Es ist wieder „Bayram“

19. August 2012

Zuckerfest in Deutschland

Zuckerfest in Deutschland

Urlaubszeit wie Fastenzeit sind heute vorbei und dafür beginnt das viertägige Zuckerfest. Seit gestern sind wir aus der Türkei zurück und Benny ist ein wenig traurig darüber, dass er nicht bei seiner Tante in Safranbolu den „Şeker Bayram“ verbringen kann.

Dafür hat er heute in der Nachbarschaft mit anderen Kindern zusammen Geldgeschenke und Süßigkeiten gesammelt. Obwohl wir eine nicht geringe Menge guten Lokums aus Safranbolu mitgebracht haben, die natürlich auch an Freunde und Bekannte verschenkt werden soll. Aber das Zuckerfest ist vor allem ein Fest für Kinder und Familie, weshalb neben Verwandtenbesuche das Wandern von Tür zu Tür der Kinder im Wohnviertel einfach dazugehört wie die vielen guten Festtagswünschen.

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Für die Menschen in Duisburg aktiv

Für die Menschen in Duisburg aktiv

Es kam wie es kommen musste: in Duisburg gibt es nun definitiv keine Zielvereinbarung zwischen Integrationsrat und Rat der Stadt Duisburg zu integrationspolitischen Aufgaben.

Nachdem SPD/Linke und Grüne in der letzten Sitzung des Rates der Stadt mit ihrer Mehrheit weitreichende Änderungen am vorliegenden Entwurf der Zielvereinbarung durchsetzten, die de facto eine Assimilierung der Migranten und die Aufgabe ihrer Sprache und Kultur festschreiben sollten haben fast alle Migrantenvertreter gestern im Integrationsrat der veränderten Form der Zielvereinbarung ihre Zustimmung verweigert!

SPD und Grüne versuchten noch mit fadenscheinigen Argumenten formalistischer Natur die Abstimmung zu verhindern als sie sahen, dass außer ihren Verbündeten von der „Diyanet-Liste“ keiner mit ihnen zusammen dafür ist die Muttersprachen von Migrantenkindern zur „zweiten Fremdsprache“ und „optional“ außerhalb des Hauptunterrichts zu degradieren. Auch sollte der Integrationsrat in der Zielvereinbarung indirekt der Kürzung seiner ohnehin schon knappen finanziellen Mittel zustimmen. Ich selbst habe den Antrag gestellt diese Zielvereinbarung gleich komplett abzulehnen, da wir die letzten zwei Jahre keine Einigung mit der migrantenfeindlichen linken Mehrheit im Rat der Stadt hinkriegen konnten und SPD/Linke wie Grüne mehrfach deutlich zeigten, dass sie die gewählten Vertreter der Duisburger Bürger mit Migrationshintergrund nicht als Partner akzeptieren wollen sondern auf klare Bevormundung wie Gängelei setzen. Das Thema „Zielvereinbarung“ ist jetzt daher wohl erledigt wenn nicht noch ein mittleres Wunder passiert und die linken Ideologen zur Vernunft kommen.

Andere Themen waren gestern die seit langem erheblichen Wartezeiten in der Ausländerbehörde Hamborn wo Bürger teilweise fast 5 Monate auf einen Termin warten müssen um ihre Aufenthaltserlaubnisse in den neuen Pass zu übertragen. Die Zustände in Hamborn sind seit vielen Jahren ein Dauerthema im Integrationsrat. Jetzt hat sich die Situation nochmal verschärft weil die Türkei nur noch neue Pässe ausgibt anstatt die alten wie früher zu verlängern und zu allem Überfluss die Bundesregierung auch noch einen neuen elektronischen Aufenthaltstitel eingeführt hat, der ziemlich aufwendig in der Bearbeitung sein soll.

Ein anderes wichtiges Thema war die immer noch geringe Anzahl an Auszubildenden bei der Stadt mit Migrationshintergrund. Deswegen gab es lange Diskussionen um die Prüfungen bei denen fast 80% der Bewerber durchfielen. Auch die Ur-Deutschen wohlgemerkt. Bei den Migranten aber war die Quote noch höher, und die wenigen die es durch die schriftliche Prüfung schafften fielen dann durch die mündliche durch. Irgendwie auffällig!

Am Ende kamen dann noch die Hetzplakate von „ProNRW“ zur Sprache, die ein Integrationsratskollege gerne verbieten lassen würde, was aber natürlich nicht so einfach geht, die Stadt hat jedenfalls keine rechtlichen Möglichkeiten gegen die islamfeindlichen Parolen der Rechtspopulisten vorzugehen, und so beschlossen wir eine Resolution gegen die Provokateure von rechts, die mit ihrer unverantwortlichen Aktion auch noch den radikalen Islamisten in die Hände spielen.

Die gestrige Sitzung des Integrationsrates war unterm Strich weder erfolgreich noch völlig vergebens, aber ziemlich ernüchternd was die Handlungsmöglichkeiten in unserer Stadt angeht wie auch die Einsichtsfähigkeit der politischen Mehrheit im Rat der Stadt. Ich hoffe nur, diejenigen, die bald wieder Duisburg komplett beherrschen werden kommen mal langsam zur Vernunft und bequemen sich auch mit Andersdenkenden zu reden um Kompromisse zu finden. Die Probleme der Stadt verlangen danach! 

Danke Roland!

31. März 2012

Wir vergessen Sedat nicht!

Wir vergessen Sedat nicht!

Nach über zehn Jahren ist gestern endlich eine Gedenkplatte enthüllt worden um der Kinder zu gedenken, die Opfer von Gewalttaten wurden aber natürlich auch um an den schrecklichen Mord an den Jungen Sedat Aydin in Hochheide vor über 10 Jahren zu erinnern.

Gedenken

Gedenken

Am 10. Januar 2001 wurde die Leiche des neunjährigen Jungen Sedat Aydin in Hochheide neben einem Container gefunden, kurz darauf der Täter und seine Komplizin gefasst. Das als „Pokemon-Mord“ bundesweit bekannt gewordene Verbrechen wühlte die Menschen nicht nur in Hochheide auf. Schnell kam damals die Idee auf ein Denkmal für den ermordeten Sedat aufzustellen. Besonders Hildegard Fischer von der örtlichen CDU setzte sich dafür ein. Es gab lange Diskussionen und sogar einen Entwurf, der aber niemandem gefiel, irgendwann verlief die Diskussion im Sande, die Idee mit dem Denkmal war erstmal vergessen.

Es ist der Verdienst von Roland Busche, dem Bezirksvertreter der Linken in Homberg, Ruhrort, Baerl, dass das Thema Mahnmal nicht endgültig vergessen wurde. Er stieß die Diskussion neu an und setzte alles daran ein Mahnmal oder Denkmal zu realisieren. Nach wiederholt langer Diskussion, in der sich vor allem die Homberger SPD als große Gegnerin des Denkmals offenbarte, ist es nun gestern zur Enthüllung der Gedenkplatte auf dem Hochheider Markt gekommen. Die Eltern des ermordeten Sedat nahmen auch daran teil, auch wenn die Mutter sich fragte warum der Name ihres Kindes nicht auf der Gedenkplatte steht, das wollte und konnte die Politik mit dem Argument „dann müsste man für alle Mordopfer Denkmäler aufstellen“ nicht zulassen. Dabei war der Mord an Sedat Aydin nicht irgendein Verbrechen, die ganze Stadt, das ganze Land, war 2001 über die Brutalität und Grausamkeit des Mordes entsetzt. Trotzdem wollten viele Bezirkspolitiker keine Namensnennung. Nun ist die Bodenplatte an zentraler Stelle in Hochheide zum Gedenken enthüllt worden, hoffentlich bleibt sie von Vandalen verschont, auch wenn ein SPD-Politiker gestern schon andeutete, dass die Platte dort nicht sicher sei.

Der hauseigene Streichelzoo

8. Februar 2012

Bennys Kannickel

Streicheln

Kinder und Tiere, ein unendliches Kapitel, das nun auch in unserem Haus aufgeschlagen wurde!

Luftangriff

Luftangriff

Seit letztem Jahr hat unser Benny nach viel Quengelei und Flehen einen Wellensittich bekommen mit dem er auch die ersten zwei Wochen intensivst gespielt hat, danach ließ sein Interesse ziemlich nach und er vernachlässigte den armen Vogel, dann sah er bei Facebook die vielen kleinen Karnickel, die ein guter Bekannter unverhofft bekommen hatte nachdem sich (zu spät) herausgestellt hat, dass unter den weiblichen Karnickeln doch aus Versehen auch ein männliches geraten war. Und so waltete die Natur ihres Amtes.

Karnickelfamilie

Karnickelfamilie

Seit einem knappen Monat hat Benny nun nach erneutem hartnäckigem Flehen auch ein süßes kleines Zwergkanninchen, und möchte sogar noch ein zweites haben. Das Interesse hat also diesmal noch nicht nachgelassen, sogar ans Füttern denkt unser kleiner Benny. Mit dem Nachbarjungen zusammen spielt er auch fast jeden Tag mit dem kleinen Kaninchen.

Übrigens hat unser Freund, der auch Vorsitzender des Integrationsrates ist, noch jede Menge kleine Karnickel, die er gerne dringend loswerden möchte! Wer eins haben möchte, garantiert umsonst, kann sich bei mir melden oder eine Mail an avci@g-a-service.de schicken. Ansonsten könnte es nämlich passieren, dass die kleinen Fellbündel im Zoo als Frischfutter für die Schlangen landen!

Karnickelbande

Schlangenfutter, oder neues Zuhause?

Der Ernst des Lebens…

8. September 2011

erster Schultag

Der erste Schultag

…hat heute für Benny und viele andere Kinder angefangen. Es war Einschulung und wir waren alle ziemlich aufgeregt.

Heute morgen machten sich meine Frau, ich und Benny uns auf dem Weg um den ökumenischen Gottesdienst in der Liebfrauenkirche zu besuchen wo schon viele Familien vor der Kirche warteten. Der Gottesdienst war mit Rücksicht auf die vielen Nicht-Christen, also auch uns sehr philosophisch und ohne allzuviel religiöse Liturgie ausgelegt. Danach ging es zur Schule wo eine kleine Aufführung der Zweitklässler und das Kennenlernen mit ihren künftigen Schulkameraden auf sie warteten.

Während die Eltern auf dem Schulhof oder in den neuen Räumen der Ganztagsschule warteten holten sich die Kinder in ihren Klassen einige Unterlagen sowie den Stundenplan ab. Leider gibt es an der Schule keinen islamischen Religionsunterricht, also wird Benny erstmal ohne Religionsunterricht auskommen müssen, angesichts der vielen muslimischen Kinder an der Schule ein echter Mangel, da muss ich versuchen auf politischer Ebene was zu bewirken.

Gegen 12 Uhr war auch schon der erste Schultag vorbei, morgen um 8 Uhr geht es dann richtig los.

Auf der Beecker Kirmes

30. August 2011

Im großen Ballon

Wassertreten im großen Ballon!

Gerade sind wir von der Beecker Kirmes nach Hause gekommen!

Auf der Kirmes

Auf der Kirmes

Richtig voll war es nicht, und das Riesenrad habe ich auch vermisst. Wenigstens war das Angebot für Kinder und Jugendliche attraktiv, Karussells und Autoscooter waren nicht vollkommen leer und die Buden mit den Spielereien wie Plastikentenangeln wurden wohl auch gut angenommen. Mir völlig neu war das Wassertreten in einem aufgeblasenen riesigen transparenten Gummiball, daran hatte Benny seine wahre Freude!

Benny hat Spaß im Ballon!

Benny hat Spaß im Ballon!

Seit heute morgen hatten er und die Kinder aus der Nachbarschaft fleißig Geld, Bonbons und kleine Geschenke im Viertel eingesammelt, unser Nachbar war schon richtig gestresst weil ständig an seiner Tür dutzende Kinder klingelten. Heute war eben ein Feiertag für Kinder, der erste Tag des Zuckerfestes.

Deswegen haben wir heute auch die Gelegenheit genutzt um den letzten Tag der Beecker Kirmes für einen kleinen Familienausflug zu nutzen, und wenn man mal von dem Parkchaos in Beeck absieht war das ein vergnüglicher Abend bei dem gerade Benny sein Vergnügen hatte.

Heli über Tempoli

4. April 2011

Vor einer knappen Stunde, so um 16:10 Uhr sah ich den obigen Helikopter am Tempolispielplatz in Hochheide starten.

Es muss schon ein schwerer Unfall oder ähnliches passiert sein damit ein Hubschrauber von der anderen Rheinseite kommt. Ich konnte noch einige Nachbarn was von Polizei reden hören, die angeblich jemanden mitgenommen hat. Ich hoffe nur, dass wer immer auch zu Schaden gekommen ist bald wieder überm Berg ist.

Der Abenteuerspielplatz Tempoli ist bei den Kindern und Jugendlichen des Stadtteils sehr beliebt, da sollte es auch bei bleiben!

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