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Ich habe gerade noch in Hochheide nachgesehen: die „Weißen Riesen“ in Hochheide stehen immer noch. Trotz aller mehrfach wiederholten Ankündigungen gewisser SPD-Lokalpolitiker

Geradezu rührend finde ich ja die immer wieder aufkommenden Versprechungen der örtlichen SPD-Herrscher, dass ihre Bauten aus den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts in Hochheide bald verschwinden werden.

Ich bin da ja lieber skeptisch angesichts diverser Versprechungen seit 2005. Aber jetzt wird wiedermal falsche Ankündigungspolitik betrieben.

Die obersten SPD-Herrscher von Duisburg hatten es ja geschafft mal eben ca. 7 Millionen Euro vom Land NRW für den Abriss der Hochhäuser in Hochheide loszueisen. Dummerweise kostete der Ankauf eines der Hochhäuser das Doppelte des kalkulierten Preises und auch ansonsten scheint man sich mit den Kosten des Abrisses verschätzt zu haben. Der noch im letzten Jahr vollmundig ankündigte Abrissbeginn der „Weißen Riesen“ für April 2016 ist jetzt erstmal zum Jahresende hin verschoben worden.

Die Homberger CDU hat dazu eine Pressemitteilung herausgebracht, die kritisch hinterfragt welche Pläne die örtlichen SPD-Herrscher eigentlich betreiben:

CDU Ortsverband
D U I S B U R G
H o m b e r g

P R E S S E M I T T E I L U N G

12.03.2016

CDU Homberg: Ja zu Sanierung – Nein zu unnötiger Geldverschwendung

„Der Optimismus der SPD ist trügerisch.“ so der Vorsitzende der CDU Homberg, Klaus
Radny, der auch der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung vorsitzt. „Immer wieder agieren die Sozialdemokraten ohne Beteiligung anderer Akteure und auch bei dem Thema Sanierung der ‚Weißen Riesen‘ scheinen die Kollegen ihr eigenes Ding durchzuziehen.“
Die Christdemokraten im Duisburger Westen hatten bereits mehrfach Vorstöße gewagt, das Thema rund um die Bebauung der Ottostraße/Friedrich-Ebert-Straße unter Berücksichtigung realistischer Ansätze zu diskutieren. „Leider werden unsere Vorschläge kontinuierlich abgelehnt, weil sie eben von uns sind. Dass die Vorschläge aber sinnvoll und gut sind, zeigt sich immer darin, dass Rot-Grün sie in der Bezirksvertretung zeitversetzt erneut einbringt und sie dann als ihre Idee verkaufen.“ erklärt Radny weiter.

„Es ist für mich unverständlich, dass ein Investor eine aktuell nicht einzuschätzende, aber zweifelsohne hohe Summe investieren möchte, um nachgängig Grünanlagen zu schaffen.“ ist Benjamin Heimann irritiert. Der Immobilienspezialist ist seit März 2015 Beisitzer im CDU-Vorstand und führt weiter aus: „Wenn ein Geldgeber ein Entwicklungsprojekt annimmt, so plant er mit einem Return, einer Rendite, die er daraus zieht. Eine Grünfläche wird keine Einnahmen generieren, wodurch das Projekt ganz objektiv nur Kosten produziert. Wenn das anders ist, dann gehe ich bei der SPD gerne noch einmal in die Ausbildung.“
„Wie immer halten die Genossen mit Detailinformationen hinter’m Berg. Irgendeiner muss aber die anfallenden Kosten tragen und wenn keine Einnahmen entstehen, wird es ein Entwickler nicht tun. Man kann also davon ausgehen, dass die Investitions-, aber auch die nachgängigen Betriebskosten am Ende auf der städtischen Ausgabeliste stehen. Das kann doch nicht im allgemeinen Interesse sein.“ ist sich Heimann sicher.
Die CDU hatte sich bereits frühzeitig dahingehend positioniert, als dass die Fläche
freigemacht und dann sinnvoll genutzt werden muss. „Ob es ein Baumarkt oder eine
Hauptstelle der Sparkasse wird; da sind wir grundsätzlich gesprächsoffen. Auf diese Weise könnten aber auch die unterirdischen Tiefgaragen erschlossen und als Besucherparkplätze genutzt werden. Für uns als CDU steht allerdings unabdingbar im Vordergrund, dass es um eine Aufwertung des Ortsbildes und der Attraktivität des Stadtteils gehen muss und nicht Gelder verschlingt, die nicht vorhanden sind. Wir wollen keine weiteren ‚Leuchtturmprojekte‘ der SPD, die keiner will und braucht, denn davon gibt es hier bereits genug.“ konstatiert Radny abschließend.

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Hochheide und die Weißen Riesen

Manche Menschen können das Leben mit seinen ganzen Erschwernissen wie Herausforderungen nicht mehr ertragen. Heute ist ein Mann in Hochheide an der Husemannstraße von einem der als „Weiße Riesen“ bekannten Hochhäuser in den Tod gesprungen, so wird es jedenfalls erzählt

Der vermutliche Selbstmord geschah heute nachmittag gegen 16 Uhr und hat sich schnell im Stadtteil herumgesprochen. Mein Sohn war der Erste, der mir vorhin davon erzählte als ich nach Hause kam. Warum der Mann in die Tiefe sprang lässt sich nur vermuten. Vielleicht hat es was mit dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit zu tun, dass sich nicht nur in Hochheide angesichts der wachsenden Armut und Perspektivlosigkeit ausbreitet.

Falls der Mann eine Familie zurücklässt drücke ich hiermit mein Beileid aus und hoffe, dass sie der Schmerz über den Verlust des Vaters, Bruders oder Sohn nicht verzweifeln lässt.


Wieder ein leeres Ladenlokal in der Hochheider Ladenstadt

Gerade war ich bei „Kaufland“ einkaufen und sah in der Hochheider Ladenstadt das leere Schuhgeschäft in dem es Sylvester zum Brandanschlag kam,…

… und es sah ziemlich leer aus mit einer nicht allzu freudigen Mitteilung am Schaufenster. Offensichtlich wollte der Geschäftsinhaber nicht weiter in der Ladenstadt bleiben obwohl der Laden doch trotz Brandanschlag gar nicht allzusehr beschädigt zu sein schien. Vielleicht war es ihm aber auch einfach nur zu unsicher geworden! Als ich das obige Foto schoss lief ein alter Mann vorbei und grummelte nur „…wieder einer geschlossen…wie soll das nur weitergehen?…„.

Immerhin bleibt der Laden in Hochheide, wenn auch nicht mehr in der Ladenstadt, die muss endlich wieder sicherer werden!

Hochheider Impression

1. April 2009

Mitten auf dem „roten Weg“ stand diese nette Absperrung als ich gestern mit meinem kleinen Benny zum Einkaufen nach Hochheide ging!

Zuerst habe ich mich ja gefragt was denn hier einsturzgefährdet ist: der Weg, das Hochhaus im Hintergrund, oder beides, oder der ganze Stadtteil??? Bei näherem Hinsehen sah ich dann, dass die Tiefgarage ein paar Meter weiter gemeint war. Nur warum steht dann diese Absperrung auf dem Gehweg?!

Irgendwie betrachte ich dieses Warnschild auf jeden Fall als schlechtes Omen für unseren Stadtteil. Auch wenn die Provinzpolitik und die ihr ergebene Lokalpresse versuchen im Wahljahr ein Wunder in Hochheide herbeizupredigen!

Beim Einkauf in Hochheide heute nachmittag fiel mir auf wie sich das Erscheinungsbild der beiden leeren „Weißen Riesen“ verändert hat!

Das sieht zwar besser aus, aber ich frage mich allen Ernstes ob so die Zukunft von Hochheide aussehen soll. Ein Stadtteil der billigen Hochhauswohnungen trotz deutlichen Überangebots. Denn die Unsummen, die da ein privater Investor in die Sanierung steckt müssen sich ja irgendwie auch mal rentieren.

Jedenfalls geht es auf der Baustelle an der Hanielstrasse richtig zur Sache, und selbst der Schneefall mitsamt Kälte hielt heute die Arbeiten nicht auf. Es wird mit beachtlicher Geschwindigkeit an der Fertigstellung der neuen Wohnungen gearbeitet.

Und selbst die Stadt, die doch gerade vom SPD-Mann Büssow in seiner Funktion als Regierungspräsident zum verschärften rücksichtslosen Sparen gezwungen wird, scheint Geld in die Hochhausruine an der Ottostraße zu investieren. Das Ausbauen aller Fensterscheiben hat sicher einiges gekostet.


Ob da wohl was in Planung ist???

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