Sarrazin als Finanzsenator in Berlin auf der Homepage des Berliner Senats

Der SPD-Mann Sarrazin, seines Zeichens Ex-Bundesbanker und Ex-Finanzsenator in Berlin hat mit seinen rassistischen Thesen nicht nur für sehr viel Ärger im Land gesorgt sondern es auch fertiggebracht seine Partei bundesweit zu blamieren!

Aber nun sind offensichtlich Sarrazins Beschimpfungen der Kopftuchmädchen und arabischen Gemüsehändler gar nicht mehr so schlimm, der Mann, dem vor gar nicht allzulanger Zeit von der SPD-Spitze bescheinigt wurde, dass seine Thesen nicht mit sozialdemokratischen Grundprinzipien vereinbar sind darf weiter in der SPD bleiben.

So blamieren sich die Spitzengenossen im ganzen Land: erst wird auf den „Parteifreund“ heftig geschimpft und sein Parteiausschluss angekündigt um dann in aller Ruhe vor den Osterfeiertagen mal zu verkünden, dass alles erledigt sei. Jetzt darf der SPD-Karrierist Sarrazin also weiter machen und auf weitere Karrieresprünge hoffen, wie auch schon die letzten Jahrzehnte. Denn seine Angriffe auf Migranten und Menschen mit wenig Einkommen laufen schon einige Jahre und haben seiner Karriere bis zum Bundesbankvorstand nicht geschadet!

Vielleicht ist das aber auch nur folgerichtig! Denn auch in der SPD gibt es nicht wenige Menschen, die Migranten nicht mögen, ich denke bis heute noch an einen SPD-Mandatsträger, der vor 10 Jahren auf einem Parteiseminar nach einigen Bierchen ganz heftig auf die „Polacken“ schimpfte, und auch die „Genossen“, die früher im Homberger SPD-Ortsverein rumerzählten man könne so einen wie mich nicht wählen da ich ja immer „mit den Türken zusammen bin“ habe ich nicht vergessen! Die Öffentlichkeit hat solche rassistischen Tendenzen in der SPD bisher aber kaum mitbekommen.

Nur jetzt wird die SPD in aller Öffentlichkeit zeigen, dass sie auch prominente Rassisten in ihren Reihen duldet wenn sie nur genug öffentliche Fürsprache finden und genug Bücher mit rassistischem Inhalt verkaufen! Ich bin mal gespannt wie sich die ernsthaften Sozialdemokraten, die den inhaltlichen Grundsätzen noch Bedeutung beimessen nun verhalten werden. Immerhin werden nun hoffentlich auch die vielen Migranten nun merken wie verlogen die These von der angeblich „migrantenfreundlichen“ Partei immer schon gewesen ist!

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Es wird immer peinlicher für die aSozialdemokraten: unter dem Druck der kapitalorientierten Massenmedien wird jetzt die eigene Basis verärgert und der Parteiausschluss von Clement rückgängig gemacht!

Die Parteioberen verkünden jetzt schon wie sie einen Ex-„Superminister“ in der SPD behalten wollen obwohl der diese öffentlich mitten im Wahlkampf angegriffen hat! Jedes andere weniger prominente Parteimitglied wäre mit Sicherheit schon längst geflogen wenn es sich das erlauben würde.

Aber manche Leute sind eben auch in der SPD gleicher als andere! Und so zeigt die SPD-Spitze in aller Klarheit was sie von ihrer eigenen Parteibasis hält: der Parteivorstand und die Ministerriege setzen sich für Clement ein und billigen damit nachträglich seine Ausfälle gegen die eigene Partei. Von seinen früheren Beschimpfungen Arbeitsloser mal ganz zu schweigen.

Gerade habe ich auch im Radio gehört wie er das Gesprächsangebot der Bochumer SPD-Ortsvereine barsch zurückwies und sinngemäß meinte er bräuchte mit denen nicht zu reden. Dass diese Menschen über viele Jahre auch für einen Clement Wahlkampf gemacht haben ist da nicht wichtig. Wirtschaftliche Eigeninteressen sind dem Herrn in seiner Eigenschaft als RWE-Mann und Arbeitsverleiher wichtiger als soziale Grundsätze. Da hatte das SPD-Mitglied schon recht, das im Fernsehen Clement einen „Kapitalknecht“ nannte! Der jetzt auch mit viel prominenter Unterstützung weiter innerhalb der SPD seine asoziale arbeitnehmerfeindliche Politik propagieren darf.

Der Fall Clement beweist nur nocheinmal, dass die Parteimitglieder in der SPD in der Praxis nicht wirklich was zu melden haben sondern einfach nur billige Plakatekleber und Flugblattverteiler sind. Die Führungskaste aus Parteivorstand und Ministern bestimmt den politischen Kurs.

Das wäre ja noch schöner wenn die Parteibasis einfach prominente Vertreter der asozialen „Reform“politik rauswerfen darf. Sowas könnte ja sonst noch Schule machen!

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