Moby Dick

Bildquelle: Wikimedia Commons

Wer hätte gedacht, dass die Duisburger Kommunalpolitik jemals mit großer Weltliteratur in Berührung kommen könnte?! Dank dem Duisburger FDP-Fraktionsvorsitzendem Bies und der WAZ sowie „derWesten.de“ wissen wir nun, dass Käpt’n Ahab auch in Duisburg auf Wa(h)ljagd geht um Moby Dick zu erlegen.

Auf das kommunalpolitische Geschehen in Duisburg übertragen stelle ich mir die Rollenverteilung allerdings etwas anders vor als Herr Schmeer von der hiesigen WAZ, der offenbar die Komplexität und Vielschichtigkeit des Romans „Moby-Dick“ von Herman Melville nicht ganz begriffen hat. Dabei ist die Grundstruktur der Geschichte recht einfach: der Kapitän eines Walfangschiffes, Käpt’n Ahab, ist ganz besessen und voller Hass auf der Jagd nach einem riesigen weißen Wal namens „Moby Dick“, der ihm einst ein Bein abriss. Zusammen mit einer recht bunten Mannschaft, die aus Menschen unterschiedlichster Herkunft besteht ist dieser Käpt’n Ahab auf kommerzieller Waljagd aber dabei dermaßen in seinem Hass auf Moby Dick verblendet, dass er um Rache nehmen zu können andere lukrative Möglichkeiten zum Walfang opfert. Seine Mannschaft ködert er mit einer Golddublone um sie für seine persönliche Abrechnung mit dem weißen Wal zu gewinnen.

Wenn ich dieses Schema auf die derzeitige Lage in Duisburg übertrage ergibt sich für mich folgende Rollenverteilung:
Käpt’n Ahab wäre hier der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende und frühere Stadtdirektor Brandt, der seine Posten bei der Stadt sowie die letzte Wahl verloren hat weswegen er nun auf Rache sinnt und deshalb seiner Mannschaft die Golddublone, sprich neue lukrative Jobs bei der Stadt sowie städtischen Gesellschaften für ihre Jagdunterstützung anbietet.
Der erste Maat Starbuck könnte der SPD-Fraktionsvorsitzende Mettler sein, der eher nüchtern sachlich agiert um der Pflicht willen die Jagd unterstützt ohne dabei aber fanatisch zu werden.
Die Rolle des Ismael könnten sowohl Ratsfrau Leiße oder auch Ratsfrau Diesterhöfft übernehmen, die ähnlich naiv wie gutmütig bei der Jagd mithelfen.
Und die Schiffsmannschaft wären dann die „Abwahlinitiative“ sowie die sie unterstützenden SPD/Linke-Funktionäre, die sich Hoffnungen auf die Golddublone, also die lukrativen Posten machen.

Am Ende der Geschichte stürzen alle ins Verderben weil sie mit ihrer Jagd nicht aufhören können und jede Vernunft verlieren. Auch das passt zum Verhalten der SPD/Linken wie der sogenannten „Abwahlinitiative“, die auch schon jedes Maß verloren haben und von ihrer Jagd nicht ablassen können selbst wenn sie der Stadt Schaden damit zufügen.

Zu guter letzt erspare ich es mir nun zu enthüllen wer Moby Dick, also das Jagdziel ist, das am Ende aber doch entkommt und seine Jäger überlebt. Der aufmerksame Leser wird es schon ahnen!
😉

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Moby Dick

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Die WAZ in Duisburg und ihr Chefredakteur wollen auf Anregung des FDP-Fraktionsvorsitzenden einen Käpt’n Ahab in unserer Stadt entdeckt haben. So heute auf „derWesten.de“ zu lesen. Zunächst stimmt der Verweis auf die Verfilmung des Romans „Moby-Dick“ mit Gregory Peck in der Hauptrolle. Das ist wirklich ein spannender Film über einen fanatischen Waljäger, der ganz besessen davon ist seinen Feind, den weißen Wal zu erlegen!

Aber irgendwie scheinen Herr Schmeer und seine Redaktion den literarischen Stoff nicht ganz verstanden zu haben: denn Käpt’n Ahab ist ja im Roman ein fanatischer Waljäger mit einer bunten multikulturellen Schiffsmannschaft, die ihm treu ergeben ist und am Ende sogar in den Tod folgt während der Wal „Moby Dick“ ein Einzelgänger zu sein scheint. Und „Moby-Dick“ ist der Gejagte, die Beute, der alle rücksichtslos und gierig hinterherhetzen.

Wer, auf Duisburg in diesen Tagen übertragen, diese fanatischen Jäger sind, die ohne Rücksicht ihre Beute hetzen und erlegen wollen und dabei auch vorm Privatleben des Gejagten keinen Respekt kennen ist eigentlich nicht so schwer zu erkennen, ebenso wer in dieser Stadt derzeit der Gejagte ist den seine Gegner zur Strecke bringen wollen. Herr Schmeer und die Duisburger Redakteure der WAZ sollten also mal ihre Literaturkenntnisse verbessern bevor sie wieder wichtige Rollen im derzeitigen kommunalpolitischem Theater verwechseln!

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