Sarrazin als SPD-Finanzsenator in Berlin

Die SPD hat es wieder einmal geschafft ihre Mitglieder und Freunde zu verärgern. Erst verkünden „Spitzengenossen“, dass ein Sarrazin mit seinen rassistischen Thesen nichts in der SPD zu suchen hat um dann überraschend vor den Osterfeiertagen klein beizugeben und das ganze vorher angestrengte Parteiausschlussverfahren überraschend abzublasen!

Bei meiner Recherche im Netz stieß ich auf einige Artikel von Noch- und Ex-SPD-Mitgliedern, die sich sehr verbittert über das überraschende Ende des Parteiauschlussverfahren gegen den Pulloverexperten Dr. Thilo Sarrazin zeigten, der schon seit einigen Jahren gerne gegen Migranten und Menschen mit geringem Einkommen hetzt. Wie soll das zur sozialdemokratischen Gedankenwelt passen wenn man Menschen, die aus dem Orient stammen unterstellt sie seien nur als Gemüsehändler zu gebrauchen und hätten nur Kinder mit wenig Intelligenz, die dann „deutsche“ Kinder sozusagen mit ihrer Dummheit anstecken würden?! Ganz so als ob Intelligenz was mit Herkunft zu tun hätte, das kann man auch getrost als Rassismus bezeichnen. Aber mit ein paar beigefügten Statistiken akzeptiert die SPD solche Aussagen und lässt SPD-Karrieristen wie Sarrazin weiter unbehelligt ihr Unwesen als Buchschreiber und prominentes Parteimitglied treiben.

Nur mit der Glaubwürdigkeit ist es erstmal vorbei und weitere Werbung bei Migranten kann sich die SPD getrost sparen. Diesen Freifahrtschein für Hetze gegen andere Menschen, nur weil sie arm sind und die „falsche“ Herkunft oder Religionszugehörigkeit haben wird bei den Migranten nicht so schnell vergessen werden. Im Netz fand ich auch einen Artikel aus der „Jüdischen Allgemeine“ in der ein Sergey Lagodinsky seinen Austritt aus der SPD erklärt, das obige Zitat im Titel stammt von ihm, und er zeigt sich sehr enttäuscht, dass sein Verständnis von sozialdemokratischen Grundsätzen, eine gleichberechtigte Zusammenarbeit von Menschen unterschiedlicher Herkunft in der SPD wohl nicht mehr möglich ist. Und dabei erschreckt ihn am meisten der Umstand, dass die heutige SPD sich eben nicht traut den Stammtischen zu trotzen und rassistischen Stimmungen in der Bevölkerung auch entgegenzutreten. Wahrscheinlich auch weil es nicht wenige Parteimitglieder gibt, die selbst solchen Stimmungen positiv gegenüberstehen.

Ich hoffe nur, dass jetzt viel mehr Menschen merken, dass die heutige SPD schon lange nicht mehr sozialdemokratisch ist, sondern nur noch ein Schatten ihrer glorreichen Vergangenheit!

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