In den Nachrichten konnten wir es alle hören: die höchste Staatsverschuldung und schwerste Wirtschaftskrise seit Gründung unserer Republik stehen ins Haus! Unsere Kapitaldienerbande namens Bundesregierung hat auf ganzer Linie versagt!

Ebenso versagen aber auch die großen Medien in ihrer Berichterstattung wenn es um die Analyse der schlechten Situation der Staatsfinanzen geht. Da behauptet doch allen Ernstes ein Kommentator einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt der Bundesfinanzminister könne nichts für die hohe Neuverschuldung! Die Krise sei eben schuld!

Sind unsere Journalisten schon dermaßen unterbelichtet? Oder haben wir es hier mit einem besonders dreisten Fall von Regierungspropaganda zu tun?!

Da versagt der Bundesfinanzminister völlig bei seiner Bundesfinanzaufsicht, die ja auch den Kapitalmarkt kontrollieren soll und die riskanten Zockereien unserer Bank“elite“ nicht sehen wollte, aber sowas wie Verantwortung für sein Versagen übernimmt er natürlich nicht. Da werden in die bundeseigene IKB 9 Milliarden EURO gesteckt und sogar über 100 Milliarden EURO in die „Hypo Real Estate“, aber der Bundesfinanzminister, der ja eigentlich für die Aufsicht der Finanzmärkte zuständig ist, ist eine „tragische Figur“ wie ich in den „Tagesthemen“ vor wenigen Stunden hörte.

Dass dieser Bundesfinanzminister eigentlich ein totaler Versager ist darf man wohl nicht sagen. Dabei braucht man nur ein bischen rechnen: 100 Milliarden EURO für die „Hypo Real Estate“, 9 Milliarden EURO für die IKB und 20 Milliarden EURO für die Commerzbank machen zusammen eine deutlich höhere Summe als die jetzt so laut beklagten 86 Milliarden EURO Neuverschuldung!!!

Doch wenn bis jetzt 130 Milliarden EURO unserer Steuergelder für die Taten von asozialen Spekulanten in den Bankpalästen verpulvert werden ist das für die kapitalhörigen Medien in unserem Lande nicht so tragisch! Die vielen milliardenschweren Steuergeschenke für Vermögende und Kapitalgesellschaften der letzten Jahre noch nicht mal mitgerechnet hätte also der Kapitaldiener Steinbrück schon heute ohne einen Cent Neuverschuldung einen ordentlichen Bundeshaushalt aufstellen können.

Doch dann hätte er natürlich die Banken für ihre gescheiterten Spekulationen im globalen Finanzcasino zur Verantwortung ziehen müssen anstatt den Bundeshaushalt zu ruinieren.

Sicher ist daher auch, dass die Kapitaldiener nach der Bundestagswahl uns dumme Steuerzahler zur Kasse bitten werden. Nicht umsonst kam schon die Forderung nach einer drastischen Mehrwertsteuererhöhung auf 25% (!!!). Dann werden wir alle die Rechnung für die Kapitalpolitik von Merkel und Steinbrück präsentiert bekommen!

Es sei denn die Wähler bereiten dem Spuk im September ein Ende und strafen diese große Koalition in Berlin so deutlich ab, dass Merkel und Müntefering abtreten müssen!

„Regierung sucht Ideen…“

15. Dezember 2008


Kanzlerin im TV

Was sah ich da gestern im Fernsehen: die Regierung sucht Ideen und veranstaltet einen großen Krisengipfel! Wahrscheinlich hat diese Bundsregierung keine Ideen! Deswegen müssen „Konjunkturgipfel“, „Rettungspakete“ und „Schutzschirme“ der Öffentlichkeit suggerieren, dass unsere Kapitaldiener von der Bundesregierung die handfeste Wirtschaftskrise irgendwie schon unter Kontrolle kriegen werden!


Plüsch und Plum im TV

Wahrscheinlich werden wieder neue zusätzliche „Rettungspakete“ für das Kapital geschnürt, ist ja schließlich bald Weihnachten! Nur wir dummen Bürger werden weiterhin geschröpft und dürfen ab nächstem Monat kräftig erhöhte Krankenkassenbeiträge für die Apparatschiks im Gesundheitswesen zahlen. Wer wird da wohl mehr konsumieren?

Dass der Bürger aber etwas mehr Geld haben müsste um mehr zu konsumieren scheint bei unserer politischen „Elite“ noch nicht angekommen zu sein. Denn trotz aller heißen Luft, die gerade Merkel, Münte & Co. produzieren, es gibt keine Entlastungen (also mehr Geld!) für den Normalsterblichen. Die Milliarden, die gerade so großzügig an Banken und Industrie verteilt werden sollen wohl eher die Kapitalprofite retten.

Darüber können auch die paar Milliarden für öffentliche Aufträge kaum täuschen. Denn über 400 Milliarden für Spekulantenbanken stehen bis heute keine konkreten Summen für arbeitsschaffende Investitionen gegenüber. Das sind bisher nur leere Versprechungen. Aber kritische Nachfragen von TV-Journalisten brauchen unsere Kapitaldiener nicht zu fürchten!

Traurig, aber selbst in der Krise können die Oberen in Berlin treiben was sie wollen!

P.S.: Fragt eigentlich noch einer welche Lehren aus dieser schweren Krise gezogen werden? Werden jetzt nicht nur rhetorisch auch die Regeln verschärft und die Zocker in den Banketagen an die Leine genommen?!

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