Im Moment reden ja alle über anstehende Steuererhöhungen um das riesige Haushaltsloch zu stopfen das die Finanzkrise, sprich die Schäden der asozialen Spekulanten, verursacht hat!

Dabei wird gerne nur vergessen, dass die Verursacher der Krise, also die „Bankster“, bis heute nicht zur Verantwortung gezogen werden und die Kapitaldiener Merkel und Steinbrück auch bis heute nichts getan haben um diese verantwortungslosen Spekulanten zur Rechenschaft zu ziehen!

Daher finde ich es auch so interessant mal Fernsehbeiträge aus dem letzten Jahr zu betrachten um nicht die Gründe für unsere derzeitige schwere Krise zu vergessen und die falschen Ankündigungen von Merkel und Steinbrück nochmal zu rekapitulieren. Denn getan haben die regierenden Kapitaldiener natürlich nichts um den „Bankstern“ und ihren riesigen Vermögen ans Leder zu gehen!

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Eigentlich soll der Frühling ja ein Grund zur Freude und Optimismus sein. Aber irgendwie fällt mir das schwer bei den derzeitigen Aussichten!

In zwei Monaten drohen Entlassungen in der Firma oder, noch schlimmer, Hungerlöhne unterhalb des Existenzminimums, da nun die Auftraggeber aus der Industrie und anderen Betrieben weniger Sicherheitspersonal bestellen und es mir und anderen Kollegen schwer fallen dürfte mitten in der Wirtschaftskrise noch einen anderen Job zu finden. Dank der beschissenen Arbeitsverträge, die wir haben kann uns die Firma auch ohne Bezahlung einfach zuhause sitzen lassen wenn es an Arbeit mangelt.

Und der Kollege vom Betriebsrat hat mir auch schon erzählt, dass die Firma nicht kündigt und ihre Beschäftigten einfach in die Armut abstürzen lässt. Als ich ihm sagte, dass es dann richtig Ärger gibt und meine Arbeitsmotivation deutlich nachlassen wird wenn es dazu kommt meint er nur sowas dürfe ich nicht sagen und dann würde ich ein Risiko eingehen.

Von Hilfe hat der feine Kollege aus dem Betriebsrat nichts gesagt. Der fühlt sich eben wohl auch vor allem seinen eigenen Interessen verbunden.

Ich überlege mir schon mal ob ich nicht vielleicht meinen Chef verprügeln sollte falls ich von der Firma gezwungen werde trotz Arbeit „HARTZ IV“ zu beantragen! Natürlich mache ich mich dann strafbar, aber dann brauche ich wenigstens nie wieder in meinem Leben im Sicherheitsdienst zu arbeiten!

Überhaupt habe ich zur Zeit eine pessimistische Einstellung: da stelle ich mir schon vor wie man die verantwortlichen asozialen Spekulanten in den Bankpalästen durch ein Spalier von prügelnden Arbeitslosen jagt und ihnen ihre Villen, Luxuslimousinen und Ferienhäuser in der Schweiz wegnimmt.Doch dann lese ich auch noch in der „BLÖD am Sonntag“, dass angeblich die meisten Bürger ausgerechnet Merkel, Steinbrück, Steinmeier und Müntefering die Lösung der Krise zutrauen, die diese Kapitaldiener selbst mitausgelöst haben.

Wenn diese BLÖD-Umfrage wirklich stimmt kann man nur in Pessimismus verfallen! Denn dann können wir uns schon auf vier weitere Jahre mit den Gestalten freuen, die Zumwinkel zu seiner 20 Millionen EURO-Pension verholfen haben und den Pleitebankern bei IKB sowie Landesbanken trotz völligen Versagens noch Bonuszahlungen verschafft haben. Also mit dieser dämlichen kapitalhörigen Bundesregierung!

Der einzige Lichtblick, der mir da noch bleibt ist das heutige abendliche Grillen bei einigen kühlen Bierchen wo sich der Frust runterspülen lässt!


Webseite www.28maerz.de

Gerade höre ich in den Nachrichten, dass zehntausende Demonstranten in Berlin und Frankfurt durch die Straßen ziehen und ausgerechnet Oskar Lafontaine mit Eiern beworfen wurde!

Dabei ist er doch immer ein Kritiker der Kapitalmärkte und ihrer Eskapaden gewesen und hat schon vor über zehn Jahren härtere Kontrollen der Spekulanten gefordert. Seltsamerweise kann eine Kapitaldienerin Merkel in Duisburg reden ohne dass Eier fliegen oder ein paar Buhrufe hörbar werden!

Ich selbst wäre heute auch gerne nach Frankfurt gefahren, aber die Familie hat heute deutlich ihr Recht gefordert. Wenn man nur ganze 5 freie Tage im Monat hat und selbst am Sonntag gearbeitet wird geht die Pflicht als Familienvater eben vor.

Dafür habe ich aber auch schon vor einer knappen Woche Werbung für die Demo verteilt!

Trotzdem frage ich mich wieso da wohl nicht noch mehr Leute hingegangen sind. Denn immerhin wird gerade unser Steuergeld in schwindelerregenden Milliardendimensionen für die Schäden verbratet, die Banker und Börsenspekulanten angerichtet haben.

Während sich diese feinen Herren auch noch Bonuszahlungen genehmigen und die immensen Schäden ihrer Spekulationen der Allgemeinheit überlassen fragt man sich als Normalbürger was man gegen diese Verbrecher in Nadelstreifen und ihre politischen Helfer von CDU/CSU und SPD unternehmen kann!

Ich weiß nur ziemlich sicher, dass ich bei der nächsten Bundestagswahl auf keinen Fall SPDGRÜNECDUCSUFDP wählen werde. Und irgendwie hege ich die Utopie, dass dann weder Merkel noch Steinmeier Kanzler werden können weil sie die Mehrheit der Bevölkerung gegen sich haben.

Vorgestern hat selbst der Kapitalpräsident und Ex-Banker Köhler in seiner neuesten „Ruck“-Rede auch Fehler eingeräumt und auf seine Ex-Kollegen von den Banken geschimpft!

Nach den gigantischen Schäden und Verlusten der Nieten in Nadelstreifen sah er sich wohl dazu genötigt. Denn wenn hunderte Milliarden EURO einfach so im kapitalistischen Nirvana verschwinden und die Versager in den Bankpalästen auch noch so unverschämt sind dafür Bonuszahlungen zu verlangen und die Allgemeinheit (also wir dummen Steuerzahler!) die Schäden bezahlen zu lassen, kann das schon zu ziemlichen Ärger führen. Und das ausgerechnet auch noch im Wahljahr!

In einer solchen Situation wo das Versagen der Kapitaldiener trotz aller medialen Vernebelungskampagnen sichtbar wird fordert selbst die sonst so kapitaltreue FDP einen Untersuchungsausschuss um die Umtriebe der Spekulanten bei der „Hypo Real Estate“ aufzuklären und der Unfähigkeit der Bundesregierung Merkel/Steinmeier/Steinbrück auf den Grund zu gehen, die schon sage und schreibe 102 Milliarden(!) Euro nur für diese eine Spekulantenbank verbraten hat.

Da lohnt es sich nachzufragen wieso da solche gigantischen Summen unseres Geldes reingesteckt werden und ob die Bankenaufsicht des Ministers Steinbrück nicht schon viel früher hätte eingreifen müssen um die Schäden zu begrenzen!!!

Auf die Aufklärung bin ich schon gespannt. Wenn sie denn nicht mit allerlei Tricks verhindert werden sollte. Denn es sieht so aus als ob die Kapitaldiener der Bundesregierung absichtlich gewartet haben bis die Haftungsverpflichtungen der früheren Besitzer einer Privatbank abgelaufen sind um die Kapitaleigner zu schützen und dem Steuerzahler die Verluste der Spekulanten aufzubürden!!!

Ich hätte ja nie gedacht, dass ich mal einem Artikel von Norbert Blüm zustimmen würde. Aber die Finanzkrise hat nun überdeutlich gezeigt, dass selbst die gute alte gesetzliche Rente doch sicherer ist als die kapitalfinanzierte Privatrente a la Riester!

Da haben Massenmedien und Kapitaldiener aus Politik und Wissenschaft uns jahrelang dazu gebracht unser Geld den Spekulanten in den Banken und Versicherungen hinterherzuwerfen um das große globale Finanzkasino zu bezahlen und nun sind viele hunderte von Milliarden im Nirvana des Kapitalismus verschwunden!

Hier die Analyse von Norbert Blüm dazu:

aus den NachDenkSeiten

„Die Rente ist noch immer sicher!“ von Norbert Blüm

Verantwortlich: Albrecht Müller | Druckversion | Beitrag versenden | < zurück Die kapitalgedeckte Privatvorsorge ist erwartungsgemäß in der Krise. Norbert Blüm bietet eine gut verwertbare Zusammenfassung der Auseinandersetzung. Albrecht Müller

„Die Zeit heilt Wunden“ weiß der kluge Volksmund. Aber die Zeit bringt auch verdrängte Wahrheiten ans Licht, wie viele schon erfahren haben.

„Die Rente ist sicher“. Über diesen Satz wurde kübelweise der Spott ausgegossen, und wer immer das Wort „Rente“ buchstabieren konnte, meinte, es gehöre sich, Blüm ans Bein pinkeln zu müssen.

Als vermeintlicher Retter in höchster Not wurde rund um die Welt und die Uhr die kapitalgedeckte Privatvorsorge angepriesen. Die Versicherungskonzerne rieben sich die Hände. Das Geld klingelte in der Kasse.

Die Kirmes der Privatisierung

So ging es einige Jahre – aber eine kürzere Zeit, als ich selbst erwartet hatte. Auf der Kirmes der Privatisierung ist plötzlich der globale Kater ausgebrochen. Die kapitalgedeckte Privatversicherung ist an allen Ecken der Welt ins Schleudern geraten. Massenweise haben Pensionsfonds ihr Leben ausgehaucht. (Das sind jene Kapitalsammelstellen, die das Geld der Arbeitnehmer einsammelten, mit denen sie die Hedgefonds fütterten, um anschließend die Arbeitsplätze der Arbeitnehmer zu zertrampeln. Ein Perpetuum mobile der Destruktion.)

Aber auch an anderer Stelle war die Kapitaldeckung kein Hit. Das chilenische, von der Weltbank initiierte Alterssicherungssystem, das auf Kapitaldeckung basiert, steht vor der Zahlungsunfähigkeit. In den Niederlanden sieht es nicht viel besser aus. Der größte amerikanische Versicherungskonzern AIG konnte nur mit staatlicher Hilfe gerettet werden, nachdem diese Firma einen Rekordverlust von über 100 Milliarden Dollar zustande gebracht hatte. Hierzulande konnte sich Allianz nur durch Flucht dem Desaster entziehen. In einem Allmachtsanfall kaufte Allianz vor ein paar Jahren für 24 Milliarden Euro die Dresdner Bank, drehte diese, als das Geschäft der Übernahme sich als Flop erwies, der Commerzbank an und machte sich dann – nachdem sie noch 6,4 Milliarden Euro verloren hatte – fluchtartig aus dem Staub. Den Letzten beißen die Hunde.

Der Staat rettet jetzt mit 18 Milliarden Euro Steuergeldern die Commerzbank. Die 30 Milliarden Euro, welche Allianz bei dem „Coup Dresdner Bank“ aus dem Fenster geworfen hatte, waren auch Geld, das aus den Beiträgen der staatlich geförderten Riester-Rente stammten. So ist das, wenn man bei der Alterssicherung auf das Spekulationspferd gesetzt hat.

Die einzige Alterssicherungsform, die von den Turbulenzen des Weltfinanzmarktes nicht berührt wird, ist das umlagefinanzierte, von der Arbeit gespeiste, gute, alte, viel gescholtene Rentenversicherungssystem.

Die Rache der Realität

Die Krise der Weltwirtschaft ist bei Licht betrachtet die Rache der ökonomischen Realität am virtuellen finanzwirtschaftlichen Wolkenkuckucksheim, in dem die Finanzkapitalisten ihre hochstaplerischen Geschäfte betrieben. Alles passé. Es wird nicht mehr so werden, wie es war. Der Wohlstand der Völker, das wusste schon Adam Smith, hängt von der Arbeit ab. Die neue Wahrheit ist die alte: Geld arbeitet nicht – entgegen den Legenden, welche die Finanzwissenschaft unters Volk brachte.

Die Feinde der Rentenversicherung haben sich wechselseitig überboten, um die Rente madig zu machen. Die Crème de la Crème der deutschen Volks- und Betriebswirtschaftslehre war sich nicht zu schade, sich an der Kampagne gegen die Rentenversicherung zu beteiligen. Einer ihrer Leuchten, Herr Professor Oberender, rechnete für BILD sogar aus, wie viel Euro ein heute Geborener in 70 Jahren in die Rentenversicherung eingezahlt hat und wie viel er im Gegenzug aus dieser im Alter erhält. Der Mann muss entweder einen Draht zum lieben Gott gehabt haben oder ein begnadeter Hellseher sein, dass er offenbar alle Fakten des nächsten Jahrhunderts im Kopf hat. An der Börse wissen sie nicht den Aktienkurs der nächsten 14 Tage vorauszusagen, aber die Gurus der Kapitaldeckung rechnen die Renditen der Alterssicherungssysteme für die nächsten Generationen aus. BILD verglich zudem noch den realen Wert der gesetzlichen Rente mit den Zusagen der Privatversicherung, unterschlug bei Berechnung der realen Wertentwicklung bei der Privatrente allerdings kurzerhand die Wirkung der Preissteigerung. Diese aber trifft die Privatrente härter als die gesetzliche Rente, weil die Privatrenten in der Regel nicht dynamisiert sind.

Die Blamage der ökonomischen Gelehrten

Mehr Täuschung durch Hochstapelei war nie unterwegs. Kräftiger hat sich die ökonomische Wissenschaft nie blamiert als im letzten Jahr. Die Hof-Astrologen an den mittelalterlichen Fürstenhöfen, die noch behauptet hatten, die Sonne drehe sich um die Erde, haben die Bewegungen der Sterne genauer vorausgesagt als die modernen Koryphäen der Volkswirtschaftslehre die Bewegungen am Finanzmarkt. Von deren Urteil soll das Vertrauen zur privaten Alterssicherung abhängen? Noch im Herbst vergangenen Jahres hatten diese Professoren der Volkswirtschaft nicht kapiert, was die Stunde geschlagen hatte. Sie säuselten über die Probleme der Wirtschaft, als handele es sich um die Reparatur eines tropfenden Wasserhahns, während das Haus schon brannte…

Der ganze Artikel ist unter http://www.nachdenkseiten.de/?p=3813 nachzulesen!

„Regierung sucht Ideen…“

15. Dezember 2008


Kanzlerin im TV

Was sah ich da gestern im Fernsehen: die Regierung sucht Ideen und veranstaltet einen großen Krisengipfel! Wahrscheinlich hat diese Bundsregierung keine Ideen! Deswegen müssen „Konjunkturgipfel“, „Rettungspakete“ und „Schutzschirme“ der Öffentlichkeit suggerieren, dass unsere Kapitaldiener von der Bundesregierung die handfeste Wirtschaftskrise irgendwie schon unter Kontrolle kriegen werden!


Plüsch und Plum im TV

Wahrscheinlich werden wieder neue zusätzliche „Rettungspakete“ für das Kapital geschnürt, ist ja schließlich bald Weihnachten! Nur wir dummen Bürger werden weiterhin geschröpft und dürfen ab nächstem Monat kräftig erhöhte Krankenkassenbeiträge für die Apparatschiks im Gesundheitswesen zahlen. Wer wird da wohl mehr konsumieren?

Dass der Bürger aber etwas mehr Geld haben müsste um mehr zu konsumieren scheint bei unserer politischen „Elite“ noch nicht angekommen zu sein. Denn trotz aller heißen Luft, die gerade Merkel, Münte & Co. produzieren, es gibt keine Entlastungen (also mehr Geld!) für den Normalsterblichen. Die Milliarden, die gerade so großzügig an Banken und Industrie verteilt werden sollen wohl eher die Kapitalprofite retten.

Darüber können auch die paar Milliarden für öffentliche Aufträge kaum täuschen. Denn über 400 Milliarden für Spekulantenbanken stehen bis heute keine konkreten Summen für arbeitsschaffende Investitionen gegenüber. Das sind bisher nur leere Versprechungen. Aber kritische Nachfragen von TV-Journalisten brauchen unsere Kapitaldiener nicht zu fürchten!

Traurig, aber selbst in der Krise können die Oberen in Berlin treiben was sie wollen!

P.S.: Fragt eigentlich noch einer welche Lehren aus dieser schweren Krise gezogen werden? Werden jetzt nicht nur rhetorisch auch die Regeln verschärft und die Zocker in den Banketagen an die Leine genommen?!

Schon wieder soll der Strom teuerer werden! Jedenfalls erfährt man das als langjähriger Stadtwerkekunde aus der Lokalpresse!

Angeblich wegen steigender Rohstoffpreise, dabei sinken die gerade! Ich finde das nur unverschämt was da verlautbart wird. Da gibt ein Sprecher der DVV die Preiserhöhung bekannt, derselben DVV, die vor kurzem in die Schlagzeilen geriet weil sie mal eben einige Millionen bei der US-Pleitebank „Lehman Brothers“ anlegte.

Wie dem auch sei, ich werde jetzt nach weiteren Einsparmöglichkeiten suchen und ernsthaft über einen Stromanbieterwechsel nachdenken!

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