Wahlwerbung auf türkisch

Da hatte ich mich schon auf eine politikfreie Zeit im Urlaub gefreut und lande inmitten eines heftigen Wahlkampfes!

Morgen wird ein neues Parlament in der Türkei gewaehlt, und die Werbung der Parteien laeuft auf allen Strassen und öffentlichen Plaetzen auf Hochtouren. Wobei der Kampf von den Sozialdemokraten, der Partei der nationalen Bewegung und den regierenden Islamisten der AKP des Ministerpraesidenten Recep Tayyıp Erdoğan am energischsten geführt wird. Da es eine 10 %-Hürde im türkischen Wahlrecht gibt werden wohl auch diese Parteien im Parlament über die Regierungsbildung entscheiden.

Wahlkampf

Viele mit denen ich gesprochen habe glauben, dass wieder die AKP die Wahl gewinnen wird. Es gibt aber auch Anzeichen dafür, dass es sehr knapp werden könnte. Deswegen sind die Parteien auch bis zur letzten Minute auf den Strassen und an den Haustüren aktiv. Gestern liefen mir in Safranbolu Anhaenger der türkischen Sozialdemokraten über den Weg waehrend wenige Meter weiter die MHP mit voll aufgedrehten Lautsprechern für sich warb. Auffaellig fand ich auch die sehr professionelle und sehr praesente Werbung der Regierungspartei, die sicher sehr teuer war. Trotzdem waren sich noch viele Leute darüber unsicher welcher Partei sie ihr Vertrauen schenken sollen.

Es könnte morgen abend bei der Stimmenauszaehlung also spannend werden. Und danach ist hoffentlich ein wenig Ruhe angesagt!

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Dank PISA und einigen schlechten Nachrichten zum Thema Bildung und Chancengleichheit auch für Kinder aus sogenannten „bildungsfernen Schichten“, damit sind wohl alle einfachen Leute gemeint, ist jetzt unsere „Super-Merkel“ entschlossen das Bildungsniveau in Deutschland zu heben!

Aber ob damit auch wirklich alle schlauen Kinder nun besser gefördert werden?! Oder mal, anstatt Spekulanten mit gigantischen Milliardensummen zu belohnen, nun auch ein bischen mehr Geld für die Schulen zur Verfügung steht dürfte wohl auch fraglich sein.

Denn mit Unterrichtsausfall und maroden Schulgebäuden wird das Bildungsniveau wohl kaum steigen. Schon gar nicht wenn immer mehr Familien kaum noch Geld haben um die Schulbücher und andere diverse Kosten zu tragen. Und Studieren geht ja auch nur noch gegen Bares!

Also müssen ich und meine Frau trotz geringen Einkommens wohl versuchen für unseren Kleinen Geld zu sparen um ihm später eine gute Bildung zu ermöglichen! Denn von einem Staat, der jeden Monat schon 70 EURO(!) von uns für den Ganztagskindergarten mit Mittagessen verlangt ist trotz Bildungsgipfel nicht zu erwarten, dass alle Kinder nach ihren Fähigkeiten bewertet werden und nicht nach ihrer Herkunft und sozialem Stand.

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