Rauchzeichen

25. Mai 2012

Noch rauchen die Schlote

Noch rauchen die Schlote

Duisburg lebt immer noch von der Industrie und ist auch immer noch auf die Industrie angewiesen.

Rauchzeichen über der Stadt

Rauchzeichen über der Stadt

Ich werde hier in nächster Zeit einige Fotos von meinen nächtlichen Streiftouren veröffentlichen. Fabriken, Schlote und die intensive harte Beleuchtung in vielen Großbetrieben haben gerade nachts eine besondere visuelle Wirkung.

Von wegen „im grünen Bereich“: die Duisburger Stadtwerke sind nicht nur ziemlich teuer, sie verkaufen auch noch Atomstrom ziemlich teuer!

Ob das nun an den vielen SPD-Funktionären liegt die dort beschäftigt sind oder den vielen anderen Ausgaben lässt sich nur schwer feststellen. Ich weiß aber, dass ich keine Lust habe überteuerten Atomstrom zu kaufen wenn ich wesentlich günstiger echten Ökostrom bei anderen Stadtwerken bekommen kann! Bis zu 300 Euro im Jahr lassen sich so sparen!!!

Ich habe mir ja schon lange überlegt den teuren Stadtwerkestrom aus Duisburg abzubestellen, jetzt werde ich es machen. Da kann ich mit gutem Gewissen Geld sparen und auch noch was für die Energiewende tun wenn ich garantierten Ökostrom beziehe und so der Atomkraft den Rücken kehre!

Auch wenn die Stadtwerke in der Region Sponsoring betreiben und viele Aufträge an kleine Firmen vergeben so sehe ich es nicht ein für dieses Unternehmen mit seinem Wasserkopf an der Spitze und den vielen Parteifunktionären auf allen Ebenen Geld zu bezahlen. Zudem habe ich auch noch gehört, dass die Duisburger Stadtwerke angeblich nur wenige Migranten beschäftigen und vielen Jugendlichen mit Migrationshintergrund trotz guter Qualifikation sofort Absagen schicken wenn sie sich dort um einen Ausbildungsplatz bewerben. Dazu werde ich auch noch tätig werden, denn das sollte in unserer Stadt mit seinen vielen Einwohnern internationaler Herkunft selbstverständlich sein, dass auch Bewerber mit Migrationshintergrund bei den Stadtwerken einen Ausbildungsplatz bekommen!


Screenshot: Homepage der Stadtwerke Flensburg GmbH (www.stadtwerke-flensburg.de)

Wie dem auch sei es gibt andere Stadtwerke, die wesentlich günstiger reinen Ökostrom anbieten und auch unabhängig von den großen Energiemonopolisten sind. Die Stadtwerke Flensburg zum Beispiel sind günstig, da werde ich wahrscheinlich hin wechseln, alternativ könnte ich mich auch für die Stadtwerke Trier entscheiden. Und ich empfehle allen das Gleiche zu tun, denn den teueren Pöstchenversorgungsladen in Duisburg kann man anders nicht mehr beeinflussen! Bei Seiten wie Check 24 oder Verivox lassen sich auch jede Menge andere günstige Anbieter finden, darunter viele Stadtwerke!

Darf ich bald mein Auto (Baujahr 1993) beim Schrotthändler abliefern?! Oder werden nur weite Teile der Stadt Duisburg für mich zur No-Go-Area?!

Ich fürchte, dass meine alte japanische Reisschüssel trotz Katalysators nur eine schlechte oder sogar gar keine „Feinstaubplakette“ bekommen wird! Denn während Großkonzerne wie ThyssenKrupp ruhig einige Tonnen Feinstaub mitsamt Schadstoffen in die Luft blasen dürfen müssen jetzt die privaten PKW der Bürger schön sauber sein.

Ich finde, dass ja auch richtig auf Umwelt und saubere Atemluft zu achten. Aber dass nun die Bürger in die Pflicht genommen werden während die Großindustrie ungeschoren bleibt finde ich schon sehr bemerkenswert!

Für mich und viele andere Menschen mit geringem Einkommen bedeutet das aber auch den Ausschluss aus der automobilen Gesellschaft in weiten Teilen der Stadt. Denn wer kann es sich schon leisten einen neuen Wagen zu kaufen, der auch die Umweltnormen erfüllt. So wichtig der Umweltschutz auch ist, hier führt er dazu, dass gerade Menschen mit geringem Einkommen von der autofahrenden Gesellschaft ausgeschlossen werden und damit auch von vielen Möglichkeiten!

Und über die Qualität des ÖPNV muss ich ja wohl nichts sagen!

Nie mehr Auto fahren?!

27. Juli 2008

Kann ich bald mein Auto aufgeben und verschrotten?! Unabhängig davon, dass das Auto fahren heute eh schon für Normalverdiener und erst recht für Hungerlöhner wie mich fast unbezahlbar geworden ist, brauche ich meinen Wagen vielleicht schon bald nicht mehr!

Denn nun werde ich die nächsten Wochen in Duisburg als Sicherheitsfachkraft eingesetzt, nur wenige Kilometer von meiner Haustür entfernt! Und da ich mich ja auch mit meinem „werten“ Arbeitgeber seit geraumer Zeit im Rechtsstreit befinde kann ich wohl davon ausgehen, dass mein bald auslaufender Arbeitsvertrag nicht verlängert wird. Denn das hat die Firma nicht gerne wenn man als Arbeitnehmer auch mit juristischen Mitteln auf seinen wenigen noch verbliebenen Rechten besteht.

Wenn also nicht ein mittelgroßes Wunder geschieht und ich einen halbwegs ordentlichen Job finde werde ich mich im September wieder in das Heer der Arbeitslosen einreihen und gleichzeitig was für den Umweltschutz tun indem ich das Auto fahren aufgebe und meine alte japanische Reisschüssel entsorge!

Denn TÜV, Umweltzone und höhere KFZ-Steuern kann ich mir künftig als dann arbeitsloser Autofahrer nicht mehr zumuten.

Unsere kapitalhörige Politiker“elite“ weiß schon wie Auto fahren wieder zu einer exclusiven Angelegenheit wird!

Jedenfalls habe ich mir heute schwitzend in der Bullenhitze auf der Arbeit vorgestellt wie es wohl wäre wenn wesentlich mehr Arbeitnehmer ihr Auto einfach stehen lassen und nur noch nahegelegne Arbeitsstellen suchen würden! Aber natürlich ist das illusorisch! Denn da wird dann sofort wieder Zwang von Unternehmern und Arbeitsamt ausgeübt auch weite Strecken zu fahren!

Licht an! Aber richtig!

Am Samstag will eine ganz große Koalition aus Umweltverbänden, Massenmedien und Großkonzernen mit einer symbolischen „5-Minuten-Aktion“ auf die drohende Klimakatastrophe hinweisen! Greenpeace, BLÖD-Zeitung, ProSieben und einige große Wirtschaftskonzerne bilden da eine überraschende Allianz! Doch es gibt auch Leute, die das seltsam finden wenn da ausgerechnet die großen Umweltsünder aus der Wirtschaft mit einer groß angekündigten Mini-Aktion ihr Image aufpolieren!

http://www.licht-an.info

Liebe Freundinnen und Freunde

Sehr geehrte Damen und Herren

Die BILD-Zeitung ist angetreten, das Klima zu retten.

Und wer hätte gedacht, dass es so einfach ist: Für 5 Minuten soll in der Bundesrepublik am Abend des 8. Dezember das Licht ausgehen, als „eindringliche Mahnung, die national und international zu mehr Klimaschutz aufruft“.

Mehr zu dieser Aktion „Licht aus“, die in Kooperation von BILD mit dem WWF, Greenpeace, BUND, google und Pro Sieben stattfindet unter:

http://www.lichtaus.info

Toll, wer alles mitmacht: BMW, Mercedes-Benz und Porsche beispielsweise, das sind die mit den besonders klimaschonenden Autos, oder Evonik, die Ex-Steag, die gerade in Duisburg, Lünen und Herne drei neue Steinkohlekraftwerke bauen will. Alle machen sie 5 Minuten das Licht aus.

Am 8.12. ist internationaler Klimaaktionstag. Die Umweltbewegung ruft weltweit zu Protesten auf, um Regierungen und Wirtschaftsunternehmen zum Umdenken zu bringen, aber auch, um den Menschen auf der Erde klarzumachen, dass es politischen Druck und eigenes konsequentes Handeln braucht, damit sich wirklich was bewegt.

Möglicherweise macht die Aktion von BILD und Partnern am 8.12. mehr Schlagzeilen, als alle diese Demonstrationen zusammen. Uns hat dieser Widerspruch keine Ruhe gelassen und wir haben überlegt, was die Menschen tun können, um den Klimaschutz wirklich voranzubringen – während, vor und nach diesen 5 Minuten.

So ist sehr spontan die Aktion „Licht an – aber richtig!“ entstanden.

Und auch hier tritt eine ganze Kooperation aus Medien und Organisationen an:

– taz, die tageszeitung

– jetzt.de, Jugendplattform der Süddeutschen Zeitung

– Naturschutzbund NABU

– attac

– campact

– Robin Wood

– Grüne Liga

– und die Autoren des Buches „Wir Klimaretter“

Wir wollen die Menschen motivieren, deutlich mehr zu tun, als 5 Minuten Licht aus fürs Weltklima. Wir wollen den Protest stärken, die persönliche Energiewende im Haushalt und den Abschied von den vier großen Stromkonzernen. Deshalb gibt es jetzt eine der BILD-Aktion nur auf den ersten Blick ähnliche Webseite. Sie heißt

http://www.licht-an.info

Schaut sie Euch an und macht mit! Und vor allem: Leitet diese E-Mail bitte an alle Menschen weiter, von denen Ihr glaubt, dass sie mehr wollen und mehr können, als den Lichtschalter zu betätigen, um diese Erde zu retten.

Zünden wir gemeinsam eine E-Mail- und Aktions-Lawine für mehr Klimaschutz!

Danke!

Jochen Stay (für die Initiatoren)

PS: Bitte verlinkt diese Aktion auch auf Eurer Webseite. Entsprechende Banner zum Herunterladen gibt es hier: http://www.licht-an.info/banner

Weitere Infos auch unter: http://www.wir-klimaretter.de/lichtan/

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