelnen Einsatzgruppen und der Einsatzleitstelle sicherstellen. Zusätzlich hatten die Beamten auch Mobiltelefone zur Verfügung.

Als sich die Lage an den einzelnen Sperren auf dem Weg zum Veranstaltungsgelände der Loveparade verschärfte kam es zum Ausfall der Mobilfunknetze, da hunderttausende Teilnehmer mit ihren Mobiltelefonen die Kapazität der Netze überlasteten. Dummerweise hatte die Polizei, das ist heute sicher, es im Vorfeld versäumt sich die eigenen Mobiltelefone per Vorangschaltung funktionsfähig zu halten. Ob auch der Polizeifunk ausfiel ist immer noch umstritten aber anzunehmen, da Polizisten später berichteten sie hätten die Einsatzleitung nicht erreichen können und der nun im Fokus eines staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahrens stehende Einsatzleiter wegen eben dieser Mängel, vorsichtig ausgedrückt, am Ende gar keinen richtigen Überblick über die Lage auf dem Gelände hatte noch über Möglichkeiten verfügte die Einsatzkräfte am Tunnel und an den Sperren zu steuern. Das würde das Chaos erklären das zeitweise ausbrach und auch erklären warum ein Innenminister sich im Lagezentrum noch zu Erinnerungsfotos und Interviews hinreißen ließ in denen er die professionelle Vorbereitung der Einsatzkräfte lobte als die Katastrophe schon im Gange war, 39 Minuten bevor die ersten Toten gemeldet wurden. Warum war der Innenminister nicht über die dramatische Lage am Ende des Karl-Lehr-Tunnels informiert?

Auch dies zu klären wird Aufgabe des Gerichts sein, ich hoffe nur, dass am Ende nicht ein Beamter als Bauernopfer auserkoren wird und die Hintergründe des Versagens der Behörde ausgeblendet werden. Die Politik auf Landesebene muss sich in dem Zusammenhang auch fragen lassen wieso die Kommunikationsmittel der Polizei bei Großveranstaltungen wo es um die Sicherheit vieler zehn- oder sogar hunderttausende Menschen geht seit vielen Jahren völlig veraltet sind. War es wirklich unmöglich seit 2003 einen digitalen Funk einzuführen nur weil sich Bund und Länder wie Bahn über die Kosten für den Aufbau des Funknetzes jahrelang nicht einigen konnten?

Der Autor Klaus Happel hat in seinem Buch „Mann ohne Verantwortung“ (Transmedia Publishing, ISBN 9783942961110) die obigen Fragen gestellt und sich die Mühe gemacht auch die widersprüchlichen Aussagen des Innenministers unter die Lupe zu nehmen, der später kleinlaut Fehler seiner Polizeiführung einräumen musste ohne aber dafür die politische Verantwortung zu übernehmen.

Unten sind noch zwei Zitate aus einem Protokoll des Landtagsinnenausschusses zu sehen in denen Abgeordnete der linken Landtagsfraktion am 8. März 2012, die mit Sicherheit keinen Grund haben von Fehlern oder Versäumnissen des damaligen CDU-Oberbürgermeister von Duisburg abzulenken ganz deutlich auf Fehler der Polizeiführung hinweisen.

Auszug aus dem Protokoll des Innenausschusses des Landtags NRW vom 08.03.2012:

Ralf Michalowsky (LINKE) sieht den zum falschen Zeitpunkt erfolgten Schichtwechsel bei der Polizei als wesentliche Ursache für die Geschehnisse an. Dies stehe wohl inzwischen außer Zweifel, was auch Berichte der „WAZ“ über mehrere Remonstrationen
– Remonstrationen bildeten im Beamtenalltag eher die Ausnahme –, darunter die eines leitenden Beamten, bestätigten. Dieser Beamte habe so im Vorfeld eindringlich vor einem Schichtwechsel zu der vorgesehenen Zeit gewarnt. Er, Michalowsky, wüsste gerne, wie bei Remonstrationen das formale Verfahren aussehe, insbesondere, wer sie auf den Tisch bekomme und bis zu welcher Ebene sie liefen, und ob jemand aus dem Stab des Ministers informiert gewesen sei. Der Spitzenbeamte R. aus dem MIK habe die Remonstration offenbar nicht ernst genommen, was auf massive Fehler im Planungsbereich des Ministeriums hinweise. Ebenso spiele eine wichtige Rolle die fehlende Vorrangschaltung bei der Telekommunikation. – Hier wünsche er Auskunft über die Verantwortlichkeiten.

……

Anna Conrads (LINKE) nimmt für die Linke in Anspruch, ihre Fragen immer sachlich formuliert zu haben. Es gehe auch nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum, dass die sich inzwischen in diversen Gutachten herauskristallisierenden und seinerzeit schon im Einleitungsvermerk der Staatsanwaltschaft ersichtlichen Verantwortlichkeiten sich auf Polizei und Veranstalter kaprizierten. Nachfragen in diesem Ausschuss allerdings könnten sich nur auf Verantwortlichkeiten des Landes beziehen. Beispielsweise heiße es in dem Gutachten laut „Rheinischer Post“: Als die Besucherströme einmal entfesselt gewesen seien, hätte nur noch die Polizei über genügend Einsatzkräfte verfügt, um die Massenpanik zu verhindern. – Ein Kritikpunkt richte sich genau darauf, nämlich auf eine zu geringe Zahl von Polizisten an der Rampe. Vor diesem Hintergrund erlange auch die Remonstration hohes Gewicht, denn der Schichtwechsel zu dem bestimmten Zeitpunkt könnte dieses Zu-Wenig an Polizei vor Ort zumindest mit ausgelöst haben. Im Übrigen wüsste sie gerne, ob auch die fehlende Vorrangschaltung bzw. die falsche Information von Vodafone, es gäbe ohnehin eine solche, auf die sich der Planungsstab und die Polizei verlassen hätten, möglicherweise ein Zuziehen weiterer Polizeibeamter verhindert habe.

Die Rampe zum alten Güterbahnhof an der Karl-Lehr-Straße in Duisburg-Neudorf

Die Rampe zum alten Güterbahnhof an der Karl-Lehr-Straße in Duisburg-Neudorf am 07.08.2010

Nach über zweieinhalb Jahren scheint nun festzustehen wann der Gerichtsprozess um die Loveparade-Katastrophe losgeht. Verschiedene Medien berichten von einer hektischen Suche nach einem geeignetem Ort für den Strafprozess, angeblich soll aus räumlichen Gründen die Messe Düsseldorf favorisiert werden.

Screenshot

Screenshot Videoaufnahmen von der Loveparade bei „YouTube“

Sicher ist, dass der Prozess große internationale Beachtung finden wird und es im Saal eng werden dürfte wenn neben vielen Gästen auch ganze Kompanien an internationalen Kamerateams das Geschehen hautnah verfolgen wollen. Es wird sicher spannend sein zu erleben wie die Staatsanwaltschaft die Katastrope vom 24.07.2010 rechtlich bewerten wird und wem sie strafrechtlich nach fast drei Jahren intensiver Sichtung aller Beweise die Schuld für den Tod von 21 Menschen und über 500 Verletzten zuweisen wird.

In den vergangenen Jahren war es in der veröffentlichten Meinung fast aller Medien üblich die Stadt Duisburg und ihren früheren Oberbürgermeister Sauerland als Hauptschuldige schon vorab zu verurteilen. Ob die Staatsanwaltschaft das auch so sehen wird ist eine spannende Frage. Tatsache ist nämlich auch, dass schon am Tage der Loveparade-Katastrophe Augenzeugen, die an der Techno-Party teilnahmen auch schwere Anschuldigungen gegen die Polizei erhoben.

Screenshot Kommentar über die Polizei auf der Loveparade

Screenshot Kommentar über die Polizei auf der Loveparade

Ebenso dürfte auch sicher sein, dass sich untern den Angeklagten auch ein leitender Polizeibeamter finden wird. Auch wenn natürlich die Unschuldsvermutung gilt so ist es für viele Experten sicher, dass auch schwere Einsatzfehler der Polizei am Tage der Loveparade mit zur Katastrophe führten oder sie sogar auslösten. Innenminister Jäger, der auch gleichzeitig Vorsitzender der Duisburger SPD ist, musste später auch kleinlaut einräumen, dass zeitweise die Kommunikation der Polizei zusammenbrach als die Situation besonders brenzlig wurde und die Beamten nicht wussten was sie tun sollten. Vorher hatte er immer vehement behauptet die Polizei hätte keine Fehler gemacht und alle Schuld auf Stadt und Veranstalter geschoben. Dabei gab es genug Augenzeugen, die das Verhalten der Polizei an den Absperrungen heftig kritisierten und beschrieben wie „völlig chaotisch“ die Einsatzkräfte vorgingen. Ein Zeuge mit Namen Sebastian Reismann gab dem Sender „n-tv“ ein Interview und schilderte darin wie Polizisten Verletzten angeblich lebensrettende Maßnahmen verweigerten und sogar auf eigene Faust ohne ärztliche Überprüfung für tot erklärten (http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=36gI7lHBdgk). Hoffentlich wird das auch im Prozess zur Sprache kommen.

Polizeiwagen auf der Zugangsrampe, Quelle: unbekannt
Polizeiwagen auf der Zugangsrampe zum Güterbahnhof (Quelle: unbekannt, im Google-Cache gefunden)

Der unabhängige Publizist Klaus Happel hat in seinem kürzlich erschienenden Buch „Mann ohne Verantwortung“ (Transmedia Publishing, ISBN 9783942961110) die zahlreichen Fehler der Polizei im Vorfeld und am Tage der Loveparade benannt sowie auf die Verantwortung des Innenministers dafür hingewiesen, insbesondere die Kommunikationspannen spielen eine wichtige Rolle: die Polizei hatte versäumt Vorrangschaltungen für ihre Diensthandys beim Mobilfunkbetreiber installieren zu lassen, auch gab es Probleme mit dem veralteten analogen Polizeifunk. Ergebnis war, dass die Einsatzleitung zeitweise nicht zu erreichen war und so ein koordiniertes Handeln der Einsatzkräfte an den verschiedenen Sperren behindert wurde, das dürfte auch Grund, wenn nicht sogar der entscheidende Grund dafür gewesen sein, dass die Polizei am best überwachten Teil des Veranstaltungsgeländes, nämlich der kleinen Treppe am Rande der Zugangsrampe den Tod von 21 Menschen nicht verhindern konnte, die dort unter den Augen der Polizei starben. Diese Menschen könnten vielleicht noch leben wenn nicht auch noch zum ungünstigsten Moment in der kritischen Phase der Veranstaltung Polizeihundertschaften ihren Schichtwechsel durchgeführt hätten und so zeitweise zuwenig Personal an den Sperren vorhanden war.

Sperrlinienplan der Polizei, Quelle: NRW-Innenministerium
Sperrlinienplan der Polizei (Quelle: NRW-Innenministerium)

All dies lag im Verantwortungsbereich des Innenministers, der einen Tag zuvor noch versprochen hatte „man wolle den bestmöglichen Schutz für die Menschen gewährleisten“, Konsequenzen zog er aber nicht aus den Fehlern seiner Behörde. Stattdessen tut er bis heute so als sei er für nichts verantwortlich. Die Medien lassen ihn interessanterweise auch fast vollkommen unbehelligt und berichten wenn überhaupt meist nur in kleinen Artikeln über Kritik am Innenminister. Kaum ein Journalist fragt mal nach warum die Polizei bei einem Großereignis wie der Loveparade nicht ausreichend ausgestattet ist um auch bei gestörten Handynetzen zu kommunizieren, wieso nach Jahrzehnten immer noch kein digitaler Polizeifunk verfügbar ist. Hätte der „Crowd-Manager“ in seinem Container am Karl-Lehr-Tunnel wenigstens ein Satellitentelefon zur Verfügung gehabt hätte er rechtzeitig Hilfe rufen können als es immer enger wurde. So aber wurden alle Chancen vertan die Katastrophe noch zu verhindern. Die Medien konzentrieren sich lieber auf die Stadt Duisburg und unterschlagen dabei häufig, dass auch das Sicherheitskonzept der Stadt zusammen mit der Polizei und anderen Beteiligten ausgearbeitet wurde. Also ist die Polizei, und damit auch der Innenminister, dafür mitverantwortlich. All dies ist bekannt, hoffentlich zeigt das Gericht genügend Mut alle(!) Beteiligten, die aktiv an der Vorbereitung und Durchführung der Loveparade mitgewirkt haben auf ihre strafrechtliche Verantwortung zu prüfen. Die Gerechtigkeit darf nicht zum Opfer von Partei- und Machtpolitik werden!

Unter folgenden Adressen finden sich weitere Informationen zum Thema:

http://www.youtube.com/watch?v=36gI7lHBdgk —> unzensierter Augenzeugenbericht mit scharfer Kritik an der Polizei

http://loveparadevideos.heroku.com/ —> ein Sammlung von Videos der Loveparade sortiert nach Standorten auf dem Gelände

Im stillen Gedenken…

24. Juli 2012

Gedenken an die Opfer der Loveparade-Katastrophe

Gedenken an die Opfer der Loveparade-Katastrophe

...verneige ich mich in Gedanken vor den Opfern der Loveparade-Katastrophe

Heute jährt sich die Loveparade-Katastrophe in Duisburg zum zweiten Male. Angesichts der Opfer und der tiefen Trauer, die die Stadt erfasste verbietet sich zumindestens heute jede Schuldzuweisung und politische Abrechnung.

Jagdfieber

2. Juni 2011

Graffiti aus dem Karl-Lehr-Tunnel

Graffiti aus dem Karl-Lehr-Tunnel

„Duisburg kann sich auf einen heißen Sommer einstellen“ verkündet der SPD-nahe WAZ-Medienmonopolist, und jeder weiß auch schon welches Thema damit gemeint sein könnte: die mediale Menschenjagd auf den Duisburger Oberbürgermeister geht in die nächste Runde!

Auch wenn es bis heute keine neuen Ermittlungsergebnisse gibt, die dem Duisburger Oberbürgermeister eine besondere Schuld bei der Loveparade-Katastrophe vom letzten Jahr nachweisen setzen SPD/Linke und Grüne ihre Kampagne vom letzten Jahr fort und schreiben sogar auf Landesebene die Gemeindeordnung um mit dem Ziel den Posten des Rathauschefs in Duisburg wieder zur Beute der SPD zu machen, die ja ohnehin schon locker 80% der Posten in Verwaltung und städtischen Gesellschaften hat.

So läuft eben alles seinen üblichen Gang in Duisburg mit den zur Gewohnheit gewordenen Anti-Sauerland-Artikeln in den SPD-Propagandablättern WAZ/NRZ und diversen Theateraufführungen der SPD-Fraktion im Duisburger Rathaus wie dümmlichen Redebeiträgen und Boykotten städtischer Empfänge. Wobei die Heuchler der SPD aber keine Probleme damit haben attraktive Dienstreisen nach Cannes und anderen Zielen mitzubestreiten. Boykottiert wird nur wenn es eh im Rathaus ist oder man sein Ticket selber zahlen soll!

Bald wollen diese selbsternannten Moralwächter und SPD-Spendenexperten wieder wie letztes Jahr nochmal auf allen öffentlichen Plätzen herumstehen und die Bürger mit Polemik wie Scheinargumenten zu Unterschriften für ein Abwahlverfahren drängen. SPD und Linke werden vor allem alle ihre Funktionäre in den Verbänden aufbieten und die Logistik von AWO, Gewerkschaften, Mieterbund und anderen wieder für ihre machtpolitischen Ziele in unserer Stadt nutzen. Ich sehe schon den weltweit bekannten Israel-Experten Hermann Dierkes und seine Verbündeten von der Duisburger SPD im Verein mit stadtweit bekannten „Ketchup-Spritzern“, wie sie auf Wochenmärkten Stimmung zu machen versuchen werden. Was die Genossen und ihre merkwürdigen Bündnispartner nur nicht begreifen können ist die Tatsache, dass die meisten Bürger absolut keinen Bock haben sich für erkennbar parteipolitische Kampagnen einspannen zu lassen, auch wenn WAZ und NRZ jeden Tag die Werbetrommel dafür rühren.

Die ganze rot-ROT-grüne Anti-Sauerlandtruppe offenbart zudem ein sehr beschränktes Demokratieverständnis: wenn man mit den offziell legalen Verfahren mangels Mehrheit keinen gewählten Oberbürgermeister stürzen kann ändert man einfach schnell die Gesetze rückwirkend um mit gut organisierten Minderheiten und verbündeten Medienkonzernen wie der WAZ nachträglich missliebige Amtsträger zu stürzen, die zuvor von demokratischen Mehrheiten gewählt wurden.

Demo für den OB in Duisburg!

5. September 2010

Demo für Aufklärung
Demoflugblatt

Gestern war der letzte offizielle Tag der Trauer für die Opfer der Loveparade-Katastrophe!

Und zum ersten Mal fand ich bei einem türkischen Restaurant ein Flugblatt für eine Demo, deren Ziel die Aufklärung der Katastrophe ist und der Schutz des Oberbürgermeisters Adolf Sauerland vor voreiligen Schuldzuweisungen.

Am Montag ab 13 Uhr, wenn die Sondersitzung des Stadtrates beginnt wollen Bürger die Botschaft rüberbringen, dass wir den Oberbürgermeister brauchen. Angesichts der ständigen Angriffe auf den OB ist das mal was neues. Allerdings kenne ich einige Leute, die der Meinung sind, dass nicht der OB die Schuld an der Katastrophe vom 24. Juli 2010 trägt. Auch wenn das der WAZ-Konzern und der WDR so sehen möchten!

Beim Einkaufen sprach ich auch mit Leuten, die sogar die Ansicht vertraten, dass die Polizei schuld sei weil sie die Teilnehmer der Loveparade nicht davon abhielt in den Tunnel zu gehen als es voll wurde. Ich denke auch, dass die Videoaufnahmen, die sich im Netz finden diesen Schluss zulassen. Aber das muss die Staatsanwaltschaft ermitteln!

Im Karl-Lehr-Tunnel sah ich beim Einsammeln der ganzen Trauergaben neben den Kommunalpolitikern auch den Innenminister wie er vor einer Kamera laufend einen der Sammelbehälter medienwirksam zum Kubus, einem umfunktionierten Wohncontainer, trug in dem die vielen Kerzen, Teddybären, Bilder, Transparente und Kreuze, die in den letzten Wochen im Tunnel abgelegt wurden nun aufbewahrt werden.

Andere SPD-Politiker standen in der Gegend rum und gaben den Presseleuten Interviews. Mir drängte sich der Verdacht auf, dass sie die Katastrophe als Gelegenheit sehen sich selbst darzustellen.

Am Montag wird es im Rat der Stadt sicher zum Schlagabtausch kommen während draußen Menschen für und gegen den Oberbürgermeister demonstrieren werden. Ich hoffe nur, dass es sowohl im Rathaus als auch vor seiner Tür nicht zu heftig werden wird, denn die Opfer werden dadurch auch nicht wieder lebendig!

%d Bloggern gefällt das: