Nachtschicht

18. Oktober 2016

Mondberg

Mondberg

Heute und morgen arbeite ich auf Nachtschicht…

…aber ansonsten ist wieder alles in der Schwebe weil ausgerechnet die Stadt und ihre Servicegesellschaft ganz kurzfristig Bewachungsaufträge stonieren. Von einem auf den anderen Tag werden da einfach Sicherheitskräfte wieder abbestellt, die schon für einige Wochen geplant waren. Bisher kannte ich solche Praktiken nur von Industriekonzernen, wobei selbst die sich noch an 2-Wochen-Kündigungsfristen hielten. Dass von einem auf den anderen Tag Aufträge stoniert werden habe ich bisher nur bei der Stadt Duisburg gesehen.

Zum Glück gibt es auch noch andere Stellenangebote, da werde ich jetzt wieder suchen.

Fortsetzung folgt….

Seit anderthalb Jahren bin ich nun im Rat der Stadt, und darf Kommunalpolitik hautnah miterleben und -gestalten!

Dass in Duisburg über 50 Jahre lang ganz intensiv alle möglichen Positionen bei Stadt und städtischen Gesellschaften mit Funktionären einer bestimmten Partei besetzt wurden ist wohl trotz der SPD-Propagandaorgane WAZ und NRZ auch weithin bekannt. Doch hat sich die Hoffnung erfüllt, dass diese Praxis seit 2004 zumindestens zeitweilig gestoppt werden konnte???

Ich bin mir da nicht mehr so sicher! Das was ich seit einigen Monaten erleben darf lässt bei mir den Verdacht aufkommen, dass einige Parteien in unserer Stadt immer noch die Posten untereinander aufteilen, und, was ich noch schlimmer finde, sogar Posten extra schaffen um ihre Leute auf Kosten der Steuer- wie Gebührenzahler zu versorgen. Und fast alle scheinen dabei mitzumachen!

Das ist deprimierend, denn alle Bürger dieser Stadt zahlen dafür und können fast nichts dagegen tun………….

Heute wissen es alle besser, aber am 23. Juli also einen Tag vor der Katastrophe auf der Loveparade waren eigentlich alle guter Hoffnung, dass das Raverfestival ein großartiges Ereignis werden würde!

Die Presseerklärung des NRW-Innenministers ist da nur ein Beispiel, egal ob Stadt, IHK, Lopavent, Medien oder eben die Landespolitik: alle hatten große Erwartungen. Nur jetzt will keiner verantwortlich sein oder aber man war schon immer sehr kritisch gegenüber der Loveparade eingestellt!

Um das Gesamtbild nicht zu stören hat der WAZ-Konzern, dessen Redakteure die Loveparade noch am 23. Juli als „Glücksfall“ bezeichneten, auch die entsprechenden Artikel aus dem Netz genommen. Nur die Datenbanksuche über „derWesten.de“ zeigt noch, dass diejenigen die angeblich schon immer wussten, dass die Loveparade nicht nach Duisburg gehört, vor dem 24. Juli 2010 selbst noch ganz begeistert von dem Technospektakel waren.

Angesichts der Katastrophe ehrlich zu bleiben und frühere Fehleinschätzungen zuzugeben ist eben für viele sehr schwer!

Das interessiert vielleicht den einen oder anderen!

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! Okay, war jetzt ein schlechter Scherz !

Armes Duisburg!

9. Juli 2008

Arme Stadt

Gestern war ich mit meiner Familie mal wieder in Duisburg zum Einkaufen und Spazieren. Und ich war erschrocken als ich mitten auf der Kö und in den Seitenstrassen jede Menge Läden sah, die schon leer standen oder aber im Räumungsverkauf steckten!

Die Stadt scheint zu verarmen, denn die 1-Euro-Läden scheinen analog zu den 1-Euro-Jobs richtig Hochkonjunktur zu haben. Offenbar ist der Konsum der Bürger so richtig in den Keller gegangen wenn selbst an bester Stelle, zentral auf der Kö gelegen, zugeklebte Schaufenster das Straßenbild verunstalten!

Gegen diese Verarmung ist die Politik schon lange machtlos, und trotz aller Aufschwungsmeldungen hat sich die Situation augenscheinlich verschlechtert. Mal ein Grund darüber nachzudenken ob die vorherrschende „Reform“politik im Bund und Land nicht eher ein Übel als eine Lösung ist.

SPD-Heuchler

Erst dagegen, nun doch dafür: es soll mehr Kindergeld geben ab Januar 2009. Ganze 5 Euro mehr im Monat! Das reicht kaum aus um die letzten Preiserhöhungen bei Lebensmitteln aufzufangen, geschweige denn die jetzt schon angekündigten Teuerungen bei Milchprodukten. Und wer weiß was bis Januar 2009(!) noch so alles teuerer wird!

Echte aSozialdemokraten verschenken eben die Steuermilliarden lieber in dreifacher Höhe an Kapitalgesellschaften (wie z. B. Nokia!) und Vermögende. „Steuerreform“ nennt sich sowas dann und darf dann auch ruhig 6 Milliarden Euro kosten, während für die Kinder in diesem Lande 2 Milliarden kaum zu schaffen sind. Da passt es dann auch, dass dank asozialdemokratischer „Reform“politik („Agenda 2010“) die Kinderarmut seit 2005 doppelt so schlimm geworden ist.

Und die gleichen SPD-Heuchler fordern dann in Duisburg von der Stadt mit ihrem Nothaushalt umfangreiche Hilfsmaßnahmen für Arme, also die Opfer der SPD-Bundespolitik!

Wie wäre es denn mal in Berlin im Reichstag für mehr Geld in den Kommunen zu sorgen damit Städte und Gemeinden mehr Spielraum haben um Armut zu lindern, werte SPD-Bundestagsabgeordnete aus Duisburg?! Auf die Idee aber kommen Herr Pflug MdB und Frau Weis MdB erst gar nicht in Berlin eine sozialere und städtefreundlichere Politik zu machen. Wieso erinnern sie nicht mal ihre eigenen Parteifreunde in Duisburg daran?!

Toepperbad findet wenig Interesse!

Vorhin bin ich mal zum Wahllokal auf die Ehrenstrasse in die Erich-Kästner-Gesamtschule gegangen um mir die Auszählung des heutigen Bürgerentscheides anzusehen. Und das sah nach einem sehr magerem Ergebnis für die Demokratie aus: keine 10% der Wahlberechtigten hatten Interesse am Bürgerentscheid teilzunehmen!

Unabhängig wie man zu dem Thema der Abstimmung steht finde ich es traurig wenn die Bürger ihre Mitsprachemöglichkeiten nicht nutzen. Ob das nun an der heutigen eisigen Kälte lag weiß ich nicht, aber die Wege waren nicht zu lang! Denn die Rheinpreussensiedlung und die Hochhäuser liegen ja direkt vor der Tür des Wahllokals.

Beim Gespräch mit den Wahlhelfern erfuhr ich auch direkt das Ergebnis des Stimmbezirks 1701: 359 Ja-Stimmen, 31 Nein-Stimmen und eine ungültige Stimme! Und deutlich unter 10% Wahlbeteiligung! Auf der anderen Rheinseite soll es sogar noch katastrophaler gewesen sein, teilweise sollen in einzelnen Stimmbezirken nur 5(!) Bürger an der Abstimmung teilgenommen haben!
Peinlich war auch der Umstand, dass die SPD trotz großen Getöses nicht mal ihre eigenen Wähler mobilisieren konnte! Die Bürger haben zu der Partei zu Recht kein Vertrauen mehr!

Das ist heute nicht nur für die Initiative für das Toepperbad eine sehr ernüchternde Bilanz. Verlieren gehört nun mal bei Wahlen auch dazu und ist nicht so schlimm. Beim nächsten Mal sollte man sich vielleicht die Bündnispartner besser aussuchen und auch für bessere inhaltliche Alternativen werben!

Wirklich bedenklich finde ich aber, dass die Bürger selbst auf ihre demokratischen Rechte einfach verzichten, und mein Verdacht ist aus reiner Bequemlichkeit den Weg in die Abstimmungslokale nicht fanden! Trotz Fahrdienst!

Kleingeld

Von Seiten der Linken in Duisburg wird an alle „HARTZ IV“-Empfänger ein wichtiger Tipp gegeben wenn das Geld so knapp sein sollte, dass es auch für geringe Ratenzahlungen für die Schulbuchfinanzierung nicht reicht! Bei den derzeitigen gestiegenen Lebenshaltungskosten ein wertvoller Tipp!!!


Beobi | xx_xxxxx@xxxx.xx | IP: XXXXXXXXXXX

Hier ist noch eine Pressemitteilung mit einem wichtigen Hinweis unseres Arbeitslosenberaters für die Betroffenen:

29.11.07: Vorfinanzierung von Schulbüchern

Die Stadt Duisburg und die ARGE Duisburg haben eine Vereinbarung getroffen, was die Vorfinanzierung von Schulbüchern bei Hartz-IV-Empfängern klären soll. „Endlich wurde hier das Problem erkannt, dass ein Großteil von Kindern aus Hartz VI-Familien ohne Schulbücher zur Schule kommen,“ so Werner Roming, Kreisvorstandsmitglied der LINKEN und Arbeitslosenberater.

„Dass die Vorfinanzierung aus den laufenden Geldern der Regelleistung in kleinen Raten wieder einbehalten wird, ist jedoch schlicht unverschämt.

Die Trägerversammlung, die aus der Stadt Duisburg mit Vertretern der CDU, DIE GRÜNEN und der SPD und Vertretern der ARGE besteht, mutet damit den Hartz-IV-Empfängern noch weitere Kürzungen ihrer Bezüge zu, obwohl ihre Transferleistungen bereits unter dem Existenzminimum liegen.

Das ist rechtswidrig. Jeder Hartz-IV-Empfänger lebt unter der Pfändungsfreigrenze (989,99 Euro) und im SGB I § 51 ist ein grundsätzliches Aufrechnungsverbot enthalten. Ratenzahlungen dürfen daher nur dann einbehalten werden, wenn Betroffene eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben und mit ihrem Einkommen über der Pfändungsfreigrenze liegen.

Ich kann nur allen betroffenen Bürgerinnen und Bürgern raten, nicht auf das Angebot der Stadt Duisburg und der ARGE einzugehen.

DIE LINKE Duisburg fordert die Stadt und die politischen Gremien auf, endlich aktiv zu werden, damit das Recht auf Bildung für alle Kinder gleichermaßen umgesetzt werden kann.“

Dez 7, 2:48 PM

Wie schon gesagt ein wichtiger Rat. Und man kann schon betroffen sein ohne arbeitslos zu werden wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Denn wenn der Lohn nicht reicht und man Hilfe beantragen muss zum Überleben steckt auch ein Arbeitsplatzbesitzer in dieser Zwickmühle!

Homberger Rathaus - noch steht es!

🙂
Heute habe ich mal wirklich bürgerfreundlichen Service im Homberger Rathaus erlebt!

Da ich wieder meine Schwägerin aus der Türkei einladen möchte uns für 3 Monate zu besuchen und mit ihren kleinen Neffen zu spielen brauchte ich dringend eine Verpflichtungserklärung von der Ausländerbehörde mit deren Hilfe meine Schwägerin, die Schwester meiner Frau, in der Türkei bei der deutschen Botschaft in Ankara ein Visum beantragen kann.

Dazu muss man einen Termin bei der zuständigen Ausländerbehörde vereinbaren was ich auch tat, der Termin wäre in gut zwei Wochen gewesen. Nun habe ich aber jemanden aus der Nachbarschaft gefunden der morgen in die Türkei fliegt und bereit wäre die Verpflichtungserklärung mitzunehmen um den langen Postweg abzukürzen. Beim letzten mal war der Brief anderthalb Wochen unterwegs! Nur hätte ich dazu natürlich schon morgen die Verpflichtungserklärung haben müssen.

Also habe ich mein Glück auf die Probe gestellt und einfach mal bei der Ausländerbehörde in Homberg angerufen, und siehe da nachdem ich alles erklärt hatte meinte die freundliche Mitarbeiterin aus dem Rathaus am Telefon nur ich solle mal eben schnell vorbeikommen.

Ich meldete mich 15 Minuten später im Ausländeramt an der Rezeption, bekam eine Wartemarke und war schon 3 Minuten später bei der zuständigen Sachbearbeiterin, die mir nach der üblichen Prozedur mit den Formularen in Windeseile die Verpflichtungserklärung aushändigte. Prompter Service wie man ihn sich wünscht! :yes:

Doch dummerweise hatte ich nicht daran gedacht in der Eile zuhause auch Geld mitzunehmen. Und so musste ich die freundliche Sachbearbeiterin bitten zu warten als sie die Gebühr von 25 EURO für den Verwaltungsakt verlangte. Mit der Bitte um Eile erklärte sie sich einverstanden. Und so hastete ich zum nächsten Geldautomaten gegenüber des Rathauses um die Euros zu holen.

Außer Puste aber glücklich bekam ich dann 5 Minuten später die Unterlagen im Amt ausgehändigt.

So muss bürgerfreundlicher Service im Amt aussehen! Nicht nur auf die Regeln und Gesetze achten sondern auch dem Bürger entgegenkommend sein und mal kulant Rücksicht nehmen!

Und Benny freut sich schon darauf bald seine Tante wiederzusehen!!!

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