Schon wieder soll der Strom teuerer werden! Jedenfalls erfährt man das als langjähriger Stadtwerkekunde aus der Lokalpresse!

Angeblich wegen steigender Rohstoffpreise, dabei sinken die gerade! Ich finde das nur unverschämt was da verlautbart wird. Da gibt ein Sprecher der DVV die Preiserhöhung bekannt, derselben DVV, die vor kurzem in die Schlagzeilen geriet weil sie mal eben einige Millionen bei der US-Pleitebank „Lehman Brothers“ anlegte.

Wie dem auch sei, ich werde jetzt nach weiteren Einsparmöglichkeiten suchen und ernsthaft über einen Stromanbieterwechsel nachdenken!

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Hat da jemand bei der Stadt und/oder städtischen Gesellschaften unsere Gelder verzockt?!

Kaum zu glauben, dass da in Zeiten eines Nothaushaltes wo kaum Geld für die bauliche Erhaltung von Schulen oder den Betrieb von Bibliotheken und Bädern vorhanden ist städtisches Geld in fragwürdigen Spekulationen bei der US-Pleitebank Lehman Brothers investiert wurde.

Eine Anfrage der linken Ratsfraktion hat es öffentlich gemacht: die DVV als Holding der Stadtwerke und der DVG im städtischen Besitz hat mal eben ein paar Millionen öffentliche Gelder bei der berühmt-berüchtigten US-Bank „Lehman Brothers“ angelegt. Angeblich ist das Geld aber laut Stadt gesichert. Hoffentlich!!!

Sogar hochspekulative Zinswetten sollen stattgefunden haben. Offenbar ist Spielsucht und Zockermentalität auch in manchen Amtsstuben und Chefbüros ein ernstzunehmendes Problem. Auf jeden Fall verstehe ich nicht wie man so leichtsinnig mit unseren Steuergeldern und öffentlichem Eigentum umgehen kann. Denn die Risiken lassen sich kaum überblicken wenn die Finanzkrise in den USA noch mehr Banken und Versicherungen crashen lässt sind wohl auch die Leasingverträge aus der Brandt/Zieling-Ära keinen Pfifferling mehr wert und es kommen Mehrkosten auf die klamme Stadtkasse zu!

Noch können wir wohl hoffen, dass Duisburg keine oder nur geringe Schäden von der Finanzkrise bleiben, aber wenn nicht würde ich dafür plädieren einen Bürgerantrag einzubringen, der die Verantwortlichen für solche drohenden Spekulationsverluste in persönliche Haftung nimmt!

Das passt so gar nicht zu den verharmlosenden Aussagen unserer Kapitaldiener der Bundesregierung was Finanzexperten momentan sagen! Da schreiben sogar schon die Kapitalschreiber der „Financial Times Deutschland“ was von einer „drohenden Kernschmelze des globalen Wirtschaftssystems„!!!

Aber natürlich ziehen die Hilfsschreiber des Kapitals ihre eigenen Schlussfolgerungen und fordern noch mehr Geld von uns dummen Steuerzahlern. Und unsere „fähige“ Bundesregierung mit ihren Schönredner Steinbrück wird den Casinospielern in den hohen Banketagen Frankfurts wohl noch mehr unserer Milliarden hinterherwerfen!

Aber einzelne Marktfetischisten ringen sich nun wohl doch zu der Erkenntnis durch, dass der Staat die unfähigen Banker unter Kontrolle stellen sollte und empfehlen sogar Verstaatlichungen!!! Wer hätte gedacht, dass sowas mal in der „Financial Times Deutschland“ stehen würde. Jetzt würde wohl auch keiner mehr der alten Forderung von Oskar Lafontaine widersprechen, der schon vor über 10 Jahren wirksamere Kontrollen des „global vagabundierenden Kapitals“ forderte!

Aber das Kapital und seine Diener in der Politik von Schröder, Steinbrück, Clement, Merkel & Co. wollten jahrelang sowenig Kontrolle wie möglich und nannten das „Flexibilisierung“, „Deregurlierung“ und „Liberalisierung“!

Jetzt haben wir alle den Schaden und die Banker bekommen sogar noch mehr Geld dazu ohne irgendeine Gegenleistung. Über Nacht haben die Kapitaldiener den Banken eine Bürgschaft zur Verfügung gestellt, die angesichts der wachsenden Krise wohl auch fällig werden könnte und die ausreichen würde um allen „HARTZ IV“-Empfängern im Jahr das Doppelte zu zahlen. Die Banken selbst tragen viel weniger bei um die Spekulationsausfälle zu kompensieren. Die Milliardengewinne der letzten Jahre von „Deutsche Bank“, „Commerzbank“ und anderen werden wohl für neue Spekulationen gebraucht und natürlich die fürstliche Entlohnung der Bankiers und Fondsmanager!

Wir Bürger können nur unsere eigenen Schlussfolgerungen ziehen und den Versprechungen der Fondsberater in Zukunft nur mit großen Misstrauen begegnen, denn es gibt schon einige Fälle wo Privatanleger bei ihrer Hausbank Geld verloren haben weil es in Papiere von „Lehman Brothers“ angelegt wurde!

Im Klartext heißt das für mich, dass ich mein Geld jetzt festhalte und die Sparbüchse erstmal nicht zur Bank bringe sondern es allenfalls in Bundesschatzbriefen anlege. Aber den Bankiers und ihren Kapitaldienern von der Bundesregierung traue ich keinen Zentimeter über den Weg!

Übrigens finden sich auch auf den NachDenkSeiten sehr gute Artikel zum Themenkomplex!

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