Abzocker Nokia

Da können Wirtschaftsvertreter und Manager noch so sehr die „freie Marktwirtschaft“ loben und vor staatlicher Regulierung warnen, die millionenschweren Subventionen vom Staat nehmen sie gerne und rücken sie auch trotz milliardenschweren Rekordgewinn nicht wieder raus!

Und so ist es eben auch normal, dass ein Unternehmen trotz Rekordgewinn einen profitablen Produktionsstandort schließt, die Leute auf die Straße schmeißt und in Billiglohnländer zieht um dort billiger zu produzieren und nochmal Subventionen zu kassieren!

Wirtschaftslobbyisten finden das sicher ganz normal und üblich, ich finde es asozial weil rücksichtslos gegenüber den Arbeitnehmern, die den Rekordgewinn erwirtschafteten! Vielen bleibt nur die Arbeitslosigkeit oder ein Hungerlohnjob als Perspektive!

Übrigens ist nächste Woche Samstag am 16. Februar eine Menschenkette am Nokia-Werk in Bochum vorgesehen. Und zur Zeit finden auch ständig Mahnwachen statt. Die Arbeitnehmer wehren sich so gut sie können gegen ihren Abstieg. Aber die Chefetage wird es wohl nur dann kümmern wenn es Folgen für den Absatz hat und damit auch für zukünftige Gewinne!

Infos über weitere Prostestaktionen finden sich auf dem Blog des Homberger Signals!

Protest gegen Nokia

Kamele des Karawanenkapitalismus!

Wenn wir dem Bundesfinanzminister Steinbrück (aSozialdemokraten) glauben dürfen haben wir es bei der Schließung des Nokia-Werkes in Bochum mit einem „Karawanenkapitalismus“ zu tun weil das Unternehmen erhebliche Subventionen von der Politik bekommen hat und nun nochmal kassiert um das Werk in Rumänien weiterzuführen.

Nur wer hat die Bedingungen für diese Regeln festgelegt?! Wer hat denn da unsere Steuergelder einem milliardenschweren hoch-profitablen Konzern in den Rachen geworfen?! Hat der Bundesfinanzminister schon vergessen wieviele Milliarden er an Subventionen und Steuersenkungen für Kapitalgesellschaften und Vermögende zu verantworten hat und ändert er jetzt diese kapitalhörige Politik etwa nach den Erfahrungen mit Siemens, BenQ und Nokia?! Werden jetzt die Rechte der Arbeitnehmer gestärkt?!

Oskar Lafontaine hat dazu eine schöne Presseerklärung rausgegeben in der er den Begriff Steinbrücks vom „Karawanenkapitalismus“ aufgreift. Sehr interessant zu lesen! Übrigens bin ich parteilos!

aus http://www.linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1283276525

Oskar Lafontaine

Pressemitteilung
19.01.2008 – Oskar Lafontaine
Kamele des Karawanenkapitalismus

Zu den ersten Entlassungen von Leiharbeiterinnen und Leiharbeitern bei Nokia in Bochum erklärt der Vorsitzende der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Oskar Lafontaine:

Es ist zutreffend, dass der Bundesfinanzminister Peer Steinbrück die angekündigte Verlagerung des NOKIA-Werks Bochum ins Ausland als Karawanenkapitalismus bezeichnet hat. Jede Karawane braucht aber Kamele.

Die ersten Entlassungen von Leiharbeitern zeigen, dass CDU/CSU, SPD, GRÜNE und FDP die Kamele des Karawanenkapitalismus sind. Durch ihr Gesetz, dass der Leiharbeit Tür und Tor geöffnet hat, tragen sie Verantwortung dafür, dass die etwa 1000 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter die ersten Opfer des Nokia-Vorstandes werden.

In dieses Bild passt auch, dass diese Parteienkoalition den Abbau des Kündigungsschutzes vorangetrieben hat. CDU/CSU und FDP fordern zur Förderung des Karawanenkapitalismus eine noch weitergehende Einschränkung des Kündigungsschutzes, allen voran der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Rüttgers. Der neoliberalen Philosophie des Nokia-Vorstandes Investitionen dorthin zu verlagern, wo Steuern und Löhne am niedrigsten sind, haben diese Parteien nach KräftenVorschub geleistet. Bei Steuer- und Lohndumping ist Deutschland Vorreiter in der Europäischen Gemeinschaft.

So verständlich die Forderung nach einem Boykott von Nokia ist, so zwangsläufig ist die Schlussfolgerung bei Wahlen die Parteien zu boykottieren, die die Kamele des Karawanenkapitalismus sind.

www.linksfraktion.de

Übrigens kommt Oskar Lafontaine am Dienstag zur großen Protestkundgebung nach Bochum! Nähere Infos finden sich auf dem Blog des Homberger Signals!

Nie wieder Nokia!

Nokia machts möglich: viele Bürger fragen sich wieso die Wirtschaft immer rücksichtsloser mit den Menschen umgeht und Profite nur für eine kleine Minderheit von Kapitalbesitzern Vorteile bringt!

Und der Widerstand gegen proftgieriges asoziales Verhalten von Konzernen wie Nokia wächst so stark, dass sich selbst die Kapitaldiener aus SPD und CDU gezwungen sehen verbal dieses rücksichtslose Verhalten zu kritisieren das sie sonst politisch fördern.

In Bochum finden nun verstärkt Protestaktionen der Beschäftigten statt und am Dienstag, den 22. Januar ist für 12:00 Uhr eine Großveranstaltung in Bochum geplant auf der auch Oskar Lafontaine sein Kommen zugesagt hat. Um 10:45 Uhr ist gemeinsame Abfahrt am Duisburger Hauptbahnhof, Treffpunkt Ostausgang (wo das Kino liegt!).

Ebenso setzt die IG Metall Sonderbusse ein, die um 11:00 Uhr in Bruckhausen am Thyssen Tor 1 losfahren! Jeder der kann sollte mit nach Bochum fahren denn niemand ist mehr vor dem asozialen Verhalten von Konzernen sicher. Selbst hochprofitablen Werken droht heute die Schließung wenn Subventionen winken!!! Eine Gefahr für alle Arbeitnehmer!!!

Zusätzlich gibt es auch eine Unterschriftenliste im Internet von der Linken, auf die sich jeder eintragen kann der das Verhalten von Nokia ablehnt!

Nie wieder Nokia!

17. Januar 2008

Nokia-Müll

Das ist Marktwirtschaft und Kapitalismus in einer nicht so schönen Form: da schmeißt der milliardenschwere NOKIA-Konzern einfach mal eben 2300 Arbeitnehmer in Bochum raus um mit Fördergeldern in Osteuropa billiger zu produzieren!

Und das Beste ist ja auch noch, dass wir dieses asoziale Verhalten über die EU auch noch mitfinanzieren! Selbstverständlich hat NOKIA auch noch vom Land NRW Fördergelder bekommen um in Bochum zu produzieren. Dem „armen“ Konzern war das wohl aber nicht genug.

Im Radio beschwerte sich heute abend auf WDR 2 ein Kleinunternehmer darüber, dass die Politik solchen Großkonzernen Steuermillionen, also unser aller Geld hinterherwirft während kleine Betriebe völlig im Stich gelassen werden. Da zeigt sich wiedereinmal für wen die Politik gemacht wird. Das müssten die meisten Menschen jetzt begreifen, dass die asoziale kapitalhörige Politik keine Rücksicht auf unsere Interessen nimmt.

Gegen das asoziale Kapital und seine inoffiziellen Mitarbeiter in Parlamenten und Regierung hilft nur noch massiver Widerstand! Als Verbraucher kann man da am ehesten was bewirken wenn möglichst viele Menschen nun NOKIA-Produkte ächten und liegenlassen! Es gibt auch andere Hersteller, und das Geld sollten wir auch lieber festhalten denn sicher ist heute niemand mehr vor Arbeitsplatzabbau und erhöhten Lebenshaltungskosten!

Dazu ist ein Vorschlag im Blog des Bürgervereins Haesen und Gerdt aufgetaucht am Valentinstag alle Handys aus Protest auszuschalten und so den Netzbetreibern klarzumachen, dass NOKIA bei uns, den Verbrauchern, nicht mehr so gerne gesehen ist. Dann werden die Kapitalisten im NOKIA-Konzern lernen das asoziales Verhalten zu Umsatzeinbußen führt wenn die großen Netzbetreiber dann deren Produkte nicht mehr ins Angebot nehmen. Ich mache da auch mit und spare so auch ein bischen Geld!

Morgen früh und in den kommenden Tagen soll es auch am NOKIA-Werk in Bochum und am Bochumer Rathaus zu Protestaktionen kommen. Ministerpräsident Rüttgers will jetzt für die Beschäftigten kämpfen, hoffentlich auch nicht nur zur Schau. Solidaritätsbekundungen kann man an den Betriebsrat unter christian.latuner@nokia.com schicken! Und die Linke lädt zur Teilnahme an Protestaktionen ein und bildet dazu Fahrgemeinschaften. Näheres dazu auf dem Blog des Homberger Signals!

Selbst SPD und CDU, die dem Konzern die millionenschweren Subventionen hinterhergeworfen haben sind jetzt schockiert über das Konzernverhalten. Aber diesen Kapitaldienern traue ich keinen Zentimeter über den Weg

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