Schauinsland-Arena

Sonntag, der 24. Juli 2011: es ist kalt, der Himmel trüb und der Regen hält fast den ganzen Tag an!

Karl-Lehr-Tunnel am 24.07.2011 um 06:20 Uhr

Morgens nach der Nachtschicht fuhr ich zum Karl-Lehr-Tunnel um einen Blick auf die aufgemalten Schattenumrisse an den Tunnelwänden zu werfen und auch in aller Ruhe das Mahnmal für die Opfer der Loveparade-Katastrophe anzusehen. Im Tunnel waren auch lange Reihen an Grablichtern aufgestellt worden was interessant aussah und gut mit den weiß-gemalten Umrissen kontrastierte.

Schattenumrisse

Karl-Lehr-Tunnel am 24.07.2011 um 06:20 Uhr

Am Nachmittag war ich dann auch in der Schauinsland-Arena bei der Gedenkveranstaltung für die Opfer der Loveparade-Katastrophe. Die Arena war ungefähr zu einem knappen Viertel gefüllt, ich würde auf etwas über 2000 Leute tippen, die da waren. Die Veranstaltung selbst war sehr besinnlich und glich einem großen ökumenischen Gottesdienst. Es kamen Vertreter der Kirchen, der Polizei, der Notfallseelsorger und natürlich einige Angehörige der Opfer zu Wort. Nur von der Stadt redete keiner, das fand ich kleinlich oder zumindestens doch unglücklich, schließlich haben auch Feuerwehr und Ordnungsamt auf der Loveparade durchaus ihre Arbeit getan. Eine Polizeivertreterin konnte auch mit einer Rede vor das Publikum treten, und die Polizei hat letztes Jahr auch nicht fehlerfrei gearbeitet. Irgendwie hatte das einen bitteren Beigeschmack. Das kalte Wetter mit strömenden Regen hat auch seinen Beitrag zur düsteren Stimmung beigetragen, und ich hatte auch den Eindruck, dass viele Besucher mit der Veranstaltung nicht zufrieden waren da sich viele Plätze im Stadion schon vorzeitig leerten.

Gegen 16:35 Uhr war das Stadion auch schon fast leer und alle eilten in der nassen Kälte schnell zum Parkplatz.

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Kultur und Geld

26. März 2011

Gestern habe ich mir das zweifelhafte Vergnügen angetan den Kulturausschuss zu besuchen und dabei die Diskussionen zu den Themen „Mahnmal für die Opfer der Loveparade-Tragödie“ und „Kulturzentrale Hundertmeister“ mitzuverfolgen!

Der Saal war auch gut gefüllt da die Bezirksvertretung Mitte ebenfalls mit von der Partie war, eine gemeinsame Sondersitzung nannte sich das. Die CDU beantragte als erstes auch die Zustände im „Hundertmeister“ auch in öffentlicher Sitzung zu behandeln während ein junger Mann einen Brief des Vorstandes von Hundertmeister e. V. verteilte. Der Antrag wurde angenommen.

Aber zuerst wurde das Mahnmal für die Opfer der Loveparade-Tragödie vorgestellt. Vom Entwurf waren alle angetan und so wurde auch alles einstimmig abgesegnet. Zumal die Kosten und die Realisierung des Mahnmals von ThyssenKrupp und einer anderen Firma gestemmt werden. Der Standort ist auch in der Nähe des Katastrophenortes auf der Karl-Lehr-Straße und der jetzige umstrittene Gedenkkubus wird dafür aufgegeben.

Als aber das Thema „Hundertmeister“ aufkam war es mit der Einigkeit erstmal vorbei denn die CDU nutzte natürlich die Gelegenheit der SPD einen einzuschenken angesichts des Finanzchaos beim „HundertMeister“ mit seiner schwer durchschaubaren Konstruktion von Zuschüssen, Mietzins, Spendenbescheinigungen etc. Denn dieses Chaos wurde noch zu Zeiten der SPD-Herrschaft angerichtet und mit Beteiligung der alten SPD-Mächtigen, die sogar ihren Nachwuchs mit teuren Posten versorgten. Nun ist der Hundertmeister pleite, trotz gutgehender Gastronomie sowie beträchtlicher städtischer Zuschüsse, und ein Schuldenberg bleibt zurück den zumindestens indirekt auch die Stadt über ihre Wohnungsbaugesellschaft GEBAG abbekommt. Danke, liebe Duisburger SPD!

Der SPD fiel gestern auch nicht viel mehr ein als ständig darum zu bitten doch „keine Vergangenheitsbewältigung zu betreiben“ und „nach vorne zu schauen„. Und die Verwaltung soll mal einen guten Vorschlag ausarbeiten. Bei den Grünen, die sich in der Vergangenheit gerne als Schutzpatrone für das Hundertmeister gerierten sah es ähnlich aus. Dass sie und ihre Verbündeten von der SPD der Stadt mit den von ihnen zu verantwortenden zahlreichen Mauscheleien und Abmachungen bei der Gründung des Hundertmeister vor 15 Jahren einen beträchtlichen finanziellen Schaden eingebrockt haben mochten sie natürlich nicht einräumen. Und ihre publizistischen Helfer vom WAZ-Konzern werden natürlich auch nicht darüber schreiben.

So kriegen die Bürger kaum mit was für Altlasten aus der Zeit der SPD-Herrschaft noch heute die Stadt schädigen. Da gäbe es noch so viele Beispiele (ESD, Städtische Kliniken, Werkstatt für Menschen mit Behinderungen) aufzuzeigen wie verantwortungslos mit öffentlichen Geldern umgegangen wird. Leider wird darüber ein Mantel des Schweigens gelegt, und wenn was dazu geschrieben wird werden wichtige Infos weggelassen. Damit der Bürger nicht merkt, dass bis heute die SPD-Apparatschiks in der Verwaltung und vielen städtischen Betrieben immer noch das Sagen haben. Es ist zu befürchten, dass nun wo die SPD mit Hilfe ihrer Verbündeten von Linken und Grünen auch im Rat der Stadt wieder die Mehrheit bekommt umso dreister Parteibuchwirtschaft betrieben werden wird!

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