Am Abend des 15. Ramazan

Am Abend des 15. Ramazan

Gestern abend war der 15. Tag des Fastenmonats Ramazan, damit ist die Hälfte der Fastenzeit schon rum!

Mond

Der Mond

Ich, und wahrscheinlich auch viele andere Muslime haben gestern einen ziemlich trockenen Hals bei der Hitze bekommen und waren deshalb sehr froh, dass dann am Abend endlich der Durst gelöscht werden durfte. So lernt man auch was Verzicht bedeutet. Das wird jetzt noch 15 Tage bis einschließlich 7. August so weitergehen, bis dann endlich die Ramazan-Feiertage („Zuckerfest“) beginnen. Bis dahin aber besteht die Chance jeden Abend bei Freunden, Bekannten und Verwandten am Abend zum Iftar (Fastenbrechen) reinzuschauen. Und das belohnt die Entbehrungen des Tages.

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Schneehimmel

Schnee zu den Osterfeiertagen

Es ist kurz vor Ostern, genaugenommen ist es jetzt noch Karfreitag und es ist ziemlich kalt, kälter als Weihnachten sogar. Gestern und heute hat es auch geschneit, „Weiße Ostern“ sozusagen.

Nun feiern ich und meine Familie eh kein Ostern, wir freuen uns aber trotzdem über die freien Tage. Heute habe ich in einer Zeitung gelesen, dass der Zentralrat der Muslime auch die Einführung von gesetzlichen Feiertagen zu hohen islamischen Festen fordert. Der Gedanke ist mir durchaus symphatisch, dass auch Opferfest und/oder Zuckerfest von Staats wegen die gleich Anerkennung finden wie Ostern und Weihnachten. Das würde den in Deutschland beheimateten Muslimen zeigen, dass sie und ihr Glauben von diesem Lande endlich auch anerkannt wie respektiert werden. Nur sind in Deutschland über 80% der Bevölkerung nicht-muslimisch. Was sollen diese Menschen mit solchen gesetzlichen Feiertagen anfangen zu denen sie keinerlei Bezug haben? Deutschland ist von seiner Geschichte und von seiner Bevölkerungsmehrheit her eindeutig ein christlich geprägtes Land. 82 Millionen Menschen leben hier, ungefähr 3,5 Millionen davon sind Muslime. Für die Einführung von gesetzlichen Feiertagen reicht das meiner Ansicht nach nicht aus. Viel besser und passender fände ich es wenn Muslime einen Rechtsanspruch erhielten für hohe islamische Feiertage von der Arbeit freigestellt zu werden. Dafür könnten sie ihren christlichen Arbeitskollegen an Weihnachten und Ostern das Feiern im Kreise der Familie ermöglichen. Für diejenigen die Wert auf die religiösen Feste legen wäre das eine gute Lösung, ich würde mich freuen wenn ich und mein Sohn das Recht hätten für das Zuckerfest auf jeden Fall frei haben zu dürfen, ob nun gesetzlicher Feiertag oder nicht.

Überhaupt stellt sich aber die Frage inwieweit denn religiöse Feiertage heutzutage noch einen gesellschaftlichen Stellenwert jenseits der Konsumorgien haben. Partys und Vampirfilme zu den Feiertagen sind nicht unbedingt ein Hinweis auf eine christliche Verwurzelung der deutschen Gesellschaft und trotzdem sind Feiertage wie Karfreitag, Ostersonntag, Heiligabend oder Pfingsten eindeutig Bestandteil des Lebens in diesem Land.

Opferfest, Ramazan und Zuckerfest haben diesen Status noch lange nicht erreicht, und so lange sind Diskussionen über gesetzliche islamische Feiertage in Deutschland nur von symbolischen Wert.

Komische Oper

7. Juni 2012

Duisburger Stadttheater

Duisburger Stadttheater

Wird das Theater bald leer sein? Gibt es schon bald keine Oper und keine Philharmonie mehr in Duisburg?

Der Sparzwang könnte auch hier zu Schließungen und dem Wegfall wichtiger kultureller Angebote führen. Genauso wie auch in vielen anderen Bereichen. Es war wahrscheinlich auch keine Überraschung, dass auch die Oper am Rhein mit ihren jährlichen Zuschussbedarf von über 35 Millionen Euro zum Objekt des Haushaltssanierungsplanes werden würde. Nun bezahlt zwar Düsseldorf den größten Batzen davon, aber 11 Millionen Euro muss Duisburg tragen, und das fällt immer schwerer angesichts der gewaltigen Haushaltsprobleme. Die politische Diskussion zur Rettung der Oper läuft gerade auf vollen Touren. Die CDU im Duisburger Rathaus wollte schon am 21. Mai im Rat der Stadt eine entsprechende Erklärung beschließen lassen. SPD, Linke und Grüne haben das verhindert. Obwohl alle angeblich die Oper retten wollen.

Ich selbst bin mir noch im Unklaren ob die Oper zu retten ist, das wird sich im Laufe der nächsten zwei Wochen auch in meiner Fraktion herausstellen unter welchen Bedingungen die Opernehe mit Düsseldorf und damit der Spielbetrieb weitergehen können. Es hängt ja auch einiges daran wie die Philharmonie, das Stadttheater und die Mercatorhalle. Ohne Oper würden auch diese Einrichtungen in Gefahr geraten. Es gilt also bis zur entscheidenden Ratssitzung am 25. Juni sehr gut abzuwägen.

Angeblich haben aber SPD, Linke und Grüne, die ja bekanntermaßen über die Mehrheit im Rat der Stadt verfügen schon bechlossen, die Oper zu retten, zumindestens tun sie so. Nur im Rat der Stadt waren sie am 21. Mai nicht bereit dazu, und vorgestern haben sie auch im Kulturausschuss, der zusammen mit den Düsseldorfern tagte alles getan um sich nicht festlegen zu müssen. Die linken Freunde, die zwei Jahre lang fast alle Einsparungen mit dem Argument verhinderten „man werde keine Grausamkeiten am Bürger begehen“ wollen sich jetzt nicht eindeutig für den Erhalt der Kultureinrichtung Oper einsetzen. Kann es sein, dass die SPD mit ihren linken Verbündeten nur die Oberbürgermeisterwahl am 17. Juni abwarten möchte bevor sie dann am 25. Juni bei der Verabschiedung des Haushaltssanierungsplans im Rat der Stadt die Opernehe mit Düsseldorf aufkündigt und damit den Spielbetrieb in absehbarer Zeit? Nur bis dahin spielt sie den Bürger weiterhin das Theater vor sie wolle die Schließung verhindern. In dieses Bild passt auch, dass die Schließungspläne angeblich von einer Verwaltungsmitarbeiterin mit SPD-Parteibuch in gehobener Stellung bei den städtischen Kulturbetrieben stammen.

Es könnte also passieren, dass nach der Oberbürgermeisterwahl die Duisburger SPD ihre alten Versprechungen die Oper zu retten ganz schnell vergisst sobald der Chefsessel im Rathaus von ihrem blassen Jungparteisoldaten in Besitz genommen wird. Jedenfalls haben selbst die Düsseldorfer Genossen es vorgestern bei der gemeinsamen Kulturausschussitzung nicht geschafft die Duisburger Parteifreunde dazu zu bewegen eindeutig für den Erhalt der Opernehe zu votieren. Da sich bis zum 25.06. die Zahlen nicht ändern und die SPD bis heute nicht in der Lage war ein eigenes Sparkonzept vorzulegen (das erwartet sie ständig von der Verwaltung) bleibt nur die Schlussfolgerung, dass es mit Oper und Philharmoniker schon bald vorbei sein wird in Duisburg.

Für die Menschen in Duisburg aktiv

Für die Menschen in Duisburg aktiv

Es kam wie es kommen musste: in Duisburg gibt es nun definitiv keine Zielvereinbarung zwischen Integrationsrat und Rat der Stadt Duisburg zu integrationspolitischen Aufgaben.

Nachdem SPD/Linke und Grüne in der letzten Sitzung des Rates der Stadt mit ihrer Mehrheit weitreichende Änderungen am vorliegenden Entwurf der Zielvereinbarung durchsetzten, die de facto eine Assimilierung der Migranten und die Aufgabe ihrer Sprache und Kultur festschreiben sollten haben fast alle Migrantenvertreter gestern im Integrationsrat der veränderten Form der Zielvereinbarung ihre Zustimmung verweigert!

SPD und Grüne versuchten noch mit fadenscheinigen Argumenten formalistischer Natur die Abstimmung zu verhindern als sie sahen, dass außer ihren Verbündeten von der „Diyanet-Liste“ keiner mit ihnen zusammen dafür ist die Muttersprachen von Migrantenkindern zur „zweiten Fremdsprache“ und „optional“ außerhalb des Hauptunterrichts zu degradieren. Auch sollte der Integrationsrat in der Zielvereinbarung indirekt der Kürzung seiner ohnehin schon knappen finanziellen Mittel zustimmen. Ich selbst habe den Antrag gestellt diese Zielvereinbarung gleich komplett abzulehnen, da wir die letzten zwei Jahre keine Einigung mit der migrantenfeindlichen linken Mehrheit im Rat der Stadt hinkriegen konnten und SPD/Linke wie Grüne mehrfach deutlich zeigten, dass sie die gewählten Vertreter der Duisburger Bürger mit Migrationshintergrund nicht als Partner akzeptieren wollen sondern auf klare Bevormundung wie Gängelei setzen. Das Thema „Zielvereinbarung“ ist jetzt daher wohl erledigt wenn nicht noch ein mittleres Wunder passiert und die linken Ideologen zur Vernunft kommen.

Andere Themen waren gestern die seit langem erheblichen Wartezeiten in der Ausländerbehörde Hamborn wo Bürger teilweise fast 5 Monate auf einen Termin warten müssen um ihre Aufenthaltserlaubnisse in den neuen Pass zu übertragen. Die Zustände in Hamborn sind seit vielen Jahren ein Dauerthema im Integrationsrat. Jetzt hat sich die Situation nochmal verschärft weil die Türkei nur noch neue Pässe ausgibt anstatt die alten wie früher zu verlängern und zu allem Überfluss die Bundesregierung auch noch einen neuen elektronischen Aufenthaltstitel eingeführt hat, der ziemlich aufwendig in der Bearbeitung sein soll.

Ein anderes wichtiges Thema war die immer noch geringe Anzahl an Auszubildenden bei der Stadt mit Migrationshintergrund. Deswegen gab es lange Diskussionen um die Prüfungen bei denen fast 80% der Bewerber durchfielen. Auch die Ur-Deutschen wohlgemerkt. Bei den Migranten aber war die Quote noch höher, und die wenigen die es durch die schriftliche Prüfung schafften fielen dann durch die mündliche durch. Irgendwie auffällig!

Am Ende kamen dann noch die Hetzplakate von „ProNRW“ zur Sprache, die ein Integrationsratskollege gerne verbieten lassen würde, was aber natürlich nicht so einfach geht, die Stadt hat jedenfalls keine rechtlichen Möglichkeiten gegen die islamfeindlichen Parolen der Rechtspopulisten vorzugehen, und so beschlossen wir eine Resolution gegen die Provokateure von rechts, die mit ihrer unverantwortlichen Aktion auch noch den radikalen Islamisten in die Hände spielen.

Die gestrige Sitzung des Integrationsrates war unterm Strich weder erfolgreich noch völlig vergebens, aber ziemlich ernüchternd was die Handlungsmöglichkeiten in unserer Stadt angeht wie auch die Einsichtsfähigkeit der politischen Mehrheit im Rat der Stadt. Ich hoffe nur, diejenigen, die bald wieder Duisburg komplett beherrschen werden kommen mal langsam zur Vernunft und bequemen sich auch mit Andersdenkenden zu reden um Kompromisse zu finden. Die Probleme der Stadt verlangen danach! 

Leben

Leben

 

Die Feiertage zum Osterfest haben sonnig begonnen, hoffentlich irren sich die Wetterexperten, die Kälte, Regen und Wind vorausgesagt haben. Ich werde jetzt mit meiner Familie die zwei freien Tage, die ich habe nutzen und in die Natur fahren sowie die Moscheefeiern in Wanheim und Rheinhausen besuchen. Allen christlichen Freunden und Kollegen wünsche ich natürlich auch frohe Ostern!

Leben

Leben

 

Akzente-Auftaktveranstaltung im Duisburger Rathaus vor Beginn

Akzente-Auftaktveranstaltung im Duisburger Rathaus vor Beginn

Gestern wurden die diesjährigen „Akzente“ im Duisburger Rathaus eröffnet. Zu Ehren des großen Kartographen Gerhard Mercator, dessen 500. Geburtstag die Stadt feiert.

Zum festlichen Auftakt im Ratssaal war viel Prominenz aus örtlicher Politik und Wirtschaft erschienen. Das Motto „Vom Suchen und Finden“ passt ja gerade auch in Duisburg aktuell sehr gut. Beim Smalltalk mit den anderen Ratsmitgliedern und Fraktionskollegen ist das Thema „Suchen und Finden“ ständig im Gespräch, nur das bisher offenbar noch gar nichts gefunden wurde außer guten Vorsätzen. Und so hängt die Stadt gerade ein wenig in der Schwebe, ohne Oberbürgermeister und ohne Perspektiven wie es denn weitergehen soll. Da passt es ja auch, dass Gerhard Mercator mit seinem Wirken für Navigation und Orientierung im weiteren Sinne gesorgt hat. Wenn der Mann nicht schon 1594 gestorben wäre müssten wir ihn wohl zum neuen Oberbürgermeister ausrufen.

Ilumination am Rathaus

Ilumination am Duisburger Rathaus

Die Veranstaltung war übrigens wirklich gelungen, die Show lief schön bunt, laut und künstlerisch. Bei Facebook konnte ich später noch die anderen Events bestaunen. Da ich wegen Nachtschicht früher gehen musste konnte ich nur so den weiteren Veranstaltungsablauf mitverfolgen. Am Montag kommt übrigens sogar Jimmy Wales von „Wikipedia“ nach Duisburg zu einem Vortrag, den werde ich mir ansehen. Vielleicht fragt ja mal jemand Mr. Wales ob er nicht Interesse hätte den Chefposten im Duisburger Rathaus zu übernehmen.

Mehr zu den Akzenten findet sich unter http://www.duisburger-akzente.de/

Licht im Dunkeln

Das beleuchtete Rathaus

Still leben?

19. Juli 2010

Von wegen „Stilleben“: auf dem Weg zur Arbeit gestern abend waren die Straßen mit Fußgängern und Fahrradfahrern überfüllt. Es waren wohl wirklich drei Millionen Menschen auf der A 40 unterwegs!

Also war die Massenkunstaktion „Stillleben“ ein voller Erfolg. Ich freue mich auch darüber, obwohl mich meine Arbeit von einer Teilnahme abgehalten hat. Das Ruhrgebiet hatte immerhin gute Werbung!

Die Medien haben auch entsprechend ausschweifend berichtet. Genauso wie über die Politikerrücktritte der letzten Zeit. Dabei finde ich es fortschrittlich wenn Politiker eben nicht an ihren Sesseln kleben und es auch ein Leben außerhalb der Politik gibt. Und sei es auch ein „Stilleben“!

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