Werbeblätter für HAYIR oder EVET

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Ja oder Nein, nun ist es bald vorbei

Schluss mit der Keilerei für die Türkei! 🙂

Man beachte den Mülleimer im Hintergrund! Da gehört dieses Hetzblatt hin.

Man beachte den Mülleimer im Hintergrund! Da gehört dieses Hetzblatt hin.

Liebe deutsche Medien und Politiker,
war ja sicher gut gemeint, hat aber die Türken hier nur weiter entzweit,
euer Werben für nur eine Seit‘, und Steine im Weg für die andere

Freiheit sollte für alle gelten!
Und euch glaubt nun keiner mehr.

Die Polizei vorm Konsulat

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P.S.: Das war nur ein kleiner Reimversuch um darauf hinzuweisen, dass in Deutschland und anderen europäischen Ländern heute der letzte Tag der Abstimmung für das türkische Verfassungsreferendum ist.

Ja oder Nein

Ja oder Nein

Ich wünschte ja der 16. April 2017 wäre schon vorüber nach den ganzen Streitereien der letzten Wochen…

Meine Frau muss sich zwischen Ja oder Nein zur angestrebten Änderung der türkischen Verfassung entscheiden. Ich selbst sehe das neutral und halte mich aus dieser Entscheidung heraus. Die diversen Einmischungsversuche der deutschen Politik und vieler Medien in Deutschland finde ich aber ziemlich ärgerlich. So werben deutsche Bundestagsabgeordnete offensiv für ein Nein zum Verfassungsreferendum und sind zu dämlich zu erkennen, dass sie das genaue Gegenteil von dem erreichen was sie wollen.
Den Paten der Armenienresolution im Bundestag vom letzten Jahr möchten nun wirklich die wenigsten Türken ihr Gehör schenken. Cem Özdemir und Co. schaden also ganz klar dem Nein-Lager.

Wie immer auch die Entscheidung ausgehen wird, noch dürfte alles offen sein, ich hoffe dass die Verletzungen und Schäden im deutsch-türkischen Verhältnis sowie das Verhältnis zwischen den politischen Lagern der Türken nicht irreparabel geworden sind.

Screenshot Atatürk und türkischsprachiger Artikel in der Bild-Zeitung

Screenshot Atatürk und türkischsprachiger Artikel in der Bild-Zeitung

Seit Tagesschau, BILD-Zeitung und diverse andere deutschsprachige Medien angefangen haben auf türkisch zu publizieren weiß ich, dass Deutschland nur das beste für die Türkei will!

Früher hieß es immer „Hier wird Deutsch gesprochen“ und gerade die Türken sollten sich besser anpassen. Dank Erdogan ist das nun Schnee von gestern, es ist geradezu en Vogue geworden in türkischer Sprache zu publizieren um der türkischsprachigen Bevölkerung Demokratielektionen erteilen zu können und sicher zu gehen, dass der gemeine Deutschtürke auch weiß was die deutsche Mehrheitsgesellschaft von ihm erwartet, also wie er abzustimmen hat beim türkischen Verfassungsreferendum, und wehe er hält sich nicht daran. Dann kann er doch zu seinem Erdogan in die Türkei gehen. Oder wie es der allseits beliebte Cem Özdemir, der Pate der Armenienresolution, vorgestern so schön zurückhaltend in Marxloh ausdrückte: „Niemand wird gezwungen in Deutschland zu bleiben…wer Erdogan super findet kann gerne in der Türkei leben…“. Wenn das kein glaubwürdiges Plädoyer für Meinungsfreiheit ist.

—> Videoclip: Fragen an Cem Özdemir

Überhaupt drängt sich mir nach den Erfahrungen mit der Trump-Hysterie der Verdacht auf viele politisch Verantwortliche in Deutschland bestimmen gerne für alle Länder der Welt was Demokratie ist und wie sie ausssehen darf. Da ist doch klar, dass die Türkei sich kein eigenes Regierungssystem geben darf ohne vorher um Erlaubnis zu fragen. Sowas wie nationale Souvärenität kennen die linken und grünen Beglücker der Menschheit eben nicht. Und die türkischen Bürger einfach mal selbst entscheiden zu lassen trauen sich die demokratischen Lehrmeister irgendwie auch nicht.

Eigentlich ist eine Volksabstimmung die demokratischste Art über eine Verfassung zu entscheiden. Wir wären vielleicht froh wenn wir in Deutschland als einfache Bürger auch mal über bundespolitische Themen abstimmen dürften. Leider dürfen wir aber noch nicht mal unser Staatsoberhaupt bestimmen. Dafür beschimpfen dann einige den vom Volk direkt gewählten türkischen Staatspräsidenten als „Diktator“. Man muss Recep Tayyip Erdogan nicht mögen, und seine Nazivergleiche lehne ich natürlich selbstredend ab, aber er hat es schon geschafft uns selbst etwas undemokratisch aussehen zu lassen in unserem Bestreben den türkischen Wählern die richtige Entscheidung vorzugeben und die „falsche“ Meinung im Wahlkampf zu behindern. So als ob die künftige türkische Verfassung auch für Deutschland gelten würde. Sie gilt aber nicht hier, und deswegen geht es uns überhaupt nichts an wie die Türken entscheiden.  Sie werden schon wissen was sie tun. Oder demokratisch ausgedrückt: das Volk entscheidet, in diesem Falle das türkische. Lasst uns das als Deutsche einfach akzeptieren.

 

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