Ausblick aus dem Fenster!

Heute ist das passiert was für mich noch unvorstellbar war: beim Besuch meiner Mutter heute nachmittag gegen 17:45 Uhr lag sie leblos im Bett!

Zuerst dachte ich nur sie sei erschöpft, da sie nach Auskunft der Schwestern kurz zuvor noch laut im Zimmer geschrien hatte und die Zimmernachbarinnen sich darüber beschwerten. Deswegen war sie auf ein anderes Zimmer verlegt worden.

Als ich sie aber nicht wachkriegte und die Schwester kam wurde es zur traurigen Gewissheit: meine Mutter ist heute gestorben. Ich kann im Moment kaum einen klaren Gedanken fassen und werde jetzt auch erst mal für gewisse Zeit einen Gang herunterschalten. Daher werde ich jetzt hier auch für ein paar Tage keine neuen Einträge vornehmen. Jetzt muss ich erstmal für meine Mutter einige Dinge erledigen und mit der neuen Situation klar kommen…..

Ausblick aus dem Fenster!

Leider hat sich der Gesundheitszustand meiner 82-jährigen Mutter deutlich verschlechtert. Und so liegt sie nun seit zwei Tagen wieder im Homberger Krankenhaus!

Jeden Morgen nach der Nachtschicht besuche ich sie nun. Heute kam ich dabei auch mit ihrer Zimmernachbarin ins Gespräch als ich fragte wo denn das Frühstück bleibe. Da meine zuckerkranke Mutter regelmäßig essen muss um den Zuckerspiegel nicht fallen zu lassen ist das ja auch medizinisch wichtig. Die Nachbarin meinte nur, dass es an Sonntagen sogar normal sei, dass nur Frühstück und Abendbrot ausgegeben würde. Und die Dame ist ebenfalls zuckerkrank und fühlte sich auch schon flau nach längerem Warten auf was Essbares!

Überhaupt war sie auf die Verhältnisse im Krankenhaus nicht gut zu sprechen und deutete an, dass sie die Stationsärztin kaum zu Gesicht bekäme. Es seien viel zuwenig Leute da um sich um die Kranken zu kümmern. Die Krankenkassen hätten nicht genug Geld um auch Hustensaft zu finanzieren meinte sie ernsthaft als ich nach längerem Husten meiner Mutter auf die Idee kam mal bei der Stationsleitung danach zu fragen, „sowas gibt es längst nicht mehr im Krankenhaus„!

Ich weiß nicht ob es stimmt, aber das Personal ist wirklich knapp und hatte viel zu tun. Jedenfalls liefen die Schwestern und Pfleger ziemlich hektisch von einem Zimmer zum anderen und waren sichtbar im Stress. Nach einer Weile des Wartens vor der leeren Stationsleitung gab ich dann auch auf.

Angesichts solcher Verhältnisse kann ich nur hoffen und beten, dass mir das Krankenhaus erspart bleiben wird. Meine Mutter dagegen muss es ertragen sowie die anderen Patienten, dass Ärzte, Schwestern und Pfleger kaum Zeit für sie haben und das Essen auch schon mal verspätet ausgeteilt wird.

Benny mit seiner Oma

Seit gut einer Woche ist nun meine Mutter wieder zuhause in Deutschland. Und nach einigen Tagen im Malteser-Krankenhaus in Homberg haben ich und meine Frau meine Mutter auch nach Hause geholt da sie sich im Krankenhaus überhaupt nicht wohl gefühlt hat.

Benny hat nun seine Oma wieder! Leider geht es ihr gesundheitlich nicht so gut und ich muss heute dringend mit ihrer Krankenkasse wegen eines Rollstuhls reden. Denn mit einer Rente von gut 500 EURO im Monat kann sich meine Mutter so was kaum leisten! Und über meinen kärglichen Verdienst habe ich schon genug geschrieben!

Wichtig ist jetzt erstmal, dass meine 82-jährige Mutter wieder auf die Beine kommt und weitere Amputationen verhindert werden können. Der Arzt im Malteser hat uns da sogar Hoffnung gemacht. Bis zu ihrer Bypassoperation bleibt meine Mutter bei uns was praktisch Pflege bedeutet. Denn Laufen funktioniert nicht und wegen Diabetes müssen wir auch auf ihr Essen achten. Mal sehen ob das alles klappt.

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