Protest

Protest gegen Hannelore Kraft

Normalerweise ist die DGB-Kundgebung zum 1. Mai im Landschaftspark Nord ein Heimspiel für SPD-Politiker. Schließlich besteht das Publikum im Landschaftspark zu großen Teilen aus linken Partei- wie Gewerkschaftsfunktionären

Polizeiprotest

Polizeiprotest gegen Hannelore Kraft

Heute aber gab es ein langanhaltendes Pfeifkonzert für die NRW-Ministerpräsidentin als sie die Bühne betrat um ihre Rede zu halten. Die Beamten, überwiegend dürften es Vertreter der Polizeigewerkschaft und von „Ver.di“ gewesen sein nahmen es der Landesmutti, die sie laut Aussagen ihrer Funktionäre schon zweimal gewählt hatten sehr übel, dass sie ihnen die Tariferhöhungen vorenthielt, die kurz zuvor für alle Landesbeschäftigten ausgehandelt worden waren. Große Teile der Landesbeamtenschaft, also Lehrer, Polizisten, Finanzbeamte usw. sollen die nächsten Jahre erstmal leer ausgehen. Da ist es wohl klar, dass große Verärgerung aufkommt.

Was die Gewerkschafter aber besonders ärgerte war der Umstand, dass ihnen noch vorher versprochen worden war die Beamten auch an den Tariferhöhungen teilhaben zu lassen. Erst aus der Presse erfuhren sie dann, dass große Gruppen der Beamtenschaft jahrelang auf mehr Geld verzichten sollen. So ist das eben wenn man sich auf Versprechungen der SPD verlässt.

Immerhin hat Hannelore Kraft sich heute aber den Protesten gestellt und für ihre Position geworben. Angeblich sei die Einhaltung der Schuldenbremse schuld daran, dass die Tariferhöhung an die Beamten nicht ausgezahlt werden könne. Das hätte 1,3 Milliarden Euro gekostet und die Personalkosten würden heute bereits 43% des Landeshaushalts ausmachen.

Wenn das so ist hätte Frau Kraft und ihre Landesregierung das aber auch vorher wissen können. Aber mit der Wahrheit rücken SPD und Grüne eben lieber etwas später heraus, meist erst nach Wahlen. Das sollten sich Arbeitnehmer endlich mal merken.

01.05.2013, 23:50 Uhr: Heute habe ich im Radio von den Protesten gegen Hannelore Kraft und ihren Wortbruch gegenüber den Landesbeamten kaum was gehört. Beim Sender „1Live“ wurden sie mit keinem Wort in den Nachrichten erwähnt, bei WDR 2 wurde was von „einigen Protesten“ kurz erwähnt. Der WDR zeigt eben wie sehr er zum Propagandaorgan der SPD verkommen ist.

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1. Mai = Familientag

2. Mai 2009

Der 1. Mai gehört meiner Familie! Natürlich bin ich als politisch bewusster Mensch und Arbeitnehmer mit meiner Familie auch zur Maikundgebung des DGB nach Duisburg gefahren!

Die Reden der Funktionäre habe ich mir gar nicht erst angehört und auch diesmal den Demozug zum ersten Mal gemieden, da ich und meine Frau auch keine Lust mehr haben immer mit irgendwelchen obskuren Gruppen in einem Zug zu laufen, die für Ziele kämpfen, die nichts mit dem 1. Mai zu tun haben und separatistische Ziele in anderen Ländern verfolgen.

Dafür aber war die Maifeier im Duisburger Landschaftspark Nord sehr gelungen und bei sonnigem Wetter strömten die Massen zu den Bierwagen, Fressbuden und Infoständen.

Beim Stand der Linken traf ich alte Bekannte wieder, die sich nun dort engagieren und mich auch gleich zum Parteieintritt überreden wollten. Ich musste sie aber enttäuschen, denn ich bleibe auch bei aller Sympathie erstmal parteilos und werde auch wahrscheinlich zur Kommunalwahl wieder mit der DaL antreten. Ich habe ihnen aber auch gesagt, dass Konkurrenz in diesem Fall keine Gegnerschaft bedeutet, und ich bei der Bundestagswahl natürlich die Linke unterstützen werde!

Nach dieser Diskussion aber gehörte der Tag voll und ganz der Familie! Benny freute sich über die vielen Spielangebote und hüpfte gerne bei den Falken auf der Hüpfburg mit den anderen Kindern rum. Ich ließ mir das Bier beim Open-Air-Konzert schmecken während meine Frau den Backfisch genoss!

Die Familienfete des DGB ist wirklich ein sehr gutes Argument zur Maikundgebung zu fahren!

Danach fuhren wir noch zur Fete der Moscheegemeinde in Homberg und trafen dort auch alte Bekannte wieder. Sogar SPD-Funktionäre hatten sich dorthin verirrt. Aber eine Fete ohne Bier und Musikprogramm erschien mir zu langweilig und so kamen wir abends erschöpft zuhause an.

Dieser Familientag war nun wirklich anstrengend, und heute mittag geht es zum „Hıdırellez-Frühlingsfest“ nach Duisburg-Hochfeld!

Stolpersteine

…über diese glänzenden Steine im Gehweg kurz vorm Hamborner Altmarkt!

Stolpersteine

Erinnerungen an eine Zeit, die wir hoffentlich überwunden haben und die sich niemals wiederholen sollte! Und eine Mahnung unter keinen Umständen seine Menschlichkeit zu vergessen!

Aktion

Leider immer noch viel SPD-Wahlkampfpropaganda aber auch ein gelungenes Familienfest und der bunte Aufmarsch vieler Gruppen und Aktivisten!

Während das Familienfest und die bunten Stände wirklich ein guter Grund sind zum 1. Mai zu gehen ärgere ich mich immer wieder über die verlogene SPD-Propaganda auf der Rednerbühne. Insbesondere der örtliche DGB-Vorsitzende, der auch gleichzeitig für die asoziale SPD im Landtag sitzt, beklagt gerne laut die Armut und die Folgen der „HARTZ“-Gesetze für Familien und Kinder und „vergisst“ dabei zu erwähnen, dass er selbst als SPD-Funktionär diesen „Reformen“ und damit der Verarmung weiter Bevölkerungsteile zugestimmt hat!

Aber die Stadt Duisburg soll nun mit ihrem Nothaushalt die Folgen der SPD-Politik im Berliner Reichstag mildern. Auf die Idee mal seine Parteifreunde, die beiden Duisburger SPD-Bundestagsabgeordneten, aufzufordern „HARTZ IV“ abzuschaffen oder wenigstens die Leistungen für Kinder und Schule aufzustocken kommt er natürlich nicht. Heuchelei pur! Diese Instrumentalisierung des 1. Mai für einen SPD-Wahlkampf ist schon mehr als nur ein Wermutstropfen bei einem ansonsten gut gelungenen Fest.

Der werte Kollege Bischof sollte sich auch mal mit den Aktivisten der Duisburger Montagsdemo gegen die „HARTZ“-„Reform“ unterhalten und schlau machen.

Muss das sein?!

Auch verstehe ich nicht wieso der DGB es Gruppierungen, die offensichtlich der verbotenen Terrororganisation PKK nahe stehen, erlaubt so massiv beim Marsch zur Kundgebung aufzutreten! Das dürfte gerade viele türkische Kollegen von einer Teilnahme abschrecken! Zumal die Thematik auch nichts mit dem 1. Mai als Arbeiterfeiertag zu tun hat.

Am Straßenrand sah man dann auch manche Leute mit dem Kopf schütteln als der Zug zum Landschaftspark mit den vielen türkischen und kurdischen Losungen an ihnen vorbeiging. Die Gewerkschaften geraten auf ihrer eigenen Demo zumindestens optisch schon fast in die Minderheitenrolle!

Freude muss sein!

Aber die meisten Besucher im Landschaftspark kümmerten sich eh nicht darum und nahmen lieber das Freizeitangebot an den vielen Ständen wahr. Es gab fast alles was das Herz begehrte. So kann der „Tag der Arbeit“ auch die nächste Zeit überleben.

Jetzt müssen nur noch einige Kollegen aus der Gewerkschaftsführung begreifen, dass sie nicht für eine asozialdemokratische Partei da sind sondern gefälligst Arbeitnehmerinteressen konsequent zu vertreten haben. Und manche radikalen Gruppen bei der Demonstration sollten sie auch gefälligst in den Hintergrund drängen damit wieder mehr Arbeitnehmer kommen.

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