29.05.2013

29. Mai 2013

Trauer

Trauer

Norwegen

Am Freitagabend glaubten noch viele mediengeprüfte Experten Al-Kaida oder irgendwelche anderen islamistischen Organisationen würden hinter den blutigen Terroranschlägen in Oslo stecken!

Jetzt zeigt sich, dass Fanatismus und Hass gegen Andersgläubige sowie Migranten durchaus auch in modernen Demokratien und westlichen Musterstaaten wie zum Beispiel Norwegen möglich sind und zu abscheulichen Verbrechen führen können! Einen Terroristen der sich selbst „christlich“ und „konservativ“ nennt hätten viele sicher bis gestern für unmöglich gehalten.

Aber die Arbeit der norwegischen Polizei zeigt ein immer deutlicheres Gesicht: der 32 Jahre alte Anders B. Breivik war ein in der westlichen Wertegemeinschaft verankerter Mensch, der aber trotzdem von rassistischen Motiven sowie seinen Hass auf den Islam zu seinen blutigen Verbrechen verleitet wurde. Hätte der Mann hier gelebt wäre er wahrscheinlich bei „ProNRW“ oder anderen rechten Gruppierungen aktiv geworden. So war er in Norwegen in der rechten Szene aktiv und muss sich einen ziemlichen Hass auf alles in seinen Augen fremde angeeignet haben, der vorgestern zu einem unglaublichen Blutrausch führte und ihn sogar dazu brachte kaltblütig 85 Jugendliche zu erschießen, die einfach nur im Sommerlager der norwegischen Arbeiterjugend campen wollten.

Angesichts des Entsetzens über die Terroranschläge von Oslo und Utøya müssen wir uns alle fragen was wir tun können um jedwede Form von Hass, Extremismus und Rassismus einzudämmen, denn die politischen Hintergründe des Attentäters von Oslo finden sich auch in unserem Land. Und wer weiß ob nicht auch hier Gleichgesinnte von Anders B. Breivik herumlaufen, die ebenfalls bereit sind Menschen umzubringen, die nicht in ihr Bild eines „christlichen“ Landes hineinpassen wobei ich auch hier genau wie bei islamistischen Gewalttätern sicher bin, dass der Glaube nicht solche Bluttaten rechtfertigt und von Verbrechern als Vorwand für ihre Menschenverachtung missbraucht wird.


Screenshot FBI-Fahndungsseite

In den USA wird laut Agenturmeldungen der Tod Osama Bin Ladens gefeiert. Nach 10 Jahren intensiver Suche wurde der Chef von al Kaida mitten in Pakistan, also einem treuen Vasallen der USA aufgespürt und getötet!

Nun ist das sicher eine gute Nachricht wenn ein gefährlicher Terroristenführer unschädlich gemacht wird, aber irgendwie macht mich der Umstand stutzig, dass der Mann nur 100 Kilometer von der pakistanischen Hauptstadt entfernt in einem besseren Wohngebiet von einer Spezialeinheit der „Navy Seals“ aufgespürt wurde in dem viele pakistanische Generäle wohnen, die wahrscheinlich auch gute Beziehungen zu den USA haben. Zudem gibt es bis jetzt nur Bilder einer unkenntlichen Leiche, die dann auch noch laut Medienberichten sofort im Meer versenkt wurde.

Wieso präsentieren die USA der Weltöffentlichkeit nicht den Leichnam und beweisen eindeutig die Identität des Getöteten??? Nach über 10 Jahren intensivster Fahndung werden die USA sicher doch noch ein paar Beweise ihres Triumphes präsentieren! Da fällt mir ein als die beiden Söhne Saddam Husseins im Irak bei Kampfhandlungen getötet wurden ließen die US-Streitkräfte sogar die Leichen von Spezialisten wieder herrichten um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren und jeden Zweifel an der erfolgreichen Eliminierung auszuräumen!

Beten und abschalten

13. März 2011

Bildquelle: 利用者:KEI via http://ja.wikipedia.org/wiki/%E5%88%A9%E7%94%A8%E8%80%85:KEI

Bittere Ironie der Geschichte: fast 25 Jahre nach Tschernobyl erlebt die Welt eine Atomkatastrophe, die noch weitreichender und tödlicher sein könnte als das durch Schlampereien und technische Mängel in der damaligen Sowjetunion verursachte Unglück!


Bildquelle: http://en.wikipedia.org/wiki/File:FukushimaCity05.jpg

Aber diesmal können Atomkraftbefürworter nicht darauf verweisen, dass so etwas in den technisch-hochentwickelten deutschen Atommeilern niemals passieren könnte. Denn Japan ist selbst eines der technisch-hochentwickelsten Länder mit hohen Sicherheitsstandards. Doch gegen die Urgewalten der Natur hat das auch nicht geholfen, und gerade höre ich in den Nachrichten, dass mit 10.000 Toten gerechnet wird sowie einer bereits eingetretenen Kernschmelze, also dem sogenannten „GAU“! Der Traum von der billigen Energie in großen Mengen hat sich in einem Alptraum der atomaren Apokalypse verwandelt! In Japan hilft jetzt nur noch beten, dass es nicht noch schlimmer wird.

Es dürfte angesichts dieser Katastrophe in einem modernen hochentwickelten Atomreaktor völlig außer Frage stehen, dass die sogenannte „Kernenergie“ auch bei allen Sicherheitsmaßnahmen nicht verantwortbar ist. Eine Technologie, die ein Gebiet bei einer Katastrophe für viele tausend Jahre unbewohnbar macht und die Krebsrate bei Menschen explodieren lässt darf nicht weiter betrieben werden.

Auch wenn große Energiemonopolisten wie RWE, E.ON, Vattenfall und EnBw es nicht wollen: die Politik muss endlich Schluss machen mit der Atomkraft. Schon jetzt weiß niemand wohin mit dem jahrtausendelang strahlenden Atommüll, und Japan zeigt, dass selbst hochmoderne „sichere“ Atommeiler in Wirklichkeit eine nicht zu verantwortende Gefahr sind!


Quelle: http://www.collateralmurder.com/

So sieht Krieg aus, es werden immer auch Unschuldige getötet. Und dank „Wikileaks“ erfahren wir auch davon!

Angesichts der Tatsache, dass der Informant, ein US-Militärangehöriger, der in Bagdad stationiert war und „Wikileaks“ brisante Informationen zuspielte nun in einem US-Militärgefängnis sitzt und ihm die Todesstrafe droht ist es besonders wichtig für Meinungs- und Informationsfreiheit einzutreten!

Heute wissen es alle besser, aber am 23. Juli also einen Tag vor der Katastrophe auf der Loveparade waren eigentlich alle guter Hoffnung, dass das Raverfestival ein großartiges Ereignis werden würde!

Die Presseerklärung des NRW-Innenministers ist da nur ein Beispiel, egal ob Stadt, IHK, Lopavent, Medien oder eben die Landespolitik: alle hatten große Erwartungen. Nur jetzt will keiner verantwortlich sein oder aber man war schon immer sehr kritisch gegenüber der Loveparade eingestellt!

Um das Gesamtbild nicht zu stören hat der WAZ-Konzern, dessen Redakteure die Loveparade noch am 23. Juli als „Glücksfall“ bezeichneten, auch die entsprechenden Artikel aus dem Netz genommen. Nur die Datenbanksuche über „derWesten.de“ zeigt noch, dass diejenigen die angeblich schon immer wussten, dass die Loveparade nicht nach Duisburg gehört, vor dem 24. Juli 2010 selbst noch ganz begeistert von dem Technospektakel waren.

Angesichts der Katastrophe ehrlich zu bleiben und frühere Fehleinschätzungen zuzugeben ist eben für viele sehr schwer!

Krieg wegen Israel?

31. Mai 2010


Screenshot: welt.de

Das israelische Militär hat in aller Frühe heute zugeschlagen und die in internationalen Gewässer befindliche Hilfsflotte gestürmt. Dabei sind nach Medienberichten 19 Menschen zu Tode gekommen und zahlreiche verletzt worden!

Unter den gestürmten Schiffen war auch der türkischer Frachter „Mavi Marmara“ (Blaue Marmarasee). Die Türkei droht jetzt mit „harter Vergeltung“, was auch im schlimmsten Falle Krieg bedeuten kann! Auf den türkischen Straßen wird laut nach Revanche gerufen und vor der israelischen Botschaft in Ankara sammeln sich massenhaft Demonstranten.

Völlig unabhängig von der Schuldfrage, die sich ohne ernsthafte Untersuchung nicht klären lässt, kann man wohl sagen, dass sich die Israelis mit dieser blutigen Militäraktion selbst geschadet haben!

Unter welchen Umständen es zu den Toten kam muss noch geklärt werden. Israelische Medien behaupten, dass einige Schiffsinsassen bewaffnet gewesen wären und die Elitesoldaten angegriffen hätten.

Was mich nur wundert ist warum die Israelis keine Beweise für diese Behauptung liefern und jeden Kontakt zu den Inhaftierten verhindern.

Immerhin befinden sich darunter auch deutsche Bundestagsabgeordnete und ein schwedischer Schriftsteller (Henning Mankell!).

Wenn die Israelis Recht haben sollten frage ich mich wieso sie die Nachrichtenagenturen in ihrer Arbeit behindern???!!!

01.06.2010: Das Zensurverhalten lässt sich auch an manchen Israel-nahen Blogs erkennen, sowohl auf „Botschaft des Staates Israel“ als auch auf „Spirit of Entebbe“ werden israelkritische Kommentare gar nicht erst zugelassen. Mein dezenter Hinweis auf die Illegalität der israelischen Militäraktion in internationalen Gewässern(!) und die gestiegene Kriegsgefahr wird natürlich gar nicht erst veröffentlicht.

Die Gefangenen im israelischen Militärlager werden übrigens auch noch immer von der Außenwelt abgeschnitten und dürfen noch nicht einmal mit ihren Botschaften in Kontakt treten.

Hat da etwa jemand Angst, dass weitere Infos über den blutigen Einsatz der israelischen Elitesoldaten ans Licht kommen???!!!

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