MSV-Arena

Die teure „Schauinsland-Reisen-Arena“

Mit einigem Erstaunen habe ich festgestellt, dass in den letzten zwei Tagen über 1500 Leser auf diesem Blog meinen Artikel zum geplanten Stadionkauf der Stadt gelesen haben um den Spielbetrieb der Fußballprofiabteilung des MSV für die nächsten Jahre sicherzustellen.

Zunächstmal freue ich mich ja wenn viele Interessierte hier lesen und auch ihre Meinung zu meinen Artikeln in Form von Kommentaren abgeben. Leider war aber auch viel Schimpfe von offenbar sehr engagierten MSV-Fans dabei, die mir alles möglich vorwarfen weil ihnen meine Meinung zu dem Thema nicht gefällt.

Aber meine Ablehnung von weiteren öffentlichen Hilfen für die Stadiongesellschaft und die Profiabteilung des MSV richtet sich nicht gegen den Verein sondern gegen weitere finanzielle Verpflichtungen der Steuerzahler für die Fehler einer nicht sonderlich glücklich agierenden Geschäftsführung einer privatwirtschaftlichen Profiabteilung. In den vergangenen Jahren gab es mehrfach Hilfen in Form von zinslosen Krediten, Zahlungsaufschüben und anderen Dingen, die aber zum Teil nicht-öffentlich beschlossen wurden und deshalb der Öffentlichkeit nicht in Gänze bekannt sind und über die ich leider deshalb nicht in Detail schreiben darf.

Aber unabhängig davon finde ich es einfach nicht vertretbar einer privaten Spielbetriebsgesellschaft mehrfach öffentliche Gelder zukommen zu lassen weil sie öfters finanzielle Probleme hat während viele andere Vereine in Duisburg selbst zusehen müssen wie sie finanziell über die Runden kommen. Wie soll ich es später gegenüber den Bürgern vertreten, dass die Stadt sich eventuelle finanzielle Risiken aufgeladen hat und Verluste der Stadiongesellschaft ausgleichen muss während in anderen Bereichen des ehrenamtlichen Sports nicht genug Geld da ist um Geräte für ein paar hundert Euro anzuschaffen. Und wieso soll es eigentlich unmöglich sein andere Partner für den Betrieb der Arena zu finden? Ist die Arena etwa doch nicht notwendig, außer eben für den professionellen Spielbetrieb des MSV? Und wieso soll dann der Steuerzahler für den Spielbetrieb gerade stehen?

Niemand soll mich missverstehen: ich möchte auch, dass der MSV weiterhin in der Fußballbundesliga mitspielt und hoffentlich auch aufsteigt, die Stadt mit ihren Unternehmen hat auch schon oft mitgeholfen um dabei zu helfen. Aber nun de facto eine finanzielle Garantie für den Spielbetrieb in der MSV-Arena in Neudorf (nicht Wedau, wie ich lernen musste) abzugeben ist einfach nicht zu rechtfertigen. Letztendlich können nur die vielen MSV-Fans den Verein retten, der Steuerzahler allgemein ist nicht dafür da.

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Duisburg hat zuviel Geld!

12. Februar 2014

Schauinsland

506.672 EURO aus der Stadtkasse für ein Stadion

6 Millionen EURO für Asylheime trotz tausender leerer Wohnungen im Stadtgebiet, neue Ämter, neue Chefpositionen in Ämtern und städtischen Gesellschaften mit milionenschweren Folgekosten und nun auch auch eine Fußball- und Sportarena für eine halbe Million Euro, nachdem schon vorher immer wieder städtisches Geld hineingepumpt wurde…

MSV-Arena

Die teure Schauinsland-Reise-Arena

Eigentlich kann man keinem Bürger mehr gegenüber behaupten, dass Duisburg kein Geld hat. Selbst wenn nicht Millionengräber wie die neue Mercatorhalle oder das „Kunstwerk“ Küppersmühle am Innenhafen angesprochen werden muss man zugeben, dass die Stadt und ihre Gesellschaften mit dem Geld der Bürger nur so um sich werfen wenn es der politischen Mehrheit im Rathaus mit ihrem blassen Oberbürgermeister an der Spitze gefällt.

Das neueste Husarenstück der Stadtspitze ist die „Schauinsland-Reisen-Arena“ in Wedau, die nun mehrheitlich in städtischen Besitz übergehen soll. Mit den hohen Betriebskosten und Schulden, die auf der Arena lasten. Auch wenn mich jetzt alle MSV-Fans hassen werden, ich sehe es nicht ein, dass schon wieder städtisches Geld für den MSV und das Stadion fließen sollen. Auch wenn es nur ein „Schuldenschnitt“ und eine schlappe halbe Million EURO Kaufpreis sind. Der wievielte „Schuldenschnitt“ allerdings, da kann schon der Überblick verloren gehen angesichts der vielen Schuldenschnitte und Zahlungsaufschübe, die in den letzten Jahren für den MSV und „sein“ Stadion organisiert wurden während städtische Gesellschaften die Gebühren für die Bürger erhöhen aber genug Geld für den MSV übrig haben.

Kann eine hochverschuldete Stadt eigentlich auf Forderungen verzichten? Oder ein Stadion kaufen obwohl das nun wirklich nicht zu den städtischen Aufgaben gehört? Diese und einige andere Fragen stelle ich mir gerade. Ich bin nicht bereit diese Abenteuer der politischen Mehrheit im Rat der Stadt mitzutragen. Auch wenn die vielen MSV-Fans sich kurz vor der Kommunalwahl für die öffentliche Geldspritze der Stadt begeistern werden bin ich nicht bereit diese wiederholten Wohltaten auf Kosten der Stadt und ihrer Bürger mitzumachen. Selbst wenn ich der einzigste im Rat der Stadt sein sollte, der sich einer neuen finanziellen Hilfe für den MSV und dem Stadion verweigert.

Schauinsland-Arena

Sonntag, der 24. Juli 2011: es ist kalt, der Himmel trüb und der Regen hält fast den ganzen Tag an!

Karl-Lehr-Tunnel am 24.07.2011 um 06:20 Uhr

Morgens nach der Nachtschicht fuhr ich zum Karl-Lehr-Tunnel um einen Blick auf die aufgemalten Schattenumrisse an den Tunnelwänden zu werfen und auch in aller Ruhe das Mahnmal für die Opfer der Loveparade-Katastrophe anzusehen. Im Tunnel waren auch lange Reihen an Grablichtern aufgestellt worden was interessant aussah und gut mit den weiß-gemalten Umrissen kontrastierte.

Schattenumrisse

Karl-Lehr-Tunnel am 24.07.2011 um 06:20 Uhr

Am Nachmittag war ich dann auch in der Schauinsland-Arena bei der Gedenkveranstaltung für die Opfer der Loveparade-Katastrophe. Die Arena war ungefähr zu einem knappen Viertel gefüllt, ich würde auf etwas über 2000 Leute tippen, die da waren. Die Veranstaltung selbst war sehr besinnlich und glich einem großen ökumenischen Gottesdienst. Es kamen Vertreter der Kirchen, der Polizei, der Notfallseelsorger und natürlich einige Angehörige der Opfer zu Wort. Nur von der Stadt redete keiner, das fand ich kleinlich oder zumindestens doch unglücklich, schließlich haben auch Feuerwehr und Ordnungsamt auf der Loveparade durchaus ihre Arbeit getan. Eine Polizeivertreterin konnte auch mit einer Rede vor das Publikum treten, und die Polizei hat letztes Jahr auch nicht fehlerfrei gearbeitet. Irgendwie hatte das einen bitteren Beigeschmack. Das kalte Wetter mit strömenden Regen hat auch seinen Beitrag zur düsteren Stimmung beigetragen, und ich hatte auch den Eindruck, dass viele Besucher mit der Veranstaltung nicht zufrieden waren da sich viele Plätze im Stadion schon vorzeitig leerten.

Gegen 16:35 Uhr war das Stadion auch schon fast leer und alle eilten in der nassen Kälte schnell zum Parkplatz.

MSV gegen Hansa

24. Oktober 2009

Heute war ich zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder bei einem Spiel des MSV dabei. Ein guter Bekannter hatte mich überredet doch mal dahinzukommen.

Natürlich zog bei mir das Argument mit der kostenloser Eintrittskarte, und so nutzte ich die Gelegenheit mal endlich die MSV-Arena selbst von innen zu erfahren. Die Live-Atmosphäre war auch klasse, das bekommt man im Fernsehen so nicht geboten.

Allerdings habe ich den Sinn des Transparents mit der Aufschrift „50+1 muss bleiben“ immer noch nicht ganz begriffen! Was solls, das Spiel ging trotz mäßiger Leistung der „Zebras“ zugunsten von Duisburg aus.

Hansa Rostock war heute auch kein wirklich starker Gegner für den MSV Duisburg und hatte eine katastrophal schlechte Abwehr. Wie dem auch sei, die Stimmung hat mir gefallen, vielleicht gehe ich jetzt öfters mal in die Arena!

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