Von wegen „im grünen Bereich“: die Duisburger Stadtwerke sind nicht nur ziemlich teuer, sie verkaufen auch noch Atomstrom ziemlich teuer!

Ob das nun an den vielen SPD-Funktionären liegt die dort beschäftigt sind oder den vielen anderen Ausgaben lässt sich nur schwer feststellen. Ich weiß aber, dass ich keine Lust habe überteuerten Atomstrom zu kaufen wenn ich wesentlich günstiger echten Ökostrom bei anderen Stadtwerken bekommen kann! Bis zu 300 Euro im Jahr lassen sich so sparen!!!

Ich habe mir ja schon lange überlegt den teuren Stadtwerkestrom aus Duisburg abzubestellen, jetzt werde ich es machen. Da kann ich mit gutem Gewissen Geld sparen und auch noch was für die Energiewende tun wenn ich garantierten Ökostrom beziehe und so der Atomkraft den Rücken kehre!

Auch wenn die Stadtwerke in der Region Sponsoring betreiben und viele Aufträge an kleine Firmen vergeben so sehe ich es nicht ein für dieses Unternehmen mit seinem Wasserkopf an der Spitze und den vielen Parteifunktionären auf allen Ebenen Geld zu bezahlen. Zudem habe ich auch noch gehört, dass die Duisburger Stadtwerke angeblich nur wenige Migranten beschäftigen und vielen Jugendlichen mit Migrationshintergrund trotz guter Qualifikation sofort Absagen schicken wenn sie sich dort um einen Ausbildungsplatz bewerben. Dazu werde ich auch noch tätig werden, denn das sollte in unserer Stadt mit seinen vielen Einwohnern internationaler Herkunft selbstverständlich sein, dass auch Bewerber mit Migrationshintergrund bei den Stadtwerken einen Ausbildungsplatz bekommen!


Screenshot: Homepage der Stadtwerke Flensburg GmbH (www.stadtwerke-flensburg.de)

Wie dem auch sei es gibt andere Stadtwerke, die wesentlich günstiger reinen Ökostrom anbieten und auch unabhängig von den großen Energiemonopolisten sind. Die Stadtwerke Flensburg zum Beispiel sind günstig, da werde ich wahrscheinlich hin wechseln, alternativ könnte ich mich auch für die Stadtwerke Trier entscheiden. Und ich empfehle allen das Gleiche zu tun, denn den teueren Pöstchenversorgungsladen in Duisburg kann man anders nicht mehr beeinflussen! Bei Seiten wie Check 24 oder Verivox lassen sich auch jede Menge andere günstige Anbieter finden, darunter viele Stadtwerke!

Keine Stimme für Dressler!

7. Dezember 2010

Dass Jürgen Dressler, seines Zeichens auch „Stadtbaurat“ oder Beigeordneter für Stadtentwicklung, nicht unbedingt zu den beliebtesten Menschen in Duisburg gehört, dürfte nicht überraschen. Aber, dass niemand im Rat der Stadt seine Hand für eine Vertragsverlängerung heben mochte war dann wohl doch ziemlich eindeutig!

Nun gut, ich und andere wünschen ihm eine schöne Zeit als Pensionär und unserer Stadt hoffentlich bald wieder einen guten Stadtentwicklungsdezernenten, der nicht nur Sprüche klopft.

Ansonsten war die gestrige Ratssitzung über lange Strecken ziemlich kompliziert und viele Ratskollegen auch undiszipliniert. Beim Thema „Rhein-Ruhr-Halle“ und dem Bau der Vierfach-Sporthalle, die als deren Ersatz kommen soll herrschte auch zeitweise Konfusion und Emotion vor. Der Duisburger Norden bekommt seine Ersatzhalle, was immer man auch darunter verstehen mag, und die Bezirksregierung wird auch das Geld dafür freigeben, aber eben nur wenn die Rhein-Ruhr-Halle auch am 31.03.2011 geschlossen wird. So sagt es die Stadtspitze, das wollen aber viele Ratsmitglieder gerade von der SPD nicht glauben und verlangen den schriftlichen Nachweis, dass die Bezirksregierung auch wirklich einen Weiterbetrieb der alten sanierungsbedürftigen Halle nicht gestattet wenn es Geld für eine neue geben soll! Immerhin ist das Factory Outlet Center an gleicher Stelle auch beschlossen.

Jetzt warten wir alle auf das Schriftstück der Bezirksregierung und haben mehrheitlich der Schließung der Rhein-Ruhr-Halle wieder zugestimmt. Mit Ach und Krach sozusagen!

Aber noch nervtötender als den Krach fand ich die vielen einschläfernden Fensterreden einiger Ratsmitglieder, die sich ellenlang zum Kauf der STEAG-Anteile selbstdarstellten und dringend mal zum Rhetorik-Seminar gehen sollten! Aber Schauspielerei gehört eben auch zum politischen Geschäft. Der Beschluss über den Kauf der Anteile fiel in nicht-öffentlicher Sitzung, deswegen darf ich jetzt das Ergebniss nicht verraten. Aber die Medien berichten ja schon darüber!

Die Ratssitzung dauerte dann auch wegen der vielen Reden bis zirka 21:45 Uhr und alle Teilnehmer durften dann auf dem Parkplatz in klirrender Kälte ihre Autoscheiben freikratzen und auf glatten Straßen ihren Heimweg antreten!


Essenberger Bruch

Der heutige Umweltausschuss mit den Bezirksvertretungen aus Homberg und Rheinhausen war teilweise recht turbulent. Und der Homberger Bezirksbürgermeister sorgte mit seinem verwirrten Auftritt für ein wenig Durcheinander bei der entscheidenden Abstimmung!

Aber davor stand erstmal eine stundenlange Sondersitzung des Umweltausschusses gemeinsam mit den Bezirksvertretungen aus Rheinhausen und Homberg! Denn der Stadtdirektor hat es sich wohl in den Kopf gesetzt 150 Meter hohe Windräder im Essenberger Bruch zu errichten, und eine Firma mit Namen „Energiekontor“ hat schon konkrete Planungen vorbereitet! Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen auch aktiv in die intensive Diskussion einzugreifen! Denn der Essenberger Bruch ist für viele Bürger, auch für mich, ein wichtiges Naherholungsgebiet!


Impression aus dem Essenberger Bruch

Stadtdirektor Greulich hat sich auch mächtig für die Firma und die Windkraftanlagen ins Zeug gelegt. Angeblich wäre schon 2007 vom Stadtrat beschlossen worden in ausgewiesenen Zonen, darunter auch das Landschaftsschutzgebiet Essenberger Bruch, Windkraftanlagen zu errichten. Und die 150 Meter hohen Türme mit den kilometerweit sichtbaren Rotoren hätten auch keine bedeutsamen negativen Auswirkungen auf die Umgebung, schließlich ginge es auch um den Klimaschutz und den Ausbau regenerativer Energien! Dass die zwei Megawatt Anlagen kaum genug Energie produzieren um auch nur einen Tag die Produktion eines konventionellen Kraftwerks zu kompensieren spielte in dieser ideologischen Betrachtungsweise kaum eine Rolle!

Aber bis auf die Grünen konnte sich da keiner so recht mit dieser Behauptung anfreunden. Ebenso sorgte der Auftritt des Vertreters der Firma „Energiekontor“ für leichte Verärgerung, der selbstherrlich meinte die Politik habe die Pläne gefälligst abzusegnen wenn die gesetzlichen Auflagen und Bestimmungen erfüllt seien.

Dass ließen sich zum Glück die allermeisten Kommunalpolitiker nicht gefallen und stimmten getrennt nach Zugehörigkeit zu Umweltauschuss und den Bezirksvertretungen gegen die vorläufige Befreiung zur Errichtung der Anlagen im Landschaftsschutzgebiet. Das konnte dann auch ein sichtlich überforderter Homberger Bezirksbürgermeister nicht verhindern, der mit missverständlichen Formulierungen gleich mehrmals zu diesem Punkt abstimmen ließ!

!!! 17.11.2010, 04:11 Uhr: Gerade habe ich erfahren, dass die SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas angeblich auf einer Veranstaltung der Ärztekammer in Duisburg gestern abend erklärt hat, dass sie Oberbürgermeisterin in Duisburg werden möchte. Wenn das stimmt erscheinen ihre ganzen Erklärungen zur Loveparade in einem ganz neuen Licht, und ihre Kritik am Duisburger Oberbürgermeister ist dann ziemlich fragwürdig, da sie ja auf seinen Posten scharf zu sein scheint !!!

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