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Wir sind alle Erdogan-Spitzel! Gestern die Imame in den Moscheen, dann die türkischen Lehrer, heute sogar schon die türkischen Schüler und morgen werden sicher auch die türkischen Döner-Verkäufer von unseren investigativen Medien als Erdogan-Spione enttarnt werden. Ich selbst stehe wahrscheinlich auch schon kurz vor meiner Enttarnung

Irgendwann werden wir dann wahrscheinlich auch von einer Art Türkische Stasi in Deutschland lesen, die von den türkischen Moscheen, Botschaften oder Konsulaten aus gesteuert wird.

Wenn es nicht so ernst wäre müsste man jetzt eigentlich laut loslachen. Leider ist aber anzunehmen, dass in mancher deutschen Redaktionsstube und linker Parteizentrale wirklich so gedacht wird. Da werden mal eben Millionen von türkischstämmigen Bürgern in diesem Land dem Verdacht der Spionage ausgesetzt und mit reißerischen Schlagzeilen wieder zudem gemacht was sie in den Augen vieler Deutscher sowieso immer waren: verdächtige Ausländer, die ja eigentlich nicht hierhin gehören, außer denen, die sich wie ein gewisser Cem Ötzdemeier vollkommen gegen ihr Herkunftsland gewendet und assimiliert haben.

Die gleichen Parteien, die jetzt nach und nach alle hier lebenden Türken unter Pauschalverdacht stellen werden haben übrigens kein Problem damit, dass Terrororganisationen wie die PKK ganz offen auf den Straßen ihre Propaganda betreiben, im Schutzgeldgewerbe wie auch anderen kriminellen Tätigkeitsfeldern aktiv sind und wirklich andere ausspionieren um „Abweichler“ bestrafen zu können. Das lässt sich im Detail in diversen Verfassungsschutzberichten der letzten Jahre nachlesen.

Aber wenn es gegen die Türken geht, und seien es auch nur Schüler und Eltern, werden die ganz großen publizistischen Geschütze aufgefahren und überall „Türkische Spionage“ (Zitat Rheinische Pest) entlarvt. Denn „Erdogan ist überall“ (wiedermal die Rheinische Pest). Da ist es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit wann die Spionageabwehr des Rheinisch-Bergischen Verlages auch die Einführung von Gesinnungstests an allen Schulen oder noch wichtiger in allen öffentlichen Institutionen einfordern wird um jeden möglichen „Agenten“ zu enttarnen.

Ich habe aber noch die Hoffnung, dass in Zeiten des Karnevals die ganze Hysterie am Aschermittwoch wieder abflauen wird oder die Redakteure bei der Rheinischen Pest einfach nur zuviel Konfetti eingeatmet oder schlechte Kamelle gefuttert haben. Die Zeiten in denen Gesinnungsschnüffelei und Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsgruppen propagiert wurden sollten doch in unserem angeblich so freiem Land schon lange vorbei sein.

#hetzegegentürken #rassismusderneuenart #erdogan

Die Zeitung gehört in den Müll!

1205 EURO im Monat sind Luxus für eine dreiköpfige Familie wenn es nach der kapitalorientierten Rheinischen Pest geht! Und 1474 EURO für eine vierköpfige Familie!

In diesen luxuriös hohen Summen nach „HARTZ IV“ steckt übrigens schon die Miete plus Heizkostenanteil drin! Das soll dann eine derart gute finanzielle Ausstattung sein, dass angeblich Langzeitarbeitslose deswegen keine Arbeit suchen wollen. Zwischen den Zeilen gelesen kann das ja nur bedeuten, dass die Löhne in diesem Lande auf ein Niveau abgesunken sind das sich zwischen 1200 und 1474 EURO im Monat bewegt oder sogar darunter liegt. Nach der Logik der „Zeitung für christliche Kultur“ soll das wohl heißen, dass die Armut noch verschärft werden muss damit die Leute auch für noch weniger Geld arbeiten!

Und wenn man weiter liest erkennt man auch sofort den Auftraggeber dieser Hetze gegen Langzeitarbeitslose: die Arbeitgeber und ihre eigenen Institute, die die Menschen in Hungerlohnjobs zwingen möchten! Da wird dann im letzten Drittel des Artikels geschwärmt, dass es leichter geworden ist Kandidaten für „schwer besetzbare“ Stellen zu finden seit „HARTZ IV“ eingeführt wurde und die Zahl der Langzeitarbeitslosen gesenkt wurde, wenn auch um den Preis der Armut! Eben durch so Superjobs bei den modernen Sklavenhändlern unserer Zeit mit 7 EURO die Stunde, brutto natürlich! Komisch nur, dass am Anfang des Artikels noch das Gegenteil behauptet wurde mit der angeblich „gebremsten“ Jobsuche durch „HARTZ IV“!

So ist das nunmal mit den journalistischen Auftragsarbeiten, wenn die Wirklichkeit dem Kapitalinteresse angepasst werden muss bleibt die Logik auf der Strecke.

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