Beim Einkauf in Hochheide heute nachmittag fiel mir auf wie sich das Erscheinungsbild der beiden leeren „Weißen Riesen“ verändert hat!

Das sieht zwar besser aus, aber ich frage mich allen Ernstes ob so die Zukunft von Hochheide aussehen soll. Ein Stadtteil der billigen Hochhauswohnungen trotz deutlichen Überangebots. Denn die Unsummen, die da ein privater Investor in die Sanierung steckt müssen sich ja irgendwie auch mal rentieren.

Jedenfalls geht es auf der Baustelle an der Hanielstrasse richtig zur Sache, und selbst der Schneefall mitsamt Kälte hielt heute die Arbeiten nicht auf. Es wird mit beachtlicher Geschwindigkeit an der Fertigstellung der neuen Wohnungen gearbeitet.

Und selbst die Stadt, die doch gerade vom SPD-Mann Büssow in seiner Funktion als Regierungspräsident zum verschärften rücksichtslosen Sparen gezwungen wird, scheint Geld in die Hochhausruine an der Ottostraße zu investieren. Das Ausbauen aller Fensterscheiben hat sicher einiges gekostet.


Ob da wohl was in Planung ist???

Als alteingesessener Hochheider tut es einem ja in der Seele weh wenn man sieht wie tief der Stadtteil gesunken ist! Doch hilft es auch nicht nur die negativen Entwicklungen zu beobachten!

Also was muss getan werden? Immerhin gibt es ja jetzt ein Stadtteilbüro und Politik und Verwaltung wollen sich jetzt mehr kümmern und die lage nicht mehr schönreden wie in der Vergangenheit.

Nur was fällt uns Bürgern ein was getan werden sollte? Ich möchte mal wissen ob nicht ein paar von meinen 150 Lesern täglich hier auch mal Ideen äußern möchten. Also frei heraus, was soll geschehen?

Da ja bald Kommunalwahl ist können wir hier den Parteien und Wählergemeinschaften ein paar Forderungen öffentlich verkünden, die sie auch nicht so einfach ignorieren können. Vielleicht meldet sich der eine oder andere Kommentator zu Wort, der sonst immer schreibt das Stadtteilblogging seie gescheitert oder der Bürgerverein seie sowieso blöd!

Das Rathaus liest hier mit, also lasst Ideen fließen!

Das Wunder von Hochheide?

Pünktlich zur anstehenden Kommunalwahl wird jetzt von den neuen Eigentümern der leeren Hochhausruine an der Hanielstraße verbreitet, dass es wieder schöne neue Wohnungen und neue Einwohner geben wird!

Bin ja mal gespannt was das wohl für Einwohner sein werden die heutzutage freiwillig nach Hochheide ziehen!

Hochheider Impressionen!

27. Januar 2008

Benny freut sich über spielende Hunde

Am heutigen Sonntag bin ich mit meinem Kleinen mal nach Hochheide zum Trödelmarkt gegangen um zu sehen was los ist. Immerhin das Wichtigste ist wohl, dass kein Krawall zu sehen war und die Leute in Ruhe flanieren konnten.

Leider war das aber ein ziemlich dürftiger Trödelmarkt mit kleinem Kinderkarussel und Würstchenbude. An den wenigen Ständen konnte man den üblichen alten Trödel ergänzt durch Billigware und Handyoberschalen kaufen. Für einen Stadtteil wie Hochheide mit seinen vielen (Noch-)Einwohnern eigentlich zu dürftig!

Hochheider Billigmarkt

Und negativ fielen auch wieder die Gruppen von Halbwüchsigen auf, die scheinbar gelangweilt durch die Szenerie zogen. Am Karussel kam es zum Streit mit dem Besitzer als die Jungs meinten kostenlos auf dem Karussel mitfahren und darauf irgendwelche Spielchen wie Rauf- und Runterspringen veranstalten zu können. Ich denke diese Jugendlichen brauchen dringend Betreuung und Beschäftigung. Da wäre das Jugendamt aber auch sicher die Sportvereine gefragt damit diese Jungs nicht immer nur Ärger verbreiten und sich sinnvoll austoben können.

Tristesse Hochheider Ladenstadt

Auf dem Weg nach Hause kam ich dann auch noch an einem Plakat vorbei auf dem Tiefgaragen bei den Weißen Riesen angeboten werden. Ob da jetzt auf einmal mehr Leute leben, oder ist das Billigangebot ein Zeichen dafür, dass die Plätze sich kaum noch vermieten lassen? Übrigens sollen auch die Wohnungen immer billiger werden!

Billige Tiefgaragen in Hochheide

Ich bin ja mal gespannt ob es jetzt auch wirklich mehr Anstrengungen von seiten der Politik für unseren Stadtteil geben wird.

P.S.: Gerade sehe ich bei der Tagesschau, dass die CDU in Hessen so richtig schön abgekackt ist! Frei nach dem Motto „Viele Köche verderben den Brei, und in Hessen reicht schon einer dazu!“ Beruhigend zu sehen, dass Volksverhetzung und brutalstmöglicher Populismus von den Wählern nicht honoriert wird! Die Leute sind doch schlauer als viele meinen! Eine Lehre auch für Hochheide!

Den Linken gratuliere ich auch als Nicht-Parteimitglied zu ihren Ergebnissen, dadurch wird die asoziale „Reform“politik immer unmöglicher. Das kann mir als einfacher Hungerlöhner nur Recht sein!

Willkommen in Hochheide!

Es wurden Fehler gemacht…„! Auf der heutigen Bürgerversammlung der Homberger SPD räumte der Jugendamtsleiter Krützberg nach längerer Diskussion und zahlreichen kritischen Wortbeiträgen von Bürgern endlich auch mal Versäumnisse ein! Nach den Silvesterkrawallen in Hochheide war das wohl auch unvermeidlich!

Schaden in Hochheide!

Von „paradiesischen Zuständen“ war heute jedenfalls nicht die Rede! Dafür hielt der Amtsleiter mit SPD-Parteibuch einen schönen langen Fachvortrag vor rund 70 Bürgern und einem WDR-Fernsehteam in dem er wortreich die Jugendarbeit seiner Behörde in den schönsten Farben malte. Es gäbe ja soviel „hochwertige“ Projekte mit „hochqualifizierten“ Leuten, die“hochengagiert“ im Stadtteil die Jugend nach modernen sozialpädagogischen Konzepten betreuen. Und überhaupt seien es heute zuviel unfähige Eltern, die ihren Kindern keine Erziehung vermittelten. Das mag ja auch stimmen, aber neu ist das nicht. Und dann angesichts dieser bekannten Tatsachen von einem ausreichenden Angebot in der Jugendarbeit zu sprechen überzeugte nicht.

Da fragte man sich nur wenn alles schon ausreicht wieso dann „frisches Geld“ für Kurse, Gewaltprävention und aufsuchende Jugendarbeit her muss?! Da ist dann wohl doch ein gewisser Bedarf vorhanden gewesen. Und um den zu erkennen musste es richtig knallen. Denn der Wirt der Kneipe in der Hochheider Ladenstadt erinnerte daran, dass er sich schon zu Zeiten der abgewählten SPD-Oberbürgermeisterin Zieling über die pöbelnden Gruppen von Halbwüchsigen beschwerte, die sich auch schon damals Schlägereien lieferten und Anwohner als „Nazis“ beschimpften. Damals wurden dem Mann auch versprochen was dagegen zu unternehmen. „Es wurde viel geschlafen…“ meinte er denn auch in Richtung Politik berechtigterweise!

Es geht abwärts mit Hochheide!

Und ein Anwohner der Ladenstadt berichtete von einem Gespräch mit einem Bekannten, der bei der Polizei ist: „Warum bist du nur nach Hochheide gezogen wo es am meisten Kriminalität gibt“ !

Doch Krützberg bekam dann auch von seinem Parteifreund und SPD-Fraktionsvorsitzenden Grindberg Unterstützung und der schob den schwarzen Peter für den Niedergang des Stadtteils den Geschäftsleuten und Vermietern in der Ladenstadt zu die doch besser aufpassen sollten wem sie Geschäftsräume verpachten. Als ob es noch soviele Interessenten gäbe, die nach Hochheide wollten um dort ein Geschäft zu eröffnen!

Doch da bekam er Widerspruch vom Vertreter der Hochheider Kaufleute, Obereiter, der ihm auch sofort 3 leere Ladenlokale für den immer wieder geäußerten Wunsch nach Räumlichkeiten für ein Stadtteilbüro in Hochheide anbieten konnte. Was der Ortsvereinsvorsitzende Paschmann dann sofort freudig aufnahm um, bevor irgendein Beschluss gefallen war, gleich die Modalitäten auszuhandeln!

Ein SPD-Bauwerk!

Und natürlich beklagte dann ein Grindberg auch, dass die Stadt nicht bereit war die leere Hochhausruine in Hochheide an der Hanielstraße zu kaufen und sich damit die ganzen Folgekosten für den asbestverseuchten Bau des SPD-Baulöwen Kun aufzuhalsen. So schnell sollen die Menschen jetzt vergessen wer diese leerstehenden Schandmale zu verantworten hat mitsamt den ganzen Problemen dort. Zum Glück ist die Stadtspitze in Duisburg aber nicht so dumm sich auf ein solches Risiko einzulassen. Auch wenn die aSozialdemokraten es gerne hätten.

Aber dafür werden jetzt intensive Maßnahmen ergriffen um die Probleme in der Hochheider Ladenstadt im Griff zu bekommen. Erstaunlich wie jetzt auf einmal mehr Jugendhilfe und mehr Polizei möglich werden sollen, sogar mit dem Versprechen verbunden bei Nicht-Besserung der Lage auch die Maßnahmen aufrecht zu erhalten. Mal sehen was an dem Versprechen dran ist!

Ein SPD-Bauwerk!

Es gibt Hoffnung…

12. Januar 2008

Hoffnung für Hochheide?

…auch wenn scheinbar alles verloren ist. Jetzt ist die Politik bereit Hochheide zu helfen und die dramatische Situation zu erkennen!

Mehr Sicherheit, mehr Soziales und mehr Anstrengungen um den Stadtteil zu retten sind jetzt Konsens. Was vorher als Panikmache abgetan wurde ist nun anerkannte Realität! Kein Amtsleiter wird mehr über „paradiesische Zustände“ in Hochheide schwadronieren, und dass mehr Ordnungskräfte Präsenz zeigen sollen ist auch schon parteiübergreifend Konsens geworden.

Und Hochheide wirkte heute abend richtig ruhig, obwohl die Hundertschaft der Polizei nicht zu sehen war und Gruppen von Jugendlichen auf dem Marktplatz umherzogen. Friedlich, ohne irgendwelchen Ärger!

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Politik auch dauerhaft Lehren aus den Silvesterkrawallen zieht und Maßnahmen gegen den Niedergang von Homberg und Hochheide einleitet. Denselben Niedergang, den man jahrelang nicht wahrhaben wollte!

Ich freu mich sogar darüber, dass Ralf Maurer trotz früherer Fehlleistungen wieder mit seinen Mitstreitern auf dem Hochheider Markt Flagge zeigt und mit den Bürgern das Gespräch sucht! Das hätte eigentlich die Politik mal machen sollen. Wenn es aber gelingt alle politischen Kräfte des Bezirks für die ernsthafte Erneuerung unseres Stadtteils zu gewinnen könnte es sogar passieren auf der anderen Rheinseite im Duisburger Rathaus trotz Haushaltsnot mehr Anstrengungen von seiten der Stadt für Hochheide und den sozialen Frieden durchzusetzen.

Dann wären die Silvesterkrawalle wenigstens ein heilsamer Schock gewesen!

Abwärts mit Hochheide

Zunächst möchte man meinen es gäbe keine Gemeinsamkeiten: verschiedene Parteien, anderes Bundesland und eine übergeordnete Politikebene. Aber bei genauerem Hinsehen finden sich doch erstaunliche Paralellen!

Nicht nur, dass es um Politiker geht, die jetzt Angst um ihren Sessel bekommen: sowohl in Hessen und auf Bundesebene als auch hier in unserem Stadtteil Hochheide ist nun auf einmal das Thema „Jugendkriminalität“ das wichtigste Aufgabengebiet geworden! Allerlei Maßnahmen werden jetzt schnell angekündigt, und bei genauerem Hinsehen zeigt sich dem interessierten Bürger, dass die Politik sowohl in Hessen als auch hier selbst in letzter Zeit zur Entstehung des Problems beigetragen hat das sie nun angeblich bekämpfen will!

Während Roland Kochs Wahlkampfmunition nun zum Rohrkrepierer wird da auf einmal endlich mal über die ganzen Stelleneinsparungen in der Justiz und der Polizei gesprochen wird, hoffen die Homberger aSozialdemokraten darauf, dass die Bürger nicht merken wer die „Weißen Riesen“, auch bekannt als „Wohnpark Hochheide“ (Zitat eines SPD-Bezirksvertreters!), zu verantworten hat mitsamt der dortigen Verelendung!

Ein SPD-Bauwerk

Und in der parteinahen Lokalpresse wird die Propagandamaschinerie angeworfen um davon abzulenken, dass die Hilferufe der Bürger und Geschäftsleute in Hochheide jahrelang im Homberger Rathaus ignoriert wurden! Bis vor kurzem wollten die meisten Provinzpolitiker und ihre Verwaltungsdiener im Homberger Rathaus nicht wahrhaben, dass Kriminalität und Bedrohungen der Bürger erschreckend zugenommen haben! Auch die anhaltende Flucht vieler Bürger aus dem Stadtteil und die vielen leerstehenden Ladenlokale wollten die werten Damen und Herren nicht sehen und unterdrückten nach Kräften die Kritik an den Zuständen vor Ort, die doch nicht ganz so „paradiesisch“ waren wie ein Jugendamtsleiter Krützberg meinte. Im Protokoll der Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl vom 08.11.2007, also gerade mal zwei Monate her, meinte er auch noch die Situation in Hochheide sei nicht so schlimm …dass der Einsatz von Streetworkern notwendig werden könne.

Es geht abwärts mit Hochheide!

Und da haben wir die schlimmste Gemeinsamkeit der Homberger SPD mit einem gewissen Roland Koch: jahrelang wird im sozialen Bereich gekürzt, Stellen gestrichen und bestehende Probleme nicht erkannt um dann wenn es knallt wortreich Maßnahmen anzukündigen, die man zuvor für unnötig hielt da man die Probleme schlichtweg nicht sehen wollte.

Während aber ein Roland Koch vorgestern in der Fernsehsendung „Hart aber fair“ vor großem Publikum als Schaumschläger entlarvt wurde, kann sich die hiesige SPD leider voll und ganz auf ihre Lokalpresse verlassen ohne dort eine kritische Nachfrage wegen ihrer langjährigen Ignoranz befürchten zu müssen.

Das müssen die Bürger selbst tun!

Ein SPD-Bauwerk in Hochheide

Jeden Tag Polizei!

Am alltäglichen Anblick der Einsatzwagen der Polizei und den Polizisten in Kampfmontur hat man sich schon gewöhnt. Und viele Bürger sind auch froh, dass den pöbelnden Jugendgruppen in der Hochheider Ladenstadt Einhalt geboten wird.

Nur kann das jetzt eine dauerhafte Lösung sein alleine mit Repression den Stadtteil zu befrieden?! Ich finde es auch beunruhigend wenn jetzt öfters Jugendliche und Polizei aneinanderrasseln wie heute abend, wo die Polizei wieder Platzverweise aussprach und mancher Jugendliche sich heftige Wortgefechte mit den Beamten lieferte („…was wollt ihr denn, ich habe doch gar nichts gemacht…„). Während mancher Bürger dann murmelt „…endlich wird mal was gegen die gemacht…„, „…jetzt kriegen sie das Pack mal an den Kragen…“ und ähnlich wenig freundliche Gedanken halblaut äußern.

Das, und die leider nicht selten rassistisch gefärbten Meinungen im Internetportal „derWesten“ lassen nichts Gutes für das künftige Zusammenleben im Stadtteil erwarten. Da bricht bei vielen Bürgern wohl der Frust über den Niedergang des Stadtteils Hochheide leider auch in pauschalen Schuldzuweisungen gegenüber Menschen ausländischer Herkunft oder pauschal gegen Muslime aus.

Dass Kriminalität nicht mit Herkunft oder Religionszugehörigkeit zu tun hat wird jetzt ausgeblendet weil leider viele zwielichtige Gestalten in Hochheide ausländischer Herkunft sind. Und mancher sieht da seine Vorurteile (gerne?) bestätigt.

Die herrschende Politik im Homberger Rathaus hat dieser Entwicklung lange tatenlos zugesehen und wurde durch die Silvesterkrawalle unsanft geweckt und will jetzt mit neuen Vorschlägen die jahrelange Untätigkeit vergessen machen. Aber wo bleiben neben mehr Polizei die sozialen Maßnahmen um die Jugend im Stadtteil wieder aufzubauen und ihr legale Perspektiven anzubieten? Von „paradiesischen Zuständen“ wird ein Jugendamtsleiter Krützberg jetzt wohl nicht mehr reden. Aber sind er und seine Behörde bereit mal endlich Streetworker in den Stadtteil zu schicken und mit anderen Behörden und Institutionen Maßnahmen zu entwickeln um die Jugend von der Straße zu holen?!

Diese Frage stelle ich mir, bin ich es alleine?

Kaputt

Auch am dritten Tag nach den Krawallen ist die Stimmung in Hochheide noch merklich gedrückt. Als ich die Blumenverkäuferin auf ihre zerbrochene Schaufensterscheibe anspreche meint sie nur sie wisse nicht wer das war und sei froh nicht dagewesen zu sein als das passierte!

Zwischen den Geschäften in der Ladenstadt sehe ich immer wieder kleine Gruppen von Bürgern sich miteinander leise unterhalten, und ich glaube es hat was mit den Ereignissen aus der Silvesternacht zu tun.

Es ist eine spürbar gedrückte Stimmung in der Ladenstadt vorhanden. Immerhin sind die Gruppen von Jugendlichen nicht mehr zu sehen, die sonst immer auf dem Markt rumlaufen oder vorm Telefonladen herum hängen. Die deutliche Polizeipräsenz hat hier also was bewirkt. Ständig fahren jetzt Steifen- und Einsatzwagen der Polizei durch die Gegend. Aber die Falschparker vor der Citibank scheint das nicht abzuschrecken!

Es herrscht scheinbar Ruhe! Nur in der Presse und im Onlineportal „derWesten“ kocht jetzt Volkeszorn über die Migranten. Und leider auch mit deutlich rassistischem Unterton in vielen Beiträgen. Auf die Provinzpolitiker wird da allerdings auch berechtigterweise geschimpft. Die melden sich jetzt auch in der parteihörigen Lokalpresse mit mehrtägiger Verspätung zu Wort und versprechen Dinge, die früher nicht möglich waren! Ist doch rührend wie die jetzt vergessen machen wollen wie sie früher die Verhältnisse im Stadtteil verharmlost haben!

Nach jahrelanger Ignoranz kommt nun Aktionismus denn schließlich ist in einem guten Jahr schon Kommunalwahl!

Deutscher Richterbund

Überall hört man jetzt nach diversen Jugendkrawallen und Übergriffen von jungen Straftätern gegen Bürger die Forderungen nach mehr Strafe und Straflagern. Doch die Profis im Strafwesen, also die Richter halten nicht viel davon!

In den Nachrichten wurde gerade gesagt, dass der Deutsche Richterbund die Forderung nach härteren Strafen für Unsinn hält. Die Strafen sind schon schwer genug. Das Problem liegt wo ganz anders: zuwenig Personal im Rechtswesen und bei der Polizei!

Davon lenkt die Politik offensichtlich gerne mit ihren martialischen Forderungen ab! Denn wer trägt die Verantwortung für die dünne Personaldecke bei Polizei und Justiz wenn nicht eben die Politik?!

Nach den Krawallen in der Silvesternacht in Hochheide und der schon seit Jahren unsicheren Situation in Hochheide kann man nun auch in Diskussionen in Blogs und auf dem Portal „derWesten“ solche Forderungen lesen. Aber die eigentlichen Verantwortlichen für die miese Situation in Hochheide und anderswo, nämlich die herrschende Politik kritisiert kaum einer. Stattdessen wird jetzt auf eine andere Bevölkerungsgruppe geschimpft! Weil die aggressiven Jugendgangs aus arabischen und kurdischen Jugendlichen bestehen werden jetzt schnell Ressentiments gegen die ganze Bevölkerungsgruppe laut und es wird nach Abschiebung gerufen.

Dass die Verelendung Hochheides aber auch von anderen zu verantworten ist tritt in den Hintergrund. Ich möchte mal gerne die Herren Hamacher (SPD, Vater der Weißen Riesen), Grindberg (SPD, Frühpensionär und Fraktionschef), Scherhag (SPD, Bezirksamtsleiter),Vohl (SPD, Ratsherr), Fischer (CDU, Ratsherr), Hartl (CDU, Fraktionschef, „…Dreck…“) und unsere werte Bezirksvorsteherin Frau Fischer (CDU) mal fragen ob sie die Entwicklung in Hochheide nicht sehen konnten, oder nicht sehen wollten?!

Dass ein Dr. Hartl Anregungen und Meinungen aus der Bürgerschaft schon mal mit Dreck vergleicht ist ja nicht mehr überraschend, aber wo sind die ganzen anderen politischen Mandatsträger?! Seit Jahren wird auf die immer schlechter werdende Situation in Hochheide mit einer sich bildenden kriminellen Szene hingewiesen. Aber Politik und Verwaltung haben das alles als Panikmache abgetan!

Und auch jetzt nachdem die gefährliche Situation in Hochheide unleugbar offensichtlich wurde herrscht immer noch Funkstille bei unseren werten Volksvertretern vor Ort! Ist ja auch peinlich, dass die ganze Ignoranz gegenüber den Warnungen aus der Bürgerschaft nun offen zu tage tritt.

Wer hat immer behauptet es seien keine zusätzlichen Polizisten notwendig, und es sei ja alles in Ordnung?! Da wäre jetzt doch zumindestens mal ein Zeichen von Einsicht notwendig, dass man im Homberger Rathaus die Lage vor Ort völlig falsch eingeschätzt hat!

Mal sehen ob demnächst wieder von „paradiesischen Zuständen“ in Hochheide die Rede sein wird!

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