Frieren und arbeiten!

22. Dezember 2010

-8 Grad Celsius können verdammt kalt sein. Das spüre ich seit Tagen auf meinen Kontrollgängen während meiner Nachtschicht!


Für sagenhafte 7,82 EURO die Stunde plus 5% Nachtzulage friere ich mir also derzeit den Allerwertesten ab, stapfe die letzten Nächte durch den Schnee und kämpfe mich mit meinem kleinen Honda durch schneebedeckte Straßen zum Betriebsgelände. Solange ich keine bessere Arbeit finde muss ich damit klarkommen. Natürlich suche ich auch immer noch einen besseren Arbeitsplatz, aber bisher leider erfolglos!

Bis Ende nächsten Jahres läuft mein Arbeitsvertrag noch, also bin ich immerhin noch nicht arbeitslos. Aber irgendwie sehe ich trotzdem keinen „Aufschwung“, der Arbeitsmarkt gibt auch für Facharbeiter nur Hungerlohnjobs her. Vielleicht sollte ich wirklich besser wegziehen, angeblich ist in Hessen und Süddeutschland noch gutbezahlte Arbeit zu finden. Duisburg und das Ruhrgebiet sehen arbeitsmäßig jedenfalls nicht gut aus. Die Stellenbörsen sprechen da eine deutliche Sprache!

Die nächsten Wochen werde ich darüber intensiv nachdenken ob ich in dieser Stadt noch eine Zukunft habe!

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Die Arbeit ruft!

Ich weiß ja nicht ob es da einen Zusammenhang gibt: aber gestern habe ich erfahren, dass jetzt auf einmal nach dem ganzen Ärger mit den fehlerhaften Lohnabrechnungen Krankmeldungen eingegangen sind und deswegen der Dienstplan komplett überarbeitet werden muss!

Da werde ich heute mal draufgucken und den stellvertretenden Objektleiter darauf hinweisen, dass ich der Firma eine Frist bis Freitag gesetzt habe meine Lohnabrechnung zu korrigieren! Ab Samstag könnte ich dann schon fristlos kündigen wegen Lohnbetrugs falls die Fehler nicht bereinigt werden. Dann ist die Dienstplanung ab Samstag wieder hinfällig!

Und der Objektleiter ist nun auch noch überraschend unter dramatischen Umständen ausgefallen: eine Notoperation wegen eines Bypasses hat ihm das Leben gerettet! Aber er wird jetzt wohl längere Zeit nicht mehr dienstfähig sein!

Wie schnell sowas gehen kann! Am Freitag hatte er noch ganz fit auf mich gewirkt.

Die Kantine

Die angegebenen Preise gelten nur für ………-Mitarbeiter“! Das konnte ich gestern abend in der Betriebskantine auf der Preistafel lesen. Und ich hatte mich schon über die günstigen Preise gefreut.

Aber natürlich darf ich als „Fremdfirmenmitarbeiter“ auch den höheren Preis bezahlen. Die Klassengesellschaft gilt eben auch in der Arbeitswelt. Jedenfalls verdienen „Fremdfirmenmitarbeiter“ (Unternehmer, Subunternehmer, Zeitarbeiter etc.) nicht nur schlechter als die Stammbelegschaft, sie dürfen in der Kantine sozusagen als „Ausgleich“ auch noch ca. 50% mehr fürs Essen bezahlen!

Teuer für Arme!

Übrigens sind inzwischen die meisten Arbeiter im Werk bei Fremdfirmen beschäftigt! Günstiges Essen in der Kantine wird also auch schon zum Privileg in unserer real existierenden Klassengesellschaft!

Die Kantine

Vielleicht sieht es auch deshalb so leer aus!

Kleine Erfolge!

11. Februar 2008

Hoffnung!

Man soll die Hoffnung eben doch nie aufgeben! Heute hat mir der Betriebsrat klar gesagt, dass die Lohnabrechnung fehlerhaft ist und korrigiert werden muss. Morgen wird es dazu in der Firma ein klärendes Gespräch geben!

Und da bereits im März wieder ein größerer Auftrag in Sicht ist kann mein Arbeitgeber es sich auch nicht leisten Werkschützer zu verlieren. Das müsste mir ein wenig helfen bei meinem Verlangen nach mehr Geld. Im Übrigen lasse ich jetzt wieder einige Bewerbungen raus um dann auch vehement wieder mit Kündigung drohen zu können! Denn die Unverschämtheit 372 Euro als Monatslohn auszuzahlen lasse ich der Firma auf keinen Fall durchgehen!

Glück hatte ich heute auch wieder beim Tanken an der Rheinhausener Jet-Tankstelle: 1 Liter Normalbenzin für 1,28 Euro während bei Shell zeitgleich 1,36 Euro dafür verlangt wurde! Da habe ich ja was gespart, und wieder einmal bestätigt bekommen, dass man den Multis besser aus dem Wege geht.

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