Komische Oper

7. Juni 2012

Duisburger Stadttheater

Duisburger Stadttheater

Wird das Theater bald leer sein? Gibt es schon bald keine Oper und keine Philharmonie mehr in Duisburg?

Der Sparzwang könnte auch hier zu Schließungen und dem Wegfall wichtiger kultureller Angebote führen. Genauso wie auch in vielen anderen Bereichen. Es war wahrscheinlich auch keine Überraschung, dass auch die Oper am Rhein mit ihren jährlichen Zuschussbedarf von über 35 Millionen Euro zum Objekt des Haushaltssanierungsplanes werden würde. Nun bezahlt zwar Düsseldorf den größten Batzen davon, aber 11 Millionen Euro muss Duisburg tragen, und das fällt immer schwerer angesichts der gewaltigen Haushaltsprobleme. Die politische Diskussion zur Rettung der Oper läuft gerade auf vollen Touren. Die CDU im Duisburger Rathaus wollte schon am 21. Mai im Rat der Stadt eine entsprechende Erklärung beschließen lassen. SPD, Linke und Grüne haben das verhindert. Obwohl alle angeblich die Oper retten wollen.

Ich selbst bin mir noch im Unklaren ob die Oper zu retten ist, das wird sich im Laufe der nächsten zwei Wochen auch in meiner Fraktion herausstellen unter welchen Bedingungen die Opernehe mit Düsseldorf und damit der Spielbetrieb weitergehen können. Es hängt ja auch einiges daran wie die Philharmonie, das Stadttheater und die Mercatorhalle. Ohne Oper würden auch diese Einrichtungen in Gefahr geraten. Es gilt also bis zur entscheidenden Ratssitzung am 25. Juni sehr gut abzuwägen.

Angeblich haben aber SPD, Linke und Grüne, die ja bekanntermaßen über die Mehrheit im Rat der Stadt verfügen schon bechlossen, die Oper zu retten, zumindestens tun sie so. Nur im Rat der Stadt waren sie am 21. Mai nicht bereit dazu, und vorgestern haben sie auch im Kulturausschuss, der zusammen mit den Düsseldorfern tagte alles getan um sich nicht festlegen zu müssen. Die linken Freunde, die zwei Jahre lang fast alle Einsparungen mit dem Argument verhinderten „man werde keine Grausamkeiten am Bürger begehen“ wollen sich jetzt nicht eindeutig für den Erhalt der Kultureinrichtung Oper einsetzen. Kann es sein, dass die SPD mit ihren linken Verbündeten nur die Oberbürgermeisterwahl am 17. Juni abwarten möchte bevor sie dann am 25. Juni bei der Verabschiedung des Haushaltssanierungsplans im Rat der Stadt die Opernehe mit Düsseldorf aufkündigt und damit den Spielbetrieb in absehbarer Zeit? Nur bis dahin spielt sie den Bürger weiterhin das Theater vor sie wolle die Schließung verhindern. In dieses Bild passt auch, dass die Schließungspläne angeblich von einer Verwaltungsmitarbeiterin mit SPD-Parteibuch in gehobener Stellung bei den städtischen Kulturbetrieben stammen.

Es könnte also passieren, dass nach der Oberbürgermeisterwahl die Duisburger SPD ihre alten Versprechungen die Oper zu retten ganz schnell vergisst sobald der Chefsessel im Rathaus von ihrem blassen Jungparteisoldaten in Besitz genommen wird. Jedenfalls haben selbst die Düsseldorfer Genossen es vorgestern bei der gemeinsamen Kulturausschussitzung nicht geschafft die Duisburger Parteifreunde dazu zu bewegen eindeutig für den Erhalt der Opernehe zu votieren. Da sich bis zum 25.06. die Zahlen nicht ändern und die SPD bis heute nicht in der Lage war ein eigenes Sparkonzept vorzulegen (das erwartet sie ständig von der Verwaltung) bleibt nur die Schlussfolgerung, dass es mit Oper und Philharmoniker schon bald vorbei sein wird in Duisburg.

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Mevlana im CityPalais!

9. Dezember 2007

Das CityPalais in Duisburg

Gestern abend war im Duisburger CityPalais eine ungewöhnliche Veranstaltung zu bestaunen: westliche klassische Musik traf mit islamischer Mystik des Mevlana zusammen.

Mevlana-Derwische im Duisburger CityPalais

Über tausend Besucher zwängten sich in die Mercatorhalle im oberen Stockwerk des CityPalais um eine ungewöhnliche Kombination der Musikstile zu bestaunen. Zumindestens nach einer Stunde Verspätung!

Zeitweise erinnerte das Ganze auf der Bühne mehr an einer Oper als an einer Veranstaltung zum Gedenken des 800. Geburtstages des berühmten islamischen Mystikers. Die türkischen Besucher, die deutlich in der Mehrzahl waren schienen eher irritiert als die beiden Opensänger auf der Bühne ihre Kunst darboten. Das war ganz anders als man sich Mevlana Celaleddin Rumi im türkischen Raum vorstellt. Danach kamen dann aber auch die bekannten Derwische mit ihrem Semah wie er weltweit bekannt ist.

Die Redner am Anfang der Veranstaltung des Ruhrinstitutes wiesen auch besonders auf die grenzüberschreitende Bedeutung des islamischen Mystikers mit seinem Werk hin, auf das sich auch Afghanen, Iraner und Völker auf dem Balkan beziehen. Denn Mevlana war offen gegenüber allen Menschen unterschiedlichen Glaubens. Das macht ihn auch heute noch interessant in einer Zeit wo manche gerne neue Kulturkriege vom Zaun brechen möchten!

Mevlana im CityPalais!

Das war trotz einiger organisatorischer Schwächen eine sehr interessante Veranstaltung!

P.S.:
Der Vorsitzende des Beirates für Zuwanderung und Integration der Stadt Duisburg sollte nächstes Mal lieber nicht Sätze aussprechen wie „…ich verstehe nicht viel von Musik, ich komme vom Schwarzen Meer…„! Das hat bei meiner Frau und meiner Schwägerin und vielen anderen Türken von der Schwarzmeerküste zu einer gewissen Verärgerung geführt!

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