Rot ist die Hoffnung?!

22. September 2008

Rot ist eine schöne intensive Farbe! Rot soll ja auch symbolisch für Liebe, Brüderlichkeit und fortschrittliche Politik stehen!

Warum schreibe ich das jetzt wohl? Irgendwie weiß ich nicht wie ich mich bei der nächsten Kommunalwahl verhalten soll: die SPD in Duisburg kann man voll vergessen, durch und durch asozial eingestellt und zentral von einem rechten „Seeheimer“ und seinen Gehilfen beherrscht. Die Duisburger Linke macht zwar viel gute Arbeit, viele Anträge finde ich auch durchsetzungswürdig, aber ich befürchte, dass die Duisburger Linke sich dazu hergeben könnte die alte asoziale Beton-SPD mit ihrem „Seeheimer“-Chef wieder im Rathaus ans Ruder zu bringen!

Eine schwierige Situation für die es wohl keine Lösung gibt solange die SPD nicht wieder lernt sozialdemokratisch zu sein und mit der asozialen „Reform“politik zu brechen oder die Linke alleine mehrheitsfähig wird, was aber etwas unrealistisch sein dürfte.

Als politisch aktiver parteiloser Bürger frage ich mich also wie ich dazu beitragen kann bürgernahe fortschrittliche Politik in Duisburg zu verwirklichen?! Die Lösung ist sicher nicht einfach, ich weiß nur es muss irgendwie ohne die aSozialdemokraten gehen, und natürlich auch ohne die Rechten, denn die werden leider auch bei der nächsten Kommunalwahl auftreten.

Wahrscheinlich kann man nur wieder hoffen, dass es auch im nächsten Rat für keine der großen Parteien eine klare Mehrheit gibt und kleine Parteien und Wählergemeinschaften die Mehrheiten sichern müssen. Die nächsten Monate werden spannend wenn sich zeigt wer da mit welcher Mannschaft auftritt.

Vielleicht trete ich sogar wieder mit der DaL an um im Rathaus für mehr Bürgernähe zu sorgen und die üblichen politischen Frontenstellungen zu überwinden. Aber linke Politik will ich so natürlich auch verwirklichen.

Vielleicht höre ich aber für einige Jahre auch ganz mit der Politik auf und widme mich meiner Familie, spätestens im Dezember werde ich mich entscheiden müssen. Bis dahin überlege ich…

Es geschehen noch Wunder: nach Jahren der Wahlniederlagen und dem Verlust von hunderttausenden von Mitgliedern merken jetzt einige SPD´ler, dass die „Agenda 2010“ und die ganze asoziale „Reform“politik doch nicht so gut waren!

Einige sogenannte „SPD-Linke“ wollen offenbar wieder zurück zur sozialdemokratischen Programmatik nachdem ihnen endlich aufgefallen ist, dass die Armut in diesem Lande unter der SPD-Herrschaft noch weiter gestiegen ist und vor allem die Kapitalbesitzer von Schröder, Münte, Steinbrück, Clement & Co. profitiert haben.

Das hört sich sehr interessant an wenn die Abkehr von der asozialen „Agenda 2010“ eines Schröders gefordert wird. Nur ist jetzt schon erkennbar, dass den schönen Worten keine praktischen Veränderungen folgen werden. Also sollten diese „SPD-Linken“ wenigstens so konsequent sein und zur Linkspartei wechseln wo die Forderungen von Schreiner, Däubler-Gmelin und den anderen Unterzeichnern des Aufrufes zur Abkehr von der „Agenda 2010“ längst beschlossene Politik ist.

Ansonsten verspielen sie nämlich auch den letzten Funken von Glaubwürdigkeit!

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