Die Schließung des ehemaligen „Hornitex“-Werks steht wohl schon in wenigen Wochen an! Angeblich soll spätestens zum Jahresende Schluss mit der Produktion sein!

Jedenfalls gibt es jetzt schon immer wieder Produktionsstillstände! Und die Stimmung unter den Arbeitern soll auch auf dem Tiefpunkt angekommen sein. Sogar mit gewalttätigen Übergriffen soll schon gedroht worden sein!

Wenn ich mir hier einige Kommentare ansehe stimmt das wohl auch! Ich hoffe nur der Protest bleibt friedlich!!!!

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Die Arbeitsplätze im ehemaligen „Hornitex“-Werk gehen verloren, das steht fest! Da liegt es nah neue Jobs zu suchen!

Das ist heutzutage sicher nicht einfach, besonders wenn die Arbeiter schon älter sind. Da trifft es sich gut, dass ich heute eine eMail erhalten habe in der ein Leser mir schreibt, dass er in seinem Betrieb Leute sucht und auch gerne erfahrene Arbeiter von „Hornitex“ einstellen würde!

Da ich niemanden bei „Hornitex“ persönlich kenne, und mein Informant bis heute anonym geblieben ist setze ich die Mail hier rein und hoffe mal, dass sich die Betroffenen, die hier mitlesen beim Unternehmer melden! Auch wenn es in Geldern ist!

Sehr geehrter Herr Gruen,

ich habe Ihren Artikel gelesen und möchte auf diesem Wege versuchen, einen Kontakt zu den Mitarbeitern zu bekommen. Wir suchen für unseren Servicebetrieb ( Reparatur und Instandsetzung von Gabelstaplern und Flurförderzeugen) Mitarbeiter. Wir sind seit 25 Jahren in diesem Bereich tätig und haben unseren Betrieb in 47608 Geldern. Wenn Sie uns hier weiterhelfen können, Ansprechpartner für uns z.B. nennen könnten, wären wir Ihnen sehr dankbar.

mit freundlichem Gruß aus Geldern

Manfred Michels

MICHELS GMBH & CO KG
Sitz der Gesellschaft: Geldern Max Planckstraße 40
Registergericht: Kleve HRA 1290
Geschäftsführer: Joachim Michels; Manfred Michels
Tel.: 02831-1310 Fax.: 02831-131119 Emal: mmichels@michels-online.de http://www.michels-online.de

Da hat das Bloggen doch was genützt wenn auf diesem Wege einige Leute doch noch einen neuen Arbeitsplatz finden!

Nun wissen ja alle, dass das ehemalige „Hornitex“-Werk bald geschlossen wird und die Beschäftigten ihren Job verlieren. Und wir wissen, dass auf dem Gelände ein Recyclingbetrieb bleiben wird.

Da der Sonae-Konzern, dem die Glunz AG und damit natürlich auch das frühere „Hornitex“-Werk gehören, europaweit tätig ist, können wir wohl logischerweise davon ausgehen, dass dann Abfallhölzer aus ganz Europa künftig in unserem Bezirk angeliefert werden. So werden dann bald die LKW´s mit den gelben und roten Kennzeichen wohl in nicht geringer Zahl über die Rheindeichstraße und auch durch die Haesen rollen um schadstoffbelastetes Altholz anzuliefern.

Diejenigen also, die sich schon gefreut hatten, dass nun die Idylle in den Haesen einziehen würde wenn das Werk schließt, könnten bald ziemlich überrascht sein wenn die Abfalltransporte an ihren schmucken Vorgärten vorbeidonnern um die chemisch behandelten Holzreste anzuliefern. Man braucht nur die Vorschriften für Abfallhölzer durchzulesen, die ein Kommentator hier verlinkt hat, um zu erahnen was da auf unserem Bezirk zukommen könnte!

Wieviele Tonnen an Holzresten mit Lösemitteln und halogenorganischen Beschichtungen sowie anderen Giftstoffen (PVC, PCB, Lacke, Lindan, Naphtalin, Phenole etc.) da wohl bald in unmittelbarer Nähe der schönen Eigenheime verarbeitet werden wissen wir alle natürlich noch nicht genau, aber irgendwie ahnen wohl schon viele, dass so ein Konzern sich nicht mit Kleinholz zufrieden gibt!

Seit einigen Tagen ist nun offiziell und öffentlich, dass das ehemalige „Hornitex“-Werk stillgelegt wird, trotz neuer moderner Produktionsanlagen! Die Hinweise darauf erhielt ich bereits im April durch einen anonymen Informanten!

Damals schrieb ich noch ganz vorsichtig von einer „möglichen Schließung“ –> Macht “Hornitex” bald dicht???!!!

Der Informant wußte schon damals von den Praktiken des Sonae-Konzerns zu berichten die Produktion durch Auftragsverlargerungen absichtlich unrentabel zu machen um eine Schließung zu begründen. Was mich nur überraschte war die totale Ignoranz der örtlichen Lokalpresse, die überhaupt nicht auf den drohenden Verlust der Arbeitsplätze einging und die berechtigten Sorgen der Arbeiter, die kaum noch Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz haben!

Dafür lasen aber einige hundert Leute den Artikel hier. Ebenso den zweiten Artikel wenige Tage später –> Sterben auf Raten: Altes “Hornitex”-Werk wird heruntergefahren!

Im Juli meldete sich dann der Informant, der wohl auch auf der Entscheidungsebene, vielleicht sogar im Vorstand, tätig zu sein scheint nocheinmal und berichtete mir wie sogar Aufträge von nahegelegenen Kunden wie „Holz Dammers“ auf entfernte Werke verteilt werden um systematisch das Homberger Werk herunterzufahren –> Miese Stimmung bei “Hornitex”!

Da erfuhr ich auch von den Überlegungen der Geschäftsleitung der Glunz AG die Mitarbeiter eventuell in eine Auffanggesellschaft zu verlegen und die Leute dazu zu bringen selbst zu kündigen.

Auch dafür interessierte sich unsere ignorante Lokalpresse erstmal nicht!

Und vor knapp zwei Wochen erfuhr ich dann sogar von meinem Tippgeber schon vorher, dass der Aufsichtsrat die Schließung des Werkes besiegeln wird und dies der Belegschaft offiziell mitgeteilt wird mit der Möglichkeit durch Abfindungen die Arbeitsverträge aufzuheben –>  “Hornitex”-Ende ist nah!

Danach aber erfuhr ich auch, dass einige Verantwortliche aus der Glunz AG auf meine Blogartikel aufmerksam wurden und es im Vorstand zur hektischen Suche nach der undichten Stelle kam und so wohl auch beschlossen wurde die ganze Geschichte offiziell früher zu verkünden als ursprünglich geplant –> “Hornitex”-Ende ist nah! Teil 2: Die Suche nach dem Informanten!

Die letzten Tage sind jeweils über 300 Leser auf diesem Blog gewesen und entsprechend viele Kommentare gab es auch. Natürlich freue ich mich über diese rege Aufmersamkeit für meinen Blog und danke auch allen Lesern und Kommentatoren!

Nun ist auch die örtliche Presse endlich dahinter gekommen, dass ein altes Traditionswerk schließt und viele Arbeitsplätze verschwinden. Nur recherchieren können die werten Lokalredakteure wohl nicht, denn in den Artikeln werden die Positionen der Geschäftsleitung 1:1 wiedergegeben. Das sind eben in Wirklichkeit nur Auftragsschreiber, die sich gerne zur Kapitalpropaganda hergeben!

Und von der örtlichen Provinzpolitik ist auch nicht ein Wort dazu zu hören wenn ein großer Arbeitgeber vor Ort verloren geht und Bürger aus unserem Bezirk ihren Job verlieren.

Von meinem Informanten habe ich nun seit fast zwei Wochen nichts mehr gehört, ich hoffe nur, dass er nicht enttarnt wurde und eventuell Konsequenzen zu tragen hat. Denn ohne ihn wäre vielleicht auch heute noch nicht raus, dass bereits in wenigen Monaten, wahrscheinlich zum Jahresende das frühere „Hornitex“-Werk seine Produktion einstellt!

Da habe ich wohl zuviel verraten als ich schrieb, dass mein anonymer Informant wahrscheinlich auf der Vorstandsebene tätig sei…

Jedenfalls habe ich nun erfahren, dass bei der Glunz AG hektisch nach der undichten Stelle gesucht wird, der ich meine Infos über die nun kurz bevorstehende Schließung des früheren „Hornitex“-Werkes zu verdanken habe. Das wird nun wohl auch zu einer früheren öffentlichen Erklärung führen da jetzt auch die Belegschaft Wind von der Sache bekommen hat.

Ich habe mich auch schon gewundert warum ich auf einmal von einem Tag auf den anderen über 40 Leser mehr auf diesem Blog hatte, die sich laut Blogstatistik für die „Hornitex“-Artikel interessierten. Nur, liebe Vorstandsmitglieder der Glunz AG, wenn Sie schon so eifrig bei mir mitlesen, warum lassen Sie nicht auch wenigstens mal einen Kommentar dazu hier stehen. Ist das so schwer?!

Ich bin jetzt auf jeden Fall neugierig mal was offizielles vom Unternehmen zu hören, die Infos von meinem anonymen Tippgeber scheinen ja zu stimmen. Also rufe ich mal morgen früh beim Betriebsrat im „Hornitex“-Werk an und frage ganz offiziell nach was denn nun Sache ist!

Es ist nun engültig klar, dass das ehemalige „Hornitex“-Werk (heute: Glunz AG) in Gerdt systematisch heruntergefahren wird! Aus der Belegschaft ist zu hören, dass nur noch 24 Stunden in der Woche(!) produziert wird.

Selbst die alten Aufträge für Kunden in der Umgebung wie „Holz Dammers“ seien nun auf andere entfernt gelegene Werke mit sogar älteren Produktionsanlagen verteilt worden. So machten die Chefs in der Konzernzentrale das Werk mit seinen relativ modernen Anlagen vorsätzlich unrentabel und produzierten natürlich Verluste durch hohe Anlaufkosten in der Produktion.

Auch sollen schon Überlegungen in der Geschäftsleitung laut geworden sein die Beschäftigten in eine Auffanggesellschaft zu verlegen damit sie dann zu anderen Produktionsstandorten oder sogar anderen Firmen geschickt werden können.

So würde dann trotz Beschäftigungsgarantie bis Ende 2009 den Arbeitnehmern das Leben so schwer gemacht, dass nicht wenige wohl „freiwillig“ gehen werden.

Das Kapital findet eben immer Wege um Arbeitnehmer los zu werden!

Das Ende steht bevor!

Gestern hat sich nochmal mein Informant gemeldet und von der Betriebsversammlung im ehemaligen „Hornitex“-Werk (heute: Glunz AG) erzählt: die Produktion steht erstmal still, 32-Stunden-Woche für die Belegschaft und eine Neubewertung des Werkes im nächsten Jahr sind beschlossen!

So wurde es den Arbeitnehmern von einem Aufsichtsratsmitglied mitgeteilt. Und Ende 2009 könnte dann schon Schluss sein wenn die Beschäftigungsgarantie ausläuft.

Das wird dann wahrscheinlich für viele langjährige Mitarbeiter die Arbeitslosigkeit bedeuten, und für unseren Bezirk einen weiteren Schlag ins Kontor.

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