Ulu-Cami

Bei meinen Streifzügen durch Safranbolu bin ich auch auf Spuren der früheren griechisch-römischen Bevölkerung gestoßen. Es finden sich Inschriften und Kreuzsymbole an den Häuserwänden. Und sogar über einem Moschee-Eingang sind griechische Inschriften zu finden!

Griechische Inschrift über dem Eingang einer Moschee

Griechische Inschrift über dem Eingang einer Moschee

Ich finde es höchst bemerkenswert, dass diese Inschriften viele Jahrzehnte unbeschadet überstanden haben. Obwohl davon auszugehen ist, dass sie christliche Inhalte haben. Denn laut meinem Schwager ist die Ulu-Moschee vor dem ersten Weltkrieg eine Kirche gewesen! Heute ist sie ein islamisches Gotteshaus das aber seine christliche Vorgeschichte nicht verleugnet.

Kreuzsymbol neben der Moschee

Und am Nebengebäude fand ich auch das Kreuzsymbol in der Außenmauer! Allerdings sind die meisten historischen Inschriften arabisch. An fast jedem Brunnen und alten Häuserfassaden finden sie sich. Die Stadt ist sozusagen ein historisches Freilichtmuseum mit Bevölkerung! Die UNESCO wusste schon warum sie die Stadt zum Weltkulturerbe erklärte!

Konak in der Altstadt von Safranbolu

Brunneninschrift

Über einem Moscheeeingang in der Altstadt

Weltkulturerbe Safranbolu

Ein Samstag in Xanten!

26. Januar 2008

Römische Überreste in Xanten

Heute bin ich und meine Familie nebst Schwägerin mal nach Xanten gefahren! Schließlich soll die Schwester meiner Frau auch mal was von der Landschaft und Kultur sehen solange sie bei uns zu Besuch ist.

Theater in Xanten

Da war der Archäologische Park in Xanten mit seinen römischen Überresten natürlich erste Wahl da auch in der Türkei viele Hinterlassenschaften aus der Römerzeit zu finden sind und meine Schwägerin so viele bekannte Bauten wie Tempel und Amphitheater zu sehen bekam.

Trajan und Benjamin

Katakomben im Amphitheater

Insbesondere die Grabsteine mit ihren Inschriften und Bildern taten es ihr an. Der Grabstein des römischen Legionärs Secundus fiel uns da allen besonders auf! Es ist doch beeindruckend wie die Römer vom heutigen Deutschland bis in die Türkei ein Weltreich errichten konnten und auch die kulturellen Grundlagen für Europa aber auch Kleinasien mitschufen.

Grabstein des römischen Legionärs Secundus

Und trotz eisigen Windes fuhren wir dann auch noch zum Xantener Dom ins Stadtzentrum um uns die Altstadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten anzusehen. Meine Schwägerin war insbesondere von den vielen Statuen und religiösen Darstellungen angetan. Sogar die Auferstehung Christi konnte sie selbst erkennen als sie die Darstellung vor dem Eingang des Xantener Doms sah. Ebenso beindruckend die Kreuzigungsszene und die vielen Figuren am Dom und anderen Gebäuden.

Xantener Dom

Das war ein gelungener Ausflug, jetzt muss ich mir nur noch überlegen wo es als nächstes hingeht. Denn schließlich wollen wir unseren Verwandten in der Türkei auch die Kultur unserer Region näherbringen!

Die Ironie ist etwas überzeichnet! Und ich mag den „Lifesaver“ in Duisburg! Einen gewissen Charme und Unterhaltungswert kann ich dem Clip allerdings nicht absprechen!

Das Ganze ist von der Duisburger Gruppe „diebandbreite“. Bei „YouTube“ finden sich noch mehr Clips von dieser Band! Und danke an Werner Wirtgen für den Tipp!

Die HipHop-Gruppe hat auch eine Homepage: www.diebandbreite.de !

Mevlana im CityPalais!

9. Dezember 2007

Das CityPalais in Duisburg

Gestern abend war im Duisburger CityPalais eine ungewöhnliche Veranstaltung zu bestaunen: westliche klassische Musik traf mit islamischer Mystik des Mevlana zusammen.

Mevlana-Derwische im Duisburger CityPalais

Über tausend Besucher zwängten sich in die Mercatorhalle im oberen Stockwerk des CityPalais um eine ungewöhnliche Kombination der Musikstile zu bestaunen. Zumindestens nach einer Stunde Verspätung!

Zeitweise erinnerte das Ganze auf der Bühne mehr an einer Oper als an einer Veranstaltung zum Gedenken des 800. Geburtstages des berühmten islamischen Mystikers. Die türkischen Besucher, die deutlich in der Mehrzahl waren schienen eher irritiert als die beiden Opensänger auf der Bühne ihre Kunst darboten. Das war ganz anders als man sich Mevlana Celaleddin Rumi im türkischen Raum vorstellt. Danach kamen dann aber auch die bekannten Derwische mit ihrem Semah wie er weltweit bekannt ist.

Die Redner am Anfang der Veranstaltung des Ruhrinstitutes wiesen auch besonders auf die grenzüberschreitende Bedeutung des islamischen Mystikers mit seinem Werk hin, auf das sich auch Afghanen, Iraner und Völker auf dem Balkan beziehen. Denn Mevlana war offen gegenüber allen Menschen unterschiedlichen Glaubens. Das macht ihn auch heute noch interessant in einer Zeit wo manche gerne neue Kulturkriege vom Zaun brechen möchten!

Mevlana im CityPalais!

Das war trotz einiger organisatorischer Schwächen eine sehr interessante Veranstaltung!

P.S.:
Der Vorsitzende des Beirates für Zuwanderung und Integration der Stadt Duisburg sollte nächstes Mal lieber nicht Sätze aussprechen wie „…ich verstehe nicht viel von Musik, ich komme vom Schwarzen Meer…„! Das hat bei meiner Frau und meiner Schwägerin und vielen anderen Türken von der Schwarzmeerküste zu einer gewissen Verärgerung geführt!

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