Der Tag der Piraten!

18. September 2011

Die Piraten

Denke selbst!

Heute könnte in Berlin eine kleine Sensation passieren: Piraten kommen ins Abgeordnetenhaus. Die politischen Freibeuter wollen und werden wohl auch das politische Leben auffrischen!

Die Gedanken sind frei!

Freiheit!

Ich hoffe es zumindest, denn die bestehenden Parteien überzeugen längst nicht mehr und haben bei vielen Bürgern das Vertrauen verloren. Die Piraten versprechen wenigstens glaubhaft, dass sie sich für mehr Freiheitsrechte der Bürger einsetzen und die totale Kontrolle des Staates begrenzen wollen. Sie waren die einzige politische Partei, die gegen die „Vorratsdatenspeicherung“ aktiv gekämpft hat. Dafür werden sie heute wohl auch in Berlin die verdiente Ernte einfahren, oder Beute machen.

Die Piraten, volle Kraft voraus!

Ich bin mal gespannt ob diese Partei den politischen Parlamentsalltag überstehen wird und ihre frische Ausstrahlung auch längere Zeit behalten kann. Als eine junge Bürgerrechtspartei für das Internetzeitalter und ohne lähmende einengende Ideologie. Wir werden sicher noch von den Piraten hören!

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Clement freut sich jetzt wahrscheinlich: auch dank seiner Hilfe ist die Hessen-SPD so tief abgestürzt wie noch nie und der schmierige Koch darf weiter in Wiesbaden regieren!

Ausgerechnet aber die Marktfetischisten von der FDP dürfen sich als Wahlsieger fühlen. Das, sowie die niedrige Wahlbeteiligung, zeigt das fehlende Vertrauen der Menschen in den Staat. Da kann man auch gleich die besseren Kapitaldiener wählen!

Immerhin haben es die Linken nicht geschafft sich selbst den Wiedereinzug in den hessischen Landtag zu vereiteln. Nur die SPD ist mal wieder vor allem über sich selbst gestolpert und wurde von den wenigen Wählern gestern dafür bestraft, dass sie selbst wenn Mehrheiten vorhanden sind nicht in der Lage ist eine andere Politik zu organisieren.

Wie tief muss die Partei noch sinken, wieviele Mitglieder der arroganten Parteiführung den Rücken kehren bis die Oberen begreifen, dass mit „Agenda 2010“ und kapitalorientierter Politik als SPD keine Wahlen zu gewinnen sind???

Eine Partei, die nicht mehr weiß für wen sie eigentlich da sein sollte ist überflüssig. Denn als Arbeitnehmer wählt man heute nicht mehr diese aSozialdemokraten, die sich nur noch um das Wohlergehen der Apparatschiks in Krankenkassen, Stadtverwaltungen und der Kapitalunternehmen kümmern.

Die einzig wirklich wichtige Lehre aus der gestrigen Hessen-Wahl ist für mich die zunehmende Entfremdung zwischen Bürger und Staatswesen. Denn wenn immer mehr Bürger den Wahlen fernbleiben zeigt das auch, dass viele Menschen sich längst von diesem Staat und seinen Vertretern distanziert haben.

Aber man könnte natürlich auch die Meinung der kapitalgesteuerten Medien übernehmen und glauben, dass das schlechte Wetter schuld daran ist wenn über ein Drittel der wahlberechtigten Bürger ihr Wahlrecht nicht mehr nutzt!

CSU ist nicht mehr Bayern!

28. September 2008

Das ist doch mal eine gute Nachricht: sogar die Bayern werden vernünftig und beenden die jahrzehntelange Alleinherrschaft der CSU-Amigos!

Das hätte vor kurzem kaum noch einer für möglich gehalten, dass die allmächtige CSU, die ja schon fast mit Bayern gleichgesetzt wurde so tief stürzen kann. Offenbar haben auch die Menschen in Bayern erkannt, dass es genug ist mit der Speziewirtschaft. Für die Demokratie kann das nur gut sein wenn absolute Mehrheiten nicht mehr sicher sind und selbst ewig sichere Hochburgen von den Wählern gestürzt werden!

Interessant, dass auch die verlogenen aSozialdemokraten mit ihren mickrigen 18% keinen Vorteil aus dem CSU-Dilemma ziehen konnten. Die Leute wissen schon, dass die SPD für die kapitalhörige Politik auch mitverantwortlich ist! Große Gewinner waren interessanterweise die „Freien Wähler“, ein Hinweis dafür, dass die Menschen wohl generell den Parteien misstrauen und Wählergemeinschaften durchaus Chancen haben wenn sie attraktive Konzepte anbieten.

Schade finde ich nur, dass die Linke es knapp nicht in den bayerischen Landtag geschafft hat. Bayern ist für Linke eben ein schweres Pflaster und die „Freien Wähler“ mit ihrem sehr guten Ergebnis haben wohl viele enttäuschte Wähler an sich gezogen. Nun bin ich ja mal gespannt was für Konstellationen in Bayern möglich werden und ob es wirklich auch zu einem Politikwechsel kommt!

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